Aufgabenstellung
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Biomoleküle (Kohlenhydrate, Lipide, Proteine, Nukleinsäuren), Enzymkinetik (Michaelis-Menten), Photosynthese (Licht- und Dunkelreaktion, C3/C4/CAM), Zellatmung (Glykolyse, Citratzyklus, Atmungskette) und alternative Stoffwechselwege.
6Abschnitteca. 20Min Lesezeit4KompetenzenNiveauBasis 2 · Standard 3 · Vertiefung 1Stand 06/2026
Lesetiefe: Vertiefung
Schriftgröße: Standard
DNA-Doppelhelix — Basenpaarung A=T, G≡C
Bildung einer Peptidbindung
Eine unbekannte Lebensmittelprobe zeigt: mit Lugolscher Lösung eine blau-schwarze Färbung, mit Biuret-Reagenz keine Farbänderung, und die Fehling-Probe bleibt zunächst blau - erst nach saurer Hydrolyse und erneutem Erhitzen wird sie ziegelrot. Um welchen Stoff handelt es sich, und wie erklärst du die Befunde?
Die blau-schwarze Färbung ist der spezifische Nachweis für Stärke (Iod lagert sich in die Helix der Amylose ein).
Keine Violettfärbung bedeutet: keine Peptidbindungen, also kein Protein.
Stärke besitzt kaum freie, reduzierende Aldehydgruppen und reduziert das daher nicht.
Die saure Hydrolyse spaltet die Stärke in Glucose; deren freie Aldehydgruppen reduzieren nun zu rotem .
Ergebnis: Die Probe ist Stärke - ein Polysaccharid aus Glucose. Lugol weist das Polymer direkt nach; die Fehling-Probe schlägt erst an, wenn die Hydrolyse die reduzierenden Glucose-Bausteine freilegt - ein schönes Beispiel dafür, wie die Struktur die Nachweisreaktion bestimmt.
Vier Molekülklassen tragen das Leben: Zucker für Energie/Struktur, Fette für Speicher/Membran, Proteine für Arbeit, Nukleinsäuren für Information.
Proteine sind die Tausendsassas - jede Funktion in der Zelle wird letztlich von Proteinen ausgeführt.
DNA ist die Bibliothek, RNA der Lieferdienst - sie bringt Baupläne aus dem Kern zu den Ribosomen.
DNA-Doppelhelix — Basenpaarung A=T, G≡C
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Vergleiche Stärke und Cellulose - selbe Bausteine, warum so unterschiedliche Eigenschaften?
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: Campbell Biology, Kap. 5 Biological Macromolecules (Pearson)
Enzymkatalyse - Energiediagramm
Michaelis-Menten - v gegen [S]
Michaelis-Menten-Kinetik
Lineweaver-Burk-Linearisierung
Ein Enzym hat und . Berechne die Reaktionsgeschwindigkeit bei einer Substratkonzentration von 6 mmol/L.
.
.
.
Bei erreicht das Enzym bereits 75 % von - die Sättigungskurve flacht ab.
Ergebnis: Die Reaktionsgeschwindigkeit beträgt 75 mu mol/min (75 % von Vmax); bei [S] = KM wäre genau die halbe Maximalgeschwindigkeit erreicht.
Enzyme sind keine Magie - sie stabilisieren den Übergangszustand und senken die Aktivierungsenergie.
Enzymkatalyse - Energiediagramm
Km ist die Substratkonzentration, bei der das Enzym halbmaximal arbeitet - ein Mass für Affinität.
Michaelis-Menten - v gegen [S]
Bei kompetitiver Hemmung sieht man im Lineweaver-Burk-Plot denselben Y-Achsenabschnitt, aber unterschiedliche X-Abschnitte.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Erkläre am Lineweaver-Burk-Plot, wie man kompetitive und nicht-kompetitive Hemmung unterscheidet.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: OpenStax Biology 2e, Kap. 6.5 Enzymes (OpenStax)
Photosynthese - Licht- und Dunkelreaktion
Photosynthese (Bruttogleichung)
Berechne, wie viele Mol und wie viele Mol Elektronen aus 12 mol in der Lichtreaktion entstehen.
Die Photolyse durch das Photosystem II spaltet Wasser: . Pro Mol werden also 2 mol verbraucht und 4 mol Elektronen freigesetzt.
Aus 12 mol folgt mit dem Verhältnis 2:1 die Sauerstoffmenge: mol .
Pro Mol entstehen 4 mol Elektronen und 4 mol Protonen. Bei 6 mol ergeben sich mol Elektronen und ebenso 24 mol , die den Elektronentransport und den Protonengradienten der Thylakoidmembran speisen.
