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Notizen/Geografie und Wirtschaftskunde/GW 2 — Plattentektonik, Vulkanismus, Geomorphologie, Klima, Boden
Notizen · Geografie und WirtschaftskundeAT · Matura

GW 2 — Plattentektonik, Vulkanismus, Geomorphologie, Klima, Boden

Endogene Krafte (Plattentektonik, Vulkanismus, Erdbeben) und exogene Prozesse (Verwitterung, Erosion, Akkumulation) formen die Erdoberfläche. Klimaelemente und Bodengenese als Schlüssel zu Vegetationsräumen.

6 Abschnitte·~19 Min Lesezeit·2 Kompetenzen·Niveau Standard 6·Stand 06/2026

T·0222 / 12
Prüfungsprofil
GW-Phys-1 · Physisch-geographische SachkompetenzGW-Phys-2 · Interpretation physisch-geographischer Materialien
Tiefe

Lesetiefe: Vertiefung

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Inhalt · 6 Abschnitte▾
  1. GW 2 — Plattentektonik, Vulkanismus, Geomorphologie, Klima, Boden
    • 01Plattentektonik und Gebirgsbildung◐
    • 02Vulkanismus, Erdbeben, Naturgefahren◐
    • 03Geomorphologie: Verwitterung, Erosion, Akkumulation◐
    • 04Klimaelemente, atmosphärische Zirkulation, Klimadiagramm◐
    • 05Bodengenese und Bodentypen◐
    • 06Wasserkreislauf, Gewässer und Naturgefahren◐
§ 01

Plattentektonik und Gebirgsbildung#

●●○StandardLPGW-Phys-2.1

Vulkantypen: Schildvulkan vs. Schichtvulkan

Schildvulkan dünnflüssiges, basaltisches Magma Magmakammer Bsp.: Mauna Loa, Mauna Kea (Hawaii) Schichtvulkan (Stratovulkan) zähflüssiges, andesitisches Magma Bsp.: Vesuv, Aetna, Fuji, Pinatubo Explosivität steigt mit SiO2-Gehalt und Gasanteil des Magmas.
Abb. 2Flacher Schildvulkan (basaltisch) vs. steiler Schichtvulkan (andesitisch).

Kernpunkte

Die äußere Erdschale ist nicht starr: Die rund 100 km dicke Lithosphäre zerfällt in sieben große und etwa fünfzehn kleinere Platten, die sich mit 1 bis 10 cm pro Jahr bewegen — etwa so schnell, wie Fingernägel wachsen. Alfred Wegener formulierte 1912 die Kontinentaldrift, scheiterte aber am fehlenden Antrieb; erst die in den 1960er-Jahren entdeckte Ozeanbodenspreizung machte daraus die moderne Plattentektonik.
Der Antrieb steckt im zähplastischen Erdmantel: In der Asthenosphäre steigt heißes Material auf, kühlt an der Oberfläche ab und sinkt wieder — diese Mantelkonvektion wirkt wie ein Förderband, verstärkt durch den Zug der absinkenden Plattenränder (slab pull). Entscheidend ist, dass die Mantelkonvektion die Platten bewegt, nicht etwa eine Rotation des Erdkerns.
An den Plattengrenzen geschieht das Entscheidende (). An divergenten Grenzen weichen Platten auseinander, neue Kruste entsteht — der Mittelatlantische Rücken, der auf Island über Wasser tritt. An konvergenten Grenzen stoßen sie zusammen: Taucht ozeanische unter kontinentale Kruste, entstehen Subduktion, Tiefseegräben und Vulkane (Anden, Japan); treffen zwei Kontinente, falten sie sich zu Hochgebirgen (Himalaya, Alpen). An transformen Grenzen gleiten Platten aneinander vorbei (San-Andreas-Verwerfung) — viele Erdbeben, kaum Vulkanismus.

Plattengrenzen: divergent, konvergent, transform

Divergent Mittelozean. Rücken Magmaaufstieg Bsp.: Mid-Atlantic Ridge, Island Konvergent Subduktion / Kollision Vulkan Tiefseegraben + Faltengebirge Bsp.: Anden, Himalaya, Alpen Transform Horizontalverschiebung Erdbeben ohne Vulkanismus Bsp.: San-Andreas-Verwerfung Plattenbewegung ca. 1-10 cm/Jahr; angetrieben durch Konvektion im Erdmantel.
Abb. 1Drei Plattengrenztypen mit charakteristischen Landformen.
Die Alpen sind ein junges Kollisionsgebirge: Seit der Kreidezeit schob sich die Afrikanische gegen die Eurasische Platte, das dazwischenliegende Tethys-Meer schloss sich, und seine Sedimente wurden in der Hauptphase im Tertiär zu Deckenstapeln gefaltet und übereinandergeschoben. Genau deshalb ist es ein Fehler, die Alpen als „altes" Gebirge zu sehen — sie sind geologisch jung und heben sich bis heute.
Plattentektonik ist die Klammer der Physischen Geographie: Sie erklärt in einem Modell, warum Vulkane, Erdbeben, Bodenschätze und Gebirgsketten gerade dort liegen, wo sie liegen. Bei Erdbeben trennt man sauber die Magnitude (die freigesetzte Energie, gemessen mit der Richter- oder der Momenten-Magnitude) von der Intensität (die Wirkung an einem Ort, Mercalli-Skala) — dieselbe Magnitude wirkt auf weichem Untergrund stärker als auf festem Fels.
Auch Österreichs Geologie liest sich plattentektonisch: Auf den flyschartigen Wienerwald (weiche Sandsteine und Mergel des einstigen Tiefseebodens) folgen südlich die Nördlichen Kalkalpen, dann die kristallinen Zentralalpen und im Kern die alten Granite und Gneise der Hohen Tauern. Diese Nord-Süd-Abfolge spiegelt den Bau des Deckengebirges wider.
Musterbeispiel

