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Notizen/Deutsch/D 2 - Lesen und Textverständnis
Notizen · DeutschAT · Matura

D 2 - Lesen und Textverständnis

Globales, selektives und detailliertes Lesen literarischer und nicht-literarischer Texte. Vom ersten Überblick bis zur Tiefenanalyse - Lesestrategien sind das Fundament jeder Schreibaufgabe der Reifeprüfung.

6 Abschnitte·~18 Min Lesezeit·3 Kompetenzen·Niveau Basis 3 · Standard 3·Stand 06/2026

T·0222 / 13
Prüfungsprofil
D-L-2.1 · Texte global, selektiv und detailliert lesenD-L-2.2 · Inhalt, Aufbau, Sprache und Intention von Texten erkennenD-L-2.3 · Literarische und nicht-literarische Texte voneinander unterscheiden
Tiefe

Lesetiefe: Vertiefung

Schrift

Schriftgröße: Standard

Inhalt · 6 Abschnitte▾
  1. D 2 - Lesen und Textverständnis
    • 01Lesestrategien - global, selektiv, detailliert○
    • 02Sachtext vs. literarischer Text - Funktionsunterschiede◐
    • 03Inhaltsangabe und Textverdichtung○
    • 04Textfunktionen erkennen - informieren, appellieren, bewerten, instruieren◐
    • 05Zusammenfassung - aus dem Lesen die SRDP-Textsorte gewinnen○
    • 06Leseverstehen - Aufgabentypen und Belegtechnik◐
§ 01

Lesestrategien - global, selektiv, detailliert#

●○○BasisLPD-L-2.1

Schreibprozess der 270-Minuten-Klausur

Schreibprozess 270-Minuten-KlausurTabelle mit 3 Spalten und 5 Zeilen, Daten: Phase · Zeit · Fokus; Aufgabe lesen · ~10 Min · Operatoren klären; Material sichten · ~25 Min · Kernaussagen finden; Schreibplan · ~25 Min · Gliederung + These; Rohfassung · ~150 Min · Texte schreiben; Überarbeitung · ~60 Min · Inhalt, Stil, NormPHASEZEITFOKUSAUFGABE LESEN~10 MinOperatoren klärenMATERIAL SICHTEN~25 MinKernaussagen findenSCHREIBPLAN~25 MinGliederung + TheseROHFASSUNG~150 MinTexte schreibenÜBERARBEITUNG~60 MinInhalt, Stil, Norm
Abb. 1270 Minuten gesamt - die ersten 60 Minuten (Analyse und Plan) entscheiden über die Struktur; danach bleibt keine Reserve, das Zeitbudget muss diszipliniert eingehalten werden.

Kernpunkte

Globales Lesen (skimming): Überblick über Thema, Aufbau und Hauptaussagen - ca. 30 Sekunden pro Seite. Funktioniert über Titel, Untertitel, erste/letzte Sätze pro Absatz, Schlüsselworte.
Selektives Lesen (scanning): gezielte Suche nach bestimmten Informationen (Zahlen, Namen, Daten). In der Schreibklausur entscheidend bei langen Beilagen mit ca. 900 Wörtern.
Detailliertes Lesen (close reading): vollständige Erfassung mit Markierung von Argumenten, Belegen, Stilmitteln. Pflicht für Textanalyse und Textinterpretation.
SQ3R-Methode (Robinson 1946): Survey - Question - Read - Recite - Review. Klassische Strategie für wissenschaftliche Texte und Fachartikel.
Aktive Lesetechniken: unterstreichen, randmarkieren, Mind-Map zeichnen, Schlüsselsätze paraphrasieren - alle drei sind nachweislich wirksamer als rein passives Lesen (Studien Dunlosky et al. 2013).
Lesegeschwindigkeit (Standard): ca. 200-250 Wörter pro Minute für Sachtexte, ca. 150 für literarische Texte mit Bildlichkeit, ca. 80 für Lyrik.
Musterbeispiel

Selektives Lesen in der Prüfung - Schlüsselinformationen in 60 Sekunden

Du erhältst einen 720-Wörter-Kommentar zur Klimapolitik. Die Aufgabenstellung verlangt: "Nennen Sie drei Maßnahmen, die der Autor vorschlägt." Wie gehst du vor?

