- Schriftliche Prüfung gA (grundlegendes Anforderungsniveau)
- Zentral oder dezentral, Bearbeitungszeit in der Regel 240 Minuten (länderabhängig 210–300 min). Zwei bis drei Aufgabenblocks aus mindestens zwei verschiedenen Inhaltsbereichen (z. B. Genetik + Ökologie). Hilfsmittel: nicht-programmierbarer Taschenrechner, ggf. Formelsammlung, Codonsonne.
- Schriftliche Prüfung eA (erhöhtes Anforderungsniveau / Leistungskurs)
- Bearbeitungszeit meist 300 Minuten. Drei Aufgabenblocks aus drei verschiedenen Inhaltsbereichen; mindestens eine Aufgabe verlangt vertiefte Datenauswertung (z. B. Enzymkinetik mit Lineweaver-Burk, Stammbaumanalyse mit Wahrscheinlichkeitsrechnung).
- Verteilung der Anforderungsbereiche
- AB I (Reproduktion) ca. 25–35 Prozent, AB II (Reorganisation und Transfer) ca. 45–55 Prozent, AB III (Reflexion und Problemlösung) ca. 15–25 Prozent. KMK-Operatoren (beschreiben, analysieren, beurteilen, erörtern) steuern die Bearbeitungstiefe.
- Experimentelle und Auswertungsaufgaben
- Pflichtanteil von Material-, Mess- und Auswertungsaufgaben: Diagramme (v-[S], U-t, Wachstumskurven), Stammbäume, Gel-Elektrophorese-Banden, Punnett-Quadrate. Im eA werden komplexere Modellierungen (Lotka-Volterra, Hardy-Weinberg) und Datenanalysen aus realen Studien erwartet.
- Mündliche Abiturprüfung
- Prüfungsdauer 20–30 Minuten, Vorbereitungszeit ebenso lang. Präsentation einer komplexen Aufgabe (Bezug zu Experiment, Modell oder gesellschaftlich relevanter Anwendung) plus Prüfungsgespräch über zwei weitere Halbjahresthemen. Im 5. Prüfungsfach (Präsentationsprüfung) zusätzlich Vortrag mit Medien.
- Bewertungsschwerpunkte
- Bewertet werden fachliche Richtigkeit, sachgerechter Einsatz von Modellen und Skizzen, korrekte Verwendung der Fachsprache, Operatorenkonformität, kritische Beurteilung (Plausibilität, Fehlerquellen, ethische Implikationen) sowie der Anwendungsbezug.