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Grundlagen der Wahrscheinlichkeitsrechnung (Laplace-Experimente, Baumdiagramme, bedingte Wahrscheinlichkeit, Satz von Bayes), diskrete Zufallsgrößen mit Erwartungswert und Varianz sowie die Binomial- und Normalverteilung als zentrale Modelle für Bernoulli-Ketten und stetig verteilte Merkmale.
6Abschnitteca. 9Min Lesezeit3KompetenzenNiveauBasis 1 · Standard 5Stand 05/2026
grundlegendes Niveau
gA: Laplace-Wahrscheinlichkeiten, Baumdiagramme, bedingte Wahrscheinlichkeit, Binomialverteilung mit GTR/CAS, einfache Aufgaben zur Normalverteilung.
erhöhtes Niveau
eA: Satz von Bayes, Sigma-Regeln der Normalverteilung, Standardisierung, Approximation der Binomial- durch die Normalverteilung, Erwartungswert und Varianz aus Definition.
Lesetiefe: Vertiefung
Schriftgröße: Standard
Baumdiagramm — Zweistufiges Zufallsexperiment
Laplace-Wahrscheinlichkeit
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA: Vergleichen Sie die Wahrscheinlichkeiten bei Ziehen mit und ohne Zurücklegen für Ziehungen aus obiger Urne und interpretieren Sie den Unterschied.
Aktive Wiederholung
Aus einer Urne mit 5 roten und 3 blauen Kugeln werden 2 ohne Zurücklegen gezogen. Bestimmen Sie und .
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Bedingte Wahrscheinlichkeit und Satz von Bayes
Eine Krankheit tritt mit Wahrscheinlichkeit 1 % auf. Der Test ist zu 95 % positiv bei Erkrankten und zu 4 % positiv bei Gesunden. Berechnen Sie .
; .
.
.
Trotz positiver Diagnose ist die Person nur mit knapp 20 % wahrscheinlich tatsächlich krank — Folge der niedrigen Prävalenz.
Ergebnis: — klassisches Beispiel der „Basisraten-Vernachlässigung".
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA: Wenden Sie den Satz von Bayes auf ein Spam-Filter-Beispiel an: 80 % aller Spam-Mails enthalten „Gratis", aber nur 5 % aller Mails sind Spam. Berechnen Sie bei .
Aktive Wiederholung
Eine Krankheit hat die Prävalenz . Ein Test erkennt Kranke mit , liefert bei Gesunden aber falsch-positiv. Bestimmen Sie über eine Vierfeldertafel die Wahrscheinlichkeit , bei positivem Test tatsächlich krank zu sein.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Binomialverteilung — Stabdiagramm B(n=10; p=0,3)
Binomialverteilung B(n, p)
Eine Klausuraufgabe hat 10 Multiple-Choice-Fragen mit je 4 Alternativen. Bei rein zufälligem Ankreuzen: Wie hoch ist und ?
Trefferwahrscheinlichkeit , Wiederholungen . .
.
; per Tabelle oder GTR: , also .
Ergebnis: richtige Antworten; .
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA: Leiten Sie für aus der Definition über das Binomialtheorem her.
Aktive Wiederholung
Ein Würfel wird 12 Mal geworfen. Bestimmen Sie die Wahrscheinlichkeit, dass genau 3 Mal eine Sechs fällt, sowie Erwartungswert und Standardabweichung der Trefferanzahl.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Normalverteilung — Sigma-Regeln
Standardisierung der Normalverteilung und 1σ-Regel
Interaktive Grafik lädt…
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA: Approximieren Sie die Wahrscheinlichkeit für durch die Normalverteilung mit Stetigkeitskorrektur und vergleichen Sie das Ergebnis mit dem exakten Binomialwert.
Aktive Wiederholung
Eine Körpergrößenverteilung ist normalverteilt mit cm und cm. Bestimmen Sie den Anteil der Personen mit Größe zwischen 168 cm und 189 cm.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Erwartungswert und Varianz einer diskreten Zufallsgröße
Der Erwartungswert ist das mit den Wahrscheinlichkeiten gewichtete Mittel der Werte; die Varianz misst die mittlere quadratische Abweichung, die Verschiebungsformel erleichtert die Rechnung.
Bei einem Glücksrad gewinnt man mit Wahrscheinlichkeit einen Betrag von €, mit einen Betrag von €, sonst nichts. Der Einsatz beträgt €. Bestimmen Sie den erwarteten Gewinn und beurteilen Sie die Fairness.
Sei die Auszahlung (vor Abzug des Einsatzes): mit .
(in €).
Reingewinn ; .
Da € , ist das Spiel unfair zuungunsten des Spielers; auf lange Sicht verliert man im Mittel € pro Spiel.
Ergebnis: Erwartete Auszahlung €, erwarteter Reingewinn € — das Spiel ist nicht fair, da .
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA: Zeigen Sie über den Verschiebungssatz, dass für die Varianz gilt, ausgehend von und .
Aktive Wiederholung
Ein Würfel wird einmal geworfen; ausgezahlt wird die Augenzahl in Euro. Bestimmen Sie Erwartungswert und Standardabweichung der Auszahlung und beurteilen Sie, ob ein Einsatz von € fair ist.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Grundformeln der Kombinatorik (Variation und Kombination)
Die Wahl der Formel hängt davon ab, ob Reihenfolge zählt (geordnet) und ob Elemente mehrfach vorkommen dürfen (mit/ohne Zurücklegen).
Aus 10 Teilnehmern werden ein erster, zweiter und dritter Platz vergeben. Wie viele Möglichkeiten gibt es? Wie viele, wenn nur eine dreiköpfige Jury (ohne Rangfolge) gewählt wird?
Rangfolge zählt, keine Wiederholung: Variation mit , .
Reihenfolge egal: Kombination .
Die geordnete Anzahl ist um den Faktor größer, da jede Jury-Auswahl auf verschiedene Rangfolgen verteilt werden kann.
Ergebnis: Platzvergabe: Möglichkeiten; Jurywahl ohne Rangfolge: Möglichkeiten ().
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA: Begründen Sie die Formel (Pascalsches Dreieck) kombinatorisch über die Fallunterscheidung „ein festes Element ist enthalten oder nicht“.
Aktive Wiederholung
Aus 8 Personen soll ein Vorstand aus Vorsitz, Stellvertretung und Kasse (mit Ämtern) gebildet werden. Bestimmen Sie die Anzahl der Möglichkeiten und vergleichen Sie mit der Anzahl, wenn nur ein dreiköpfiges Gremium ohne Ämter gewählt wird.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.