  1. 01Schlüsselwörter ableiten

    Aus der Aufgabenstellung: "vorschlägt", "Maßnahmen", "drei". Suchsignale sind Modalverben (sollte, müsse, könne), Imperative, Aufzählungen.

  2. 02Strukturmerkmale scannen

    Augen wandern in 30 Sekunden über die Seite und suchen Bullet-Points, Zwischenüberschriften, Aufzählungen "erstens / zweitens / drittens".

  3. 03Erstes Treffer-Cluster markieren

    Z.B. Absatz 4: "Erforderlich wären drei Schritte: Tempolimit, CO2-Bepreisung, Pflicht-Photovoltaik bei Neubauten."

  4. 04Zweites Treffer-Cluster prüfen

    Prüfe, ob im restlichen Text weitere Maßnahmen genannt sind. Manchmal sind drei Maßnahmen über den Text verteilt.

  5. 05Ergebnis notieren

    In eigenen Worten paraphrasieren - das ist die Prüfungsanforderung. NICHT direkt zitieren ohne Markierung.

Ergebnis: Selektives Lesen in unter 90 Sekunden statt fünf Minuten - das spart Zeit für den Schreibteil. Voraussetzung: vorheriges globales Lesen, damit der Text grob strukturiert ist.

Schritt-für-Schritt Erklärung3 Schritte
  1. 1

    Drei Lesemodi: global für Überblick, selektiv für Suche, detailliert für Analyse.

  2. 2

    SQ3R bedeutet: Survey - Question - Read - Recite - Review.

  3. 3

    Aktive Markierung ist nachweislich wirksamer als passives Mehrfachlesen.

SRDP-Aufgaben

SelbsttestAus der Fragenbank16 Punkte

Aufgabenstellung

Lesen Sie die Reportage "Was kostet uns die Hitze?" (Beilage 1, ca. 680 Wörter) und identifizieren Sie in drei Stichpunkten: (a) die Hauptthese, (b) die drei tragenden Argumente, (c) die Position des Autors zur Klimaanpassung.

Maturafokus

  • In der 300-Minuten-Klausur stehen ca. 25 Min. für das Lesen beider Beilagen zur Verfügung - das entspricht ca. 36 Wörter pro Minute, also bewusst langsam und mit Markierungen.
  • Selektives Lesen ist Pflicht bei Daten- und Zitatfragen ("entnimm der Beilage drei Zahlen zum Mietpreisindex").
  • Detailliertes Lesen ist Pflicht bei Textanalyse und Textinterpretation.

Typische Fehler

  • Schüler lesen Beilagen genauso langsam wie ein Roman - das verbraucht 45 Min. für das Lesen, danach fehlt Zeit für Plan und Rohfassung.
  • Markierungen werden nicht systematisch gesetzt: alles wird unterstrichen, nichts hebt sich ab.
  • Die zwei Beilagen werden nicht zueinander in Beziehung gesetzt - oft sind sie aber bewusst kontrastierend gewählt.

Aktive Wiederholung

Nimm eine SRDP-Beilage (Zeitungskommentar, ca. 700 Wörter) und übe dreimal: (1) globales Lesen in 1 Min., (2) selektives Lesen mit drei Suchfragen in 1 Min., (3) detailliertes Lesen mit Stilmittelmarkierung in 5 Min.

Aktiv abrufen

Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: AHS-Lehrplan Deutsch (BMBWF) · Dunlosky et al.: Improving Students Learning (2013) (Sage)

§ 02

Sachtext vs. literarischer Text - Funktionsunterschiede#

●●○StandardLPD-L-2.3

Erzählperspektiven — vier Grundtypen (Schulmodell)

Erzählperspektiven im VergleichTabelle mit 4 Spalten und 4 Zeilen, Daten: Perspektive · Sicht · Merkmal · Beispiel; Auktorial · Außensicht · allwissend, ordnet · Th. Mann; Personal · Innensicht · Reflektorfigur · Kafka, Bachmann; Ich-Erzähler · Innensicht · subjektiv, direkt · Bernhard, Handke; Neutral · Außensicht · sachlich, wertfrei · HemingwayPERSPEKTIVESICHTMERKMALBEISPIELAUKTORIALAußensichtallwissend, ordnetTh. MannPERSONALInnensichtReflektorfigurKafka, BachmannICH-ERZÄHLERInnensichtsubjektiv, direktBernhard, HandkeNEUTRALAußensichtsachlich, wertfreiHemingway
Abb. 2Auktorial, personal, Ich-Erzähler und neutral - vier Grundtypen, unterschieden nach Außen- oder Innensicht und der Nähe zur Figur.

