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Notizen/Geografie und Wirtschaftskunde/GW 4 — Bevölkerung, Migration, Urbanisierung
Notizen · Geografie und WirtschaftskundeAT · Matura

GW 4 — Bevölkerung, Migration, Urbanisierung

Demographischer Übergang, Bevölkerungspyramiden, Geburten- und Sterberaten, Migrationstheorien (Push/Pull, Lee), Flucht und Asyl, Urbanisierungsmuster weltweit und in Österreich.

6 Abschnitte·~18 Min Lesezeit·2 Kompetenzen·Niveau Standard 5 · Vertiefung 1·Stand 06/2026

T·0444 / 12
Prüfungsprofil
GW-Bev-1 · Demographische Prozesse analysierenGW-Bev-2 · Migrations- und Urbanisierungsdynamik
Tiefe

Lesetiefe: Vertiefung

Schrift

Schriftgröße: Standard

Inhalt · 6 Abschnitte▾
  1. GW 4 — Bevölkerung, Migration, Urbanisierung
    • 01Demographischer Übergang (5 Phasen) und Bevölkerungswachstum◐
    • 02Bevölkerungspyramiden und Alterung◐
    • 03Migration: Push/Pull, Lee-Modell, Flucht●
    • 04Urbanisierung, Megastädte, Stadt-Land-Gefälle◐
    • 05Demographische Kennzahlen und Bevölkerungsprognose◐
    • 06Bevölkerungspolitik und räumliche Disparitäten◐
§ 01

Demographischer Übergang (5 Phasen) und Bevölkerungswachstum#

●●○StandardLPGW-Bev-4.1

Bevölkerungspyramide jung vs. alt (Schema)

Niger 2024 (jung, Pyramide) Männer Frauen 85+ 0-4 Österreich 2024 (alternd, Urne) Männer Frauen 85+ 0-4 Pyramide -> Glocke -> Urne: typische Sequenz im demographischen Übergang.
Abb. 2Links: junge Bevölkerung (Niger 2024). Rechts: alternde Bevölkerung (Österreich 2024).

Kernpunkte

Das Modell des demographischen Übergangs erklärt, warum die Weltbevölkerung im 20. Jahrhundert explodierte und in vielen Ländern heute stagniert. Es beschreibt, wie sich Gesellschaften im Zuge der Modernisierung von hohen zu niedrigen Geburten- und Sterberaten bewegen — in idealtypisch fünf Phasen ().

Demographischer Übergang (5 Phasen)

Rate Zeit I präindustriell II frühe T. III späte T. IV postindustriell V Schrumpfung Geburtenrate Sterberate Bev.wachstum Phase II/III = "Bevölkerungsexplosion" (max. Wachstum); Phase V (Schrumpfung): AT/DE/JP/IT.
Abb. 1Geburten- und Sterberate im Zeitverlauf; Bevölkerungswachstum als Differenz.
In Phase I (präindustriell) sind Geburten- und Sterberate beide hoch, die Bevölkerung wächst kaum — so lebte Europa bis ins 18. Jahrhundert, heute kein Land mehr. In Phase II (früh-transformativ) sinkt zuerst die Sterberate durch Medizin, Hygiene und bessere Ernährung, während die Geburtenrate hoch bleibt — die Schere öffnet sich, und es kommt zur Bevölkerungsexplosion (heute etwa Subsahara-Afrika).
In Phase III (spät-transformativ) sinkt auch die Geburtenrate, getrieben von Bildung, Verstädterung und der Berufstätigkeit von Frauen; das Wachstum bremst sich (Indien, Brasilien). In Phase IV (postindustriell) sind beide Raten niedrig, die Bevölkerung wächst nur noch leicht oder stagniert (USA, Australien).
In der erst später ergänzten Phase V (Schrumpfung) sinkt die Geburtenrate unter die Sterberate, die Bevölkerung schrumpft ohne Zuwanderung — so in Japan, Deutschland, Italien und vielen osteuropäischen Staaten, der Sache nach auch in Österreich. Der Übergang ist dabei kein Naturgesetz, sondern ein typischer, kein zwingender Verlauf.
Österreich illustriert das gut: 2024 lag die Geburtenrate bei rund 8,4, die Sterberate bei rund 9,5 je 1000 Einwohner — die natürliche Bilanz ist also negativ. Dass die Bevölkerung dennoch wächst, liegt allein am positiven Wanderungssaldo: Migration trägt das Wachstum.
Wichtig ist die Unterscheidung zweier Kennzahlen: Die Geburtenrate zählt Geburten je 1000 Einwohner, die Fertilitäts- oder Geburtenziffer (TFR) dagegen die durchschnittliche Kinderzahl je Frau. Österreichs TFR von rund 1,32 (2023) liegt weit unter der Bestandserhaltung von etwa 2,1 — ohne Zuwanderung würde die Bevölkerung schrumpfen.
Quantitativ fasst sich das Wachstum in einer einfachen Bilanz: Die Wachstumsrate ist die Summe aus natürlicher Rate (Geburten minus Sterbefälle) und Wanderungssaldo (Zuzüge minus Wegzüge), also r=(b−d)+(i−e)r = (b - d) + (i - e)r=(b−d)+(i−e) (siehe Beispiel). Migration ist damit keine Störgröße, sondern ein gleichberechtigter Bestandteil der Wachstumsrechnung.
r=(b−d)+(i−e)r = (b - d) + (i - e)r=(b−d)+(i−e)