Die 24 mol Elektronen reduzieren zu NADPH, der Protonengradient treibt die ATP-Synthase an. Der Sauerstoff ist nur Nebenprodukt der Wasserspaltung, nicht das Ziel der Lichtreaktion.
Ergebnis: 6 mol sowie 24 mol Elektronen und 24 mol - genau die Sauerstoffmenge, die in der Bruttogleichung als Nebenprodukt erscheint.
Lichtreaktion macht ATP und NADPH plus Sauerstoff; Calvin-Zyklus baut damit Glucose aus CO2.
Photosynthese - Licht- und Dunkelreaktion
RuBisCO ist das häufigste Enzym der Erde - und trotzdem ineffizient, weil es manchmal O2 statt CO2 nimmt.
C4 und CAM sind ökologische Lösungen für dasselbe Problem: Wasser sparen und Photorespiration vermeiden.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Erkläre, warum C4-Pflanzen in heissen Trockengebieten einen Vorteil gegenüber C3-Pflanzen haben.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: Nature Plants - Photosynthesis Reviews (Nature Plants)
Mitochondrium - Aufbau und Atmungskette
Zellatmung (Bruttogleichung)
Bilanziere die ATP-Ausbeute des vollständigen aeroben Glucoseabbaus. Rechne mit 2,5 ATP je NADH und 1,5 ATP je FADH2.
Glykolyse netto 2 ATP + Citratzyklus 2 GTP/ATP = 4 ATP direkt.
Glykolyse 2 + Pyruvat-Oxidation 2 + Citratzyklus 6 = 10 NADH.
Citratzyklus liefert 2 FADH2.
ATP.
ATP (abzüglich Transportkosten für cytosolisches NADH praktisch ca. 30-32 ATP).
Ergebnis: Der vollständige aerobe Abbau eines Glucosemoleküls liefert rund 30-32 ATP - etwa 15-mal mehr als die anaerobe Gärung (2 ATP).
Glykolyse macht 2 ATP, dann geht es ins Mitochondrium - der Löwenanteil entsteht in der Atmungskette.
Mitochondrium - Aufbau und Atmungskette
NADH und FADH2 sind Elektronen-Taxis - sie laden ihre Fracht an Komplex I bzw. II ab.
Ohne Sauerstoff kein Gradient - Cyanid blockiert Komplex IV, deshalb wirkt es so schnell tödlich.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Erkläre, warum Cyanid tödlich wirkt - mit Bezug auf die Atmungskette.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: Mitchell P (1961) Nature 191:144-148 - Chemiosmosis (Nature)
ATP/ADP-Kreislauf
ATP-Hydrolyse (exergon)
Ein erwachsener Mensch setzt pro Tag etwa 40 kg ATP um, trägt aber zu jedem Zeitpunkt nur rund 50 g ATP im Körper. Wie oft muss jedes ATP-Molekül im Schnitt pro Tag regeneriert werden?
Der riesige Tagesumsatz wird vom kleinen, ständig vorhandenen Vorrat geleistet, der immer wieder aufgeladen wird.
Umsatz; Vorrat .
.
Jedes ATP durchläuft den Kreislauf ATP → ADP → ATP also rund 800-mal pro Tag (Abb. 6).
Ergebnis: Jedes ATP-Molekül wird im Mittel etwa 800-mal täglich regeneriert - ATP ist Bargeld, kein Sparbuch: ein kleiner Vorrat mit gewaltigem Durchsatz.
ATP ist Bargeld, kein Sparbuch - die Zelle stellt es laufend her und gibt es sofort wieder aus.
Aufbau kostet Energie, Abbau liefert sie - ATP ist das Bindeglied zwischen beiden.
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Erläutere am Beispiel des aktiven Transports, wie die Zelle ATP-Hydrolyse mit einem energieverbrauchenden Prozess koppelt.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Vitamine - Löslichkeit, Funktion, Mangel
Eine Mahlzeit enthält 60 g Kohlenhydrate, 20 g Fett und 30 g Protein. Berechne den physiologischen Brennwert in kJ (Kohlenhydrate und Proteine je 17 kJ/g, Fett 38 kJ/g) und rechne in kcal um.
.
.
.
; mit folgt .
Ergebnis: Die Mahlzeit liefert rund 2290 kJ (≈ 548 kcal). Obwohl Fett nur ein Fünftel der Masse ausmacht, steuert es ein Drittel der Energie bei - weil Fett mehr als doppelt so energiedicht ist wie Kohlenhydrate und Proteine.
Vitamine liefern keine Energie - sie sind die Helfer der Enzyme.
Wasserlöslich raus mit dem Urin, fettlöslich gespeichert - das bestimmt Bedarf und Risiko.
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Begründe, warum wasserlösliche Vitamine täglich zugeführt werden müssen, fettlösliche dagegen seltener.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Belege & Quellen