Aufgabenstellung
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Nervensystem (Aktionspotential, Synapse, ZNS), Hormonsystem, Herz-Kreislauf, Atmung, Verdauung, Niere, Immunsystem und Fortpflanzung.
6Abschnitteca. 21Min Lesezeit4KompetenzenNiveauStandard 5 · Vertiefung 1Stand 06/2026
Lesetiefe: Vertiefung
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Aktionspotential - Verlauf
Aktionspotential V(t)
Chemische Synapse
Nernst-Gleichung (Membranpotential)
Berechne das Gleichgewichtspotential für bei 37 °C mit 140 mmol/l innen und 5 mmol/l aussen. Für einwertige Ionen gilt (natürlicher Logarithmus).
mit aussen (a) und innen (i).
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Ergebnis: Das Kalium-Gleichgewichtspotential liegt bei rund - nahe am Ruhepotential von , weil die Membran in Ruhe vor allem für durchlässig ist.
Das Aktionspotential ist ein 1-ms-Spannungspuls, getragen von Ionenströmen.
Aktionspotential V(t)
An der Synapse wird elektrisches Signal in chemisches Signal übersetzt und am Folgeneuron wieder zurück.
Chemische Synapse
Sympathikus aktiviert, Parasympathikus beruhigt - das vegetative Nervensystem regelt unbewusst.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Erkläre, wie der Wirkstoff Botulinumtoxin die neuromuskuläre Erregungsübertragung blockiert.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: Hodgkin A L, Huxley A F (1952) J Physiol 117:500-544 (Journal of Physiology)
Negative Rückkopplung der Schilddrüse
Nach einer kohlenhydratreichen Mahlzeit steigt der Blutzucker von 5 mmol/L auf 9 mmol/L. Erläutere quantitativ und funktionell, wie der Körper ihn wieder auf den Sollwert senkt.
Istwert 9 mmol/L liegt über dem Sollbereich (3,9-5,6 mmol/L nüchtern); die Beta-Zellen registrieren den Anstieg.
Beta-Zellen des Pankreas schütten Insulin aus.
Insulin fördert Glucoseaufnahme in Muskel und Leber sowie die Glykogensynthese; der Blutzucker fällt zurück Richtung 5 mmol/L.
Sinkender Blutzucker drosselt die Insulinausschüttung - negative Rückkopplung hält den Sollwert.
Ergebnis: Der Anstieg um 4 mmol/L wird durch Insulin-vermittelte Aufnahme und Speicherung abgebaut; das Zusammenspiel von Insulin und Glukagon hält den Blutzucker im engen Sollbereich (Homöostase).
Hormone sind langsame, aber weitreichende Botenstoffe - Nerven sind schnell und punktuell.
Insulin und Glukagon halten den Blutzucker in einem schmalen Band - eine perfekte Homöostase.
Bei Diabetes Typ 1 fehlt Insulin, bei Typ 2 reagieren die Zellen nicht mehr darauf.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Erläutere am Blutzucker den negativen Rückkopplungsmechanismus zwischen Insulin und Glukagon.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: Silbernagl - Taschenatlas Physiologie (Thieme)
Menschliches Herz - Vier Kammern
Das Herz schlägt in Ruhe 70-mal pro Minute und befördert pro Schlag 70 mL Blut. Berechne das Herzminutenvolumen und das Volumen, das bei einer Belastung mit 150 Schlägen/min und 110 mL Schlagvolumen gefördert wird.
Herzminutenvolumen .
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Das Herzminutenvolumen steigt um den Faktor .
Ergebnis: In Ruhe rund 4,9 L/min, unter Belastung 16,5 L/min - das Herzminutenvolumen kann um mehr als das Dreifache gesteigert werden (Frequenz + Schlagvolumen).
Ein Mensch atmet in Ruhe 14-mal pro Minute jeweils 0,5 L Luft. Berechne das Atemminutenvolumen und den Anteil, der bei 150 mL anatomischem Totraum nicht am Gasaustausch teilnimmt.
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Pro Atemzug bleiben 150 mL im Totraum: .
erreichen die Alveolen.
Flache, schnelle Atmung erhöht den Totraumanteil; tiefe Atemzüge sind effizienter für den Gasaustausch.
Ergebnis: Atemminutenvolumen 7 L/min, davon 2,1 L/min Totraum; nur 4,9 L/min stehen den Alveolen für den Gasaustausch zur Verfügung.
Das Herz ist ein Doppelpumpwerk: rechts in die Lunge, links in den Körper.
Menschliches Herz - Vier Kammern
Sinusknoten gibt den Takt vor - autonom, aber von Sympathikus/Parasympathikus moduliert.