Bevölkerungswachstumsrate

Geburtenrate b, Sterberate d, Immigration i, Emigration e (jeweils pro 1000 Einw.).

Bevölkerungsentwicklung Österreich 1950-2024 (Mio.)

Bevölkerung Österreich (Mio.)Liniendiagramm: Bevölkerung (Mio.) nach Jahr, Daten: 1950: 6.94; 1970: 7.47; 1990: 7.68; 2000: 8; 2010: 8.39; 2020: 8.93; 2024: 9.16024681950197019902000201020202024Bevölkerung (Mio.)Jahr
Abb. 3Jahresdurchschnittsbevölkerung. Quelle: Statistik Austria.
Musterbeispiel

Bevölkerungswachstum berechnen

Ein Staat hat Geburtenrate 18, Sterberate 7, Immigration 5, Emigration 2 (pro 1000). Berechne die Wachstumsrate.

  1. 01Natürliche Wachstumsrate

    b - d = 18 - 7 = 11 pro 1000 = 1.1 %.

  2. 02Wanderungssaldo

    i - e = 5 - 2 = 3 pro 1000 = 0.3 %.

  3. 03Gesamt

    r = 1.1 + 0.3 = 1.4 % p. a.

Ergebnis: Wachstumsrate r = 1.4 % p. a.; bei Konstanz Verdopplung in ca. 50 Jahren (70/r-Regel).

SRDP-Aufgaben

SelbsttestAus der Fragenbank10 Punkte

Aufgabenstellung

Erläutern Sie das Modell des demographischen Übergangs und ordnen Sie ausgewählte Staaten den Phasen zu.

Maturafokus

  • Fünf Phasen klar trennen.
  • AT in Phase V/IV einordnen.
  • Fertilitätsrate vs. Geburtenrate unterscheiden.

Typische Fehler

  • Geburtenrate und Fertilitätsrate verwechseln.
  • Demographischen Übergang als "naturgesetzlich" sehen.
  • Migration als Störgröße statt als Komponente des Wachstums sehen.

Aktive Wiederholung

Ordne Niger, Indien, AT, Japan dem demographischen Übergang zu. Begründe mit aktuellen Geburten-, Sterbe- und Wanderungsraten.

Aktiv abrufen

Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: UN Population Division — World Population Prospects 2024 (UN DESA) · Statistik Austria Bevölkerung (Statistik Austria)

§ 02

Bevölkerungspyramiden und Alterung#

●●○StandardLPGW-Bev-4.2

Kernpunkte

Eine Bevölkerungspyramide ist ein doppeltes Balkendiagramm: Sie trägt die Altersgruppen übereinander auf, Männer links, Frauen rechts, und macht so die Altersstruktur einer Gesellschaft auf einen Blick lesbar (). Ihre Form verrät unmittelbar, in welcher Phase des demographischen Übergangs ein Land steht.

Bevölkerungspyramide jung vs. alt (Schema)

