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Notizen/Deutsch/Sprachvarietäten und Mehrsprachigkeit
Notizen · DeutschDE · Abitur

Sprachvarietäten und Mehrsprachigkeit

Sprache existiert nicht als homogene Einheit, sondern in Varietäten — regionalen (Dialekt), sozialen (Soziolekt), gruppenspezifischen (Jugend-, Fachsprache) und situativen (Register, Nähe/Distanz). Hinzu kommt die individuelle und gesellschaftliche Mehrsprachigkeit: Sprachkontakt, Migration, Code-Switching und die Mehrsprachigkeit der deutschen Gesellschaft. Die KMK-Bildungsstandards (§2.5, „Sprache und Sprachgebrauch reflektieren") fordern die Reflexion über Sprachvarietäten und Mehrsprachigkeit als eigenständige Kompetenz — beschreibend, nicht wertend, und mit Blick auf die soziale Dimension von Sprache.

4 Abschnitte·~18 Min Lesezeit·2 Kompetenzen·Niveau Basis 1 · Standard 2 · Vertiefung 1·Stand 06/2026

T·0444 / 12
Prüfungsprofil
KMK-2.5 · Sprache und Sprachgebrauch reflektierenKMK-Sprachbewusstheit · Sprachbewusstheit — Variation und Mehrsprachigkeit
Operatoren:analysierenerläuternbeurteilenerörternvergleichen

grundlegendes Niveau

gA-Niveau: Varietätentypen (Dialekt, Soziolekt, Jugend-, Fachsprache) unterscheiden und beschreibend (nicht wertend) analysieren; Standardsprache als eine Varietät unter mehreren einordnen; einfache Reflexion über Sprache und soziale Zugehörigkeit.

erhöhtes Niveau

eA-Niveau: soziolinguistische Reflexion (Sprache-Macht, linguistische Diskriminierung); Mehrsprachigkeit und Sprachkontakt theoretisch fassen (Code-Switching, Entlehnung, Migrationsvarietäten); Reflexion über Sprachpolitik und sprachliche Normierung.

Tiefe

Lesetiefe: Vertiefung

Schrift

Schriftgröße: Standard

Inhalt · 4 Abschnitte▾
  1. Sprachvarietäten und Mehrsprachigkeit
    • 01Der Varietätenraum — Dialekt, Soziolekt, Register○
    • 02Gruppensprachen — Jugendsprache und Fachsprachen◐
    • 03Mehrsprachigkeit und Sprachkontakt◐
    • 04Sprache, Norm und soziale Geltung●
§ 01

Der Varietätenraum — Dialekt, Soziolekt, Register#

●○○BasisLPKMK-2.5

Sprachvarietäten — Schichtung des Deutschen

Sprachvarietäten — Schichtung des DeutschenPyramide, 5 Stufen, Daten: Jugend- & Mediensprache, Dialekte, Umgangssprache · Soziolekte, Bildungs- & Fachsprachen, StandardspracheJugend- & MedienspracheDialekteUmgangssprache · SoziolekteBildungs- & FachsprachenStandardspracheIm Abitur erwartet: Standard- und Bildungssprache.
Abb. 1Vom Standard zur regionalen, sozialen und mediengebundenen Varietät; daneben Fach- und Jugendsprachen.

