Grundlegendes Anforderungsniveau
Grundkurs/gA bzw. landesspezifische Entsprechung.

DE · Der redaktionelle Curriculum-Guide
Eine belastbare Orientierung durch Länder, Kurswege, Fächer und Themen des deutschen Abiturs – mit redaktioneller Einordnung und offiziellen Ausgangsquellen.
01 · Einordnung
Das deutsche Abitur lässt sich nur sinnvoll erschließen, wenn die gemeinsame Prüfungslogik und die Vorgaben des jeweiligen Landes zusammen gelesen werden. Dieser Guide macht die im Curriculum erfassten Länder, Kurswege, Fächer und Themen als zusammenhängende Struktur sichtbar, ohne Unterschiede zwischen den zuständigen Stellen einzuebnen.
Beginnen Sie mit Ihrem Bundesland und Ihrem Kursweg, grenzen Sie danach die tatsächlich relevanten Fächer ein und öffnen Sie deren Themenstruktur. Die vertiefenden Ratgeber unterstützen die Planung; für verbindliche Anforderungen, Termine und aktuelle Änderungen gilt stets die Veröffentlichung der Schule beziehungsweise der zuständigen Landesbehörde.
02 · Kurswege
Grundkurs/gA bzw. landesspezifische Entsprechung.
Leistungskurs/eA bzw. landesspezifische Entsprechung.
Fach- oder Bundeslandvariante, die nicht sauber in GK/LK bzw. gA/eA passt.
03 · Alle Fächer
Legen Sie zuerst Land, Kursweg und Prüfungsfächer fest. Nutzen Sie anschließend die Themenkarten, Ratgeber und Lernmaterialien für eine Vorbereitung, die zu Ihrer tatsächlichen Fächerkombination passt.
Literarische und pragmatische Texte analysieren, materialgestützt schreiben und Sprache reflektieren.
17 · Themen kartiert
Sich mit Texten und Medien auseinandersetzen
Epik, Drama, Lyrik, pragmatische Texte, Medienprodukte und literarische Epochen kontextualisieren.
Sich mit literarischen Texten auseinandersetzen
Literarische Texte von der Aufklärung bis zur Gegenwart analysieren; alle Gattungen und literaturgeschichtliches Überblickswissen. (KMK §2.4.1)
Sich mit pragmatischen Texten auseinandersetzen
Pragmatische und nicht-literarische Texte erschließen, analysieren und beurteilen. (KMK §2.4.2)
Sich mit Texten unterschiedlicher medialer Form und Theaterinszenierungen auseinandersetzen
Multimodale, digitale und szenische Texte sowie Theaterinszenierungen analysieren und kontextualisieren. (KMK §2.4.3)
Schreiben
Interpretieren, Analysieren, Erörtern, materialgestütztes Schreiben und adressatenbezogene Textproduktion.
Lesen
Komplexe Texte erschließen, Informationen verknüpfen und Deutungen begründen.
Sprache und Sprachgebrauch reflektieren
Grammatik, Semantik, Pragmatik, Sprachwandel, Mehrsprachigkeit und Sprache in gesellschaftlichen Kontexten.
Sprechen und Zuhören
Argumentieren, präsentieren, Gespräche führen und mündliche Prüfungsleistungen strukturieren.
Literaturgeschichtliche Epochen
Überblick über deutsche Literatur von der Aufklärung bis zur Gegenwart (Aufklärung, Sturm und Drang, Klassik, Romantik, Realismus, Naturalismus, Expressionismus, Weimarer Republik, Exilliteratur, Nachkriegsliteratur, Gegenwart). KMK Bildungsstandards Deutsch §2.4.1 verlangt literaturgeschichtliches Überblickswissen.
Erzähltextanalyse (Epik)
Erzählinstanz, Erzählverhalten, Erzählperspektive, Figurenkonzeption, Zeitgestaltung, Raumsemantik und narratologische Begriffe nach Stanzel/Genette. KMK §2.4.1.
Lyrikanalyse
Formanalyse (Vers, Metrum, Reim, Strophe), Klangebene, Bildlichkeit (Metaphern, Symbole), Sprechinstanz und Epochenbezug lyrischer Texte. KMK §2.4.1.
Dramenanalyse
Dramaturgie, Figurenkonstellation, Dialoganalyse, dramatischer Konflikt, klassisches vs. episches Theater (Brecht). KMK §2.4.1.
Materialgestütztes Schreiben
Materialgestütztes Verfassen informierender und argumentierender Texte als zentrale Aufgabenart im Abitur. KMK §2.3.
Erörterung (literarisch, pragmatisch, materialgestützt)
Pro-Contra- und linear-argumentative Erörterungen literarischer und pragmatischer Texte; argumentative Strukturen, Belege, Synthese.
Sprachvarietäten und Mehrsprachigkeit
Soziolekte, Dialekte, Jugendsprache, Fachsprachen, Mehrsprachigkeit, Sprachkontakt und Migration als Reflexionsgegenstände der Sprachbewusstheit. KMK §2.5.
Sprachwandel
Diachroner und synchroner Sprachwandel; Anglizismen, Wortbildungsdynamik, Bedeutungswandel, Einfluss digitaler Medien.
KMK-Operatoren im Fach Deutsch
Bedeutung und Anwendungsbereiche der Operatoren (analysieren, interpretieren, erörtern, vergleichen, beurteilen, gestalten) in deutschen Abituraufgaben.
Analysis, Analytische Geometrie/Lineare Algebra und Stochastik auf grundlegendem oder erhöhtem Niveau.
15 · Themen kartiert
Analysis
Funktionen, Ableitungen, Integrale, Modellierung, Wachstum und Extremwertprobleme.
Funktionen und Modelle
Ganzrationale, exponentielle, trigonometrische und zusammengesetzte Funktionen untersuchen.
Differentialrechnung
Änderungsraten, Tangenten, Monotonie, Krümmung, Extrem- und Wendepunkte.
Integralrechnung
Bestandsänderung, Flächeninhalte, Rekonstruktion und Anwendungen.
Analytische Geometrie und Lineare Algebra
Vektoren, Geraden, Ebenen, Lagebeziehungen, Abstände, Winkel und Matrizen je nach Landesvorgabe. (Matrizen-Alternative A1 oder vektorielle Analytische Geometrie A2 je nach Bundesland.)
Stochastik
Wahrscheinlichkeiten, Zufallsvariablen, Verteilungen, Hypothesentests und Datenanalyse. (Parameterschätzung B1 oder Hypothesentests B2 je nach Bundesland.)
Prozessbezogene Kompetenzen
Mathematisch argumentieren (K1), Probleme mathematisch lösen (K2), Mathematisch modellieren (K3), Mathematische Darstellungen verwenden (K4), Mit symbolischen, formalen und technischen Elementen der Mathematik umgehen (K5), Mathematisch kommunizieren (K6).
Grundbegriffe und Rechentechniken (Sek I-Wiederholung)
Reelle Zahlen, Termumformung, Gleichungen und Ungleichungen, Potenzen, Logarithmen — als Voraussetzungswissen für die Qualifikationsphase. Inhaltsbezogene Leitidee L1 (Algorithmus und Zahl).
Trigonometrische und Exponentialfunktionen
Sinus, Kosinus, Tangens, e-Funktion, natürlicher Logarithmus; Eigenschaften, Ableitungen und Anwendungen. Leitidee L4 (Funktionaler Zusammenhang).
Folgen und Reihen
Arithmetische und geometrische Folgen, Konvergenz, Grenzwerte und vollständige Induktion. In LK-Vorgaben einzelner Länder (BY, SN) Abiturrelevant.
Matrizen und Übergangsprozesse
Matrizen-Vektor-Multiplikation, stochastische Übergangsmatrizen, Fixvektoren, Populations- und Wirtschaftsmodelle. Wahlinhalt in DE-BY, DE-NW (alternativ zur klassischen analytischen Geometrie).