Niger 2024 (jung, Pyramide) Männer Frauen 85+ 0-4 Österreich 2024 (alternd, Urne) Männer Frauen 85+ 0-4 Pyramide -> Glocke -> Urne: typische Sequenz im demographischen Übergang.
Abb. 4Links: junge Bevölkerung (Niger 2024). Rechts: alternde Bevölkerung (Österreich 2024).
Man unterscheidet drei Grundformen. Die echte Pyramide mit breiter Basis steht für eine junge, wachsende Bevölkerung mit hohen Geburtenraten (Niger). Der Bienenkorb mit senkrechten Flanken zeigt eine stagnierende Bevölkerung mit ausgeglichenen Jahrgängen. Die Urne mit schmaler Basis und breitem oberen Teil steht für eine alternde, schrumpfende Bevölkerung (Österreich, Japan).
Aus der Struktur leitet man Belastungskennzahlen ab, die stets auf die Erwerbsbevölkerung (15–64) bezogen werden: den Jugendquotienten (Unter-15 je 100 Erwerbsfähige), den Altenquotienten (Über-65 je 100 Erwerbsfähige) und ihre Summe, den Gesamtquotienten. Ein verbreiteter Fehler ist, den Altenquotienten auf die Gesamtbevölkerung statt auf die Erwerbsfähigen zu beziehen.
In Österreich liegt der Altenquotient 2024 bei rund 30 (Tendenz steigend), der Jugendquotient bei rund 22. Diese Alterung hat handfeste Folgen: Das umlagefinanzierte Pensions- und Sozialsystem gerät unter Druck (weniger Beitragszahler, mehr Bezieher), am Arbeitsmarkt droht Fachkräftemangel, und der Pflegebedarf steigt steil an.
Eine Pyramide ist auch ein Geschichtsbuch: Einkerbungen markieren Geburtenausfälle — die beiden Weltkriege, die Spanische Grippe, Wirtschaftskrisen, zuletzt leichte Effekte der COVID-Pandemie —, Ausbuchtungen zeigen geburtenstarke Jahrgänge. In Österreich erkennt man den Babyboom (1955–1970) und sein „Echo" (1985–1995), gefolgt vom Geburteneinbruch danach.
Schließlich verändert Migration die Form sichtbar: Junge Erwerbsmigrantinnen und -migranten verbreitern die Altersgruppen der 20- bis 40-Jährigen, weil vor allem Menschen in diesem Alter wandern. Wer eine österreichische Pyramide deutet, muss diesen Migrationseffekt mitdenken — sonst wirkt der mittlere Block unerklärlich breit.
Musterbeispiel

Altenquotient

In einem Land sind 4 Mio. Personen 65+, 25 Mio. erwerbstätig, 8 Mio. unter 15. Berechne Alten-, Jugend- und Gesamtquotient.

  1. 01Altenquotient

    4 / 25 = 0.16 = 16 %.

  2. 02Jugendquotient

    8 / 25 = 0.32 = 32 %.

  3. 03Gesamtquotient

    (8+4) / 25 = 0.48 = 48 %.

Ergebnis: AQ 16 %, JQ 32 %, GQ 48 %.

SRDP-Aufgaben

SelbsttestAus der Fragenbank10 Punkte

Aufgabenstellung

Interpretieren Sie zwei vorgelegte Bevölkerungspyramiden und ordnen Sie sie demographischen Übergangsphasen zu.

Maturafokus

  • Drei Grundtypen erkennen und benennen.
  • AT-Pyramide deuten können (Babyboomer, Migration).
  • Altenquotient berechnen.

Typische Fehler

  • Pyramide nur "von oben nach unten" lesen.
  • Migration als irrelevant für Pyramidenform sehen.
  • Altenquotient = Bevölkerung 65+ / Gesamtbevölkerung statt / Erwerbstätige.

Aktive Wiederholung

Vergleiche die Bevölkerungspyramiden von Niger und Österreich. Welche wirtschaftlichen und sozialen Implikationen leiten sich ab?

Aktiv abrufen

Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: Statistik Austria Bevölkerungspyramide (Statistik Austria)

§ 03

Migration: Push/Pull, Lee-Modell, Flucht#

●●●VertiefungLPGW-Bev-4.3

Kernpunkte

Migration entsteht aus dem Zusammenspiel von Push- und Pull-Faktoren. Push-Faktoren stoßen Menschen aus der Herkunftsregion ab — Krieg, Armut, Verfolgung, Umwelt- und Klimakrisen, fehlende Perspektiven. Pull-Faktoren ziehen sie zu einem Ziel hin — Sicherheit, Arbeit, Bildung, Familie und bestehende Diaspora-Netzwerke. Migration ist also selten monokausal, sondern das Ergebnis einer Abwägung.
Das Lee-Modell (1966) verfeinert dieses Bild um zwei Dimensionen: Zwischen Herkunft und Ziel liegen intervenierende Hindernisse (Grenzen, Visa, Kosten, Sprache, Schlepper), und persönliche Faktoren (Alter, Bildung, Risikobereitschaft) entscheiden, wer tatsächlich aufbricht. Dieselben Push- und Pull-Faktoren führen so bei verschiedenen Menschen zu verschiedenen Entscheidungen.
Entsprechend vielfältig sind die Migrationstypen: Arbeits-, Familien-, Bildungs-, Heirats-, Flucht- sowie Umwelt- und Klimamigration. Die Unterscheidung ist rechtlich und politisch zentral, weil an die Typen ganz unterschiedliche Aufenthaltsrechte geknüpft sind — „Migrant" und „Flüchtling" sind eben nicht dasselbe.
Für Österreich gilt: Rund 26 % der Bevölkerung hatten 2023 einen Migrationshintergrund (Statistik Austria). Die Asylanträge schwankten stark — nach der europaweiten Welle 2022 (rund 137 000 Anträge) gingen sie 2023 wieder zurück. Solche Zahlen sind im Kontext zu lesen, nicht als Momentaufnahme.
Den rechtlichen Kern bildet die Genfer Flüchtlingskonvention (1951): Als Flüchtling gilt, wer aus begründeter Furcht vor Verfolgung wegen Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer sozialen Gruppe oder politischer Überzeugung sein Land verlassen hat. Wirtschaftliche Not allein begründet diesen Status nicht.
In AT und EU gibt es drei abgestufte Schutzformen (): (1) den Asylstatus nach GFK bei individueller Verfolgung; (2) den subsidiären Schutz, wenn zwar keine GFK-Verfolgung vorliegt, aber im Herkunftsland reale Gefahr ernsthaften Schadens droht (Krieg, Folter, Todesstrafe) — befristet (1 Jahr, verlängerbar) und schwächer als Asyl; (3) den temporären Schutz nach der Massenzustrom-Richtlinie (2001/55), gruppenbezogen ohne Einzelverfahren, 2022 erstmals für Ukrainerinnen und Ukrainer aktiviert.