Kernpunkte

Sprache ist keine homogene Einheit, sondern existiert in Varietäten — systematisch unterscheidbaren Ausprägungen, die jeweils durch bestimmte sprachliche Merkmale gekennzeichnet sind. Eine Varietät ist also eine in sich regelhafte „Spielart" einer Sprache, kein willkürliches Abweichen. Der Varietätenraum des Deutschen gliedert sich entlang mehrerer unabhängiger Achsen, die zusammen jede konkrete Äußerung verorten: diatopisch (raumbezogen/regional), diastratisch (schichtbezogen/sozial), diaphasisch (situationsbezogen) und mediatisch (medienbezogen: gesprochen/geschrieben). Diese Achsen sind das Grundraster jeder Varietätenanalyse (siehe Abb. zum Varietätenspektrum).
Die diatopische Variation ist die regionale Gliederung — der Dialekt oder die Mundart. Dialekte sind regional gebundene, primär gesprochene Varietäten mit eigener Lautung, Grammatik und Lexik: Bairisch, Alemannisch/Schwäbisch, Niederdeutsch (Plattdeutsch), Sächsisch, Ripuarisch und viele andere. Zwischen Dialekt und Standardsprache liegen Regiolekte (großräumige Umgangssprachen mit abgeschwächten dialektalen Zügen). Die historische Trennlinie zieht die zweite (hochdeutsche) Lautverschiebung: Sie scheidet das Hochdeutsche im Süden und der Mitte vom Niederdeutschen im Norden, kenntlich an Wortpaaren wie „maken/machen", „Appel/Apfel", „dat/das". Dialekte sind keine „verdorbene" Standardsprache, sondern eigenständige, historisch gewachsene Sprachsysteme.
Die diastratische Variation ist die soziale Gliederung — der Soziolekt. Soziolekte sind an soziale Schicht, Bildung, Beruf oder Gruppe gebundene Varietäten: die Bildungssprache der formal höher Gebildeten, die Umgangssprache, gruppenspezifische Soziolekte (Jugendsprache, Szenesprachen, berufliche Soziolekte). Sie unterscheiden sich in Wortschatz (Lexik), Satzbau (Syntax) und Stilebene (Register). Der entscheidende Unterschied zur diatopischen Achse: Der Soziolekt verortet den Sprecher nicht im RAUM (woher?), sondern in der GESELLSCHAFT (welche Gruppe, welche Schicht?).
Die diaphasische Variation ist die situative Gliederung — das Register oder die Stilebene. Register sind situativ gewählte Stilebenen, die vom formellen (gehoben, distanziert, etwa im Vorstellungsgespräch oder amtlichen Schreiben) über das neutrale bis zum informellen (umgangssprachlich, vertraut, etwa im Freundeskreis) reichen. Das Entscheidende: Dasselbe Sprecher-Individuum WECHSELT das Register je nach Situation — der Soziolekt ist (relativ) personengebunden, das Register ist situationsgebunden. Wer dasselbe Thema seinem Vorgesetzten und seinem besten Freund erzählt, wählt zwei verschiedene Register und beherrscht damit eine kommunikative Kompetenz.
Ein zentraler und oft überraschender Punkt: Die Standardsprache ist selbst eine Varietät — nämlich die überregional kodifizierte (in Wörterbüchern, Grammatiken und der amtlichen Rechtschreibung festgelegte) Varietät, die in Schule, Medien, Wissenschaft und Verwaltung verwendet wird. Sie ist NICHT „die Sprache an sich" oder „das neutrale Deutsch", sondern die durch Normierung privilegierte Varietät unter mehreren. Diese Einsicht ist die Grundlage einer nicht-wertenden Betrachtung: Die Standardsprache hat ihre Geltung nicht, weil sie sprachlich „besser" wäre, sondern weil ihr gesellschaftlich diese Funktion zugewiesen wurde (vgl. den Abschnitt zu Sprache, Norm und sozialer Geltung).
Das Modell der drei Variationsachsen (diatopisch, diastratisch, diaphasisch) geht maßgeblich auf den Sprachwissenschaftler Eugenio Coseriu zurück und ist ein etabliertes soziolinguistisches Beschreibungsraster. Wichtig ist, dass die Achsen sich überlagern: Eine einzige konkrete Äußerung kann ZUGLEICH dialektal (diatopisch), umgangssprachlich-gruppenbezogen (diastratisch) und informell (diaphasisch) sein. Die Analyse trennt diese Dimensionen sauber, statt alles pauschal „Dialekt" oder „Umgangssprache" zu nennen — erst die mehrdimensionale Verortung beschreibt eine Äußerung präzise.
Der oberste methodische Grundsatz der Varietätenlinguistik lautet: beschreiben, nicht bewerten (deskriptiv, nicht präskriptiv). „Dialekt" ist keine „falsche" oder „minderwertige" Sprache, sondern eine regelhafte Varietät mit eigener Systematik; jede Varietät ist in ihrem Geltungsbereich angemessen. Die KMK fordert ausdrücklich diese nicht-wertende, soziolinguistisch informierte Reflexion. Wertungen wie „schlechtes Deutsch", „Sprachverfall" oder „primitiver Dialekt" sind keine sprachwissenschaftlichen, sondern soziale Urteile — sie gehören selbst zum Gegenstand der Reflexion (Sprache und soziale Geltung), nicht zu ihren Prämissen.

Abiturfokus

  • Die Variationsachsen (diatopisch, diastratisch, diaphasisch, mediatisch) unterscheiden.
  • Standardsprache als eine Varietät unter mehreren einordnen — nicht als „die Sprache an sich".
  • Dialekt (Raum), Regiolekt, Soziolekt (Gesellschaft) und Register (Situation) sauber auseinanderhalten.
  • Achsenüberlagerung erkennen — eine Äußerung kann mehreren Achsen zugleich angehören.
  • Varietäten beschreiben, nicht bewerten (deskriptiv, nicht präskriptiv).

Typische Fehler

  • Dialekt wird als „falsches" oder „minderwertiges" Deutsch beschrieben.
  • Soziolekt und Dialekt werden verwechselt — verschiedene Achsen (Gesellschaft vs. Raum).
  • Standardsprache wird für „die Sprache an sich" gehalten.
  • Register (situativ) und Soziolekt (sozial) werden vermischt.
  • Wertende Urteile („Sprachverfall") werden als sprachwissenschaftliche Befunde ausgegeben.

