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Klassifikation nach Köppen-Geiger, Auswertung von Klimadiagrammen (Walter-Lieth), regionale Klimatypen und der anthropogene Klimawandel inklusive Mitigation/Adaption. Verknüpft physische Geographie mit IPCC-Wissenschaft und Politik.
6Abschnitteca. 26Min Lesezeit3KompetenzenNiveauBasis 2 · Standard 3 · Vertiefung 1Stand 06/2026
grundlegendes Niveau
gA-Niveau: Klimadiagramme einer Klimazone zuordnen, Köppen-Code mit Hilfsschlüssel ableiten, Klimaschutzmaßnahmen benennen.
erhöhtes Niveau
eA-Niveau: Klimadaten quantitativ interpretieren, Trends in Zeitreihen statistisch bewerten, IPCC-Szenarien (SSP) eigenständig vergleichen.
Lesetiefe: Vertiefung
Schriftgröße: Standard
Mitteltemperatur nach geographischer Breite
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA-Vertiefung: Begründen Sie quantitativ, warum die Jahresamplitude der Temperatur mit der Kontinentalität und mit der geographischen Breite zunimmt, und ordnen Sie die Stationen Valentia (Irland), Berlin und Werchojansk (Ostsibirien) anhand ihrer Temperaturamplitude einer maritim-kontinentalen Skala zu.
Aktive Wiederholung
Erläutern Sie die Begriffe Klimaelement und Klimafaktor und ordnen Sie für eine Station Ihrer Wahl mindestens vier Klimafaktoren ein.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Köppen-Klimazonen (vereinfachtes Schema)
Werten Sie das untenstehende Klimadiagramm einer Station aus und ordnen Sie sie einer Klimazone und einem Köppen-Typ zu. Begründen Sie Ihre Entscheidung. Werte: Jahresmitteltemperatur 26,5 °C; Niederschlag im Jahr 2300 mm, gleichmäßig 150–250 mm/Monat; Amplitude 2 K.
Jahresmittel 26,5 °C; jahreszeitliche Schwankung ca. 2 K; jeder Monat > 18 °C — Tagesschwankung größer als Jahresschwankung, sog. "Tageszeitenklima".
Jährlich 2300 mm, kein Monat < 60 mm — durchgängig humid. Kein Trockenmonat nach Walter-Lieth (N stets > 2T).
Mittlere Jahrestemperatur > 24 °C + gleichmäßig humid → tropisch immerfeuchte Klimazone. Vegetation: tropischer Regenwald.
Köppen: erster Buchstabe A (kältester Monat > 18 °C); zweiter f (immerfeucht). → Af. Beispiele: Belém (Brasilien), Singapur, Pontianak (Borneo).
Lage in ITC-Einflussbereich erklärt das ganzjährig konvektive Niederschlagsregime. Erwartete Vegetation Regenwald mit Stockwerkbau; sehr hohe Biodiversität, oligotrophe Böden (Ferralit), Nährstoffhaushalt in der Biomasse.
Ergebnis: Station tropisch immerfeucht (Köppen Af); Lage 0–10° geographischer Breite; tropischer Regenwald.
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA-Vertiefung: Diskutieren Sie, wie sich die Köppen-Geiger-Klimagrenzen unter der anthropogenen Erwärmung verschieben (etwa polwärtige Ausdehnung von Cfa und BSk, Schrumpfen der ET-Flächen), und erörtern Sie die Grenzen einer rein schwellenwertbasierten Klassifikation gegenüber prozessorientierten Ansätzen.
Aktive Wiederholung
Ordnen Sie die Stationen Berlin, Tunis, Manaus und Verchojansk anhand vorgegebener Klimadaten Köppen-Typen zu und vergleichen Sie zwei kontrastierende Stationen.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Klimadiagramm (Walter-Lieth, Berlin-Tempelhof)
Werten Sie das untenstehende Klimadiagramm einer Station aus und ordnen Sie sie einer Klimazone und einem Köppen-Typ zu. Begründen Sie Ihre Entscheidung. Werte: Jahresmitteltemperatur 26,5 °C; Niederschlag im Jahr 2300 mm, gleichmäßig 150–250 mm/Monat; Amplitude 2 K.
Jahresmittel 26,5 °C; jahreszeitliche Schwankung ca. 2 K; jeder Monat > 18 °C — Tagesschwankung größer als Jahresschwankung, sog. "Tageszeitenklima".
Jährlich 2300 mm, kein Monat < 60 mm — durchgängig humid. Kein Trockenmonat nach Walter-Lieth (N stets > 2T).
Mittlere Jahrestemperatur > 24 °C + gleichmäßig humid → tropisch immerfeuchte Klimazone. Vegetation: tropischer Regenwald.