Schutzstufen für Geflüchtete (AT/EU)

Schutzstufen für GeflüchteteBaumdiagramm, 3 Pfade, Daten: Asyl (GFK); subsidiärer Schutz; temporärer SchutzSchutz in AT/EUAsyl (GFK)subsidiärer Schutztemporärer Schutz
Abb. 5Drei abgestufte Schutzformen — vom individuellen Asyl nach GFK bis zum gruppenbezogenen temporären Schutz.
Welcher EU-Staat ein Asylverfahren führt, regelt die Dublin-Verordnung: grundsätzlich das Land der ersten Einreise. Das überlastet strukturell die Außengrenzstaaten am Mittelmeer und ist daher politisch umstritten — eine „Lösung" ist Dublin nicht.
Ein wachsendes Feld ist die Klimamigration: Die Weltbank (Groundswell Report 2021) projiziert bis 2050 bis zu 216 Mio. interne Klimamigranten. Rechtlich sind sie bislang nicht als Flüchtlinge anerkannt — eine der großen offenen Fragen der internationalen Migrationspolitik.
Musterbeispiel

Wanderungssaldo und -volumen

Eine Region verzeichnet 150 000 Zuzüge und 110 000 Wegzüge pro Jahr bei 5 Mio. Einwohnern. Berechne Wanderungssaldo, Wanderungsvolumen und die Nettowanderungsrate je 1000 Einwohner.

  1. 01Saldo (netto)

    Zuzüge minus Wegzüge.

    150 000−110 000=+40 000150\,000 - 110\,000 = +40\,000150000−110000=+40000
  2. 02Volumen (brutto)

    Zuzüge plus Wegzüge.

    150 000+110 000=260 000150\,000 + 110\,000 = 260\,000150000+110000=260000
  3. 03Nettorate je 1000

    Saldo durch Einwohner mal 1000.

    40 0005 000 000⋅1000=8\dfrac{40\,000}{5\,000\,000} \cdot 1000 = 8500000040000​⋅1000=8

Ergebnis: Saldo +40 000, Volumen 260 000, Nettowanderungsrate +8 je 1000 — das Volumen zeigt mehr Bewegung, als der Saldo allein verrät.

SRDP-Aufgaben

SelbsttestAus der Fragenbank10 Punkte

Aufgabenstellung

Erläutern Sie das Lee-Modell der Migration und wenden Sie es auf ein aktuelles Beispiel an.

Maturafokus

  • Push/Pull mit Lee-Modell ergänzen.
  • GFK vs. subsidiärer Schutz vs. humanitärer Aufenthalt unterscheiden.
  • AT-Migrationszahlen einordnen.

Typische Fehler

  • "Flüchtlinge" als rechtlich identisch mit "Migranten" sehen.
  • Klimaflüchtlinge als anerkannte Kategorie behandeln.
  • Dublin als "Lösung" präsentieren — Überlastung Mittelmeerstaaten.

Aktive Wiederholung

Analysiere die ukrainische Fluchtbewegung 2022 mit Push/Pull und Lee-Modell. Wie reagierte Österreich rechtlich?