LK-Vertiefung

eA-Vertiefung: Untersuchen Sie das Verhältnis von Dialekt, Regiolekt und Standardsprache als Kontinuum (Dialekt-Standard-Kontinuum). Inwiefern lässt sich nicht scharf zwischen „Dialekt" und „Umgangssprache" trennen, und welche soziolinguistischen Folgen hat der fortschreitende Dialektabbau (Dialekt-Standard-Ausgleich) in Deutschland?

Aktive Wiederholung

Ordnen Sie fünf Sprachbeispiele (z. B. ein Dialektsatz, eine umgangssprachliche Wendung, eine fachsprachliche Formulierung, ein formeller und ein informeller Satz) den Variationsachsen zu. Beschreiben Sie die Merkmale beschreibend, nicht wertend.

Aktiv abrufen

Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: Bildungsstandards im Fach Deutsch für die Allgemeine Hochschulreife (KMK 2012) (Kultusministerkonferenz) · Kernlehrplan Deutsch — Gymnasiale Oberstufe Nordrhein-Westfalen (Ministerium für Schule und Bildung NRW)

§ 02

Gruppensprachen — Jugendsprache und Fachsprachen#

●●○StandardLPKMK-2.5

Sprachvarietäten — Schichtung des Deutschen

Sprachvarietäten — Schichtung des DeutschenPyramide, 5 Stufen, Daten: Jugend- & Mediensprache, Dialekte, Umgangssprache · Soziolekte, Bildungs- & Fachsprachen, StandardspracheJugend- & MedienspracheDialekteUmgangssprache · SoziolekteBildungs- & FachsprachenStandardspracheIm Abitur erwartet: Standard- und Bildungssprache.
Abb. 2Vom Standard zur regionalen, sozialen und mediengebundenen Varietät; daneben Fach- und Jugendsprachen.

Kernpunkte

Jugendsprache ist eine gruppen- und altersbezogene Varietät, mit der sich Jugendliche untereinander verständigen und zugleich von anderen Gruppen (vor allem der Erwachsenenwelt) abgrenzen. Sie ist keine einheitliche „Sprache der Jugend", sondern ein Bündel von Sprechweisen, das nach Region, Szene, Milieu und Zeit stark variiert. Drei Grundeigenschaften kennzeichnen sie: Sie ist hochdynamisch (sie wandelt sich rasch, Ausdrücke veralten schnell), kreativ (sie bildet beständig neue Wörter und Bedeutungen) und gruppenintern (sie funktioniert als verbindender Code). Sprachwissenschaftlich ist sie eine funktionale Varietät, kein Defizit.
Die sprachlichen Merkmale der Jugendsprache lassen sich systematisch fassen: lexikalische Innovation (Neologismen und Bedeutungsverschiebungen), Entlehnungen besonders aus dem Englischen (Anglizismen), Hyperbolik (Übertreibung als Ausdruckssteigerung), spielerische Wortbildung (Kürzungen, Kreuzungen, Suffigierungen), expressive Intensivierung (verstärkende Präfixe, Kraftausdrücke) sowie Verfahren der Verständigungsökonomie und der Lautmalerei. Wichtig für die Analyse: Konkrete Beispiele unterliegen schnellem Wandel und sind immer Momentaufnahmen — man analysiert die VERFAHREN (wie Jugendsprache Wörter bildet), nicht eine feste Liste angeblich zeitloser Vokabeln.
Entscheidend ist die Frage nach den FUNKTIONEN der Jugendsprache, denn sie erklären, warum sie so aussieht, wie sie aussieht. Die Forschung (u. a. Helmut Henne, „Jugend und ihre Sprache", 1986; Eva Neuland) nennt: Identitätsstiftung (sich als Jugendlicher und als Mitglied einer Gruppe zeigen), Gruppenabgrenzung (Zugehörigkeit nach innen, Abgrenzung nach außen), Sprachspiel und Kreativität (Lust an der Variation), Emotionalität und Expressivität (Ausdruck von Haltung und Gefühl) sowie Provokation gegenüber der Erwachsenen- und Institutionenwelt. Aus diesen Funktionen folgt der zentrale Befund: Jugendsprache ist kein „Sprachverfall", sondern eine funktional motivierte Variation — sie LEISTET etwas für ihre Sprecher.
Fachsprachen sind an Sach- und Berufsbereiche gebundene Varietäten (juristisch, medizinisch, technisch, wissenschaftlich, kaufmännisch). Ihre Merkmale folgen aus ihrem Zweck, der präzisen und ökonomischen fachlichen Verständigung: eine genaue Terminologie (eindeutig definierte Fachbegriffe), Nominalstil (Verdichtung durch Substantivierung), häufige Komposita (Mehrwortbegriffe), Passiv- und Funktionsverbgefüge (Versachlichung, Tilgung des Handelnden) sowie eine hohe Informationsdichte. Diese Verfahren erkaufen Präzision auf Kosten der Allgemeinverständlichkeit — ein systematischer Zielkonflikt.
Fachsprachen erfüllen eine doppelte Wirkung. Nach innen, innerhalb der Fachgemeinschaft, leisten sie Präzision und Ökonomie: Ein einziger Terminus ersetzt eine lange umgangssprachliche Umschreibung und schließt Mehrdeutigkeit aus. Nach außen aber erzeugen sie eine Verständnisbarriere (Fachjargon) und können der sozialen Abgrenzung und Exklusivität dienen — wer den Code nicht beherrscht, bleibt ausgeschlossen. Diese Spannung von Präzision und Verständlichkeit ist ein eigener Reflexionsgegenstand (etwa in der Debatte um verständliche Sprache in Recht, Medizin und Verwaltung, bis hin zur „Leichten Sprache").
Gruppensprachen (Jugendsprache, Fachsprachen, Szene-Soziolekte) sind situativ angemessen: Dieselbe Person beherrscht in der Regel MEHRERE Varietäten und wechselt zwischen ihnen je nach Gesprächspartner und Situation. Diese Beherrschung mehrerer Varietäten innerhalb der eigenen Sprache nennt man innere Mehrsprachigkeit — sie ist eine kommunikative Kompetenz, kein Mangel. Der Jugendliche, der mit Freunden jugendsprachlich, im Praktikum fachsprachlich und in der Prüfung standardsprachlich spricht, demonstriert gerade Sprachbeherrschung. Varietätenkompetenz heißt, die jeweils angemessene Varietät zu wählen.
In literarischen Texten hat der Varietätengebrauch eine Figurenfunktion: Dialekt, Soziolekt, Fachsprache oder ein bestimmtes Register charakterisieren eine Figur sozial und psychologisch. Der Kontrast der Sprachebenen wird zum Mittel der Figurenzeichnung und der Gesellschaftskritik — exemplarisch in Georg Büchners „Woyzeck" (1836/37), wo die einfache, parataktische, bildhafte Sprache Woyzecks gegen das gebildet-überhebliche Reden des Hauptmanns und den pseudowissenschaftlichen Jargon des Doktors gestellt ist. Die soziale Sprachdifferenz macht das Machtgefälle hörbar. Diese Übertragbarkeit verbindet das Thema „Sprachvarietäten" unmittelbar mit der Drama- und Erzähltextanalyse.
Musterlösung