Kernpunkte

Sachtexte verfolgen Informations-, Appell-, Bewertungs- oder Anleitungsfunktion. Sie sind referenzialisierbar - jede Aussage soll auf einen Sachverhalt verweisen.
Literarische Texte sind fiktional und polysemantisch - Bedeutungsoffenheit ist kein Defizit, sondern Wesensmerkmal.
Sachtextsorten: Bericht, Reportage, Kommentar, Glosse, Feuilleton, Essay, wissenschaftlicher Artikel, Manifest, Rede, Brief, Anleitung, Werbetext.
Literarische Gattungen: Epik (Roman, Novelle, Erzählung, Kurzgeschichte, Parabel, Anekdote), Lyrik (Gedicht, Ballade, Sonett), Dramatik (Tragödie, Komödie, episches Theater).
Grenzgänger: Essay, Reportage mit literarischer Form, Tagebuch, Reisebericht, autobiografische Texte - diese werden in der Aufgabenstellung explizit zugeordnet.
Der große Lesefehler: Literarische Texte werden wie Sachtexte gelesen ("Was will der Autor mir sagen?") - sie wollen oft NICHT sagen, sondern zeigen, evozieren, öffnen.
Musterbeispiel

Funktionsabgrenzung an einem Beispieltext-Paar

Text A: Reportage "Die Nacht der Schleuser" (Der Standard, 2024) - Text B: Kurzgeschichte "Bahnhof" von Robert Menasse (1996). Beide thematisieren Grenzüberschreitung. Wie unterscheiden sich die Lesehandlungen?

  1. 01Funktion bestimmen

    Text A informiert über ein reales Phänomen mit Recherchequellen. Text B inszeniert eine fiktive Begegnung am Westbahnhof, ohne Anspruch auf empirische Wahrheit.

  2. 02Lesemodus festlegen

    Text A fragt: Was ist nachweislich der Fall? Welche Quellen werden zitiert? Welche Position vertritt der Autor? Text B fragt: Welche Wahrnehmung entsteht? Welche Bilder werden evoziert? Welche Mehrdeutigkeit ist beabsichtigt?

  3. 03Analyseraster wählen

    Text A: Argumentations- und Sprachanalyse (Faktenargumente, sprachliche Mittel der Glaubwürdigkeit). Text B: Erzähl- und Bildanalyse (Erzählperspektive, Symbolik, Sprachrhythmus).

  4. 04Schreibhandlung anpassen

    Text A wird in Textanalyse + Kommentar bearbeitet. Text B in Textinterpretation + Stellungnahme. Beide Schreibhandlungen unterscheiden sich klar.

Ergebnis: Sachtext und literarischer Text verlangen unterschiedliche Lese- und Schreibhandlungen. Wer das ignoriert, verliert Punkte in der Inhaltsdimension - die wichtigste der vier Dimensionen des Beurteilungsrasters (IQS).

Schritt-für-Schritt Erklärung3 Schritte
  1. 1

    Sachtexte verweisen auf Sachverhalte - literarische Texte erzeugen Wahrnehmung.

  2. 2

    Lies einen Sachtext mit der Frage: Was ist der Fall? Lies einen literarischen Text mit der Frage: Was wird gezeigt?

  3. 3

    Die Verwechslung der Textsorte ist der klassische Punktverlust in der Inhaltsdimension.

SRDP-Aufgaben

SelbsttestAus der Fragenbank16 Punkte

Aufgabenstellung

Sie erhalten zwei Beilagen: eine Reportage zur Wohnungsnot in Wien (Beilage 1) und eine Kurzgeschichte mit Wohnungsthematik (Beilage 2). Beschreiben Sie die jeweilige Textsorte mit drei Merkmalen und erläutern Sie, welche Lese- und Analysewerkzeuge die jeweilige Textsorte erfordert.