Beim Bohr-Effekt entlädt Hb mehr , wo am meisten Stoffwechsel - genial einfach.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Erkläre am Bohr-Effekt, warum Hämoglobin im arbeitenden Muskel mehr Sauerstoff abgibt.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: Silbernagl - Taschenatlas Physiologie, Herz und Kreislauf (Thieme)
Nephron - Bowman-Kapsel, Henle-Schleife, Sammelrohr
Die Niere bildet täglich ca. 180 l Primärharn, ausgeschieden werden ca. 1,5 l Endharn. Welcher Anteil des Wassers wird rückresorbiert?
l werden wieder aufgenommen.
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Nur etwa 0,8 % des Primärharns verlassen den Körper; Glucose, Aminosäuren und der Grossteil der Salze werden zuvor zurückgeholt.
Ergebnis: Rund 99 % des Wassers werden rückresorbiert. Die Niere filtert das Blutplasma vielfach täglich und gewinnt fast alles wieder - nur Abfallstoffe werden konzentriert ausgeschieden.
Die Niere produziert täglich 180 L Primärharn - 99 % davon resorbiert sie wieder.
Nephron - Bowman-Kapsel, Henle-Schleife, Sammelrohr
Verdauung ist ein Stufenprozess: jedes Organ hat seine Enzyme und seinen pH.
ADH passt die Wasserausscheidung an - bei Durst sparen, bei Überfluss ausscheiden.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Erläutere am Nephron, wie Primärharn zu Endharn wird, und welche Hormone den Wasserhaushalt regulieren.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: OpenStax Anatomy & Physiology 2e, Kap. 25 Urinary System (OpenStax)
Antikörper (IgG) - Y-Struktur
Antikörper-Konzentration nach Erstkontakt vs. Booster
Eine Titerkurve zeigt nach dem Erstkontakt erst nach 1-2 Wochen einen niedrigen Antikörperanstieg, nach dem Zweitkontakt einen sehr schnellen und hohen. Erkläre den Unterschied.
Beim Erstkontakt müssen passende B-Zellen erst selektiert werden und zu Plasmazellen reifen - daher die Verzögerung und der niedrige Titer.
Neben Plasmazellen entstehen langlebige Gedächtniszellen, die das Antigen „merken".
Beim Zweitkontakt werden die Gedächtniszellen sofort aktiviert - der Titer steigt schneller, höher und besteht aus affineren IgG.
Genau darauf beruhen Auffrischimpfungen (Booster): Sie heben den Gedächtnis-Pool und damit die Schutzwirkung.
Ergebnis: Die Sekundärantwort ist schneller und stärker, weil Gedächtniszellen aus dem Erstkontakt bereitstehen - das ist die Grundlage des Impfschutzes.
Antikörper sind die spezifischen Suchwaffen des Immunsystems - Y-foermig, mit Bindetasche für das Antigen.
Antikörper (IgG) - Y-Struktur
Aktive Impfung trainiert das Immunsystem, passive Impfung gibt fertige Antikörper - schnell, aber kurz.
Beim zweiten Kontakt reagiert das Immunsystem schneller und höher - das nennt sich Gedächtnis.
Antikörper-Konzentration nach Erstkontakt vs. Booster
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Erläutere am Beispiel der mRNA-Impfung gegen COVID-19, wie eine spezifische Immunantwort entsteht.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: Robert Koch-Institut - Epidemiologisches Bulletin (RKI)
Erregungs-Kontraktions-Kopplung
Ordne die Schritte der Muskelkontraktion vom ankommenden Aktionspotential bis zur Verkürzung und erkläre die Rolle von Calcium und ATP.
Ein Aktionspotential erreicht die Muskelfaser und breitet sich über die T-Tubuli aus.
Das sarkoplasmatische Retikulum schüttet aus; Calcium bindet an Troponin und gibt die Bindungsstellen am Aktin frei.
Myosinköpfe binden an Aktin und kippen (Kraftschlag) - das Aktin wird ins Sarkomer gezogen.
ATP löst den Myosinkopf wieder vom Aktin und spannt ihn neu; der Zyklus wiederholt sich, solange Calcium vorhanden ist.
Ergebnis: Reihenfolge: AP -> Calcium-Freisetzung -> Aktin frei -> Myosin zieht -> Sarkomer verkürzt. Calcium ist der Auslöser, ATP der Treibstoff - ohne ATP bleibt der Muskel starr (Totenstarre).
Knochen sind lebendig - Osteoblasten bauen auf, Osteoklasten ab, lebenslang im Umbau.
Erregungs-Kontraktions-Kopplung
Muskeln ziehen nur, nie drücken - deshalb arbeiten Beuger und Strecker als Gegenspieler.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Erläutere die Gleitfilamenttheorie der Muskelkontraktion und die Rolle von ATP und Calcium.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Belege & Quellen