Aufgabenstellung
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Biotop und Biozönose, Nahrungsnetze, Energiefluss, Nährstoffkreisläufe (C, N, P), Populationsdynamik (exponentielles/logistisches Wachstum, Lotka-Volterra), Biome, Biodiversität und Klimawandel.
6Abschnitteca. 20Min Lesezeit4KompetenzenNiveauBasis 1 · Standard 4 · Vertiefung 1Stand 06/2026
Lesetiefe: Vertiefung
Schriftgröße: Standard
Nahrungsnetz (See-Ökosystem)
Ökologische Pyramide - Energiefluss
Eine Wiese fixiert pro Jahr 10000 kJ/m2. Wie viel Energie steht einem Greifvogel (4. Trophiestufe) bei 10 % Wirkungsgrad pro Stufe zur Verfügung?
10000 kJ/m2.
10 % von 10000 = 1000 kJ/m2.
10 % von 1000 = 100 kJ/m2.
10 % von 100 = 10 kJ/m2.
Ergebnis: Dem Greifvogel stehen nur 10 kJ/m2 zur Verfügung - Erklärung, warum Spitzenprädatoren selten sind.
Ein Ökosystem ist mehr als die Summe seiner Arten - es ist ein Netzwerk aus Stoff- und Energieflüssen.
Nahrungsnetz (See-Ökosystem)
Die 10 %-Regel ist eine Faustregel - in der Realität variiert es zwischen 5 und 20 %.
Ökologische Pyramide - Energiefluss
Zwei Arten mit identischer Nische können nicht koexistieren - eine wird verdrängt (Gause).
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Erläutere, warum eine Nahrungskette typischerweise nicht mehr als fünf Glieder hat.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: Campbell Biology, Kap. 55 Ecosystems (Pearson)
Globale CO2-Konzentration (Mauna Loa) - Jahresmittel
Stickstoffkreislauf
Ein Wald bindet pro Jahr eine Bruttoprimärproduktion (BPP) von 24000 kJ/m2. Die Pflanzen veratmen 60 % davon. Wie gross ist die Nettoprimärproduktion (NPP), die als Biomasse für Konsumenten verfuegbar wird?
, wobei die Respiration der Produzenten ist.
.
.
Nur die NPP steht Herbivoren als Energie zur Verfügung; sie bestimmt die Tragfähigkeit des Ökosystems.
Ergebnis: Die Nettoprimärproduktion beträgt 9600 kJ/m2 pro Jahr (40 % der BPP) und bildet die Energiebasis aller Konsumenten.
Nährstoffe sind die Währung der Ökosysteme - C aus Atmosphäre, N grossteils aus Bakterien, P aus Gestein.
Stickstoffkreislauf
Der Mensch hat den N-Kreislauf durch Haber-Bosch verdoppelt - mit Folgen für Grundwasser und Klima.
ist seit 1750 um 50 % gestiegen - das ist der unmittelbare Klimatreiber.
Globale CO2-Konzentration (Mauna Loa) - Jahresmittel
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Erläutere am Stickstoffkreislauf, welche Bakteriengruppen welche Reaktion katalysieren.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: IPCC AR6 Working Group I (2021) (IPCC)
Exponentielles Wachstum (r=0.15)
Exponentielles vs. logistisches Wachstum
Lotka-Volterra-Oszillation (Beute)
Exponentielles Wachstum
Logistisches Populationswachstum
Lotka-Volterra (Beute)
Lotka-Volterra (Räuber)
Eine Population hat die Wachstumsrate pro Jahr und die Umweltkapazität . Wie gross ist die momentane Zuwachsrate bei und bei ?
Logistisches Wachstum: .
pro Jahr.
pro Jahr.
Die Zuwachsrate ist bei maximal und sinkt zu beiden Seiten - das erzeugt die S-Form der logistischen Kurve.
Ergebnis: dN/dt = 80 bzw. 125 Individuen pro Jahr. Das absolute Wachstum ist bei halber Kapazität am grössten, nicht bei kleiner Population.
Exponentielles Wachstum ist eine Fiktion - Ressourcen sind endlich, also wird daraus logistisch.
Exponentielles vs. logistisches Wachstum
r-Strategen wetten auf Menge, K-Strategen auf Qualität - beide Strategien sind erfolgreich.