Maturafokus

  • Die Aufgabenstellung gibt die Textsorte explizit an - sie ist die Grundlage für die richtige Schreibhandlung (Textanalyse für Sachtext, Textinterpretation für literarischen Text).
  • In der schriftlichen Klausur sind die beiden Beilagen oft verschieden: ein Sachtext (Kommentar) und ein literarischer Text (Lyrik oder Kurzprosa) - die Schreibaufgabe verlangt unterschiedliche Reaktion auf beide.
  • Verwechslung Sachtext/literarischer Text ist ein klassischer Punktverlust - im Zweifel die Aufgabenstellung dreimal lesen.

Typische Fehler

  • Eine Reportage wird wie ein literarischer Text gedeutet ("Was meint der Autor mit der roten Jacke?").
  • Ein Gedicht wird wie ein Sachtext analysiert ("Der Autor will damit sagen, dass ...") - die Polysemie geht verloren.
  • Essay wird als reine Argumentation behandelt - dabei ist die literarische Komponente (Sprachgestaltung, persönliche Perspektive) konstitutiv.

Aktive Wiederholung

Vergleiche eine Reportage und eine Kurzgeschichte zu einem ähnlichen Thema (zB Fluchterfahrung). Notiere für beide: Funktion, Erzählinstanz, Sprache, Wirkungsabsicht. Wo unterscheiden sich die analytischen Werkzeuge?

Aktiv abrufen

Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: Brinker: Linguistische Textanalyse (8. Aufl., 2014) (Erich Schmidt Verlag) · IQS: Beurteilungsraster Schreibklausur Deutsch (IQS)

§ 03

Inhaltsangabe und Textverdichtung#

●○○BasisLPD-L-2.2LPD-S-3.7

Kernpunkte

Inhaltsangabe ist die neutrale, eigenständige Wiedergabe der zentralen Informationen eines Textes - im Präsens, in indirekter Rede bei Positionen, ohne eigene Wertung.
Verdichtungsgrad der schulischen Inhaltsangabe: ca. 1:3 bis 1:5 - aus einem 800-Wörter-Text wird eine ca. 160-270-Wörter-Wiedergabe. (Die SRDP-Zusammenfassung als Prüfungstextsorte liegt mit rund einem Drittel der Ausgangslänge bei 270-330 Wörtern.)
Struktur (): Drei Bausteine tragen den Text - der Basissatz (Autor, Titel, Textsorte, Erscheinungsort/-jahr, Thema), der Hauptteil mit den Kernaussagen in der logischen Reihenfolge des Originals und die textsortengerechte Sprache. Ein Schluss mit eigener Meinung entfällt - die Inhaltsangabe endet, wenn der Gedankengang wiedergegeben ist.

Bauplan der Inhaltsangabe

Bauplan der InhaltsangabeBaumdiagramm, 6 Pfade, Daten: Basissatz → Autor, Titel; Basissatz → Textsorte, Thema; Hauptteil → Kernaussagen; Hauptteil → in Reihenfolge; Sprache → Präsens; Sprache → indirekte RedeBasissatzHauptteilSpracheInhaltsangabeAutor, TitelTextsorte, ThemaKernaussagenin ReihenfolgePräsensindirekte Rede
Abb. 3Drei Bausteine tragen jede Inhaltsangabe: ein vollständiger Basissatz, der gestraffte Hauptteil in der Reihenfolge des Originals und die textsortengerechte Sprache (Präsens, indirekte Rede, neutral).
Sagensverben variieren: argumentiert, behauptet, erläutert, plädiert, kritisiert, beklagt, fordert, räumt ein, weist hin, beobachtet, schließt.
Konjunktiv I markiert in der Schriftsprache die Distanz zur fremden Position: "Der Autor argumentiert, X sei der Fall." Bei Formgleichheit Indikativ/Konjunktiv I wird Konjunktiv II oder "würde"-Form verwendet.
Inhaltsangabe unterscheidet sich von Textanalyse: keine Stilmittelanalyse, keine Wirkungsbeschreibung, kein Interpretationsanspruch.
Musterbeispiel

Zusammenfassung - 800-Wörter-Text auf 180 Wörter straffen

Verdichte einen 800-Wörter-Kommentar über Mietpreise in Wien auf eine 180-Wörter-Zusammenfassung. Welche Schritte sicherst du?