Operator „beurteilen" — Anglizismen im Deutschen

Beurteilen Sie die These, dass Anglizismen das Deutsche „verarmen". Wie strukturieren Sie eine begründete Stellungnahme?

  1. 01Schritt 1 — These präzisieren

    Was bedeutet „verarmen"? Lexikalische Vielfalt? Stilistische Differenzierung? Idiomatische Eigenständigkeit? Die These auf eine prüfbare Form bringen: „Anglizismen reduzieren den Wortschatz nativer Lexeme und gefährden die idiomatische Eigenständigkeit des Deutschen."

  2. 02Schritt 2 — Sprachwissenschaftliche Befunde

    Empirie: Anglizismen machen ca. 3–5 % des Standardwortschatzes aus (Duden 2024). Lehnwortintegration ist ein historisches Konstanzphänomen — Latinismen im Mittelalter, Gallizismen im 17./18. Jh. Die Belegbasis spricht gegen die „Verarmungsthese".

  3. 03Schritt 3 — Differenzierung

    Argument für „bedingte Verarmung": fachsprachliche Anglizismen ohne deutsche Übersetzung erschweren die Teilhabe nicht-fachkundiger Sprecher (digitale Verwaltung). Argument gegen pauschale Verarmung: gleichzeitige Neologismen wie „Klimakleber", „Tafelsilber" zeigen lexikalische Produktivität.

  4. 04Schritt 4 — Norm- und Wertentscheidung

    Beurteilen heißt Kriterien offen legen. Maßstab 1: Funktionalität (kann der Sprecher kommunizieren?). Maßstab 2: kulturelle Identität (welche Sprachpolitik gewünscht?). Maßstab 3: soziale Teilhabe (wer wird ausgeschlossen?). Je nach Maßstab kommt die Beurteilung anders aus.

  5. 05Schritt 5 — Eigene Position formulieren

    Begründete Stellungnahme: „Die Verarmungsthese überzieht. Anglizismen bereichern lexikalisch und werden idiomatisch integriert (verbale Derivation: „downloaden, downloadete, downgeloadet"). Problematisch sind nicht Anglizismen an sich, sondern die soziale Stratifikation, die englische Fachsprachen erzeugen — hier braucht es sprachpolitische Aufmerksamkeit, nicht Verteidigungsreflexe."