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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: UNHCR Global Trends 2023 (UNHCR) · Statistik Austria Migration und Integration (Statistik Austria)

§ 04

Urbanisierung, Megastädte, Stadt-Land-Gefälle#

●●○StandardLPGW-Bev-4.4

Kernpunkte

Die Menschheit ist im 20. Jahrhundert in die Städte gezogen: Lebten 1950 erst rund 30 % in Städten, sind es 2024 etwa 57 %, und bis 2050 werden rund 68 % erwartet (UN-Habitat). Urbanisierung ist damit einer der prägendsten Raumprozesse der Gegenwart.
Sichtbarster Ausdruck sind die Megastädte mit über 10 Mio. Einwohnern — Tokio, Delhi, Shanghai, Mexiko-Stadt, Lagos. Wichtig: Eine Megastadt ist nicht automatisch eine Hauptstadt, und ihre Probleme (Versorgung, Verkehr, Umwelt) wachsen oft schneller als ihre Infrastruktur.
Im Globalen Süden verläuft die Urbanisierung am schnellsten und häufig informell: Ein großer Teil des Wachstums findet in selbstgebauten Vierteln statt — Slums, Favelas, Townships —, oft ohne gesicherte Wasser-, Abwasser- und Eigentumsverhältnisse. Stadtwachstum bedeutet hier nicht automatisch Wohlstand.
Um die innere Gliederung von Städten zu erfassen, dienen klassische Stadtmodelle (): das Ringmodell von Burgess (1925) mit konzentrischen Zonen um das Zentrum, das Sektorenmodell von Hoyt (1939) mit keilförmigen Nutzungsbändern entlang der Verkehrsachsen, das Mehrkernmodell von Harris/Ullman (1945) sowie kulturspezifische Modelle der lateinamerikanischen und der islamisch-orientalischen Stadt. Jedes betont einen anderen Ordnungsmechanismus.

Stadtmodelle: Burgess (Ringe) vs. Hoyt (Sektoren)

Burgess (1925) — Ringmodell CBD Übergang Arbeiterw. Mittelschicht Pendlerg. Hoyt (1939) — Sektorenmodell CBD Industrie Arbeiter Mittel Ober Ergänzend: Harris/Ullman (Mehrkernmodell), lateinamerikanisches und islamisches Stadtmodell.
Abb. 6Konzentrisches Ringmodell (Burgess 1925) und Sektorenmodell (Hoyt 1939).
Österreich ist überwiegend städtisch geprägt, aber kleinteilig: Wien (rund 2 Mio.) dominiert, dazu kommen Graz, Linz, Salzburg, Innsbruck und Klagenfurt. Rund um die Zentren wächst der „Speckgürtel" durch Suburbanisierung — die Abwanderung ins Umland, die man nicht mit Urbanisierung verwechseln darf.
Zuletzt zeigt sich ein doppelter Trend: Re-Urbanisierung der Innenstädte (junge Erwachsene ziehen zurück in die Zentren) bei gleichzeitiger Schrumpfung peripherer ländlicher Räume. Städte begegnen den Folgen mit Smart-City-Strategien (Wien Smart City bis 2050, IBA Wien 2022), die Digitalisierung, Klimaschutz und Lebensqualität verbinden.
Musterbeispiel

Städtische Bevölkerung hochrechnen

Ein Land hat heute 40 Mio. Einwohner, davon 57 % städtisch. Bis 2050 wächst die Bevölkerung auf 50 Mio. und der Urbanisierungsgrad auf 68 %. Um wie viele Menschen wächst die Stadtbevölkerung?

  1. 01Stadtbevölkerung heute

    Gesamt mal Urbanisierungsgrad.

    40⋅0,57=22,8 Mio.40 \cdot 0{,}57 = 22{,}8\,\text{Mio.}40⋅0,57=22,8Mio.
  2. 02Stadtbevölkerung 2050

    Neue Gesamtzahl mal neuer Grad.

    50⋅0,68=34,0 Mio.50 \cdot 0{,}68 = 34{,}0\,\text{Mio.}50⋅0,68=34,0Mio.
  3. 03Zuwachs

    Differenz beider Werte.

    34,0−22,8=11,2 Mio.34{,}0 - 22{,}8 = 11{,}2\,\text{Mio.}34,0−22,8=11,2Mio.

Ergebnis: Die Stadtbevölkerung wächst um rund 11,2 Mio. — getrieben von Bevölkerungswachstum UND steigendem Urbanisierungsgrad zugleich.

SRDP-Aufgaben

SelbsttestAus der Fragenbank10 Punkte

Aufgabenstellung

Beschreiben Sie globale Urbanisierungstrends und vergleichen Sie diese mit der Situation in Österreich.

Maturafokus

  • Urbanisierungsrate global vs. AT.
  • Megastadt-Schwelle (10 Mio.) merken.
  • Burgess- und Hoyt-Modell unterscheiden.

Typische Fehler

  • Megastadt = Hauptstadt verwechseln.
  • Burgess- vs. Hoyt-Modell durcheinander.
  • Suburbanisierung mit Urbanisierung gleichsetzen.

Aktive Wiederholung

Diskutiere die Vor- und Nachteile städtischer Verdichtung am Beispiel Wien. Welche Stadtmodelle erkennst du?