  1. 01Kerninfo markieren (3 Min.)

    Erste Lektüre - These und drei tragende Argumente unterstreichen. Beispiele, Anekdoten, Wiederholungen werden NICHT markiert.

  2. 02Sinnabschnitte bilden (2 Min.)

    Text in 4-6 Sinnabschnitte teilen, jedem in 1-2 Schlagwörter überschreiben: "1. Anlass: Mietpreisindex März 2024 +9,2 %", "2. Hauptthese: strukturelles Versagen", "3. Argument A: Privatisierung Gemeindebau", "4. Argument B: Investorenmarkt", "5. Gegenargument: Neubauförderung", "6. Schluss: Mietzinsdeckel + Genossenschaften".

  3. 03Basis-Satz formulieren (1 Min.)

    Standardform: "Im Kommentar Titel, erschienen am DATUM in MEDIUM, kritisiert AUTOR die ZENTRALE PROBLEMSTELLUNG." Damit sind ca. 35 Wörter fix verbraucht.

  4. 04Indirekte Rede + Verdichtung (10 Min.)

    Pro Sinnabschnitt 1-2 Sätze in Konjunktiv I oder mit "laut Autor". Verben des Sagens variieren: "argumentiert", "verweist auf", "räumt ein", "fordert". Beispiele werden NICHT übernommen, sondern durch "etwa" oder "unter anderem" geclustert.

  5. 05Endkontrolle (2 Min.)

    Prüfen: (1) keine eigene Wertung im Text - keine Adjektive wie "überzeugend", "schwach", "gerechtfertigt"; (2) Präsens durchgängig; (3) keine Originalzitate über 5 Wörter; (4) Wortzahl im Toleranzbereich 162-198.

Ergebnis: In ca. 18 Minuten entsteht eine korrekte Zusammenfassung. IQS-Raster honoriert Indikatoren wie indirekte Rede, Variation der Sagensverben und Verzicht auf Wertung mit voller Inhalts- und Stildimension.

Schritt-für-Schritt Erklärung3 Schritte
  1. 1

    Inhaltsangabe ist die neutrale, eigenständige Wiedergabe - keine Zitatcollage, keine Wertung.

  2. 2

    Basissatz nennt Autor, Titel, Textsorte, Erscheinungsort, Thema in einem einzigen Satz.

  3. 3

    Variiere Sagensverben: argumentiert, behauptet, plädiert, kritisiert, fordert - das zeigt sprachliche Reife.

SRDP-Aufgaben

SelbsttestAus der Fragenbank16 Punkte

Aufgabenstellung

Verfassen Sie eine Zusammenfassung des Essays "Warum wir Stille brauchen" von Sara Wiener (Die Zeit, 2024, ca. 750 Wörter) im Umfang von 270-330 Wörtern. Achten Sie auf neutrale Wiedergabe, konsequente Verwendung der indirekten Rede und Berücksichtigung aller Argumentationsschritte.

Maturafokus

  • Inhaltsangabe ist als eigenständige Schreibaufgabe ("Zusammenfassung") in der Klausur vorgesehen - 270-330 Wörter.
  • In Textanalyse und Textinterpretation ist die kurze Inhaltsangabe ein PFLICHTBESTANDTEIL der Einleitung (ca. 30-50 Wörter).
  • IQS-Raster honoriert Indikatoren: indirekte Rede, Variation der Sagensverben, neutrale Wortwahl.

Typische Fehler

  • Zitatcollage statt eigene Paraphrase - oft mehr als 30 % der Inhaltsangabe besteht aus Originalsätzen.
  • Bewertende Adjektive werden verwendet ("überzeugend", "schwach", "richtig", "absurd") - das sind Meinungssignale, nicht Inhaltsangabe.
  • Beispiele und Anekdoten werden übernommen - dabei sollen nur die durch sie illustrierten Hauptthesen wiedergegeben werden.