Ergebnis: Beurteilung in fünf Schritten: These präzisieren → Empirie → Differenzierung → Maßstäbe → Position. KMK-Operator „beurteilen" verlangt offene Kriterienreflexion, keine bloße Meinungsäußerung.

Abiturfokus

  • Jugendsprache funktional analysieren (Identität, Abgrenzung, Kreativität), nicht abwerten.
  • Die VERFAHREN der Jugendsprache analysieren, nicht eine Liste vermeintlich zeitloser Vokabeln.
  • Fachsprachenmerkmale (Terminologie, Nominalstil, Komposita) bestimmen und die Präzisions-Verständlichkeits-Spannung reflektieren.
  • Gruppensprachen als situativ angemessene Varietäten (innere Mehrsprachigkeit) einordnen.
  • In literarischen Texten: Varietätengebrauch als Figurencharakteristik deuten.

Typische Fehler

  • Jugendsprache wird als „Sprachverfall" abgewertet statt funktional analysiert.
  • Konkrete Jugendsprache-Beispiele werden als zeitlos behandelt (sie wandeln sich rasch).
  • Fachsprache wird nur als Barriere gesehen, ihre Präzisionsfunktion fehlt.
  • Innere Mehrsprachigkeit (Varietätenwechsel) wird als Inkonsequenz statt als Kompetenz gedeutet.
  • Der Figurenfunktionsbezug in literarischen Texten wird übersehen.

LK-Vertiefung

eA-Vertiefung: Analysieren Sie an einer Szene aus Büchners „Woyzeck" (1836/37), wie der Kontrast der Sprachvarietäten (Woyzecks einfache Rede gegen den Jargon von Hauptmann und Doktor) das soziale Machtgefälle inszeniert und Gesellschaftskritik leistet. Querverweis: Die Dialoganalyse entfaltet das Thema „Dramenanalyse".

Aktive Wiederholung

Analysieren Sie einen jugendsprachlichen Text (z. B. einen Chat- oder Social-Media-Ausschnitt) hinsichtlich seiner lexikalischen Merkmale und Funktionen. Erörtern Sie anschließend die These, Jugendsprache verarme das Deutsche.

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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: Bildungsstandards im Fach Deutsch für die Allgemeine Hochschulreife (KMK 2012) (Kultusministerkonferenz) · Kernlehrplan Deutsch — Gymnasiale Oberstufe Nordrhein-Westfalen (Ministerium für Schule und Bildung NRW)

