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Abiotische und biotische Faktoren, Populationsdynamik (Lotka-Volterra, logistisches Wachstum), Stoffkreisläufe (C, N), Energiefluss in Nahrungsnetzen, Biodiversität und anthropogene Eingriffe (Klimawandel, Eutrophierung).
6Abschnitteca. 21Min Lesezeit3KompetenzenNiveauStandard 4 · Vertiefung 2Stand 06/2026
grundlegendes Niveau
gA: Toleranzkurven, Räuber-Beute-Schwingung, Nahrungspyramide mit 10 %-Regel, einfacher CO₂- und Stickstoffkreislauf.
erhöhtes Niveau
eA: Logistisches und Lotka-Volterra-Modell quantitativ, Shannon-Diversitätsindex, Klimawandel-Feedbackschleifen (Permafrost, Albedo), Biodiversitätsdienstleistungen (Ecosystem Services).
Lesetiefe: Vertiefung
Schriftgröße: Standard
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA: Diskutieren Sie das Hutchinson-N-dimensional-niche-Modell und seine Operationalisierung in der modernen Verbreitungsmodellierung.
Aktive Wiederholung
Erläutern Sie das Konkurrenzausschlussprinzip am Beispiel der Pantoffeltierchen-Experimente von Gause und beurteilen Sie die Bedeutung der Nischendifferenzierung für Biodiversität.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Exponentielles und logistisches Wachstum
Logistisches Populationswachstum
K ist die Kapazität des Lebensraums; je näher N an K liegt, desto stärker bremst der Klammerterm.
Exponentielles Wachstum
Modell für unlimitierte Populationen oder den Anfangsbereich realer Populationen.
Lotka-Volterra (Beute)
N — Beutepopulation, P — Räuberpopulation, r — intrinsische Wachstumsrate, a — Fangrate.
Lotka-Volterra (Räuber)
b — Effizienz der Beuteumwandlung in Räubernachwuchs, m — Mortalitätsrate ohne Beute.
Populationsdichte
Anzahl Individuen N pro Flächen- oder Volumeneinheit A; Grundlage z. B. für die Lincoln-Petersen-Schätzung.
Räuber-Beute-Oszillation (Lotka-Volterra)
Logistisches Populationswachstum
Eine Hasenpopulation umfasst N = 200 Tiere, die Luchspopulation P = 5. Bei r = 0,8/Jahr und a = 0,02/(Luchs·Jahr): Bestimmen Sie dN/dt und beurteilen Sie das Vorzeichen.
Berechne das eigenständige Beutewachstum.
Berechne die durch Räuber verursachten Verluste.
Subtrahiere die Verluste vom Geburtsterm.
Die Beutepopulation wächst; erst wenn die Räuberzahl P steigt, kippt die Bilanz. Da das LV-Modell keine Kapazität K kennt, oszilliert das System dauerhaft.
Ergebnis: dN/dt = +140 Hasen/Jahr; Beutepopulation wächst.
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA: Diskutieren Sie die Erweiterung um die Beutekapazität (Rosenzweig-MacArthur-Modell) und das Paradox of Enrichment.
Aktive Wiederholung
Erläutern Sie die Räuber-Beute-Dynamik nach Lotka-Volterra und berechnen Sie für N = 200, P = 5, r = 0,8/a, a = 0,02/(Luchs·a) die Änderungsrate dN/dt.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Stickstoffkreislauf
Shannon-Diversitätsindex
Maß für die Diversität einer Lebensgemeinschaft. Berücksichtigt sowohl Artenzahl S als auch Häufigkeitsverteilung.
Energiefluss in einer Nahrungskette
Globale CO₂-Konzentration (Mauna Loa, Jahresmittel)
Eine Wiese fixiert 10 000 kJ·m⁻²·a⁻¹. Berechnen Sie unter Annahme der 10 %-Regel die Energie, die einem Greifvogel (3. Konsumentenstufe) zur Verfügung steht, und interpretieren Sie das Ergebnis.
Nettoprimärproduktion (die den Konsumenten verfügbare Energie) 10 000 kJ·m⁻²·a⁻¹.
Pflanzenfresser: 10 % von 10 000 = 1 000 kJ·m⁻²·a⁻¹.
Sekundärkonsumenten: 10 % von 1 000 = 100 kJ·m⁻²·a⁻¹.
Greifvogel: 10 % von 100 = 10 kJ·m⁻²·a⁻¹.
Energieverluste durch Wärme, nicht assimilierte Biomasse und Strukturmaterial begrenzen die Anzahl der Trophiestufen.
Ergebnis: Greifvogel erhält rund 10 kJ·m⁻²·a⁻¹; erklärt die geringe Populationsdichte großer Räuber.
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA: Diskutieren Sie die Sensitivität der Erde gegenüber dem CO₂-Strahlungsantrieb (1,8–4,5 °C pro Verdopplung) und positive Rückkopplungen wie Permafrost-Methan und Albedo-Verlust.
Aktive Wiederholung
Berechnen Sie für eine Wiese mit 10 000 kJ·m⁻²·a⁻¹ Nettoprimärproduktion die Energie, die einem Greifvogel als Tertiärkonsumenten zur Verfügung steht, und beurteilen Sie die Folgen für die Populationsdichte.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: IPCC AR6 Synthesis Report (2023) (IPCC)
Ökologische Sukzession bis zur Klimaxgesellschaft
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA: Diskutieren Sie die Intermediate-Disturbance-Hypothese und ihre Bedeutung für das Management artenreicher Kulturlandschaften.
Aktive Wiederholung
Beschreiben Sie den Ablauf einer Primärsukzession im Gletschervorland und beurteilen Sie, warum Artenzahl und Biomasse im Verlauf zunehmen.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Stickstoffkreislauf
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA: Diskutieren Sie die EU-Wasserrahmenrichtlinie und den Übergang von rein chemischen zu biologischen Bewertungsverfahren der Gewässerqualität.
Aktive Wiederholung
Werten Sie die Saprobien-Zusammensetzung eines Baches aus und beurteilen Sie die Gewässergüte; erläutern Sie die Selbstreinigungskraft unterhalb einer Einleitstelle.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Globale CO₂-Konzentration (Mauna Loa, Jahresmittel)
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA: Diskutieren Sie das Konzept der planetaren Belastungsgrenzen (planetary boundaries) und die Rolle des Biodiversitäts- und Stickstoffkreislaufs darin.
Aktive Wiederholung
Erörtern Sie am Beispiel eines Schutzgebiets die Spannung zwischen Naturschutz und Flächennutzung und beurteilen Sie die Bedeutung des Biotopverbunds mithilfe der Inseltheorie.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Belege & Quellen