Plattengeschwindigkeit umrechnen

Der Mittelatlantische Rücken spreizt mit rund 2 cm pro Jahr. Wie lange dauerte es rechnerisch, einen 4000 km breiten Ozean zu öffnen?

  1. 01Einheiten angleichen

    4000 km sind 4 000 000 m und damit 400 000 000 cm.

  2. 02Zeit = Strecke / Rate

    Die Zeit ist die Breite geteilt durch die Spreizungsrate.

    t=4⋅108 cm2 cm/Jahr=2⋅108 Jahret = \dfrac{4\cdot 10^{8}\,\text{cm}}{2\,\text{cm/Jahr}} = 2\cdot 10^{8}\,\text{Jahre}t=2cm/Jahr4⋅108cm​=2⋅108Jahre
  3. 03Einordnen

    Das sind rund 200 Mio. Jahre — die Größenordnung der tatsächlichen Atlantik-Öffnung seit dem Zerfall Pangäas.

Ergebnis: Bei 2 cm/Jahr öffnet sich ein 4000 km breiter Ozean in rund 200 Mio. Jahren — geologische Zeiträume.

SRDP-Aufgaben

SelbsttestAus der Fragenbank10 Punkte

Aufgabenstellung

Erläutern Sie die Theorie der Plattentektonik und wenden Sie diese auf die Entstehung der Alpen an.

Maturafokus

  • Drei Plattengrenztypen mit jeweils einem Beispiel angeben.
  • Entstehung der Alpen knapp skizzieren.
  • Magnitude vs. Intensität trennen können.

Typische Fehler

  • Mantelkonvektion mit Erdkernrotation verwechseln.
  • "Kontinentaldrift" (Wegener 1912) nicht als Vorläufer der Plattentektonik einordnen.
  • Alpen als "alte" Gebirge sehen — sie sind tertiär und jung.

Aktive Wiederholung

Erkläre die Entstehung der Alpen aus Sicht der Plattentektonik. Welche tektonischen Einheiten unterscheidest du?

Aktiv abrufen

Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: GeoSphere Austria — Erdbebenkatalog (GeoSphere Austria)

§ 02

Vulkanismus, Erdbeben, Naturgefahren#

●●○StandardLPGW-Phys-2.2

Vulkantypen: Schildvulkan vs. Schichtvulkan

Schildvulkan dünnflüssiges, basaltisches Magma Magmakammer Bsp.: Mauna Loa, Mauna Kea (Hawaii) Schichtvulkan (Stratovulkan) zähflüssiges, andesitisches Magma Bsp.: Vesuv, Aetna, Fuji, Pinatubo Explosivität steigt mit SiO2-Gehalt und Gasanteil des Magmas.
Abb. 3Flacher Schildvulkan (basaltisch) vs. steiler Schichtvulkan (andesitisch).