§ 03

Mehrsprachigkeit und Sprachkontakt#

●●○StandardLPKMK-2.5

Kernpunkte

Mehrsprachigkeit bezeichnet die Fähigkeit oder den Zustand, mehrere Sprachen zu beherrschen bzw. zu verwenden. Zu unterscheiden sind zwei Dimensionen: die individuelle Mehrsprachigkeit (eine einzelne Person spricht mehrere Sprachen) und die gesellschaftliche oder territoriale Mehrsprachigkeit (mehrere Sprachen koexistieren in einer Gesellschaft oder einem Gebiet). Mehrsprachigkeit ist global und historisch der Normalfall, Einsprachigkeit eher die Ausnahme — eine Einsicht, die dem verbreiteten Bild der „einen Nationalsprache" entgegensteht und die soziolinguistische Reflexion grundiert.
Deutschland ist eine mehrsprachige Gesellschaft. Neben dem Deutschen werden zahlreiche Herkunftssprachen gesprochen (etwa Türkisch, Russisch, Arabisch, Polnisch, Italienisch) sowie autochthone (alteingesessene) Minderheitensprachen, die teils rechtlich geschützt sind: Sorbisch (in der Lausitz), Dänisch (in Südschleswig), Nordfriesisch und Saterfriesisch sowie Romanes der Sinti und Roma. Hinzu kommt das Niederdeutsche, das die Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen als eigene Regionalsprache schützt. Mehrsprachigkeit ist somit gesellschaftliche Realität und historisch verankert, kein neuer Sonderfall.
Wo Sprachen aufeinandertreffen, entsteht Sprachkontakt mit charakteristischen Folgen, die terminologisch zu trennen sind. Die Entlehnung ist die Übernahme eines Wortes aus einer anderen Sprache (Anglizismen wie „downloaden", „Meeting"); die Lehnübersetzung überträgt ein fremdes Wort Glied für Glied ins Deutsche („Wolkenkratzer" nach engl. „skyscraper"); die Interferenz ist die (oft unbeabsichtigte) Übertragung einer Struktur der einen Sprache auf eine andere; das Code-Switching ist der bewusste Wechsel zwischen Sprachen innerhalb einer Äußerung oder eines Gesprächs. Diese Phänomene sauber zu unterscheiden, ist eine häufige Prüfungsanforderung.
Das Code-Switching ist kein Zeichen mangelnder Sprachbeherrschung, sondern eine spezifische Kompetenz mehrsprachiger Sprecher: Der Wechsel erfolgt nicht willkürlich, sondern regelhaft und funktional — er kann ein Themen-, Adressaten- oder Beziehungssignal sein, eine Pointe setzen, Identität markieren oder eine Lücke im Wortschatz der einen Sprache überbrücken. Die Soziolinguistik (u. a. John Gumperz) hat die Regelhaftigkeit des Code-Switching empirisch nachgewiesen. Wer zwischen zwei Sprachen wechselt, „vermischt" sie nicht hilflos, sondern nutzt ein erweitertes Repertoire gezielt — die abwertende Rede von „Sprachvermischung" verkennt diese Kompetenz.
In mehrsprachigen Sprechergemeinschaften entstehen eigene Varietäten des Deutschen. Eine in der Forschung viel diskutierte ist das sogenannte „Kiezdeutsch" (Heike Wiese, „Kiezdeutsch. Ein neuer Dialekt entsteht", 2012) — eine jugendsprachlich grundierte, multiethnische Varietät urbaner Räume mit eigenen, regelhaften grammatischen Merkmalen. Wieses sprachwissenschaftlich vielfach gestützte Position ist, dass es sich um eine regelhafte, dynamische Varietät handelt, nicht um „fehlerhaftes" oder „kaputtes" Deutsch. Solche Migrationsvarietäten sind Ausdruck von Sprachkontakt und Sprachwandel — Prozesse, die jede lebendige Sprache durchläuft.
Begrifflich zu unterscheiden sind Erstsprache (L1, die zuerst und meist in der Familie erworbene Sprache, oft „Muttersprache" genannt), Zweitsprache (L2, eine weitere Sprache, die im Zielsprachenland und in der alltäglichen Umgebung erworben wird — im deutschen Bildungskontext „Deutsch als Zweitsprache", DaZ) und Fremdsprache (eine im gesteuerten Unterricht, meist außerhalb des Sprachraums, gelernte Sprache). Für den Schulerfolg entscheidend ist die bildungssprachliche Kompetenz: Viele mehrsprachige Schülerinnen und Schüler beherrschen das alltagssprachliche Deutsch sicher, während ihnen die abstrakte, konzeptionell schriftliche Bildungssprache (siehe den folgenden Abschnitt) erst noch zu erschließen ist.
Mehrsprachigkeit wird gesellschaftlich höchst unterschiedlich bewertet — und diese Bewertung ist sozial, nicht linguistisch begründet. Englisch-Deutsch oder Französisch-Deutsch gilt als „Bildung" und „Weltläufigkeit", während Türkisch-Deutsch oder Arabisch-Deutsch oft als „Integrationsdefizit" wahrgenommen wird, obwohl es sich sprachwissenschaftlich um denselben Sachverhalt handelt: das Beherrschen zweier Sprachen. Diese Ungleichbewertung folgt dem Prestige der beteiligten Sprachen und der sozialen Stellung ihrer Sprecher. Die Frage, welche Mehrsprachigkeit als Ressource und welche als Problem gilt, ist daher selbst Gegenstand der soziolinguistischen Reflexion (vertieft im folgenden Abschnitt).

Abiturfokus

  • Individuelle und gesellschaftliche/territoriale Mehrsprachigkeit unterscheiden.
  • Sprachkontaktphänomene (Entlehnung, Lehnübersetzung, Interferenz, Code-Switching) terminologisch trennen.
  • Code-Switching und Migrationsvarietäten als regelhafte Kompetenzen, nicht als Defizite einordnen.
  • Erstsprache (L1), Zweitsprache (L2/DaZ) und Fremdsprache unterscheiden.
  • Die soziale (nicht sprachliche) Begründung des unterschiedlichen Sprachprestiges reflektieren.

Typische Fehler

  • Mehrsprachigkeit wird als „Sonderfall" statt als gesellschaftliche und historische Realität behandelt.
  • Code-Switching wird als „Sprachvermischung" oder Defizit missverstanden.
  • Migrationsvarietäten („Kiezdeutsch") werden als „fehlerhaftes Deutsch" abgewertet.
  • Sprachkontaktphänomene (Entlehnung/Interferenz/Code-Switching) werden nicht unterschieden.
  • Das unterschiedliche Prestige von Sprachen wird als „natürlich" statt als sozial konstruiert gelesen.

LK-Vertiefung

eA-Vertiefung: Reflektieren Sie das unterschiedliche Prestige von Herkunftssprachen am Beispiel der gegensätzlichen Bewertung von Englisch-Deutsch („Bildung") und Türkisch-Deutsch („Defizit"). Untersuchen Sie, welche sozialen Mechanismen — nicht sprachlichen Eigenschaften — diese Hierarchie erzeugen, und beziehen Sie das Konzept des sprachlichen Kapitals (Bourdieu) ein. Querverweis: Der folgende Abschnitt entfaltet Sprache, Norm und soziale Geltung.