Aktiv abrufen

Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: UN-Habitat World Cities Report (UN-Habitat) · Wien Smart City Rahmenstrategie (Stadt Wien)

§ 05

Demographische Kennzahlen und Bevölkerungsprognose#

●●○StandardLPGW-Bev-4.1

Kernpunkte

Wie sich eine Bevölkerung verändert, lässt sich exakt zerlegen. Die natürliche Bevölkerungsbilanz ist die Differenz aus Geburten und Sterbefällen, der Wanderungssaldo die Differenz aus Zuzügen und Wegzügen. Beide zusammen ergeben die Gesamtveränderung — wer nur eine Komponente betrachtet, fehlinterpretiert die Dynamik.
In Österreich ist diese Zerlegung besonders aufschlussreich: Die natürliche Bilanz ist seit Jahren negativ (mehr Sterbefälle als Geburten), doch der positive Wanderungssaldo überkompensiert das — das Wachstum wird also fast vollständig von der Zuwanderung getragen ( zeigt den langfristigen Anstieg).

Bevölkerungsentwicklung Österreich 1950-2024 (Mio.)

Bevölkerung Österreich (Mio.)Liniendiagramm: Bevölkerung (Mio.) nach Jahr, Daten: 1950: 6.94; 1970: 7.47; 1990: 7.68; 2000: 8; 2010: 8.39; 2020: 8.93; 2024: 9.16024681950197019902000201020202024Bevölkerung (Mio.)Jahr
Abb. 7Jahresdurchschnittsbevölkerung. Quelle: Statistik Austria.
Die zentrale Geburtenkennzahl ist die zusammengefasste Geburtenziffer (TFR): die durchschnittliche Kinderzahl je Frau. Ohne Zu- und Abwanderung hält sich eine Bevölkerung erst ab einer TFR von rund 2,1 (zwei Kinder ersetzen die Eltern, plus ein kleiner Aufschlag für früh Verstorbene). Diese Schwelle ist der Maßstab, an dem man Geburtenniveaus misst.
Österreichs TFR liegt mit rund 1,3 bis 1,5 (2023) deutlich darunter — ohne Zuwanderung wäre die Bevölkerung also schrumpfend. Man darf die TFR nicht mit der rohen Geburtenrate (Geburten je 1000 Einwohner) verwechseln: Die TFR ist altersbereinigt und damit international vergleichbar.
Zugleich steigt die Lebenserwartung (in Österreich rund 81 Jahre). Niedrige Geburtenziffer und hohe Lebenserwartung wirken zusammen und führen zwangsläufig zur Alterung der Gesellschaft — dem demographischen Megatrend Mitteleuropas.
Aus diesen Komponenten erstellen Statistik Austria und die UN Bevölkerungsprognosen. Weil die Zukunft unsicher ist, rechnen sie mit Varianten (hoch/mittel/niedrig), je nach Annahmen zu Fertilität, Mortalität und vor allem Migration. Prognosen sind damit keine sicheren Vorhersagen, sondern bedingte Szenarien — die Migrationsannahme ist meist die größte Stellschraube.
Musterbeispiel

Gesamtwachstum berechnen

Eine Region zählt 9000 Geburten, 11000 Sterbefälle, 25000 Zuzüge und 18000 Wegzüge pro Jahr. Wie hoch ist das Gesamtwachstum?

  1. 01Natürliche Bilanz

    9000 - 11000 = -2000 (Geburtendefizit).

  2. 02Wanderungssaldo

    25000 - 18000 = +7000.

  3. 03Gesamtwachstum

    -2000 + 7000.

    Δ=−2000+7000=+5000\Delta = -2000 + 7000 = +5000Δ=−2000+7000=+5000

Ergebnis: Die Region wächst um 5000 Personen, getragen von der Zuwanderung.

Musterbeispiel

Bevölkerung mit Wachstumsrate fortschreiben

Eine Bevölkerung von 2,0 Mio. wächst jährlich um 0,5 %. Wie gross ist sie nach 3 Jahren?

  1. 01Wachstumsfaktor

    1 + 0,005 = 1,005 pro Jahr.

  2. 02Exponentielles Wachstum

    N = 2,0 . 1,005^3.

    N=2,0⋅1,0053≈2,030 Mio.N = 2{,}0 \cdot 1{,}005^{3} \approx 2{,}030\,\text{Mio.}N=2,0⋅1,0053≈2,030Mio.
  3. 03Interpretation

    Nach 3 Jahren rund 2,030 Mio., also rund 30000 Personen mehr.

Ergebnis: Nach 3 Jahren rund 2,030 Mio. Personen.

SRDP-Aufgaben

SelbsttestAus der Fragenbank10 Punkte

Aufgabenstellung

Erläutern Sie zentrale demographische Kennzahlen und interpretieren Sie die Bevölkerungsprognose für Österreich.