Kernpunkte

Vulkane sehen je nach Magma völlig verschieden aus. Dünnflüssiges, basaltisches Magma fließt ruhig aus und baut flache Schildvulkane (Hawaii); zähes, kieselsäurereiches, andesitisches Magma staut Gasdruck auf und baut steile, explosive Schichtvulkane (Stratovulkane wie Vesuv oder Ätna). Dazu kommen riesige Calderen nach dem Einsturz einer entleerten Magmakammer (Yellowstone) und Spaltenvulkane an divergenten Grenzen (Island). Die Faustregel lautet: je höher der SiO2- und Gasgehalt, desto explosiver der Ausbruch.
Die Sprengkraft misst der Vulkanexplosivitätsindex VEI von 0 (ruhige Hawaii-Effusion) bis 8 (Supervulkan), und er ist logarithmisch — jede Stufe bedeutet rund das Zehnfache an ausgeworfenem Material. Der Pinatubo 1991 (VEI 6) schleuderte so viel Schwefel in die Stratosphäre, dass sich die Erde global um etwa 0,5 Grad abkühlte; der Tambora 1815 (VEI 7) löste 1816 das „Jahr ohne Sommer" mit Missernten bis nach Europa aus.
Wo sich Vulkane und Erdbeben häufen, verrät die Plattentektonik: Rund um den Pazifik bündelt der Pazifische Feuerring etwa 90 % der weltweiten Erdbeben und drei Viertel der aktiven Vulkane — die Folge der dortigen Subduktionszonen. Eine Ausnahme bilden Hotspots (Mantelplumes wie Hawaii, Yellowstone, Island), bei denen Magma unabhängig von Plattengrenzen mitten in einer Platte aufsteigt.
Die Richter-Magnitude ist ebenfalls logarithmisch: Eine Stufe mehr bedeutet die zehnfache Bodenamplitude und rund die 32-fache Energie. Deshalb ist ein M-7-Beben nicht „etwas stärker", sondern energetisch tausendmal heftiger als ein M-5-Beben (siehe Beispiel). Wichtig ist die Trennung von Magnitude (Energie an der Quelle) und Intensität (spürbare Wirkung am Ort, Mercalli-Skala), die mit Entfernung und Untergrund variiert.
Österreich ist seismisch nur schwach aktiv, aber nicht erdbebenfrei: Risikozonen sind die Mur-Mürz-Furche und das Wiener Becken. Spürbare Beben gab es etwa 1972 bei Neunkirchen (M 5,3) und 1986 bei Wiener Neustadt (M 4,5). Schäden bleiben meist gering, doch dichte Bebauung erhöht die Verwundbarkeit.
Aus der Gefahr folgt die Vorsorge (Disaster Risk Reduction): Frühwarnsysteme, erdbebensicheres Bauen nach dem Eurocode 8, ausgewiesene Gefahrenzonen und Evakuierungspläne. Geographisch denken heißt hier, die physische Gefahr (Magnitude) mit der gesellschaftlichen Verwundbarkeit (Bauweise, Bevölkerungsdichte) zusammenzubringen — erst beides zusammen ergibt das Risiko.
Musterbeispiel

Richter-Skala interpretieren

Wie viel Mal stärker ist ein Beben der Magnitude 7 als eines der Magnitude 5 (Amplitude)? Wie viel mehr Energie wird freigesetzt?

  1. 01Magnitude-Differenz

    Delta M = 7 - 5 = 2.

  2. 02Amplitude

    Faktor 10^DeltaM = 10^2 = 100.

  3. 03Energie

    Energie skaliert mit 10^(1.5 . DeltaM) = 10^3 = 1000.

Ergebnis: 100-fache Amplitude, ca. 1000-fache Energie.

SRDP-Aufgaben

SelbsttestAus der Fragenbank9 Punkte

Aufgabenstellung

Vergleichen Sie Schild- und Schichtvulkane und diskutieren Sie Gefahrenpotenziale für die Bevölkerung.

Maturafokus

  • Zwei Vulkantypen mit Beispielen.
  • VEI- und Richter-Skalen als logarithmisch erkennen.
  • AT-Beben-Geographie kurz nennen.

Typische Fehler

  • Magnitude mit Intensität (Mercalli) verwechseln.
  • Hotspot-Vulkane als Plattengrenze deuten.
  • Vulkanasche-Wirkung auf Klima ignorieren (vgl. Pinatubo: -0.5 degC global).

Aktive Wiederholung

Vergleiche Schild- und Schichtvulkane in Bezug auf Magmazusammensetzung, Form, Eruptionstyp und Gefahrenpotenzial.

Aktiv abrufen

Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: USGS Earthquake Hazards Program (US Geological Survey)

§ 03

Geomorphologie: Verwitterung, Erosion, Akkumulation#

●●○StandardLPGW-Phys-2.3

Karstlandschaft (idealisierter Querschnitt)

Doline Höhle unterirdischer Fluss Karren Karstquelle Kalkstein: CaCO3 + H2O + CO2 -> Ca(HCO3)2 (Lösung) AT-Beispiele: Dachstein, Totes Gebirge, Hochschwab — wichtige Trinkwasserspeicher.
Abb. 4Verkarstung in Kalkstein: Dolinen, Höhlen, Karren, unterirdische Flüsse.