Aktive Wiederholung

Erläutern Sie an Beispielen den Unterschied zwischen Entlehnung, Interferenz und Code-Switching. Erörtern Sie, ob gesellschaftliche Mehrsprachigkeit als Ressource oder als Problem zu bewerten ist, und legen Sie Ihren Maßstab offen.

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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: Bildungsstandards im Fach Deutsch für die Allgemeine Hochschulreife (KMK 2012) (Kultusministerkonferenz) · Kernlehrplan Deutsch — Gymnasiale Oberstufe Nordrhein-Westfalen (Ministerium für Schule und Bildung NRW)

§ 04

Sprache, Norm und soziale Geltung#

●●●VertiefungLPKMK-2.5

Sprachvarietäten — Schichtung des Deutschen

Sprachvarietäten — Schichtung des DeutschenPyramide, 5 Stufen, Daten: Jugend- & Mediensprache, Dialekte, Umgangssprache · Soziolekte, Bildungs- & Fachsprachen, StandardspracheJugend- & MedienspracheDialekteUmgangssprache · SoziolekteBildungs- & FachsprachenStandardspracheIm Abitur erwartet: Standard- und Bildungssprache.
Abb. 3Vom Standard zur regionalen, sozialen und mediengebundenen Varietät; daneben Fach- und Jugendsprachen.

Kernpunkte

Sprachliche Normen sind nicht naturgegeben, sondern gesellschaftlich gesetzt. Was als „korrektes" Deutsch gilt, ist das Ergebnis von Kodifizierung: Die Orthografie wird durch den Rat für deutsche Rechtschreibung geregelt, die Grammatik und der Wortschatz durch Wörterbücher, Grammatiken und den Schulkanon. Diese Festlegung ist eine soziale Setzung, keine naturwüchsige Tatsache — die Sprache „selbst" kennt kein Richtig und Falsch, sondern nur Gebrauch. Die Normierung erfüllt eine sinnvolle Funktion (überregionale Verständigung, Rechtssicherheit), bleibt aber eine historische, veränderliche Konvention, wie die Rechtschreibreformen zeigen.
Das Prestige einer Varietät folgt der sozialen Macht ihrer Sprecher, nicht ihren sprachlichen Eigenschaften. Die Varietät der gesellschaftlich dominanten Gruppe wird zur „Hochsprache" und zum Maßstab erhoben, die Varietäten anderer Gruppen werden als „minderwertig", „salopp" oder „falsch" abgewertet. Der Soziologe Pierre Bourdieu hat dies in seiner Sprachsoziologie („Ce que parler veut dire", 1982; dt. „Was heißt sprechen?") als „sprachliches Kapital" beschrieben: Die beherrschte Varietät ist eine Ressource, die — wie ökonomisches Kapital — auf einem „sprachlichen Markt" Wert hat und sozialen Status, Bildungs- und Berufschancen mitbestimmt. Wer die legitime Sprache beherrscht, verfügt über Kapital, das andere nicht haben.
Aus dieser Prestigehierarchie folgt die linguistische Diskriminierung (Sprachdiskriminierung): Menschen werden wegen ihrer Varietät — eines Dialekts, eines Akzents, eines Soziolekts — benachteiligt, etwa in Bewerbungsverfahren, im Bildungssystem, in Medien und Institutionen. Die Varietät wird dabei als Marker sozialer oder regionaler Herkunft gelesen und mit Eigenschaften (Kompetenz, Bildung, Glaubwürdigkeit) verknüpft, die mit ihr sprachlich nichts zu tun haben — ein Sprecher mit starkem Dialekt oder „Migrationsakzent" wird unbewusst als weniger kompetent eingeschätzt. Diese Diskriminierung zu benennen und zu analysieren, ist eine Kernforderung der soziolinguistischen Reflexion.
Die Schule lehrt die Standardsprache als Bildungs- und Teilhabemedium — und das ist funktional gut begründet: Der überregionale Verkehr und der Zugang zu Bildung, Wissenschaft und qualifizierten Berufen setzen die Beherrschung der Standardsprache voraus. Zugleich birgt die Privilegierung der Standardsprache ein Risiko: Wenn die nicht-standardsprachliche Sozialisation (Dialekt, Soziolekt, Herkunftssprache) als bloßes Defizit gewertet wird, das es abzulegen gilt, droht soziale Schließung — Kinder aus nicht-standardsprachlichen Milieus werden benachteiligt. Die anspruchsvolle Position hält beides zusammen: die Standardsprache als notwendiges Werkzeug vermitteln UND die mitgebrachten Varietäten als Ressource wertschätzen (additive statt subtraktive Mehrsprachigkeit).
Ein Schlüsselbegriff ist die Bildungssprache (in der Forschung mit dem Begriff CALP, „cognitive academic language proficiency", Jim Cummins, gefasst, im Unterschied zu BICS, der alltäglichen Kommunikationsfähigkeit). Bildungssprache ist die abstrakte, konzeptionell schriftliche, fachlich präzise Varietät des schulischen und akademischen Kontexts — gekennzeichnet durch Fachwortschatz, komplexe Syntax, Nominalisierungen, Passiv und unpersönliche Konstruktionen. Ihr Erwerb ist für den Bildungserfolg zentral, aber sozial ungleich verteilt: Kinder aus bildungsnahen Elternhäusern bringen sie eher mit. Die Bildungssprache ist damit ein bildungspolitischer Reflexionsgegenstand und ein Bindeglied zur Mehrsprachigkeitsdebatte (siehe den vorigen Abschnitt).
Aktuelle sprachpolitische Debatten verbinden linguistische und gesellschaftliche Fragen: der Streit um Anglizismen und „Sprachpflege", die Diskussion um geschlechtergerechte Sprache (Gendern), der Status von Minderheiten- und Herkunftssprachen, die Förderung von Deutsch als Zweitsprache. Für die Reflexion entscheidend ist die saubere Trennung zweier Ebenen: Die empirisch-deskriptive Ebene beschreibt, WIE Sprache tatsächlich verwendet wird und sich wandelt; die normativ-politische Ebene fordert, wie sie verwendet werden SOLL. Wer beide Ebenen vermengt (etwa einen deskriptiven Sprachwandelbefund als „Verfall" wertet), argumentiert unsauber. Die KMK verlangt gerade diese reflektierte Trennung.
Die KMK-Bildungsstandards fordern ausdrücklich die Reflexion über „Sprache in gesellschaftlichen Kontexten": Sprachbewusstheit umfasst nicht nur das Wissen um sprachliche Strukturen, sondern auch um die soziale Geltung von Varietäten und die Mechanismen sprachlicher Macht. Die Schülerinnen und Schüler sollen erkennen, dass Sprachgebrauch immer auch soziale Positionierung ist und dass Sprachurteile (über „gutes" und „schlechtes" Deutsch) oft verdeckte soziale Urteile sind. Diese kritische Sprachbewusstheit ist das Ziel des gesamten Kompetenzbereichs „Sprache und Sprachgebrauch reflektieren" — sie macht aus dem Sprachbenutzer einen Sprachreflektierenden.