Wahrscheinlichkeitsrechnung — Grundlagen
Laplace-Wahrscheinlichkeit, mehrstufige Zufallsexperimente, Baumdiagramme, bedingte Wahrscheinlichkeit, Satz von Bayes, stochastische Unabhängigkeit.
Binomial- und Normalverteilung
Bernoulli-Kette, Binomialverteilung, Erwartungswert und Varianz, Normalverteilung als Näherung (eA-Inhalt) und sigma-Regeln.
Hypothesentests und Konfidenzintervalle
Einseitiger und zweiseitiger Test, Fehler 1. und 2. Art, p-Wert, Konfidenzintervalle für unbekannte Wahrscheinlichkeiten und Mittelwerte. Pfad B2 nach KMK Bildungsstandards.
Mathematisches Modellieren
Modellbildungskreislauf, Realsituation-Modell-Realsituation, Modellkritik und Modellgrenzen als prozessbezogene Kompetenz K3 mit anwendungsbezogenen Aufgaben.
Fortgeführte Fremdsprache mit Reading, Listening, Writing, Mediation, Speaking und Text-/Medienanalyse.
14 · Themen kartiert
Funktionale kommunikative Kompetenz
Hör-/Hörsehverstehen, Leseverstehen, Schreiben, Sprechen und Sprachmittlung.
Interkulturelle kommunikative Kompetenz
Kulturelle Deutungsmuster erkennen, Perspektiven wechseln und adressatengerecht handeln.
Text- und Medienkompetenz
Literarische, pragmatische und mediale Texte analysieren, deuten und produzieren.
Sprachbewusstheit
Sprache, Register, Stil, Varietäten und kommunikative Wirkung reflektieren.
Sprachlernkompetenz
Strategien, Hilfsmittel und Feedback für eigenständiges Sprachenlernen einsetzen.
Globalisation and global challenges
Globalisierungsprozesse, multinationale Konzerne, Migration, Klimawandel und globale Ungleichheit als Themenkorridor; behandelt in den meisten Bundesland-Vorgaben (BY, BW, NW, NI).
Migration, Postcolonialism and multicultural societies
Postkolonialismus, Commonwealth-Literatur, Identitätskonflikte und multikulturelle Gesellschaften in Großbritannien, Indien, Afrika und Karibik.
Shakespeare and Elizabethan drama
Shakespeare als Pflichtbestandteil im LK (eA) in BY, BW, NW; Tragödien (Hamlet, Macbeth, King Lear) oder Komödien als verbindliche Lektüre.
American Dream and American identities
Der American Dream als Mythos und Realität, ethnische Identitäten, race und gender in den USA, gesellschaftliche Spaltung.
Britain and the European context
Britische Identität, Devolution, Brexit, Verhältnis Großbritanniens zu Europa und zur Welt.
Media, technology and surveillance
Digitalisierung, soziale Medien, Überwachung (Big Brother, Dystopie), Datenschutz und Mediendemokratie.
Science, ethics and the future
Wissenschaftsethik, Gentechnik, KI, Bioethik und dystopische Zukunftsentwürfe als Reflexionsraum englischsprachiger Texte.
Methods of textual and media analysis
Analysetools für fictional und non-fictional texts: narrator, point of view, rhetorical devices, stylistic analysis, film techniques.
Mediation and writing tasks
Sprachmittlung (DE↔EN), Composition, Comment, Summary, Discursive Essay, Creative Writing als zentrale Schreibaufgaben.
Fortgeführte Fremdsprache mit IQB-Poolbezug und landesspezifischen Themenkorridoren.
14 · Themen kartiert
Funktionale kommunikative Kompetenz
Hör-/Hörsehverstehen, Leseverstehen, Schreiben, Sprechen und Sprachmittlung.
Interkulturelle kommunikative Kompetenz
Kulturelle Deutungsmuster erkennen, Perspektiven wechseln und adressatengerecht handeln.
Text- und Medienkompetenz
Literarische, pragmatische und mediale Texte analysieren, deuten und produzieren.
Sprachbewusstheit
Sprache, Register, Stil, Varietäten und kommunikative Wirkung reflektieren.
Sprachlernkompetenz
Strategien, Hilfsmittel und Feedback für eigenständiges Sprachenlernen einsetzen.
Identités et diversités
Individuelle und kollektive Identitäten, Vielfalt der frankophonen Welt, Multikulturalität in Frankreich.
Relations franco-allemandes
Deutsch-französische Beziehungen, Erinnerungskultur, Élysée-Vertrag, kulturelle Begegnung und Austausch.
Vivre dans une société multiculturelle
Banlieues, Integration, Migration, religiöse und kulturelle Vielfalt; soziale Frage in Frankreich.
Engagement politique, écologique et social
Bürgerliches Engagement, Umweltbewegung, Gilets jaunes, Klimaaktivismus und soziale Bewegungen in der franz. Gesellschaft.
Le monde du travail
Arbeitswelt, Digitalisierung, Generationenkonflikte und Karrierewege in Frankreich und in der Frankophonie.
Mondialisation et voyages
Globalisierung, Tourismus, kulturelle Begegnung, Migration und mondialisation als Bewertungsfeld.
La francophonie
Frankophone Räume außerhalb Frankreichs: Maghreb, Subsahara-Afrika, Québec, Karibik; Kolonialgeschichte und postkoloniale Identitäten.
Méthodes d'analyse littéraire et filmique
Analysetools: narrateur, point de vue, figures de style, analyse de film et de bande dessinée.
Sprachmittlung und Schreibaufgaben
Médiation (DE↔FR), commentaire, composition, résumé und kreatives Schreiben als Prüfungsaufgaben.
Fortgeführte oder neu einsetzende Fremdsprache mit landesspezifischen Themenkorridoren (BY, NRW, BW) und IQB-Poolbezug.
14 · Themen kartiert
Funktionale kommunikative Kompetenz
Hör-/Hörsehverstehen, Leseverstehen, Schreiben, Sprechen und Sprachmittlung.
Interkulturelle kommunikative Kompetenz
Kulturelle Deutungsmuster erkennen, Perspektiven wechseln und adressatengerecht handeln.
Text- und Medienkompetenz
Literarische, pragmatische und mediale Texte analysieren, deuten und produzieren.
Sprachbewusstheit
Sprache, Register, Stil, Varietäten und kommunikative Wirkung reflektieren.
Sprachlernkompetenz
Strategien, Hilfsmittel und Feedback für eigenständiges Sprachenlernen einsetzen.
Vivir y convivir en una España multicultural y plurilingüe
Zusammenleben verschiedener Kulturen, Ethnien und sozialer Milieus im heutigen Spanien; gesellschaftlicher Wandel, Integration und Vielfalt. (NRW Abiturvorgaben Spanisch)
España, país de inmigración y emigración
Migrationsbewegungen von und nach Spanien (Ein-, Aus- und Binnenmigration); Ursachen, Lebensrealitäten und gesellschaftliche Debatten. (NRW Abiturvorgaben Spanisch)
El bilingüismo y las lenguas de España
Regionalsprachen und Mehrsprachigkeit (Katalanisch, Baskisch, Galicisch); Bilinguismus mit politischen und kulturellen Implikationen (Cataluña, País Vasco). (NRW/Bayern)
Latinoamérica: desafíos sociales y diversidad étnica
Gesellschaftliche Strukturen Lateinamerikas; soziale Herausforderungen wie Kinderarmut (pobreza infantil) sowie Chancen und Konflikte ethnischer Vielfalt. (NRW Abiturvorgaben Spanisch)
Libertad y dictadura: Guerra Civil, franquismo y memoria histórica
Spanischer Bürgerkrieg, Franco-Diktatur, Transición und Aufarbeitung des diktatorischen Erbes (memoria histórica, auch Chile/Argentinien). (NRW/Bayern/BW)
España y el turismo: economía, cultura, sostenibilidad y ocio
Bedeutung des Tourismus für Wirtschaft und Gesellschaft; nachhaltiges Wirtschaften, Ökologie und Ressourcennutzung. (NRW Abiturvorgaben Spanisch / BW)
El mundo laboral y las perspectivas de los jóvenes
Alltagswirklichkeiten, Lebensentwürfe und berufliche Perspektiven Jugendlicher in der spanischsprachigen Welt. (NRW/BW)
Globalización: España, Hispanoamérica, Europa y los EE.UU.