Maturafokus

  • Natürliche Bilanz und Wanderungssaldo unterscheiden.
  • TFR-Schwelle 2.1 als Bestandserhaltung erklären.
  • Annahmen einer Prognosevariante benennen.

Typische Fehler

  • Bevölkerungsrückgang trotz Geburtendefizit verneinen, obwohl Migration ausgleicht.
  • Geburtenrate (je 1000 EW) und TFR (je Frau) verwechseln.
  • Prognosen als sichere Vorhersagen statt als Szenarien lesen.

Aktive Wiederholung

Berechne aus gegebenen Geburten-, Sterbe- und Wanderungsdaten das Gesamtwachstum einer Region und interpretiere das Ergebnis.

Aktiv abrufen

Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: Statistik Austria — Bevölkerungsprognose (Statistik Austria)

§ 06

Bevölkerungspolitik und räumliche Disparitäten#

●●○StandardLPGW-Bev-4.2

Bevölkerungspyramide jung vs. alt (Schema)

Niger 2024 (jung, Pyramide) Männer Frauen 85+ 0-4 Österreich 2024 (alternd, Urne) Männer Frauen 85+ 0-4 Pyramide -> Glocke -> Urne: typische Sequenz im demographischen Übergang.
Abb. 8Links: junge Bevölkerung (Niger 2024). Rechts: alternde Bevölkerung (Österreich 2024).

Kernpunkte

Staaten versuchen, die Bevölkerungsentwicklung zu steuern. Pronatalistische Politik will die Geburtenzahl heben — über Familienbeihilfe, Kinderbetreuung und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie (so der österreichische Ansatz). Antinatalistische Politik will sie senken, wie es Chinas frühere Ein-Kind-Politik tat. Beide zeigen, dass Demographie politisch gestaltbar, aber träge ist.
Österreichs Familienpolitik setzt bewusst auf mehr als Geld: Neben Familienbeihilfe und Kinderbetreuungsgeld stehen der Ausbau der Kinderbetreuung und flexible Karenzregelungen im Zentrum, weil die Vereinbarkeit von Beruf und Familie als Schlüssel für die Geburtenentscheidung gilt. Reine Geldleistungen heben die Geburtenrate erfahrungsgemäß kaum.
Innerhalb des Landes driften die Regionen auseinander: Die Verdichtungsräume Wien, Graz und Linz wachsen, während periphere und ländliche Regionen schrumpfen und altern — vor allem, weil junge, gut ausgebildete Menschen abwandern (Bildungs- und Arbeitsmigration). So entsteht ein Stadt-Land-Gefälle innerhalb Österreichs.
Schrumpfung ist eine Abwärtsspirale: Leerstand breitet sich aus, die Infrastruktur dünnt aus (Schule, Arzt, Nahversorgung, öffentlicher Verkehr), und mit den Menschen sinkt die Steuerkraft der Gemeinden — was weitere Abwanderung begünstigt. Wichtig: Schrumpfung ist nicht nur Wegzug, sondern auch Folge von Alterung und Geburtendefizit.
Gegen diese Disparitäten zielt die Regionalpolitik: Breitbandausbau (damit Arbeiten am Land möglich wird), Dezentralisierung von Arbeitsplätzen und Behörden sowie die Stärkung ländlicher Zentren als Ankerpunkte. Ziel sind „gleichwertige Lebensverhältnisse" in Stadt und Land — ein raumordnungspolitischer Anspruch.
Ein zeitlich begrenztes Fenster ist die demographische Dividende: Wenn in einer Phase des Übergangs besonders viele Menschen im erwerbsfähigen Alter und vergleichsweise wenige Abhängige (Kinder, Alte) leben, kann eine Volkswirtschaft stark wachsen (siehe Beispiel). Das Fenster nutzt aber nur, wer zugleich in Bildung und Arbeitsplätze investiert — und es schließt sich mit fortschreitender Alterung wieder.
Musterbeispiel

Jugend- und Altenquotient

Eine Region hat 18000 unter 15-Jaehrige, 60000 im Alter 15-64 und 24000 über 65. Berechne Jugend-, Alten- und Gesamtquotient.

  1. 01Jugendquotient

    18000 / 60000 . 100.

    JQ=1800060000⋅100=30JQ = \dfrac{18000}{60000} \cdot 100 = 30JQ=6000018000​⋅100=30
  2. 02Altenquotient

    24000 / 60000 . 100.

    AQ=2400060000⋅100=40AQ = \dfrac{24000}{60000} \cdot 100 = 40AQ=6000024000​⋅100=40
  3. 03Gesamtquotient

    JQ + AQ = 30 + 40 = 70 Abhängige je 100 Erwerbsfähige.

Ergebnis: Jugendquotient 30, Altenquotient 40, Gesamtquotient 70.