Abiturfokus

  • Sprachnormen als gesellschaftliche Setzungen, nicht als Naturtatsachen verstehen.
  • Den Zusammenhang von Sprachprestige und sozialer Macht reflektieren (Bourdieu: sprachliches Kapital).
  • Linguistische Diskriminierung als Phänomen benennen und analysieren.
  • Die funktionale Begründung der Standardsprache und das Risiko sozialer Schließung gemeinsam denken.
  • Deskriptive (wie?) und normative (wie soll?) Argumentationsebene sauber trennen.

Typische Fehler

  • Sprachnormen werden als „natürlich richtig" statt als gesetzt verstanden.
  • Der Zusammenhang von Sprache und sozialer Macht wird übersehen.
  • Die Standardsprachenförderung wird unkritisch verteidigt oder pauschal abgelehnt — die Differenzierung fehlt.
  • Deskriptive und normative Argumentationsebenen werden vermischt.
  • Bildungssprache und Alltagssprache werden gleichgesetzt — die ungleiche Verteilung bleibt unsichtbar.

LK-Vertiefung

eA-Vertiefung: Untersuchen Sie das Konzept der „linguistischen Diskriminierung" und reflektieren Sie, wie sich Sprachvarietäten in beruflichen und institutionellen Kontexten auswirken (mit Bezug auf Bourdieus „sprachliches Kapital"). Querverweis: Den Sprachwandel und den Genderdiskurs entfaltet das Thema „Sprache und Sprachgebrauch reflektieren".

Aktive Wiederholung

Erörtern Sie die These, dass die schulische Privilegierung der Standardsprache soziale Ungleichheit reproduziert. Beziehen Sie Befunde zu linguistischer Diskriminierung und Bildungssprache ein und legen Sie Ihren Beurteilungsmaßstab offen.

Aktiv abrufen

Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: Bildungsstandards im Fach Deutsch für die Allgemeine Hochschulreife (KMK 2012) (Kultusministerkonferenz) · Kernlehrplan Deutsch — Gymnasiale Oberstufe Nordrhein-Westfalen (Ministerium für Schule und Bildung NRW)

Inhalt

Abschnitt -- / 04

    • 01Der Varietätenraum — Dialekt, Soziolekt, Register○
    • 02Gruppensprachen — Jugendsprache und Fachsprachen◐
    • 03Mehrsprachigkeit und Sprachkontakt◐
    • 04Sprache, Norm und soziale Geltung●

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Sprachvarietäten und Mehrsprachigkeit

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  • Bildungsstandards im Fach Deutsch für die Allgemeine Hochschulreife (KMK 2012)

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