Aktive Wiederholung

Verdichte eine SRDP-Beilage (Kommentar, ca. 700 Wörter) auf eine 130-Wörter-Inhaltsangabe. Setze: Basissatz, drei bis vier Kernaussagen in indirekter Rede, neutralen Schlusssatz ohne eigene Meinung.

Aktiv abrufen

Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: Duden: Inhaltsangabe schreiben (Duden) · BMBWF Schreibhandbuch Deutsch (Oberstufe) (BMBWF)

§ 04

Textfunktionen erkennen - informieren, appellieren, bewerten, instruieren#

●●○StandardLPD-L-2.2

Textsorten-Matrix nach Funktion und Adressat

Textsorten nach Funktion und AdressatTabelle mit 3 Spalten und 7 Zeilen, Daten: Textsorte · Funktion · Adressat; Zusammenfassung · analysierend · neutral; Textanalyse · analysierend · öffentlich; Textinterpretation · analysierend · öffentlich; Leserbrief · positionierend · privat; Erörterung · positionierend · öffentlich; Kommentar · positionierend · öffentlich; Meinungsrede · positionierend · öffentlichTEXTSORTEFUNKTIONADRESSATZUSAMMENFASSUNGanalysierendneutralTEXTANALYSEanalysierendöffentlichTEXTINTERPRETATIONanalysierendöffentlichLESERBRIEFpositionierendprivatERÖRTERUNGpositionierendöffentlichKOMMENTARpositionierendöffentlichMEINUNGSREDEpositionierendöffentlich
Abb. 4Die sieben verbindlichen SRDP-Textsorten, geordnet nach Funktion (analysierend oder positionierend) und Adressat (neutral, privat, öffentlich).

Kernpunkte

Brinker (2014) unterscheidet fünf Grundfunktionen: Informations-, Appell-, Obligations-, Kontakt- und Deklarationsfunktion. In der Schule reichen oft drei: informieren, appellieren, bewerten.
Informationsfunktion dominiert in Nachricht, Bericht, Sachbuch, wissenschaftlichem Artikel. Erkennbar an neutraler Wortwahl, Faktenfokussierung, Prüfbarkeit.
Appellfunktion dominiert in Werbung, Rede, Leserbrief, Manifest. Erkennbar an direkter Anrede, Imperativen, rhetorischen Fragen, emotionalen Verstärkern.
Bewertungsfunktion dominiert in Kommentar, Rezension, Kolumne, Glosse. Erkennbar an wertenden Adjektiven, Position des Autors, Argumentationsstruktur.
Multifunktionalität ist die Regel: ein Kommentar informiert UND bewertet UND appelliert oft gleichzeitig - die Dominanz einer Funktion entscheidet die Textsortenzuordnung.
Textfunktion bestimmt die Schreibhandlung: Informationsfunktion -> Inhaltsangabe; Bewertungsfunktion -> Textanalyse; Appellfunktion -> Stellungnahme oder Gegenrede.
Musterbeispiel

Textfunktion bestimmen und mit sprachlichen Mitteln belegen

Teilauftrag einer Textanalyse: "Bestimmen Sie die dominante Funktion des Kommentars und belegen Sie sie mit drei sprachlichen Mitteln." Vorlage: ein Zeitungskommentar zum Tempolimit. Wie kommst du methodisch vom Eindruck zum belegten Befund?

  1. 01Schritt 1 - Kandidaten ausschließen

    Frage zuerst: Will der Text vor allem informieren (neutral, prüfbar), bewerten (Position, wertende Adjektive) oder appellieren (Anrede, Imperativ)? Ein Kommentar ist nie reine Information - die Wortwahl ist erkennbar wertend ("riskant", "überfällig"). Damit ist die Informationsfunktion als DOMINANTE Funktion ausgeschlossen.

  2. 02Schritt 2 - Dominanz festlegen

    Bewertung und Appell konkurrieren. Entscheidend ist das Schreibziel: Der Text begründet ausführlich eine Position und ruft erst am Schluss zum Handeln auf. Die Bewertungsfunktion überwiegt, der Appell ist ihr untergeordnet - so wird die Dominanz begründet, nicht behauptet.