Kernpunkte

Bevor Material transportiert werden kann, muss Gestein zerfallen — das ist die Verwitterung, die am Ort wirkt. Physikalisch sprengen gefrierendes Wasser in Klüften (Frostsprengung) oder Temperaturwechsel (Insolation) das Gestein mechanisch; chemisch lösen Wasser, Hydrolyse und Oxidation die Minerale um, Kalk geht regelrecht in Lösung; biologisch sprengen Wurzeln und zersetzen Mikroben. Entscheidend ist die saubere Trennung: Verwitterung zerlegt vor Ort, Erosion trägt erst ab.
Den Abtrag und den Transport besorgen vier Medien: fließendes Wasser (fluvial), Wind (äolisch), Eis (glazial) und die Schwerkraft (Massenbewegung). Jedes Medium hinterlässt charakteristische Formen, aus denen man rückwärts auf den Prozess schließen kann — das ist die Kernkompetenz der Geomorphologie.
Ein Fluss zeigt von der Quelle zur Mündung drei Abschnitte. Im Oberlauf herrscht bei hohem Gefälle die Tiefenerosion vor, es entstehen steile V-Täler. Im Mittellauf nimmt die Seitenerosion zu, der Fluss schlängelt sich in Mäandern. Im Unterlauf überwiegt die Akkumulation: Das Wasser lagert seine Fracht ab und baut Schwemmebenen und Deltas. Ein V-Tal gehört also an den Oberlauf, nicht ans Ende.
Eiszeitliche Gletscher haben die Alpen geprägt: Sie hobeln U-förmige Trogtäler (Inntal), formen Kare und Karseen, türmen Moränen auf, hinterlassen stromlinienförmige Drumlins und Toteislöcher. Der Hallstätter See etwa liegt in einem glazial übertieften Trog. Diese Formen sind gewissermaßen die Fingerabdrücke des Eises.
Der Wind sortiert und verfrachtet feines Material: Er baut Wanderdünen (etwa den sichelförmigen Barchan) und lagerte in den Eiszeiten den fruchtbaren Löss ab, der zum Beispiel im Marchfeld die Bodengüte begründet. In Kalkgebieten wirkt die Lösungsverwitterung als Verkarstung — es entstehen Dolinen, Karren, Höhlen und unterirdische Flüsse (Dachstein, Totes Gebirge). Karst ist nicht bloß Touristenattraktion, sondern ein bedeutender Trinkwasserspeicher.
Wo die Schwerkraft Hangmaterial in Bewegung setzt, drohen Massenbewegungen: Steinschlag und Felssturz, Rutschungen, Muren (mit Wasser durchtränkte Schuttströme) und Lawinen. Sie sind die häufigsten alpinen Naturgefahren — und sie nehmen mit auftauendem Permafrost und häufigeren Starkregen im Zuge des Klimawandels zu.
CaCO3+H2O+CO2⟶Ca(HCO3)2CaCO_{3} + H_{2}O + CO_{2} \longrightarrow Ca(HCO_{3})_{2}CaCO3​+H2​O+CO2​⟶Ca(HCO3​)2​

Karstverwitterung (Lösung)

Musterbeispiel

Flussgefälle und Prozess zuordnen

Ein Fluss überwindet im Oberlauf auf 10 km Länge 800 Höhenmeter, im Unterlauf auf 50 km nur 50 m. Berechne das Gefälle je Abschnitt und ordne den dominanten Prozess zu.

  1. 01Gefälle Oberlauf

    Gefälle = Höhendifferenz geteilt durch Strecke; das ergibt 0,08, also 80 Promille.

    Job=800 m10 000 m=0,08J_{\text{ob}} = \dfrac{800\,\text{m}}{10\,000\,\text{m}} = 0{,}08Job​=10000m800m​=0,08
  2. 02Gefälle Unterlauf

    Dieselbe Rechnung am Unterlauf ergibt 0,001, also 1 Promille.

    Jun=50 m50 000 m=0,001J_{\text{un}} = \dfrac{50\,\text{m}}{50\,000\,\text{m}} = 0{,}001Jun​=50000m50m​=0,001
  3. 03Prozess zuordnen

    Hohes Gefälle (80 Promille) bedeutet hohe Fließenergie und damit Tiefenerosion (V-Tal); geringes Gefälle (1 Promille) bedeutet Ablagerung, also Akkumulation.

Ergebnis: Der Oberlauf erodiert (80 Promille, V-Tal), der Unterlauf akkumuliert (1 Promille, Schwemmebene) — das Gefälle steuert den Prozess.

SRDP-Aufgaben

SelbsttestAus der Fragenbank10 Punkte

Aufgabenstellung

Erläutern Sie geomorphologische Prozesse, die alpine Landschaften prägen, an konkreten österreichischen Beispielen.

Maturafokus

  • Drei Verwitterungstypen mit Beispielen.
  • Flussabschnitte einem Talquerschnitt zuordnen.
  • Karst-Formen und Trinkwasserrelevanz erklären.

Typische Fehler

  • Verwitterung und Erosion gleichsetzen (Verwitterung löst, Erosion transportiert).
  • V-Tal an Unterlauf platzieren.
  • Karsthöhle als rein "Touristen-Atraktion" sehen — übersehen: Trinkwasserspeicher.

Aktive Wiederholung

Beschreibe die Entstehung des Hallstätter Sees aus geomorphologischer Sicht (glazial vs. karst).

Aktiv abrufen

Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: GeoSphere Austria — Geologie (GeoSphere Austria)