Wirtschaftliche, soziale und politische Verbindungen; Globalisierung, ihre Chancen und Risiken sowie zivilgesellschaftliche Partizipation. (BW Bildungsplan)
Medios de comunicación, nuevas tecnologías y análisis de textos
Medien und Digitalisierung in der Lebenswelt junger Menschen sowie Analysewerkzeuge für literarische und filmische Texte (narrador, perspectiva, recursos estilísticos) und Sprachmittlung/Schreibaufgaben (mediación, comentario, redacción).
Lebende Systeme, Erkenntnisgewinnung, Kommunikation und Bewertung in biologischen Kontexten.
10 · Themen kartiert
Leben und Energie
Grundlegende Zusammenhänge bei Stoffwechselwegen, aufbauender Stoffwechsel (Fotosynthese), abbauender Stoffwechsel (Zellatmung), Enzyme, Kompartimentierung und fachliche Verfahren (Chromatografie, Tracer-Methode). (KMK 2020 Inhaltsbereich 2.6.1)
Informationsverarbeitung in Lebewesen
Grundlagen der Informationsverarbeitung: Nervenzellen, Synapsen, Potenzialmessungen und Neuronale Plastizität. (KMK 2020 Inhaltsbereich 2.6.2; Verhalten als adaptiver Wert gehört zu Inhaltsbereich 2.6.4)
Lebewesen in ihrer Umwelt
Strukturen und Zusammenhänge in Ökosystemen, Stoffkreisläufe, Einfluss des Menschen auf Ökosysteme, Nachhaltigkeit und Biodiversität. (KMK 2020 Inhaltsbereich 2.6.3)
Vielfalt des Lebens
Molekulargenetische Grundlagen des Lebens (DNA, Genexpression, Gentechnik, Epigenetik) sowie Entstehung und Entwicklung des Lebens (Synthetische Evolutionstheorie, Stammbäume, Selektionsmechanismen, adaptiver Wert von Verhalten). (KMK 2020 Inhaltsbereich 2.6.4)
Zellbiologie
Zellaufbau (Prokaryoten, Eukaryoten, Pflanzen-/Tierzelle), Zellorganellen, Mitose und Meiose, Membranen und Transportprozesse als Voraussetzungswissen für die Qualifikationsphase.
Klassische Genetik
Mendelsche Regeln, Stammbaumanalyse, Erbgänge (autosomal, gonosomal), Genkopplung; Brücke zur Molekulargenetik im Inhaltsbereich Vielfalt des Lebens.
Evolution und Stammbaumanalyse
Synthetische Evolutionstheorie, Mikro- und Makroevolution, Hardy-Weinberg, molekulare Stammbäume und Artbildung. Vertieft den KMK-Inhaltsbereich 2.6.4.
Immunbiologie
Angeborene und erworbene Immunabwehr, Antikörper, Impfung, Allergien, HIV/AIDS und Autoimmunerkrankungen. Inhaltsfeld u. a. in NRW und BY GOSt.
Verhaltensbiologie
Angeborenes vs. erlerntes Verhalten, Reiz-Reaktions-Schemata, Sozialverhalten, Soziobiologie, Verhalten als adaptiver Wert (KMK-Querbezug Inhaltsbereich 2.6.4).
Biotechnologie und Gentechnik
PCR, Gelelektrophorese, CRISPR/Cas, gentechnische Anwendungen (Medizin, Landwirtschaft), Bioethik und gesellschaftliche Bewertung.
Stoff-Teilchen-Beziehungen, Reaktionen, Energie, Gleichgewichte und organische Chemie.
12 · Themen kartiert
Struktur-Eigenschaft-Beziehungen
Atombau, Bindungen, Molekülstruktur, Stoffeigenschaften und Analyse.
Chemische Reaktionen
Donator-Akzeptor-Konzepte, Säure-Base, Redox, Reaktionskinetik und Stöchiometrie.
Energie und chemisches Gleichgewicht
Energetik, Entropie, Gleichgewichte, Massenwirkungsgesetz und technische Anwendungen.
Organische Chemie — Anwendungskontexte
Organische Reaktionswege, funktionelle Gruppen, Kunststoffe, Farbstoffe und Materialanwendungen als Anwendungskontext der Basiskonzepte Struktur und Reaktion. (Im KMK 2020-Standard kein eigenständiges viertes Basiskonzept; NRW und BW behandeln organische Chemie als eigenes Inhaltsfeld.)
Atombau und Periodensystem
Bohr- und Orbitalmodell, Elektronenkonfiguration, PSE-Trends (Atomradius, Ionisierungsenergie, Elektronegativität); Voraussetzungswissen für Bindungstheorie.
Säure-Base-Chemie
Brønsted-Konzept, pH-Wert, Puffersysteme, Säure- und Basestärke, Titrationskurven, Indikatoren als Donator-Akzeptor-Anwendung.
Elektrochemie und Redoxreaktionen
Galvanische Zellen, Elektrolyse, Standardpotentiale, Nernst-Gleichung, Batterien/Akkumulatoren, Korrosion und Brennstoffzellen.
Reaktionskinetik
Reaktionsgeschwindigkeit, Reaktionsordnung, Aktivierungsenergie, Katalyse, Arrhenius-Gleichung als Vertiefung des Basiskonzepts Chemische Reaktionen.
Aromaten
Benzol, Mesomerie, elektrophile Substitution, Phenole und aromatische Heterozyklen als Vertiefung der organischen Chemie.
Makromoleküle und Naturstoffe
Kunststoffe (Polymerisation, Polykondensation, Polyaddition), Proteine, Kohlenhydrate, Lipide und Nucleinsäuren als organisch-chemische Naturstoffklassen.
Farbstoffe und Licht-Stoff-Wechselwirkung
Chromophore, Mesomerie, UV/Vis-Spektroskopie, Azofarbstoffe, Indigo und Anwendung in Färberei und Analytik.
Analytische Verfahren
Chromatographie (DC, GC, HPLC), Spektroskopie (IR, NMR, MS), Titration und qualitative Nachweisreaktionen als experimentelle Methoden.
Modelle, Experimente und mathematische Beschreibung physikalischer Systeme.
10 · Themen kartiert
Mechanik
Kinematik, Dynamik, Energie, Impuls, Kreisbewegungen und Gravitation. (Kein KMK 2020 Abitur-Inhaltsbereich; Mechanik gilt als Vorwissen aus Sek I/Einführungsphase. Viele Bundesländer — BY, BW, NW — integrieren Mechanik dennoch in die Qualifikationsphase.)
Elektrische und magnetische Felder
Elektrische und magnetische Feldmodelle, Kräfte, Potentiale, Induktion und Anwendungen. Gravitationsfeld-Kontexte erscheinen im Basiskonzept "Erhaltung und Gleichgewicht". (KMK 2020 §2.6.1)
Schwingungen und Wellen
Mechanische und elektromagnetische Schwingungen und Wellen, Interferenz, Beugung, stehende Wellen und Spektrum elektromagnetischer Wellen. Optische Phänomene sind Bestandteil dieses Inhaltsbereichs. (KMK 2020 §2.6.2)
Quantenphysik und Materie
Quantenobjekte, Atommodelle, Spektren und Welle-Teilchen-Dualismus. Kernphysik (Radioaktivität, Kernspaltung, Kernfusion) ist eine landesspezifische Erweiterung in DE-BY und DE-TH. (KMK 2020 §2.6.3)
Elektromagnetische Induktion
Faradaysches Induktionsgesetz, Lenz-Regel, Selbst- und Wechselstrominduktion, Transformator und Generator als Vertiefung des Inhaltsbereichs Felder.