  3. 03Schritt 3 - drei sprachliche Belege sichern

    Jeder Beleg = Mittel + Textstelle + Wirkung. (1) Wertende Adjektive ("ein riskantes Spiel mit Menschenleben") - Konnotation lenkt die Leserwertung. (2) Rhetorische Frage ("Wie viele Tote braucht es noch?") - erzeugt scheinbare Evidenz. (3) Modalverben des Sollens ("man müsste längst handeln") - markiert die normative Haltung.

  4. 04Schritt 4 - Funktion und Schreibziel verknüpfen

    Schließe den Bogen: Die Bewertungsfunktion stützt das Schreibziel, die Leserschaft zu einer bestimmten Position zu bewegen - eine bloße Informationsfunktion würde Zustimmung gar nicht erst anstreben. Genau diese Verknüpfung honoriert die Inhaltsdimension des IQS-Rasters.

Ergebnis: Drei belegte sprachliche Mittel + die Verknüpfung von Funktion und Schreibziel - das ist die vollständige Antwort. Nie nur "Der Text appelliert" behaupten: Mittel benennen, Stelle zitieren, Wirkung erklären. Die häufigste Schwäche ist das Verwechseln von Inhalt ("Der Text handelt von ...") und Funktion ("Der Text bewertet ...").

Schritt-für-Schritt Erklärung3 Schritte
  1. 1

    Fünf Grundfunktionen nach Brinker: informieren, appellieren, verpflichten, kontaktieren, deklarieren.

  2. 2

    In der Schule reichen oft drei: informieren, appellieren, bewerten.

  3. 3

    Multifunktionalität ist die Regel - die Dominanz entscheidet die Textsorte.

SRDP-Aufgaben

SelbsttestAus der Fragenbank16 Punkte

Aufgabenstellung

Bestimmen Sie die dominante Textfunktion des Leitartikels "Wir müssen reden!" (Beilage 1) und belegen Sie Ihre Bestimmung mit mindestens drei sprachlichen Indikatoren. Erläutern Sie, in welcher Weise die Textfunktion das Schreibziel des Autors stützt.

Maturafokus

  • Textfunktion bestimmen ist Pflichtbestandteil jeder Textanalyse - oft als expliziter Teilauftrag formuliert ("Bestimmen Sie die Textfunktion und belegen Sie sie mit drei sprachlichen Mitteln").
  • In der Stellungnahme/Erorterung musst du die Beilage in ihrer FUNKTION beschreiben, nicht nur in ihrem INHALT - das honoriert die IQS-Dimension Inhalt.

Typische Fehler

  • Textfunktion wird mit Textinhalt verwechselt: "Der Text handelt von ..." statt "Der Text informiert über ..." oder "kritisiert ...".
  • Multifunktionalität wird ignoriert - die Aufgabenstellung fragt nach DOMINANTER Funktion, nicht nach der einzigen.
  • Die Funktion wird nicht mit sprachlichen Mitteln belegt - dabei ist genau das die Prüfungsanforderung.

Aktive Wiederholung

Nimm drei Texte aus einer aktuellen Tageszeitung: Nachricht, Kommentar, Leserbrief. Bestimme die dominante Textfunktion und belege jede mit zwei sprachlichen Mitteln.

Aktiv abrufen

Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: Brinker: Linguistische Textanalyse (8. Aufl., 2014) (Erich Schmidt Verlag) · Duden Grammatik (10. Aufl., 2022) (Duden)

§ 05

Zusammenfassung - aus dem Lesen die SRDP-Textsorte gewinnen#

●○○BasisLPD-L-2.1LPD-L-2.2

Textsorten-Matrix nach Funktion und Adressat

Textsorten nach Funktion und AdressatTabelle mit 3 Spalten und 7 Zeilen, Daten: Textsorte · Funktion · Adressat; Zusammenfassung · analysierend · neutral; Textanalyse · analysierend · öffentlich; Textinterpretation · analysierend · öffentlich; Leserbrief · positionierend · privat; Erörterung · positionierend · öffentlich; Kommentar · positionierend · öffentlich; Meinungsrede · positionierend · öffentlichTEXTSORTEFUNKTIONADRESSATZUSAMMENFASSUNGanalysierendneutralTEXTANALYSEanalysierendöffentlichTEXTINTERPRETATIONanalysierendöffentlichLESERBRIEFpositionierendprivatERÖRTERUNGpositionierendöffentlichKOMMENTARpositionierendöffentlichMEINUNGSREDEpositionierendöffentlich
Abb. 5Die sieben verbindlichen SRDP-Textsorten, geordnet nach Funktion (analysierend oder positionierend) und Adressat (neutral, privat, öffentlich).

