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Schließende Statistik: Nullhypothese und Gegenhypothese, einseitige und zweiseitige Tests, Signifikanzniveau und kritischer Wert, Fehler 1. und 2. Art sowie Konfidenzintervalle für unbekannte Wahrscheinlichkeiten. Auf eA-Niveau Fehleranalyse und Gütefunktion.
6Abschnitteca. 11Min Lesezeit4KompetenzenNiveauStandard 3 · Vertiefung 3Stand 05/2026
grundlegendes Niveau
gA: Einseitiger Test mit Binomialverteilung, Bestimmung des Ablehnungsbereichs mit GTR, Interpretation des Ergebnisses in Sachkontext.
erhöhtes Niveau
eA: Fehler 1. und 2. Art quantifizieren, Gütefunktion, zweiseitige Tests, asymptotische Approximation durch Normalverteilung, Konfidenzintervalle.
Lesetiefe: Vertiefung
Schriftgröße: Standard
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA: Berechnen Sie für einen einseitigen Test mit , und Ablehnungsbereich die Wahrscheinlichkeit eines Fehlers 2. Art, wenn tatsächlich .
Aktive Wiederholung
Formulieren Sie für die Behauptung „der durchschnittliche IQ einer Gruppe ist höher als 100" geeignete Hypothesen und nennen Sie Fehler 1. und 2. Art im Sachkontext.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Hypothesentest — Annahme- und Ablehnungsbereich
Kritische Werte beim einseitigen Hypothesentest
Ein Hersteller behauptet, dass mindestens 80 % seiner Produkte fehlerfrei sind. In einer Stichprobe von 100 Produkten finden sich 72 fehlerfrei. Testen Sie auf dem Niveau linksseitig.
(Herstellerbehauptung); .
Unter : mit , .
Suche das größte mit . Per Tabelle/GTR: liefert .
Beobachtet: , also wird abgelehnt — Behauptung ist auf 5 %-Niveau widerlegt.
Ergebnis: Auf Signifikanzniveau ist die Herstellerbehauptung statistisch nicht haltbar.
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA: Approximieren Sie obiges Testproblem mit der Normalverteilung und vergleichen Sie das Ergebnis mit dem exakten Binomialtest.
Aktive Wiederholung
Ein Würfel soll daraufhin getestet werden, ob er gezinkt ist (Sechs fällt zu oft). In 200 Würfen erscheint 45 Mal die Sechs. Testen Sie auf rechtsseitig.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Konfidenzintervalle — mehrere Stichproben
Approximatives (1-α)-Konfidenzintervall für p
In einer Umfrage stimmen 360 von 600 Befragten einer These zu. Berechnen Sie ein 95 %-Konfidenzintervall für den wahren Anteil und interpretieren Sie das Ergebnis.
Relative Häufigkeit .
.
Mit : .
Die Schätzmethode liefert in 95 % der Stichproben ein Intervall, das den wahren Anteil enthält; hier liegt vermutlich zwischen rund 56 % und 64 %.
Ergebnis: Das 95 %-Konfidenzintervall ist etwa — der wahre Zustimmungsanteil liegt mit hoher Sicherheit zwischen 56 % und 64 %.
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA: Berechnen Sie die erforderliche Stichprobengröße, um den Anteil einer Bevölkerung mit 95 %-KI und maximaler Breite -Punkte zu schätzen, wenn vorab keine Schätzung von vorliegt (Annahme ).
Aktive Wiederholung
In einer Umfrage stimmen 360 von 600 Befragten einer These zu. Bestimmen Sie ein 95 %-Konfidenzintervall für den wahren Anteil .
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Fehler 2. Art und Gütefunktion
Der Fehler 2. Art hängt vom tatsächlichen Parameter ab; die Gütefunktion misst die Wahrscheinlichkeit, eine falsche Nullhypothese korrekt abzulehnen.
Ein rechtsseitiger Test mit , lehnt ab, falls . Bestimmen Sie die Wahrscheinlichkeit eines Fehlers 2. Art, wenn in Wahrheit gilt.
Der Annahmebereich von ist , also .
Ein Fehler 2. Art liegt vor, wenn angenommen wird (), obwohl tatsächlich gilt: .
Unter ist mit . Per GTR/Tabelle: .
Die Güte (Trennschärfe) ist : der Test erkennt die Abweichung mit rund 86 % Wahrscheinlichkeit.
Ergebnis: Fehler 2. Art ; die Gütefunktion liefert hier eine Trennschärfe von rund 86 %.
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA: Skizzieren Sie qualitativ die Gütefunktion für des obigen Tests und erläutern Sie, wie sich eine Verdopplung des Stichprobenumfangs auf den Verlauf auswirkt.
Aktive Wiederholung
Ein rechtsseitiger Test mit , lehnt bei ab. Berechnen Sie den Fehler 2. Art und die Güte, wenn tatsächlich gilt.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Eine Münze wird -mal geworfen und zeigt -mal Kopf. Prüfen Sie zweiseitig auf , ob die Münze fair ist ().
(fair) gegen . Der Ablehnungsbereich liegt an beiden Rändern mit je .
Unter : , , .
Gesucht sind die Grenzen mit Randwahrscheinlichkeit je . Per Tabelle/GTR: und , während . Annahmebereich ist also , Ablehnung bei oder .
Beobachtet: liegt im rechten Ablehnungsbereich; wird verworfen — die Münze gilt auf 5 %-Niveau als nicht fair. (Die -Faustregel liefert eine gute, aber etwas engere Näherung.)
Ergebnis: Bei wird im zweiseitigen Test auf abgelehnt; die Münze ist statistisch auffällig kopflastig.
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA: Bestimmen Sie für einen zweiseitigen Test mit , und die kritischen Grenzen über die Normalapproximation und vergleichen Sie mit der exakten Binomiallösung.
Aktive Wiederholung
Eine Münze zeigt bei Würfen -mal Kopf. Prüfen Sie zweiseitig auf , ob die Münze fair ist, und geben Sie Annahme- und Ablehnungsbereich an.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Normalapproximation der Testgröße (z-Standardisierung)
Für wird die Binomialtestgröße standardisiert; der kritische Wert ergibt sich aus dem Quantil der Standardnormalverteilung.
In Stichproben tritt ein Merkmal -mal auf. Testen Sie rechtsseitig auf die Hypothese mithilfe der Normalapproximation.
— die Normalapproximation ist zulässig.
Unter am Rand : , .
Testgröße . Kritischer Wert beim rechtsseitigen Test: .
Da liegt der Wert knapp im Annahmebereich; kann auf 5 %-Niveau nicht verworfen werden.
Ergebnis: Mit wird nicht abgelehnt — der beobachtete Anteil von 44 % reicht knapp nicht für Signifikanz.
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA: Wiederholen Sie obigen Test mit Stetigkeitskorrektur () und beurteilen Sie, ob sich die Testentscheidung dadurch ändert.
Aktive Wiederholung
In Stichproben tritt ein Merkmal -mal auf. Testen Sie rechtsseitig auf die Hypothese mithilfe der Normalapproximation.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.