Atomphysik
Bohrsches Atommodell, Quantenmechanisches Atommodell, Linienspektren, Franck-Hertz-Versuch, Röntgenstrahlung als Vertiefung von KMK-Inhaltsbereich 2.6.3.
Kernphysik und Radioaktivität
Radioaktiver Zerfall (Alpha, Beta, Gamma), Halbwertszeit, Kernspaltung, Kernfusion, Dosimetrie und Strahlenschutz. Landesspezifische Vertiefung in BY, TH, BW.
Spezielle Relativitätstheorie
Lichtgeschwindigkeit als Naturkonstante, Zeitdilatation, Längenkontraktion, relativistische Energie und Impuls. Wahl-/LK-Inhalt in BY, BW, NW, NI.
Thermodynamik
Hauptsätze der Thermodynamik, ideales Gas, Entropie, Carnot-Prozess und Wirkungsgrad. Inhalt in einzelnen Bundesländern (BY, NI, RP).
Astrophysik
Sternklassifikation, Hertzsprung-Russell-Diagramm, Sternentwicklung, kosmologische Expansion, Hubble-Konstante. Wahlbereich in BY, BW, NI.
Algorithmen, Programmierung, Daten, Systeme, Automaten, Netze und Informatik in Gesellschaft.
11 · Themen kartiert
Algorithmen und Programmierung
Datenstrukturen, Algorithmen, Modellierung und Implementation.
Objektorientierte Modellierung und Programmierung
OOP-Konzepte, UML-basierte Modellierung, Klassen, Vererbung und Entwurfsmuster. Explizit in BY LehrplanPLUS Q11 und NRW Kernlehrplan als eigenständiger Inhaltsstrang.
Daten und Datenbanken
Datenmodellierung, relationale Datenbanken, Abfragen und Datenschutz.
Systeme und Netze
Rechnerarchitektur, Betriebssysteme, Netzwerke und Protokolle.
Theoretische Informatik
Automaten, formale Sprachen, Berechenbarkeit und Komplexität nach Landesvorgabe.
Informatik und Gesellschaft
Datenschutz, Datensicherheit, ethische Aspekte, KI-Grundlagen und gesellschaftliche Auswirkungen digitaler Systeme.
Datenstrukturen
Listen, Stapel, Schlangen, Bäume (binäre Suchbäume, AVL-Bäume), Graphen und Hashtabellen; Komplexitätsabschätzung typischer Operationen.
Rekursion und Algorithmenstrategien
Rekursive Verfahren (Türme von Hanoi, Backtracking, Tiefen-/Breitensuche), Divide-and-Conquer, Greedy-Strategien und dynamische Programmierung.
Kryptographie und IT-Sicherheit
Symmetrische und asymmetrische Verschlüsselung (Caesar, Vigenère, RSA), digitale Signaturen, hybride Verfahren und Anwendungsszenarien.
Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen
Symbolische KI vs. konnektionistische KI, neuronale Netze, überwachtes/unüberwachtes Lernen, ethische Implikationen. BY LehrplanPLUS Modul Informatik 12 (LK).
Softwareentwicklung und Modellierung
Software-Engineering-Phasen, UML-Klassendiagramme, Entwurfsmuster, Versionsverwaltung und Testverfahren als Querschnittskompetenz.
Quellenanalyse, historische Urteilsbildung und landesspezifische Schwerpunktsetzungen.
12 · Themen kartiert
Quellenanalyse
Schriftliche, bildliche und statistische Quellen erschließen, einordnen und beurteilen.
Sach- und Werturteile
Historische Fragestellungen argumentativ bearbeiten und Deutungen vergleichen. NRW ergänzt Handlungskompetenz (Präsentation und Kommunikation historischer Urteile) als vierte übergeordnete Kompetenz.
Epochen, Längsschnitte und Kontroversen
Epochen von der Antike bis zur Gegenwart je nach Landesabiturvorgabe strukturieren. Längsschnitte sind eine Methode der diachronen Betrachtung, keine eigenen Inhaltsfelder.
Geschichtsbewusstsein und Narrativität
Geschichte als Konstrukt: Narrative Kompetenz, konkurrierende Geschichtsbilder, Historikerstreit und kontroverse Deutungen. (BY LehrplanPLUS: Narrative Kompetenz als eigenständige 5. Kompetenzdimension.)
Frühe Neuzeit — von der Reformation bis zum Absolutismus
Reformation und Konfessionalisierung, Dreißigjähriger Krieg, Absolutismus (Ludwig XIV.), wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Wandel der Frühen Neuzeit.
Industrialisierung und Nationsbildung im 19. Jahrhundert
Französische Revolution, Wiener Kongress, Industrielle Revolution, soziale Frage, Reichsgründung 1871, deutsche Sozialgeschichte des 19. Jh.
Imperialismus und Erster Weltkrieg
Imperialistische Konkurrenz, Bündnissysteme, Kriegsausbruch, Kriegsverlauf und Friedensregelungen 1918/19 (Versailler Vertrag).
Weimarer Republik
Gründung 1918/19, Verfassung, politische und wirtschaftliche Krisen, Stabilisierungsphase, Zerfall der Republik 1929–33.
Nationalsozialismus und Holocaust
NS-Ideologie, Machtergreifung, Diktatur, Verfolgung und Vernichtung der Juden Europas, Widerstand, Erinnerungskultur — verbindlicher Abiturschwerpunkt aller Bundesländer.
Zweiter Weltkrieg und Nachkriegsordnung
Kriegsverlauf, Vernichtungskrieg, Holocaust, Befreiung 1945, Potsdamer Konferenz, Teilung Europas und Vereinte Nationen.
Geteiltes Deutschland und Kalter Krieg
BRD- und DDR-Geschichte, Mauerbau, Block-Konfrontation, Détente, Deutschlandpolitik bis 1989.
Deutsche Einheit und Globalisierung
1989/90, Wiedervereinigung, Transformationsprozesse, europäische Integration, Globalisierung und gegenwärtige Herausforderungen.
Raumanalyse, Mensch-Umwelt-Systeme, Kartenarbeit, Nachhaltigkeit und wirtschaftsräumliche Prozesse.
12 · Themen kartiert
Physische Geographie
Klima, Geomorphologie, Ökosysteme und Naturgefahren. (Kein KMK Bildungsstandard AHR für Geographie; EPA 1989 ist die einzige KMK-Referenz.)
Humangeographie
Bevölkerung, Stadt, Wirtschaft, Entwicklung und Globalisierung. (Kein IQB-Aufgabenpool für Geographie; state KLPs sind die primären Quellen.)
Raumbezogene Methoden
Karten, Diagramme, GIS, Modelle und räumliche Bewertung.
Nachhaltige Entwicklung und Globale Herausforderungen
Klimawandel, SDGs, Vulnerabilität, Ressourcenkonflikte und Entwicklungspolitik. Prominenter Inhaltsstrang in BY, BW und NRW Lehrplänen.
Klima und Klimawandel
Klimaentstehung, Strahlungshaushalt, atmosphärische Zirkulation, anthropogener Klimawandel, regionale Klimafolgen und Mitigation/Adaption.
Landschaftszonen und Geomorphologie
Polare, gemäßigte, subtropische und tropische Zonen; endogene und exogene Prozesse, Plattentektonik, Vulkanismus und Reliefformen.
Stadtgeographie und Urbanisierung
Stadtmodelle (Burgess, Christaller, lateinamerikanische Stadt), Urbanisierung, Suburbanisierung, Megastädte und nachhaltige Stadtentwicklung.
Bevölkerung und Demographie
Demographischer Übergang, Bevölkerungspyramiden, Migrationsbewegungen, Verstädterung und demographischer Wandel in Industrie- und Entwicklungsländern.
Ressourcen und Energie
Fossile und erneuerbare Energieträger, Versorgungssicherheit, Energiewende, Rohstoffkonflikte und Wasserverfügbarkeit als Geo-Ressource.