Köppen: erster Buchstabe A (kältester Monat > 18 °C); zweiter f (immerfeucht). → Af. Beispiele: Belém (Brasilien), Singapur, Pontianak (Borneo).
Lage in ITC-Einflussbereich erklärt das ganzjährig konvektive Niederschlagsregime. Erwartete Vegetation Regenwald mit Stockwerkbau; sehr hohe Biodiversität, oligotrophe Böden (Ferralit), Nährstoffhaushalt in der Biomasse.
Ergebnis: Station tropisch immerfeucht (Köppen Af); Lage 0–10° geographischer Breite; tropischer Regenwald.
Erklären Sie den Begriff "Tageszeitenklima" am Beispiel Singapur (T-Amplitude 2 K, ΔT_Tag 8 K) und unterscheiden Sie ihn vom Jahreszeitenklima (z. B. Berlin: T-Amplitude 19 K, ΔT_Tag 7 K).
Tageszeitenklima: Tag-Nacht-Schwankung der Temperatur größer als saisonale Jahresschwankung. Jahreszeitenklima: Amplitude im Jahresgang dominiert.
Singapur: Jahresamplitude 2 K, Tagesamplitude 8 K → Verhältnis 4:1 zugunsten Tag. Berlin: Jahresamplitude 19 K, Tagesamplitude 7 K → Verhältnis 1:2,7 zugunsten Jahr.
In Äquatornähe: Sonnenstand das ganze Jahr nahezu im Zenit, Tageslänge konstant 12 h, Energieeintrag fast unverändert. Folge: geringe Jahresvariation.
Mittlere Breiten (50° N): Sonnenstandsunterschied Winter/Sommer ca. 47°, Tageslänge 8 h vs. 17 h. Folge: starke saisonale Energieschwankung.
Tageszeitenklima → immergrüne Vegetation (Regenwald). Jahreszeitenklima → laubabwerfende Wälder (Sommergrün-Bedingung mit Vegetationsruhe im Winter).
Ergebnis: Tageszeitenklima typisch für Äquatorgürtel (5° N–5° S); Jahreszeitenklima für mittlere Breiten und Polarregionen.
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA-Vertiefung: Erörtern Sie, warum die einfache 2-T-Regel nur eine grobe Näherung der tatsächlichen Wasserbilanz ist, und vergleichen Sie sie mit der klimatischen Wasserbilanz aus Niederschlag minus potenzieller Verdunstung (Konzept nach Thornthwaite); beurteilen Sie, in welchen Klimaten die Näherung an ihre Grenzen stößt.
Aktive Wiederholung
Analysieren Sie das nebenstehende Klimadiagramm einer Station, ordnen Sie sie einer Klimazone zu und beurteilen Sie die Bedingungen für die natürliche Vegetation.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Köppen-Klimazonen (vereinfachtes Schema)
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA-Vertiefung: Vergleichen Sie eine effektive Klimaklassifikation (Köppen, vegetationsbezogen) mit einer genetischen (nach Flohn, an den vorherrschenden Windsystemen und der Zirkulation orientiert) und beurteilen Sie, welcher Ansatz die Dynamik der Zonen — etwa ihre Verschiebung im Klimawandel — besser abbildet.
Aktive Wiederholung
Vergleichen Sie zwei Klimadiagramme aus unterschiedlichen Klimazonen und ordnen Sie sie zwei verschiedenen Vegetationsbiomen zu.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Globale CO₂-Konzentration in der Atmosphäre (ppm)
Globale Temperaturanomalie (°C, gegen 1850–1900)
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA-Vertiefung: Analysieren Sie die IPCC-Szenarien SSP1-1.9, SSP2-4.5 und SSP5-8.5 hinsichtlich CO₂-Pfaden, Temperaturanstieg und Folgen für DE; diskutieren Sie das Erreichen des Paris-Ziels +1,5 °C.
Aktive Wiederholung
Erörtern Sie die Hauptursachen und Folgen des anthropogenen Klimawandels und beurteilen Sie die Wirksamkeit zweier konkreter Mitigationsmaßnahmen Deutschlands.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA-Vertiefung: Vergleichen Sie mengen- und preisbasierte Klimaschutzinstrumente (Emissionshandel mit fester Obergrenze gegenüber einer fixen CO₂-Steuer) hinsichtlich ökologischer Treffsicherheit, Planungssicherheit und sozialer Verteilungswirkung, und beurteilen Sie, warum die EU auf den Emissionshandel, andere Staaten dagegen auf eine CO₂-Steuer setzen.
Aktive Wiederholung
Erörtern Sie die deutsche Klimapolitik im Rahmen des Paris-Abkommens und des EU Green Deals; beurteilen Sie die Erfolgsaussichten, das Ziel der Klimaneutralität bis 2045 zu erreichen.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.