§ 04

Klimaelemente, atmosphärische Zirkulation, Klimadiagramm#

●●○StandardLPGW-Phys-2.4

Kernpunkte

Klima ist nicht Wetter: Es ist der über mindestens 30 Jahre gemittelte Zustand der Atmosphäre an einem Ort. Beschrieben wird es durch die Klimaelemente — Temperatur, Niederschlag, Luftdruck, Wind, Sonneneinstrahlung und Luftfeuchte. Diese Größen werden gemessen, gemittelt und dargestellt; ihr Zusammenspiel ergibt den Klimacharakter.
Warum ein Ort sein bestimmtes Klima hat, erklären die Klimafaktoren: die geographische Breite (Sonnenstand), die Höhenlage (rund 0,6 Grad pro 100 m kühler), die Lage zum Meer (maritim ausgeglichen gegenüber kontinental mit großen Schwankungen), die Reliefform (Luv und Lee, Föhn), Meeresströmungen (der warme Nordatlantikstrom macht Westeuropa mild) und die Vegetation. Beim Erklären eines Klimadiagramms argumentiert man stets über diese Faktoren.
Die großräumige Luftbewegung folgt dem Drei-Zellen-Modell (): In der Hadley-Zelle (0–30 Grad) steigt am Äquator feuchte Luft auf und bringt Tropenregen, bei 30 Grad sinkt sie als trockene Luft ab und erzeugt den Wüstengürtel. Darüber liegen die Ferrel-Zelle (30–60 Grad) und die Polarzelle. An der Innertropischen Konvergenzzone (ITC) treffen die Passate zusammen, in den mittleren Breiten herrscht die Westwindzone — sie bringt Mitteleuropa sein wechselhaftes Wetter.

Globale Atmosphärische Zirkulation (Drei-Zellen-Modell)

Äquator (ITC) 30 N (subtrop. Hoch) 30 S (subtrop. Hoch) 60 N (Polarfront) Hadley Ferrel Polar NO-Passat SO-Passat Westwinde (60 N) Polar-Ostwind Coriolis-Kraft lenkt Strömungen ab: NH nach rechts, SH nach links. ITC wandert saisonal mit Sonnenstand.
Abb. 6Hadley-, Ferrel- und Polarzelle; Passat, Westwind, Polar-Ostwind.
Dass die Winde nicht geradlinig vom Hoch zum Tief wehen, liegt an der Corioliskraft — einer Scheinkraft, die aus der Erdrotation entsteht. Sie lenkt jede Bewegung auf der Nordhalbkugel nach rechts, auf der Südhalbkugel nach links ab. Genau diese Ablenkung macht aus der einfachen Auf- und Absinkbewegung die schräg verlaufenden Passate und Westwinde.
Das Klimadiagramm nach Walter-Lieth fasst das Jahresklima in einem Bild (): die Temperatur als Linie, den Niederschlag als Säulen, und zwar mit der bewussten Skalierung, dass die Niederschlagsachse doppelt so fein geteilt ist wie die Temperaturachse (N-Achse gleich 2 mal T-Achse). Dadurch lässt sich auf einen Blick erkennen, wann es trocken ist.

Klimadiagramm (Walter-Lieth-Schema, Wien)

Wien Hohe Warte (203 m) — Cfb Jahresmittel 10.4 degC, Jahressumme 620 mm 0102030 0204060 80 T (degC) N (mm) JFMA MJJA SOND Niederschlag (mm) Temperatur (degC) Walter-Lieth: T-Skala : N-Skala = 1 : 2; bei N<2T arid (Trockenmonat).
Abb. 5Temperatur (Linie) und Niederschlag (Säulen) im Jahresgang. Wien: Cfb.
Genau hier steckt das prüfungsrelevante Kriterium: Ein Trockenmonat liegt vor, wenn die Niederschlagssäule unter die Temperaturkurve fällt, formal wenn der Niederschlag in mm kleiner ist als das Doppelte der Temperatur in Grad (N < 2T). Liegt die N-Kurve dagegen oben, ist der Monat humid. Der häufigste Fehler ist, fälschlich N < T statt N < 2T anzusetzen.
Österreich vereint auf engem Raum mehrere Klimatypen: das pannonische Klima im Osten (warm, sommertrocken, kontinental), das alpine Klima der Hochlagen (kühl, niederschlagsreich, Dfc) und das inneralpine Klima geschützter Täler, die im Regenschatten der Berge trockener bleiben. Schon der Jahresgang der Wiener Monatstemperaturen () zeigt das gemäßigte Cfb-Muster mit warmem Sommer und mildem Winter.

Mittlere Monatstemperatur Wien (1991-2020)

Monatstemperatur Wien (°C)Liniendiagramm: Temperatur (°C) nach Monat, Daten: J: 0.4; F: 1.7; M: 5.9; A: 11.2; M: 16; J: 19.4; J: 21.5; A: 21.1; S: 16.1; O: 10.6; N: 5.4; D: 1.605101520JFMAMJJASONDTemperatur (°C)Monat
Abb. 7Klimanormalperiode WMO 1991-2020. Quelle: GeoSphere Austria (ZAMG).
Musterbeispiel

Klimadiagramm interpretieren

Ein Ort hat Jahresmitteltemperatur 26 degC und 600 mm Niederschlag pro Jahr, vor allem im Sommer. Bestimme Klimazone und Vegetationszone.

  1. 01Temperatur

    Ganzjährig warm (T > 18 degC) -&gt; tropisch (A).

  2. 02Niederschlagsregime

    Sommerliches Maximum, Winter trocken -&gt; Savanne (Aw).

  3. 03Vegetation

    Tropische Savanne (Gras + Einzelbäume).

Ergebnis: Klima Aw nach Koeppen (z. B. Mumbai, Bamako); Vegetationszone Savanne.