Globalisierung und Welthandel
Globalisierungsprozesse, Welthandelsströme, transnationale Unternehmen, Disparitäten und Wertschöpfungsketten.
Tourismus
Tourismusformen, Lebenszyklus von Destinationen, ökologische und soziale Auswirkungen, sanfter und nachhaltiger Tourismus.
Naturgefahren und Risikomanagement
Erdbeben, Vulkanismus, Hochwasser, Stürme, Vulnerabilität und Resilienz; Risikoanalyse und Katastrophenvorsorge.
Politische, soziale und ökonomische Analyse mit stark landesspezifischen Fachnamen und Vorgaben.
13 · Themen kartiert
Demokratie und politisches System
Institutionen, Partizipation, Legitimation und politische Entscheidungsprozesse.
Gesellschaft und Sozialstruktur
Soziale Ungleichheit, Sozialstaatlichkeit, Gleichstellungspolitik und gesellschaftlicher Wandel. (BW Leistungsfach Themenfeld; NRW Sozialwissenschaften Inhaltsfeld)
Wirtschaft und Wirtschaftspolitik
Marktmechanismen, staatliche Intervention, Konjunktur, Wirtschaftspolitik und EU-Wirtschaftsordnung. (BW Leistungsfach Themenfeld; NRW Sozialwissenschaften Inhaltsfeld)
Internationale Beziehungen
EU, Frieden, Sicherheit, Menschenrechte und globale Governance.
Politische Partizipation und Demokratietheorie
Demokratietheorien, Bürgerbeteiligung, Legitimation und Protestformen. (NRW Sozialwissenschaften Inhaltsfeld; BW Politisches System Themenfeld)
Grundgesetz und Institutionen der BRD
Grundgesetz, Grundrechte, föderale Ordnung, Verfassungsorgane (Bundestag, Bundesrat, Bundesregierung, Bundespräsident, Bundesverfassungsgericht).
Wahlen und Parteiensystem
Wahlrecht, Wahlsysteme (Verhältnis-/Mehrheitswahl), Parteienlandschaft, Parteienfinanzierung, AfD/Populismus, Volksparteien im Wandel.
Europäische Union
Institutionen der EU (Kommission, Parlament, Rat), Vertiefungs- und Erweiterungsprozesse, Euro-Politik, EU-Krisen und demokratische Legitimation.
Sozialstaat und Sozialpolitik
Sozialversicherungssystem, Sozialstaatsmodelle, demographischer Wandel, Altersarmut, Sozialstaatsreformen (Hartz IV/Bürgergeld).
Wirtschaftsordnung — Soziale Marktwirtschaft
Konzepte Marktwirtschaft, Planwirtschaft, Soziale Marktwirtschaft, magisches Vier-/Sechseck, ordoliberale Grundlagen.
Globalisierung und Welthandel
Globalisierungstreiber, internationale Arbeitsteilung, WTO, IMF, Welthandelsstreit USA-China, globale Ungleichheit.
Frieden und Sicherheit
NATO, UN-Friedenssicherung, neue Bedrohungslagen (Cyber, Terror), Friedensbegriff (negativer/positiver Frieden), bewaffnete Konflikte.
Medien und politische Kommunikation
Medien als vierte Gewalt, soziale Medien und politische Kommunikation, Fake News, Filterblasen, Medienkompetenz und Demokratie.
Eigenständiges Wirtschaftsfach (Bayern „Wirtschaft und Recht", BW „Wirtschaft"): BWL, VWL, Wirtschaftspolitik und Recht. Nicht in allen Bundesländern als eigenes Fach.
13 · Themen kartiert
Grundlagen wirtschaftlichen Handelns
Knappheit, Bedürfnisse, ökonomisches Prinzip und das Spannungsfeld begrenzter Ressourcen und Nutzungskonkurrenz.
Ökonomisches Verhalten und Entscheidungen
Rationalverhalten (Homo oeconomicus) und begrenzte Rationalität: Anreize, Opportunitätskosten, Grenznutzen und Dilemma-Situationen.
Markt und Preisbildung
Preisbildung über Angebot und Nachfrage, Marktformen, Elastizitäten und Wohlfahrtswirkungen des Wettbewerbs.
Marktversagen und staatliche Eingriffe
Grenzen der Marktkoordination: Marktmacht, externe Effekte, öffentliche Güter und Informationsasymmetrien.
Wirtschaftsordnung und Soziale Marktwirtschaft
Marktwirtschaft vs. Zentralverwaltungswirtschaft; Soziale Marktwirtschaft mit Subsidiarität, Solidarität und dem Ausgleich von Freiheit und sozialer Gerechtigkeit.
Unternehmen, Ziele und Rechtsformen
Unternehmensaufbau und -ziele, Wahl von Rechtsform und Standort, Make-or-Buy sowie betriebliche Mitbestimmung.
Betriebswirtschaftliche Steuerung: Marketing, Finanzierung, Kennzahlen
Marketing-Mix, Deckungsbeitrag/Break-even, Investition und Finanzierung sowie Jahresabschluss- und Kennzahlenanalyse (SWOT).
Recht als Handlungsrahmen: Rechtsgeschäfte und Vertragsrecht
Rechts- und Geschäftsfähigkeit, Zustandekommen von Rechtsgeschäften und Verträgen (BGB), Kaufvertrag und Leistungsstörungen.
Arbeitsmarkt, Arbeitsrecht und Beschäftigung
Akteure am Arbeitsmarkt, Arten und Ursachen der Arbeitslosigkeit (konjunkturell, strukturell, friktionell), Tarifautonomie und Arbeitsrecht.
Wirtschaftspolitik, Konjunktur und gesamtwirtschaftliche Ziele
Volkswirtschaftliche Ziele (magisches Viereck), Konjunkturindikatoren, BIP, Wachstum, Beschäftigung und ökologische Nachhaltigkeit (Art. 20a GG).
Geld, Geldpolitik und Europäische Zentralbank
Geldschöpfung, Geldwertmessung, Inflation/Deflation sowie die geldpolitischen Instrumente der EZB zur Sicherung der Preisstabilität.
Außenwirtschaft, Globalisierung und internationale Märkte
Außenhandelstheorien, globale Wertschöpfungsketten, fairer Handel, EU-Binnenmarkt, Freihandelsabkommen und internationale Ordnungspolitik (WTO)/Wechselkurse.
Einkommen und soziale Sicherung
Einkommensverteilung, Umverteilung über Steuern und Sozialversicherungen sowie Grundzüge der sozialen Sicherung.
Bildanalyse, Kunstgeschichte und praktische Gestaltungsaufgaben nach Landesvorgabe.
11 · Themen kartiert
Bildanalyse und Interpretation
Formale, ikonografische und kontextuelle Analyse von Kunstwerken.
Gestaltungspraxis
Konzeption, Entwurf, Umsetzung und Reflexion eigener Arbeiten.
Kunstgeschichte und Gegenwartskunst
Epochen, Positionen, Medien und kulturelle Kontexte.
Prüfungsformen und Aufgabenarten
Aufgabenart I (praktisch-theoretisch, dezentral), Aufgabenart II (Analyse/Interpretation, zentral), Aufgabenart III (Fachspezifische Problemerörterung, zentral, LK only). (EPA Kunst KMK 1989/2005; NRW GOSt)
Malerei und Epochen
Renaissance, Barock, Klassizismus, Romantik, Realismus, Impressionismus, Expressionismus, Moderne und Gegenwart als Epochen der Malerei.
Skulptur und Plastik
Materialien, Verfahren (additiv/subtraktiv), wichtige Positionen von der Antike bis zur Gegenwart (Michelangelo, Rodin, Giacometti, Beuys).
Architektur
Architektur als bildkünstlerische Disziplin, klassische Bauformen, Funktionalismus, Bauhaus, Postmoderne und nachhaltige Architektur.