Lotka-Volterra zeigt: Räuber und Beute schwingen, aber der Räuber läuft hinterher.
Lotka-Volterra-Oszillation (Beute)
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Erkläre, warum Räuber- und Beute-Populationen im Lotka-Volterra-Modell phasenverschoben oszillieren.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: Volterra V (1926) Nature 118:558-560 (Nature)
Globale CO2-Konzentration (Mauna Loa) - Jahresmittel
Shannon-Diversitaetsindex
Eine Probe enthält drei Arten mit den relativen Häufigkeiten 0,5; 0,3 und 0,2. Berechne den Shannon-Index .
über alle Arten.
.
.
.
Ergebnis: . Je mehr Arten und je gleichmässiger sie verteilt sind, desto höher der Index - bei nur einer Art wäre .
Biodiversität schützt nicht aus ästhetischen Gründen - sie ist Versicherung gegen Störungen.
Klimawandel ist mehr als wärmer - er ändert Niederschläge, Wetterextreme und Saisonalität.
Globale CO2-Konzentration (Mauna Loa) - Jahresmittel
Das Pariser Abkommen ist ein politischer Rahmen - umgesetzt werden muss er von Wirtschaft und jedem Einzelnen.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Erläutere am Beispiel der Korallenriffe drei Wirkungen des Klimawandels auf Ökosysteme.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: IPCC AR6 Synthesis Report (2023) (IPCC) · WWF Living Planet Report 2024 (WWF)
Interspezifische Beziehungen
Ein Boden bietet Stickstoff für 60 dt/ha Ertrag, Phosphor für 45 dt/ha und Kalium für 80 dt/ha. Welchen Ertrag erlaubt er, und was bringt zusätzlicher Stickstoffdünger?
Nach Liebig begrenzt der KNAPPSTE Faktor das Wachstum, nicht die Summe aller Faktoren.
Die drei Werte sind 60 (N), 45 (P) und 80 (K) dt/ha - das Minimum ist Phosphor mit 45 dt/ha.
Der mögliche Ertrag liegt bei 45 dt/ha, begrenzt durch Phosphor.
Mehr Stickstoff bringt nichts, weil N nicht limitierend ist; erst mehr Phosphor hebt den Ertrag.
Ergebnis: Der Ertrag ist auf 45 dt/ha begrenzt (Phosphor im Minimum). Düngung wirkt nur beim limitierenden Faktor - ein Kernprinzip von Ökologie und Landwirtschaft.
Der knappste Faktor bestimmt das Wachstum - wie das schwächste Glied einer Kette.
Interspezifische Beziehungen
Zwei Arten mit identischer Nische können nicht dauerhaft nebeneinander leben - eine teilt auf oder verschwindet.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Erläutere am Beispiel zweier konkurrierender Arten, wie Nischendifferenzierung Koexistenz ermöglicht.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Primärsukzession
Bringe die Stadien Klimaxwald, Flechten/Moose, Sträucher und Gräser/Kräuter in die richtige Reihenfolge und begründe, warum die Pioniere zuerst kommen.
Flechten und Moose besiedeln den nackten Fels - sie brauchen keinen Boden und ertragen Extreme (anspruchslose r-Strategen).
Aus verwitterndem Gestein und abgestorbenen Pionieren entsteht erster Boden; Gräser und Kräuter siedeln sich an.
Der wachsende Boden trägt Sträucher; Beschattung und Humusgehalt nehmen zu.
Konkurrenzstarke K-Strategen (Bäume) setzen sich durch und bilden den relativ stabilen Klimaxwald.
Ergebnis: Reihenfolge: Flechten/Moose -> Gräser/Kräuter -> Sträucher -> Klimaxwald. Die Pioniere kommen zuerst, weil nur sie ohne Boden überleben - sie schaffen erst die Voraussetzung (Boden) für die anspruchsvolleren Folgearten.
Sukzession ist die Selbstheilung der Natur - von Flechten auf nacktem Fels bis zum Wald.
Primärsukzession
Biome sind das Klima in lebendiger Form - Temperatur und Regen bestimmen, was wächst.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Beschreibe die Primärsukzession im Gletschervorfeld von der Pionierphase bis zur Klimaxgesellschaft.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Belege & Quellen