SRDP-Aufgaben

SelbsttestAus der Fragenbank9 Punkte

Aufgabenstellung

Interpretieren Sie ein vorgelegtes Klimadiagramm. Klassifizieren Sie nach Koeppen und nennen Sie die zu erwartende Vegetation.

Maturafokus

  • Vier Klimafaktoren mit Beispielen.
  • Klimadiagramm für einen unbekannten Ort zu Koeppen-Klasse zuordnen.
  • Hadley-Zelle und ITC korrekt skizzieren.

Typische Fehler

  • Wetter und Klima verwechseln (Klima = 30-Jahres-Mittel).
  • Trockenmonat-Kriterium falsch (N < T statt 2T).
  • Coriolis als "Kraft" missverstanden — es ist eine Scheinkraft.

Aktive Wiederholung

Werte das Klimadiagramm von Wien aus. Welche Vegetationszone erwartest du? Wie viele Trockenmonate gibt es?

Aktiv abrufen

Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: GeoSphere Austria Klimanormalperiode (GeoSphere Austria)

§ 05

Bodengenese und Bodentypen#

●●○StandardLPGW-Phys-2.5

Kernpunkte

Boden ist die belebte Grenzschicht zwischen Gestein, Luft, Wasser und Leben — weit mehr als „Erde". Nach Jenny (1941) entsteht er aus dem Zusammenspiel von fünf Faktoren: Ausgangsgestein, Klima, Relief, Organismen und Zeit. Zusammengesetzt ist er aus verwittertem Mineralkorn, Humus, Bodenwasser und Bodenluft — ändert sich ein Faktor, ändert sich der Boden.
Im senkrechten Schnitt zeigt der Boden Horizonte, die seine Entwicklung erzählen: oben der organische O-Horizont (Streu, Humusauflage), darunter der dunkle A-Horizont (humoser Oberboden), dann der B-Horizont (Anreicherung ausgewaschener Stoffe) und schließlich der C-Horizont (verwittertes Ausgangsmaterial) über dem festen Gestein R. Die richtige Reihenfolge O–A–B–C ist ein beliebter Prüfungspunkt.
Weil das Klima ein Hauptfaktor ist, ordnen sich die wichtigsten Bodentypen zonal nach den Klimazonen (): die humusreiche Schwarzerde (Tschernosem) der Steppen, die Braunerde der gemäßigten Laubwälder, der saure, ausgewaschene Podsol des borealen Nadelwalds und der tiefgründige, aber nährstoffarme Ferralsol der Tropen. So spiegelt der Boden das jeweilige Klima wider.

Zonale Bodentypen im Vergleich

Zonale Bodentypen im VergleichTabelle mit 4 Spalten und 5 Zeilen, Daten: Bodentyp · Klimazone · Eigenschaft · Fruchtbarkeit; Schwarzerde · Steppe (kontinental) · mächtiger Humus · sehr hoch; Braunerde · Laubwald (gemäßigt) · verbraunt · gut; Podsol · borealer Nadelwald · sauer, gebleicht · gering; Ferralsol · tropisch · nährstoffarm · gering; Rendzina · Kalkalpen · flachgründig · mäßigBODENTYPKLIMAZONEEIGENSCHAFTFRUCHTBARKEITSchwarzerdeSteppe (kontinental)mächtiger Humussehr hochBraunerdeLaubwald (gemäßigt)verbrauntgutPodsolborealer Nadelwaldsauer, gebleichtgeringFerralsoltropischnährstoffarmgeringRendzinaKalkalpenflachgründigmäßig
Abb. 8Die wichtigsten Bodentypen ordnen sich nach den Klimazonen — der Boden spiegelt das Klima.
In Österreich findet sich diese Logik im Kleinen: Die fruchtbare Schwarzerde des Marchfelds (auf eiszeitlichem Löss) macht es zur Kornkammer, Braunerden prägen den Wienerwald, flachgründige Rendzinen liegen auf dem Kalk der Nördlichen Kalkalpen, und im staunassen Alpenvorland bilden sich Pseudogleye. Boden und Standortgunst hängen damit unmittelbar zusammen.
Boden ist eine kaum erneuerbare Ressource — ein Zentimeter Oberboden braucht Jahrhunderte. Umso schwerer wiegt die Bodendegradation: Wind- und Wassererosion, Versalzung, Verdichtung, Schadstoffeintrag und vor allem die Versiegelung. Einmal zubetonierter Boden ist praktisch dauerhaft verloren.
Genau deshalb ist der Bodenverbrauch in Österreich ein Politikum: Rund 11 ha pro Tag (Stand 2024) gehen vor allem für Verkehr, Wohn- und Gewerbebau verloren, während die österreichische Bodenstrategie ein Ziel von 2,5 ha pro Tag bis 2030 anstrebt (siehe Beispiel). Wichtig ist die Unterscheidung: Versiegelung ist der besonders schädliche Teil des umfassenderen Bodenverbrauchs.
Was dabei verloren geht, zeigen die Bodenfunktionen: Boden ist Filter und Speicher für Wasser, Lebensraum für unzählige Organismen, Pufferzone gegen Schadstoffe, Rohstoff- und Nahrungsgrundlage sowie ein bedeutender Kohlenstoffspeicher im Klimasystem. Bodenschutz ist damit zugleich Hochwasser-, Ernährungs- und Klimaschutz.
Musterbeispiel

Bodenverbrauch in Relation setzen

Österreich verbraucht rund 11 ha Boden pro Tag. Wie viel ist das pro Jahr, und um welchen Anteil muss der Verbrauch sinken, um das Ziel von 2,5 ha/Tag zu erreichen?