Fotografie
Fotografische Verfahren, dokumentarische und inszenierte Fotografie, Becher-Schule, Bildmanipulation und digitale Bildwelten.
Film und Bewegtbild
Filmsprache, Montage, Kameraperspektive, Genres, Video- und Installationskunst, Bewegtbild im Museum.
Design und digitale Medien
Produkt-, Grafik- und Kommunikationsdesign; Designgeschichte (Bauhaus, Ulmer Schule), digitale Bildwelten, KI-generierte Bilder.
Farbenlehre und Komposition
Farbenkreis, Farbkontraste (Itten, Goethe), Komposition (Bildaufbau, goldener Schnitt), Perspektive und Raumdarstellung als Analysewerkzeuge.
Musikanalyse, Musikgeschichte, Gehörbildung und praktische Anteile je nach Landesvorgabe.
11 · Themen kartiert
Musikanalyse
Form, Harmonik, Rhythmik, Klang, Satztechnik und Interpretation.
Musikgeschichte und Gesellschaft
Epochen, Stile, Gattungen, gesellschaftliche Funktionen von Musik, Medienkompetenz und interkulturelle Musikkulturen. (EPA §1.1.1)
Musikpraxis
Gestaltung, Vortrag, Komposition und Reflexion praktischer Arbeit.
Musikalisches Basiswissen
Melodik, Rhythmik, Metrik, Harmonik, Tonalität, Satztechnik und Notation als Voraussetzungswissen für GK und LK. (EPA Musik GK/LK Basiswissen)
Barock und Wiener Klassik
Bach, Händel, Vivaldi (Barock); Haydn, Mozart, Beethoven (Wiener Klassik). Generalbass, Fuge, Sonatensatzform und Sinfonie.
Romantik und Spätromantik
Schubert, Schumann, Brahms, Wagner, Mahler. Programmmusik, Kunstlied, Musikdrama und Chromatik.
Musik des 20. Jahrhunderts und Moderne
Schönberg und Zweite Wiener Schule, Strawinsky, Bartók, Webern, serielle Musik, Aleatorik und elektronische Musik.
Populäre Musik und Jazz
Jazz-Geschichte (Blues, Swing, Bebop, Cool Jazz, Fusion), Rock- und Popmusik, HipHop und globale Popkultur.
Filmmusik und Programmmusik
Funktionen der Filmmusik (Mood-Technik, Leitmotivik), wichtige Komponisten (Williams, Morricone, Zimmer), Programmmusik im 19. Jh.
Form- und Satzlehre
Liedform, Rondoform, Variationsform, Sonatensatzform, Fuge, Reihentechnik als formale Analyseraster.
Funktionsharmonik
Dur-Moll-Tonalität, Tonika/Subdominante/Dominante, Kadenz, Modulation, Stufentheorie als Analyse- und Satzwerkzeug.
Übersetzung, Grammatik, Interpretation und Kulturwissen mit landesspezifischen Autorenkorridoren.
12 · Themen kartiert
Übersetzung
Syntax, Formenlehre, Satzperioden und angemessene deutsche Wiedergabe.
Interpretation
Stilmittel, Gattung, Autor, Epoche, philosophische und historische Kontexte.
Römische Kultur und Rezeption
Politik, Philosophie, Mythos, Gesellschaft und Nachwirkung.
Grammatik und Wortschatz
Morphologie, Syntax, Vokabelarbeit und Sprachanalyse als eigenständiger Lernbereich. (BY LehrplanPLUS Lernbereich 2; NRW KLP Sprachkompetenz)
Cicero — Philosophie und Politik
Politische Reden (in Catilinam, Philippicae), philosophische Schriften (De officiis, De finibus, Tusculanae disputationes) und Briefe; Schwerpunkt aller Bundesländer.
Vergil — Aeneis
Aeneis als augusteisches Nationalepos, Auswahltextarbeit, narrative Struktur, dichterische Mittel und Rezeption.
Ovid — Metamorphosen
Mythologische Verwandlungserzählungen, Erzähltechnik, Liebes- und Gewaltmotive; populärer Bestandteil der Lehrpläne.
Seneca — Stoische Philosophie
Epistulae morales, De vita beata, philosophische Schriften der Kaiserzeit; stoische Ethik und Lebenskunst.
Historiographie — Tacitus und Sallust
Tacitus (Annales, Historiae, Germania), Sallust (Catilina, Iugurtha); römische Geschichtsschreibung und Sittenkritik.
Lyrik — Catull und Horaz
Catull (carmina, Liebeslyrik, neoterische Dichtung) und Horaz (Oden, Satiren, Episteln); poetische Formen und Metren.
Caesar — Commentarii
De bello Gallico und De bello civili als militärisch-politische Selbstdarstellung; Sprache, Stil und ideologische Funktion.
Latein-Rezeption und Mittellatein
Wirkung lateinischer Texte bis zur Gegenwart, mittellateinische Literatur (Vulgata, Carmina Burana), neulateinische Texte.
Evangelische Religionslehre mit 6 Inhaltsfeldern nach NRW KLP GOSt 2013; landesspezifische Autorenkorridore und Textgrundlagen.
10 · Themen kartiert
IF 1: Der Mensch in christlicher Perspektive
Gottebenbildlichkeit, Würde, Sünde, Erlösung und christliche Anthropologie. (NRW KLP Ev. Religionslehre IF 1)
IF 2: Christliche Antworten auf die Gottesfrage
Gottesbilder, Theodizee, atheistische Anfragen und Gottesbeweise. (NRW KLP Ev. Religionslehre IF 2)
IF 3: Das Evangelium von Jesus Christus
Christologie, Soteriologie, historischer Jesus und biblische Zeugnisse. (NRW KLP Ev. Religionslehre IF 3)
IF 4: Die Kirche und ihre Aufgabe in der Welt
Ekklesiologie, Kirchengeschichte, ökumenische Bewegung und gesellschaftliche Verantwortung. (NRW KLP Ev. Religionslehre IF 4)
IF 5: Verantwortliches Handeln aus christlicher Motivation
Ethik, Normenfindung, soziale Gerechtigkeit und christliche Handlungsorientierung. (NRW KLP Ev. Religionslehre IF 5)
IF 6: Die christliche Hoffnung auf Vollendung
Eschatologie, Auferstehung, Tod und Vollendung in christlicher Perspektive. (NRW KLP Ev. Religionslehre IF 6)
Bibelkunde und Hermeneutik
Aufbau der Bibel (AT, NT), historisch-kritische Methode, Form-, Redaktions- und Wirkungsgeschichte, hermeneutische Schlüsselbegriffe.
Reformation und Luther
Martin Luther, Reformation, sola scriptura/fide/gratia, evangelische Bekenntnisschriften, Luthers Rechtfertigungslehre.
Kirche im Nationalsozialismus
Bekennende Kirche, Deutsche Christen, Dietrich Bonhoeffer, Barmer Theologische Erklärung, Schuldfrage und Stuttgarter Schulderklärung.
Religion und Naturwissenschaft
Schöpfungstheologie vs. Evolutionstheorie, Wunderfrage, Anfragen an theistischen Gottesbegriff, Dialog Theologie und Naturwissenschaft.
Katholische Religionslehre mit 6 Inhaltsfeldern in paralleler Struktur zu Ev. Religionslehre; landesspezifische Kernlehrpläne.
