- Schriftliche Prüfung — gA (grundlegendes Anforderungsniveau)
- In der Regel 240–270 min Klausur; ein bis zwei Aufgabenkomplexe je aus physischer und humangeographischer Themenwelt. Materialien: Karten, Klimadiagramme, Statistiken, Textquellen. Operatoren v.a. "beschreiben", "erläutern", "analysieren", "beurteilen". Hilfsmittel: Atlas (Diercke o. ä.), Taschenrechner ohne CAS, ggf. Wörterbuch (NRW); Atlasnutzung in BY/BW eingeschränkter.
- Schriftliche Prüfung — eA (erhöhtes Anforderungsniveau / Leistungskurs)
- 300 min Klausur (NRW/BY/BW vergleichbar); umfangreichere Materialdossiers, anspruchsvollere Operatoren ("erörtern", "diskutieren", "Stellung nehmen"). Vermehrt quantitative Auswertungen (Wachstumsraten, HDI/Gini, Wasserbilanz), eigenständige Synthese und Modellanwendung. Mindestens ein Raumbeispiel aus dem Globalen Süden und eines aus DE/EU verpflichtend.
- Mündliche Prüfung
- 20–30 min, in Regel zwei Themenbereiche (ein physisch-geographisches, ein humangeographisches). Aufbau: Kurzvortrag/Präsentation (≈ 10 min) auf Basis eines unbekannten Stimulus (Karte, Bild, Diagramm, Statistik), anschließend Prüfungsgespräch (≈ 10–20 min). Bewertet werden Fachwissen, Methodenkompetenz, Urteils- und Argumentationskompetenz.
- Bewertungsraster
- Inhaltliche Leistung (~60 %): Fachwissen, Materialauswertung, geographische Modelle, Raumbeispiele, eigenständige Argumentation. Darstellungsleistung (~40 %): fachsprachlich, strukturiert, kausal verknüpft, sachlich richtig. Operatoren-Übereinstimmung ist entscheidend: "beschreiben" ohne Wertung, "beurteilen" mit begründetem Werturteil.
- Punktevergabe und Bestehensgrenze
- 15-Punkte-Skala je Klausur; im LK/eA mindestens 05/15 Punkte in der vierten Prüfungsleistung (sonst Nichtbestehen). Mündliche Prüfung gleichwertig wie schriftliche, sofern Geographie als 4. Prüfungsfach gewählt. Atlas-Arbeit wird als Methodenkompetenz separat berücksichtigt.