  1. 01Jahresverbrauch

    Tagesverbrauch mal 365 Tage.

    11 haTag⋅365 Tage≈4015 ha11\,\tfrac{\text{ha}}{\text{Tag}} \cdot 365\,\text{Tage} \approx 4015\,\text{ha}11Tagha​⋅365Tage≈4015ha
  2. 02Veranschaulichen

    Rund 4000 ha entsprechen etwa 5600 Fußballfeldern pro Jahr (ein Feld rund 0,7 ha).

  3. 03Reduktion zum Ziel

    Nötige Senkung gleich Differenz durch Ausgangswert.

    11−2,511≈0,77=77 %\dfrac{11 - 2{,}5}{11} \approx 0{,}77 = 77\,\%1111−2,5​≈0,77=77%

Ergebnis: Rund 4000 ha pro Jahr; um das Ziel zu erreichen, müsste der tägliche Bodenverbrauch um etwa 77 % sinken.

SRDP-Aufgaben

SelbsttestAus der Fragenbank10 Punkte

Aufgabenstellung

Diskutieren Sie das Problem des Bodenverbrauchs in Österreich. Welche Ursachen, Folgen und Lösungsansätze sehen Sie?

Maturafokus

  • Fünf Bodenbildungsfaktoren nennen.
  • AT-Bodenverbrauch als Politikum benennen.
  • Schwarzerde und Marchfeld verknüpfen.

Typische Fehler

  • Boden mit "Erde" gleichsetzen.
  • Bodenhorizonte in falscher Reihenfolge.
  • Bodenverbrauch und Versiegelung verwechseln (Versiegelung ist Teilbereich).

Aktive Wiederholung

Erläutere, warum das Marchfeld zu den fruchtbarsten Regionen Österreichs zählt. Welche Boden- und Klimafaktoren sind verantwortlich?

Aktiv abrufen

Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: Umweltbundesamt — Bodenverbrauch (Umweltbundesamt)

§ 06

Wasserkreislauf, Gewässer und Naturgefahren#

●●○StandardLPGW-Phys-2.4

Karstlandschaft (idealisierter Querschnitt)

Doline Höhle unterirdischer Fluss Karren Karstquelle Kalkstein: CaCO3 + H2O + CO2 -> Ca(HCO3)2 (Lösung) AT-Beispiele: Dachstein, Totes Gebirge, Hochschwab — wichtige Trinkwasserspeicher.
Abb. 10Verkarstung in Kalkstein: Dolinen, Höhlen, Karren, unterirdische Flüsse.

Kernpunkte

Der Wasserkreislauf ist der von der Sonne angetriebene Motor der Hydrosphäre (): Wasser verdunstet von Ozeanen und Böden, kondensiert in der Höhe zu Wolken, fällt als Niederschlag und kehrt über Abfluss und Versickerung ins Meer zurück. Weil die Sonneneinstrahlung die Verdunstung liefert, ist der Kreislauf geschlossen und erneuert ständig das Süßwasser.

Der Wasserkreislauf

Der WasserkreislaufNetzgraph, Verdunstung → Kondensation, Kondensation → Niederschlag, Niederschlag → Abfluss & Versickerung, Abfluss & Versickerung → VerdunstungVerdunstungKondensationNiederschlagAbfluss &Versickerung
Abb. 9Von der Sonne angetrieben: Verdunstung, Kondensation, Niederschlag und Abfluss schließen sich zum Kreislauf.
Wie ein Fluss übers Jahr Wasser führt, beschreibt sein Abflussregime. Alpine Flüsse wie der Inn haben ein nivales Regime: Hochwasser im Frühsommer, wenn die Schneeschmelze einsetzt, und Niedrigwasser im Winter. Tieflandflüsse mit pluvialem Regime richten sich dagegen nach dem Regen und können Winterhochwasser führen. Das Regime verrät, woher das Wasser kommt.
Das Einzugsgebiet ist die gesamte Fläche, deren Niederschlag einem Gewässer zufließt — getrennt durch Wasserscheiden, nicht durch politische Grenzen. Österreich entwässert zu über 96 % über die Donau ins Schwarze Meer; nur kleine Randgebiete entwässern Richtung Nordsee (Rhein) oder Adria. Wer ein Hochwasser verstehen will, betrachtet deshalb das ganze Einzugsgebiet, nicht nur den Ort.
Österreichs Trinkwasser stammt fast vollständig aus Grund- und Karstwasser — ein echter Standortvorteil. Die Wiener Hochquellwasserleitungen etwa führen seit dem 19. Jahrhundert Karstquellwasser aus dem Rax-Schneeberg- und dem Hochschwabgebiet ohne Pumpen in die Stadt. Solche Quellschutzgebiete sind streng geschützt, weil verkarsteter Untergrund Schadstoffe kaum filtert.
Gegen wasserbezogene Naturgefahren setzt Österreich auf ein abgestuftes Management: Der Gefahrenzonenplan hält Bauverbote fest, das HORA-Portal weist Risikoflächen aus, Rückhaltebecken und Retentionsflächen kappen Hochwasserspitzen, der Schutzwald hält die Hänge, und die Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV) sichert die Gebirgstäler.
Beim Hochwasserschutz hat ein Umdenken stattgefunden: Die früher übliche Flussbegradigung beschleunigt das Wasser und verschärft das Hochwasser flussabwärts. Heute gibt man den Flüssen wieder Raum — Renaturierung und Retentionsflächen wie der Machland-Damm an der Donau lassen kontrolliert ausufern und entlasten die Unterlieger. Der häufigste Denkfehler ist, Begradigung pauschal für Schutz zu halten.
Musterbeispiel