11 · Themen kartiert
IF 1: Der Mensch als Geschöpf und Ebenbild Gottes
Würde, Gottebenbildlichkeit, Sünde und Gnade. (Inferred parallel structure to NRW Kath. Religionslehre KLP IF 1)
IF 2: Gotteslehre — Glaube und Gottesfrage
Gottesbilder, Theodizee, Glaubenszweifel und Offenbarung. (Inferred parallel structure to NRW Kath. Religionslehre KLP IF 2)
IF 3: Jesus Christus — Mitte des christlichen Glaubens
Christologie, Leben Jesu, Kreuz und Auferstehung. (Inferred parallel structure to NRW Kath. Religionslehre KLP IF 3)
IF 4: Kirche in der Welt
Ekklesiologie, Sakramente, Kirchengeschichte und gesellschaftliche Verantwortung. (Inferred parallel structure to NRW Kath. Religionslehre KLP IF 4)
IF 5: Christliche Ethik und Verantwortung
Moraltheologie, Gewissensbegriff, soziale Gerechtigkeit und Friedensethik. (Inferred parallel structure to NRW Kath. Religionslehre KLP IF 5)
IF 6: Tod, Auferstehung und Vollendung
Eschatologie, Jüngste Gericht, Heil und Vollendung. (Inferred parallel structure to NRW Kath. Religionslehre KLP IF 6)
Bibelkunde und Hermeneutik
Aufbau der Heiligen Schrift, Kanon, historisch-kritische Methode, lehramtliche Hermeneutik (Dei Verbum).
Konzilien und Zweites Vatikanisches Konzil
Bedeutung der Konzilien, Reformen des Zweiten Vatikanums (Lumen Gentium, Gaudium et Spes), katholische Identität im Wandel.
Befreiungstheologie
Lateinamerikanische Befreiungstheologie (Gutiérrez, Boff), Option für die Armen, Verbindung von Glauben und Sozialethik.
Religionspluralismus und interreligiöser Dialog
Christentum, Judentum, Islam, östliche Religionen, exklusivistische/inklusivistische/pluralistische Modelle des Dialogs.
Bioethik aus katholischer Perspektive
Sterbehilfe, Pränataldiagnostik, Stammzellforschung, IVF, Würde menschlichen Lebens — katholische Moraltheologie und Lehramtspositionen.
Philosophie mit 6 Inhaltsfeldern nach NRW KLP GOSt 2013; dient in NRW als nicht-konfessionelles Pendant zu Religionslehre.
13 · Themen kartiert
IF 1: Der Mensch und sein Handeln
Anthropologie, Handlungstheorie, Freiheit und Determinismus. (NRW KLP Philosophie IF 1)
IF 2: Menschliche Erkenntnis und ihre Grenzen
Erkenntnistheorie, Wahrheitstheorien, Rationalismus und Empirismus. (NRW KLP Philosophie IF 2)
IF 3: Das Selbstverständnis des Menschen
Identität, Person, Leib-Seele-Problem und philosophische Anthropologie. (NRW KLP Philosophie IF 3)
IF 4: Werte und Normen des Handelns
Normative Ethik, Metaethik, Deontologie, Konsequentialismus und Tugendethik. (NRW KLP Philosophie IF 4)
IF 5: Zusammenleben in Staat und Gesellschaft
Politische Philosophie, Legitimation von Herrschaft, Gerechtigkeit und Demokratietheorie. (NRW KLP Philosophie IF 5)
IF 6: Geltungsansprüche der Wissenschaften
Wissenschaftstheorie, Falsifikation, Paradigmen und Verhältnis von Wissenschaft und Gesellschaft. (NRW KLP Philosophie IF 6)
Philosophiegeschichte — Antike
Vorsokratiker, Sokrates, Platon, Aristoteles, Stoa, Epikur und Skepsis; Grundlegung der westlichen Philosophie.
Philosophiegeschichte — Mittelalter
Augustinus, Thomas von Aquin, Anselm von Canterbury, Universalienstreit, Verhältnis von Glauben und Vernunft.
Philosophiegeschichte — Neuzeit und Aufklärung
Descartes, Spinoza, Leibniz, Hobbes, Locke, Hume, Rousseau, Kant; Rationalismus, Empirismus, kritische Philosophie.
19. Jahrhundert — Hegel, Marx, Nietzsche
Deutscher Idealismus (Hegel), Materialismus und Ideologiekritik (Marx), Nihilismus und Wertekritik (Nietzsche), Existenzphilosophie (Kierkegaard).
20. Jahrhundert und Gegenwart
Heidegger, Sartre, Wittgenstein, Frankfurter Schule (Adorno, Horkheimer, Habermas), Postmoderne (Foucault, Derrida).
Sprachphilosophie und analytische Philosophie
Frege, früher und später Wittgenstein, Sprechakttheorie (Austin, Searle), Verhältnis von Sprache, Welt und Denken.
Ästhetik und Religionsphilosophie
Philosophische Ästhetik (Kant, Hegel, Adorno) und Religionsphilosophie (Gottesbeweise, Theodizee, Religionskritik bei Feuerbach, Marx, Freud).
Erziehungswissenschaft (Pädagogik): Erziehung, Lernen, Entwicklung, Sozialisation, Identität und pädagogische Professionalisierung. Flaggschiff-Abiturfach in NRW/Niedersachsen, nicht in allen Bundesländern.
13 · Themen kartiert
Das pädagogische Verhältnis und der Erziehungsbegriff
Grundlagen von Erziehung/Bildung und Erziehungsbedürftigkeit; intentionale vs. funktionale Erziehung und das Verhältnis zu Sozialisation und Enkulturation. (NRW IF1)
Anthropologische Grundannahmen, Erziehungsstile und Erziehungsziele
Menschenbilder als Basis pädagogischen Handelns; Systematisierung von Erziehungsstilen und normative Steuerung durch Erziehungsziele. (NRW IF1)
Behavioristische Lerntheorien und ihre pädagogischen Konsequenzen
Klassisches und operantes Konditionieren sowie deren Grenzen und Implikationen für Erziehung und Unterricht. (NRW IF2)
Lernen am Modell, kognitive und konstruktivistische Lerntheorien
Beobachtungslernen (Bandura), kognitive Informationsverarbeitung, neurobiologische Grundlagen sowie Selbststeuerung in Lernprozessen. (NRW IF2)
Kognitive und moralische Entwicklung
Kognitive Entwicklung (Piaget) und die Entwicklung der moralischen Urteilsfähigkeit nach Lawrence Kohlberg. (NRW IF3)
Psychoanalytische und psychosoziale Entwicklung
Entwicklung aus psychoanalytischer Sicht (Freud) und psychosoziale Entwicklung über die Lebensspanne nach Erik H. Erikson. (NRW IF3)
Sozialisation als Rollenlernen — symbolischer Interaktionismus
Sozialisation und Persönlichkeitsentwicklung nach George Herbert Mead; Rolle und Gruppe als zentrale Aspekte. (NRW IF3)
Produktive Realitätsverarbeitung und unzureichende Identitätsentwicklung
Modell der produktiven Verarbeitung der Realität (Hurrelmann) sowie aggressives Verhalten als unzureichende Identitätsentwicklung nach Wilhelm Heitmeyer. (NRW IF3/IF4)
Identitätsentwicklung und ihre pädagogische Förderung
Identität in Kindheit, Jugend und Erwachsenenalter; interaktionistische Identität (Mead, Krappmann — balancierende Identität) und Identität und Bildung. (NRW IF4)
Erziehung in Familie und durch Medien
Erziehung in der Familie sowie die erziehende Funktion von Medien (Medienerziehung), inkl. Chancen und Risiken sozialer Netzwerke für die Identitätsentwicklung. (NRW IF3)
Werte, Normen und die Bedingtheit von Erziehungszielen
Normative Grundlegung von Bildung; historisch-politisch-kulturelle Bedingtheit von Erziehungszielen und Bildung als Mündigkeit (Klafki). (NRW IF5)
Erziehung im Nationalsozialismus und interkulturelle Bildung
Prinzipien der NS-Erziehung am Beispiel von HJ und BDM sowie interkulturelle Bildung als Antwort auf gesellschaftliche Vielfalt. (NRW IF5)
Institutionalisierung, Schule und pädagogische Professionalisierung
Institutionalisierung von Erziehung, Funktionen von Schule (Fend) und reformpädagogische Konzepte (Korczak, Montessori) im professionellen pädagogischen Handeln. (NRW IF6)
Ethik als Pflichtfach (BY) oder Alternativfach (BW) mit Anthropologie, Normethik, Sozialphilosophie und Religionsphilosophie.
