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DNA-Struktur, semikonservative Replikation, Transkription und Translation, genetischer Code, Mutationen sowie Regulation prokaryotischer (Operon) und eukaryotischer Genexpression (Spleißen, Epigenetik).
6Abschnitteca. 20Min Lesezeit3KompetenzenNiveauBasis 1 · Standard 4 · Vertiefung 1Stand 06/2026
grundlegendes Niveau
gA: Watson-Crick-Modell, drei Phasen der Replikation, Code-Eigenschaften, Mutationstypen, lac-Operon im Grundprinzip.
erhöhtes Niveau
eA: Leitstrang/Folgestrang mit Okazaki-Fragmenten, Mechanismus des Spleißens (Spleißosom, snRNPs), Repressor- vs. Aktivator-Modelle, Epigenetik (DNA-Methylierung, Histon-Acetylierung).
Lesetiefe: Vertiefung
Schriftgröße: Standard
DNA-Replikation — Replikationsgabel
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA: Diskutieren Sie das End-Replikationsproblem linearer Eukaryotenchromosomen und die Rolle der Telomerase in Stamm- und Krebszellen.
Aktive Wiederholung
Erläutern Sie die semikonservative Replikation und beurteilen Sie das Meselson-Stahl-Experiment als entscheidenden Hypothesentest.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Transkription — DNA → prä-mRNA
Translation am Ribosom
Übersetzen Sie die mRNA 5´-AUG-GCU-UUU-UAA-3´ in die entsprechende Polypeptidsequenz und benennen Sie Start- und Stoppcodon.
Die Translation beginnt am ersten AUG; alle Codons werden anschließend in 5´→3´-Richtung als Tripletts gelesen.
AUG codiert für Methionin (Met) und definiert zugleich den Translationsstart.
GCU codiert für Alanin (Ala) — eine kleine hydrophobe Aminosäure.
UUU codiert für Phenylalanin (Phe) — aromatisch, hydrophob.
UAA ist eines der drei Stoppcodons; der Releasefaktor löst das Peptid vom Ribosom.
Ergebnis: Polypeptid Met-Ala-Phe; UAA terminiert die Translation.
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA: Diskutieren Sie alternatives Spleißen und Wobble-Hypothese (Crick 1966) als Quellen für Code-Effizienz.
Aktive Wiederholung
Übersetzen Sie die mRNA 5´-AUG-GCU-UUU-UAA-3´ in die Polypeptidsequenz und beschreiben Sie Capping, Spleißen und Poly-A-Anhängen.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Gegeben ist der codogene Triplettabschnitt, der die mRNA 5´-…AAA-GAA-GGU…-3´ ergibt (Lys-Glu-Gly). Untersuchen Sie die Auswirkung (a) eines Basenaustauschs GAA → GAG und (b) einer Insertion eines zusätzlichen A nach dem ersten Codon.
AAA = Lysin, GAA = Glutaminsäure, GGU = Glycin. Diese Tripletts bilden den Referenzrahmen.
Beide Codons GAA und GAG codieren Glutaminsäure (Degeneration des Codes). Es handelt sich um eine stumme (synonyme) Mutation ohne Änderung der Aminosäuresequenz.
Die mRNA wird zu 5´-…AAA-AGA-AGG-U…-3´. Ab der Insertionsstelle verschiebt sich der Leserahmen: AGA = Arginin, AGG = Arginin — die gesamte nachfolgende Sequenz ändert sich.
Fall (a) ist eine stille Punktmutation; Fall (b) ist eine Rastermutation (Frameshift), die meist zu einem nicht funktionsfähigen Protein oder einem vorzeitigen Stoppcodon führt.
Rastermutationen sind in der Regel gravierender als Basenaustausche, weil sie alle stromabwärts gelegenen Codons betreffen. Die Degeneration des genetischen Codes puffert dagegen viele Basenaustausche an der dritten Position ab (Wobble).
Ergebnis: GAA → GAG ist stumm (weiterhin Glu); die Insertion verursacht einen Frameshift mit vollständig verändertem Leserahmen.
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA: Diskutieren Sie die Hayflick-Grenze und die Rolle epigenetischer Marker für Zelldifferenzierung und Reprogrammierung.
Aktive Wiederholung
Erläutern Sie die Regulation des lac-Operons bei An- und Abwesenheit von Lactose und vergleichen Sie sie mit der eukaryotischen Genregulation.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
DNA-Replikation — Replikationsgabel
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA: Diskutieren Sie die Beadle-Tatum-Experimente an Neurospora und die Entwicklung des Genbegriffs bis zur heutigen funktionellen Definition.
Aktive Wiederholung
Analysieren Sie das Hershey-Chase-Experiment und beurteilen Sie, warum es DNA und nicht Protein als Träger der Erbinformation ausweist.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Transkription — DNA → prä-mRNA
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA: Diskutieren Sie die Prinzipien des RNA-Seq und seine Vorteile gegenüber Microarrays (offener Ansatz, größerer dynamischer Bereich, Entdeckung neuer Transkripte).
Aktive Wiederholung
Erläutern Sie, wie sich mit RT-qPCR die unterschiedliche Aktivität eines Gens in zwei Geweben nachweisen lässt, und beurteilen Sie die Aussagekraft der mRNA-Menge für die Proteinmenge.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Translation am Ribosom
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA: Diskutieren Sie die Rolle der lncRNA XIST bei der X-Inaktivierung und verknüpfen Sie dies mit der gonosomalen Vererbung aus der klassischen Genetik.
Aktive Wiederholung
Erläutern Sie den Mechanismus der RNA-Interferenz und beurteilen Sie, inwiefern Ribozyme die RNA-Welt-Hypothese stützen.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.