Abflussspende berechnen

Ein Einzugsgebiet von 250 km^2 hat einen mittleren Abfluss von 12 m^3/s. Wie hoch ist die flächenbezogene Abflussspende in l/(s.km^2)?

  1. 01Abfluss in Liter

    12 m^3/s = 12000 l/s.

  2. 02Durch Fläche teilen

    Abflussspende = 12000 l/s / 250 km^2.

    q=12000250=48 ls⋅km2q = \dfrac{12000}{250} = 48\,\tfrac{\text{l}}{\text{s}\cdot\text{km}^2}q=25012000​=48s⋅km2l​
  3. 03Interpretation

    Rund 48 l/(s.km^2) sind ein typischer Wert für ein voralpines Einzugsgebiet mit hohen Niederschlägen.

Ergebnis: Die Abflussspende beträgt rund 48 l/(s.km^2).

Musterbeispiel

Retentionsvolumen abschätzen

Ein Rückhaltebecken soll bei einem Hochwasser von 80 m^3/s über 3 Stunden 30 m^3/s zurückhalten. Welches Speichervolumen ist nötig?

  1. 01Rückgehaltener Volumenstrom

    Zurückgehalten werden 30 m^3/s.

  2. 02Zeit in Sekunden

    3 h = 3 . 3600 s = 10800 s.

  3. 03Volumen

    V = 30 m^3/s . 10800 s.

    V=30⋅10800=324000 m3V = 30 \cdot 10800 = 324000\,\text{m}^3V=30⋅10800=324000m3

Ergebnis: Das Becken muss rund 324000 m^3 (0,32 Mio. m^3) fassen.

SRDP-Aufgaben

SelbsttestAus der Fragenbank10 Punkte

Aufgabenstellung

Erläutern Sie den Wasserkreislauf und diskutieren Sie Hochwassergefahren sowie Schutzmassnahmen in Österreich.

Maturafokus

  • Wasserkreislauf vollständig beschreiben können.
  • Nivales und pluviales Abflussregime unterscheiden.
  • Massnahmen des Naturgefahren-Managements einer Region zuordnen.

Typische Fehler

  • Abfluss und Niederschlag gleichsetzen — Verdunstung und Versickerung übersehen.
  • Flussbegradigung pauschal als Hochwasserschutz werten (verschärft Unterlauf-Hochwasser).
  • Einzugsgebiet mit Bundeslandgrenzen verwechseln.

Aktive Wiederholung

Erläutere am Beispiel eines alpinen Flusses das nivale Abflussregime und leite daraus Hochwasserrisiken sowie Schutzmassnahmen ab.

Aktiv abrufen

Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: BMK — HORA Hochwasserrisikoflächen Austria (BMK) · GeoSphere Austria — Hydrographie (GeoSphere Austria)

Inhalt

Abschnitt -- / 06

    • 01Plattentektonik und Gebirgsbildung◐
    • 02Vulkanismus, Erdbeben, Naturgefahren◐
    • 03Geomorphologie: Verwitterung, Erosion, Akkumulation◐
    • 04Klimaelemente, atmosphärische Zirkulation, Klimadiagramm◐
    • 05Bodengenese und Bodentypen◐
    • 06Wasserkreislauf, Gewässer und Naturgefahren◐

0/6 Gelesen

Aus den Notizen ins Training

GW 2 — Plattentektonik, Vulkanismus, Geomorphologie, Klima, Boden

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Kompetenzen
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Beispielfrage

Erläutern Sie die Theorie der Plattentektonik und wenden Sie diese auf die Entstehung der Alpen an.

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Belege & Quellen

Quellen

GeoSphere Austria

  • GeoSphere Austria — Erdbebenkatalog
  • GeoSphere Austria — Geologie
  • GeoSphere Austria Klimanormalperiode

US Geological Survey

  • USGS Earthquake Hazards Program

Umweltbundesamt

  • Umweltbundesamt — Bodenverbrauch

BMK

  • BMK — HORA Hochwasserrisikoflächen Austria

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