12 · Themen kartiert
Grundfragen menschlicher Existenz
Würde, Freiheit, Glück, Sinn und Tod als anthropologische Grundfragen. (BY ISB Ethik Abitur Lehrplan Themengebiet 1)
Normen und Werte
Ethische Grundpositionen (Deontologie, Konsequentialismus, Tugendethik), Gewissen und moralische Urteilsbildung. (BY ISB Ethik Themengebiet 2)
Gesellschaft und Verantwortung
Soziale Gerechtigkeit, Menschenrechte, globale Verantwortung und politische Partizipation. (BY ISB Ethik Themengebiet 3)
Religionsphilosophie
Gottesfrage, Theodizee, Religion und Vernunft, Verhältnis von Glaube und Wissen. (BY ISB Ethik Themengebiet 4; BW Bildungsplan)
Wissenschaft und Technik
Bioethik, KI-Ethik, Technikfolgen und Verantwortung in der Wissensgesellschaft. (BY ISB Ethik Themengebiet 5)
Tugendethik — Aristoteles
Nikomachische Ethik, eudaimonia, Mesotes-Lehre, Tugend als Habitus, MacIntyres Renaissance der Tugendethik im 20. Jh.
Deontologische Ethik — Kant
Kategorischer Imperativ, guter Wille, Pflichtethik, Autonomie, Selbstzweckformel und Menschenwürde.
Utilitarismus
Bentham (Hedonistischer Utilitarismus), Mill (qualitativer Utilitarismus), Handlungs- vs. Regelutilitarismus, Peter Singer.
Diskursethik — Habermas und Apel
Idealer Diskurs, Universalisierbarkeit, kommunikative Vernunft, Verfahrensethik als Erweiterung der Kantischen Tradition.
Bioethik
Sterbehilfe (aktive/passive/indirekte), Schwangerschaftsabbruch, Pränataldiagnostik, Stammzellforschung, Tiefenhirnstimulation.
Tier- und Umweltethik
Tierrechte (Singer, Regan), Pathozentrismus vs. Biozentrismus vs. Holismus, Umweltverantwortung (Jonas: Prinzip Verantwortung).
Medien- und Digitalethik
Verantwortung in sozialen Medien, Algorithmen-Ethik, Big Data, KI-Ethik, Privatsphäre und digitale Selbstbestimmung.
Sporttheorie und Praxisanteile; kein Aufgabenfeld, aber in vielen Ländern als Prüfungsfach möglich.
11 · Themen kartiert
Trainingslehre
Belastung, Anpassung, Trainingsplanung und Leistungsdiagnostik.
Bewegungslehre
Biomechanik, Bewegungsanalyse, Technik und Lernen.
Sport und Gesellschaft
Gesundheit, Fairness, Doping, Organisation und soziale Aspekte.
Sportbiologie
Anatomie, Physiologie und Energiebereitstellung als eigenständiger Sporttheorie-Block. (BY LehrplanPLUS; BW Abitur Vorgaben)
Sportpsychologie
Motivation, Volition, Wahrnehmung, Stress und mentale Trainingsmethoden. (BW Abitur Vorgaben; BY LehrplanPLUS)
Energiebereitstellung und Leistungsphysiologie
Aerob/anaerob alaktazide/laktazide Energiebereitstellung, ATP-Resynthese, Atmung, Herz-Kreislauf-Anpassung an Belastung.
Mannschaftssportarten
Spielsportarten (Fußball, Handball, Basketball, Volleyball), Spielsysteme, Taktik, Spielentwicklung und kollektive Bewegungsanalyse.
Individualsportarten
Leichtathletik (Lauf, Sprung, Wurf), Schwimmen, Turnen, Tanz; individuelle Technikanalyse und Leistungsentwicklung.
Gesundheitssport und Prävention
Gesundheitsbegriff (WHO, salutogenetisch), Risikofaktoren, Präventionsprogramme, Rehabilitation und gesundheitsorientiertes Training.
Olympische Bewegung und Sportgeschichte
Antike Spiele, Coubertin und moderne Olympische Bewegung, Olympia und Politik (Boykotte, Doping, Berlin 1936, Mexiko 1968).
Sport, Medien und Ökonomie
Kommerzialisierung des Sports, Mediensport, Sponsoring, Sport als Wirtschaftsfaktor, Doping- und Manipulationsskandale.
05 · Offizielle Quellen
Diese redaktionelle Auswahl verweist auf die maßgeblichen Stellen. Prüfen Sie aktuelle Termine, Vorgaben und landesspezifische Regelungen immer zusätzlich bei Ihrer Schule und der zuständigen Landesbehörde.
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Offizielle Quellen
06 · Q&A
Das hängt von deiner Ausgangslage ab. Wer in der Qualifikationsphase mitgelernt hat, kommt mit einigen Wochen strukturierter Wiederholung aus; wer größere Lücken hat, beginnt früher und sichert zuerst die Grundlagen, auf denen die Prüfungsaufgaben aufbauen. Wichtiger als der exakte Startpunkt ist, dass dein Plan Wiederholungen und Generalproben enthält – beides braucht Vorlauf, den ein später Start zuerst auffrisst.
Mehr als vier bis fünf konzentrierte Stunden schaffen die wenigsten – und mehr sind selten nötig. Zwei bis drei Lernblöcke zu je 60 bis 90 Minuten mit echten Pausen bringen mehr als ein Zehn-Stunden-Tag, der zur Hälfte aus Bildschirmstarren besteht. Plane außerdem mindestens einen lernfreien Tag pro Woche ein: Erholung ist Teil des Plans, nicht sein Feind.
Selten die „schweren" Stellen – meist wiederkehrende Handwerksfehler: die binomische Formel ohne mittleren Term, die Kettenregel ohne innere Ableitung, das vergessene Randextremum, addierte statt multiplizierte Pfadwahrscheinlichkeiten. Dazu kommen Prozessfehler wie ein Rechnerergebnis ohne erkennbaren Ansatz oder ein Ergebnis ohne Interpretation im Sachkontext. Beides ist trainierbar, weil es Muster sind.
Weil die Bewertung nicht nur das Endergebnis honoriert: Volle Punkte verlangen einen vollständigen, nachvollziehbaren Lösungsweg. Eine bloße Ergebnisausgabe aus dem Rechner ohne erkennbaren mathematischen Ansatz führt zu Punktabzug, und wo die Aufgabe „interpretieren" oder „begründen" sagt, bringt die nackte Zahl nicht die volle Punktzahl. Schreib den Ansatz hin, kommentiere den Weg und formuliere das Ergebnis im Sachzusammenhang.
Nein – und das ist der wichtigste Satz zu diesem Thema. Bildung ist Ländersache: Die KMK gibt mit der Vereinbarung zur gymnasialen Oberstufe und den Bildungsstandards den gemeinsamen Rahmen vor – Anforderungsniveaus, Anforderungsbereiche, Operatoren, Prüfungsarchitektur –, aber Termine, Fächerkombinationen, zugelassene Hilfsmittel und Details der Bewertung regelt jedes der sechzehn Länder selbst. Verbindlich ist immer die Auskunft deiner Schule und deines Kultusministeriums.
Das sind die beiden Niveaustufen der Oberstufenfächer – vielerorts als Grundkurs und Leistungskurs bekannt. Auf erhöhtem Niveau sind die Abiturklausuren länger und die Aufgaben anspruchsvoller und stärker vernetzt: In Mathematik kommen etwa Beweise und zusätzliche Integrationstechniken dazu, in den Sprachen längere und komplexere Texte. Welche Fächer du auf welchem Niveau belegst und einbringst, regelt dein Bundesland.
DE · EuraStudy Summa
Legen Sie zuerst Land, Kursweg und Prüfungsfächer fest. Nutzen Sie anschließend die Themenkarten, Ratgeber und Lernmaterialien für eine Vorbereitung, die zu Ihrer tatsächlichen Fächerkombination passt.