Musterbeispiel

Abwanderungsrate

Eine Gemeinde verliert in 10 Jahren 800 von 5000 Einwohnern. Wie hoch ist die Schrumpfung in Prozent und durchschnittlich pro Jahr?

  1. 01Gesamtschrumpfung

    800 / 5000 . 100.

    r=8005000⋅100=16 %r = \dfrac{800}{5000} \cdot 100 = 16\,\%r=5000800​⋅100=16%
  2. 02Pro Jahr (näherungsweise)

    16 % / 10 Jahre = rund 1,6 % pro Jahr.

  3. 03Interpretation

    Anhaltende Abwanderung gefährdet Infrastruktur und Nahversorgung.

Ergebnis: Die Gemeinde schrumpfte um 16 % (rund 1,6 % pro Jahr).

Musterbeispiel

Demographische Dividende quantifizieren

Land A (mitten im Übergang) hat 25 % Unter-15-Jaehrige, 65 % im Alter 15-64 und 10 % über 65. Land B (gealtert) hat 14 % / 62 % / 24 %. Bestimme jeweils den Abhängigenquotienten und beurteile, welches Land im Fenster der demographischen Dividende steht.

  1. 01Abhängigenquotient Land A

    (25 + 10) / 65 . 100.

    AQA=25+1065⋅100≈54AQ_A = \dfrac{25 + 10}{65} \cdot 100 \approx 54AQA​=6525+10​⋅100≈54
  2. 02Abhängigenquotient Land B

    (14 + 24) / 62 . 100.

    AQB=14+2462⋅100≈61AQ_B = \dfrac{14 + 24}{62} \cdot 100 \approx 61AQB​=6214+24​⋅100≈61
  3. 03Vergleich

    Land A trägt rund 54 Abhängige je 100 Erwerbsfähige, Land B rund 61 — Land A hat die niedrigere Last und damit den größeren erwerbsfähigen Anteil.

  4. 04Interpretation

    Land A steht im Fenster der demographischen Dividende: der breite Erwerbsblock kann Ersparnis, Investition und Wachstum tragen — aber NUR, wenn Bildung und Arbeitsplätze vorhanden sind. Das Fenster ist befristet und schliesst sich mit fortschreitender Alterung (Richtung Land B).

Ergebnis: AQ Land A ca. 54, Land B ca. 61; Land A steht im Dividenden-Fenster (geringere Abhängigenlast), das sich jedoch mit der Alterung wieder schliesst.

SRDP-Aufgaben

SelbsttestAus der Fragenbank10 Punkte

Aufgabenstellung

Diskutieren Sie Bevölkerungspolitik und räumliche Disparitäten am Beispiel Österreichs.

Maturafokus

  • Pro- und antinatalistische Politik mit Beispiel unterscheiden.
  • Folgen regionaler Schrumpfung benennen.
  • Demographische Dividende erklären.

Typische Fehler

  • Familienpolitik nur als Geldleistung sehen (Infrastruktur und Vereinbarkeit zentral).
  • Schrumpfung pauschal mit Wegzug gleichsetzen (auch Alterung und Geburtendefizit).
  • Demographische Dividende mit dauerhaftem Vorteil verwechseln.

Aktive Wiederholung

Vergleiche eine wachsende und eine schrumpfende österreichische Region und leite passende politische Massnahmen ab.

Aktiv abrufen

Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: Statistik Austria — Demographische Indikatoren (Statistik Austria) · OEROK — Räumliche Bevölkerungsentwicklung (OEROK)

Inhalt

Abschnitt -- / 06

    • 01Demographischer Übergang (5 Phasen) und Bevölkerungswachstum◐
    • 02Bevölkerungspyramiden und Alterung◐
    • 03Migration: Push/Pull, Lee-Modell, Flucht●
    • 04Urbanisierung, Megastädte, Stadt-Land-Gefälle◐
    • 05Demographische Kennzahlen und Bevölkerungsprognose◐
    • 06Bevölkerungspolitik und räumliche Disparitäten◐

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Aus den Notizen ins Training

GW 4 — Bevölkerung, Migration, Urbanisierung

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Kompetenzen
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Beispielfrage

Erläutern Sie das Modell des demographischen Übergangs und ordnen Sie ausgewählte Staaten den Phasen zu.

10 BE · 2024

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Belege & Quellen

Quellen

UN DESA

  • UN Population Division — World Population Prospects 2024

Statistik Austria

  • Statistik Austria Bevölkerung
  • Statistik Austria Bevölkerungspyramide
  • Statistik Austria Migration und Integration
  • Statistik Austria — Bevölkerungsprognose

UNHCR

  • UNHCR Global Trends 2023

UN-Habitat

  • UN-Habitat World Cities Report

Stadt Wien

  • Wien Smart City Rahmenstrategie

OEROK

  • OEROK — Räumliche Bevölkerungsentwicklung

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