Kernpunkte

Die Zusammenfassung ist eine der sieben SRDP-Textsorten und die direkte Brücke vom Lesen zum Schreiben: Sie gibt den Inhalt eines Ausgangstextes in eigenen Worten gestrafft und sachlich wieder.
Pflichtmerkmale: Präsens, indirekte Rede bei Quellenaussagen, dritte Person, sachlich-distanziertes Register, keine eigene Wertung und kein wörtliches Zitieren.
Aufbau: Basissatz (Autor, Titel, Textsorte, Thema, Kernaussage) als erster Satz, dann gestraffte Wiedergabe des Gedankengangs in der Reihenfolge des Originals.
Strikte Reduktion: Beispiele, Wiederholungen und Ausschmückungen entfallen; nur Hauptgedanken und ihre logische Verknüpfung bleiben. Faustregel: rund ein Drittel der Ausgangslänge.
Eigene Worte sind Pflicht: Schlüsselbegriffe dürfen übernommen werden, ganze Formulierungen nicht - das Erkennen und Umformulieren der Kernaussagen ist die eigentliche Leistung.
Die Zusammenfassung ist Grundlage vieler anderer Aufgaben: Sie bereitet die textbasierte Erörterung, die Textanalyse und die mündliche Wiedergabe vor.
Musterbeispiel

Basissatz und gestraffte Wiedergabe

Verfasse den Einstieg einer Zusammenfassung zu einem Kommentar von A. Berger über das schulische Handyverbot.

  1. 01Basissatz formulieren

    "In ihrem Kommentar Konzentration statt Klingelton (Quelle, 2024) vertritt A. Berger die These, ein schulisches Handyverbot fördere die Aufmerksamkeit der Lernenden."

  2. 02Erstes Argument straffen

    "Zunächst führt die Autorin an, ständige Erreichbarkeit unterbreche das konzentrierte Arbeiten." - Beispiel und Ausschmückung des Originals entfallen.

  3. 03Indirekte Rede prüfen

    Alle Aussagen stehen in indirekter Rede (Konjunktiv I: fördere, unterbreche); eigene Wertung fehlt vollständig.

Ergebnis: Der Einstieg liefert einen vollständigen Basissatz und eine erste gestraffte, wertungsfreie Wiedergabe in indirekter Rede - die textsortengerechte Grundlage einer Zusammenfassung.

Schritt-für-Schritt Erklärung3 Schritte
  1. 1

    Zusammenfassung: Inhalt gestrafft, sachlich, in eigenen Worten.

  2. 2

    Basissatz zuerst: Autor, Titel, Textsorte, Thema, Kernaussage.

  3. 3

    Präsens, indirekte Rede, keine Wertung, kein wörtliches Zitat.

Maturafokus

  • Fasse einen Sachtext sachlich, im Präsens und in indirekter Rede zusammen, ohne zu werten.
  • Erstelle einen vollständigen Basissatz mit Autor, Titel, Textsorte, Thema und Kernaussage.
  • Straffe den Text auf etwa ein Drittel, indem du Beispiele und Wiederholungen weglässt.

Typische Fehler

  • Die Zusammenfassung enthält eigene Wertungen oder Kommentare - das ist textsortenwidrig.
  • Ganze Formulierungen werden übernommen statt umformuliert.
  • Der Basissatz fehlt oder ist unvollständig (z.B. ohne Textsorte oder Kernaussage).

Aktive Wiederholung

Fasse einen Sachtext von etwa 600 Wörtern in rund 200 Wörtern zusammen: Beginne mit einem vollständigen Basissatz, schreibe im Präsens und in indirekter Rede und verzichte auf jede eigene Wertung.

Aktiv abrufen

Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: BMBWF Schreibhandbuch - Zusammenfassung (BMBWF) · IQS SRDP Aufgabenarchiv Deutsch (IQS)

§ 06

Leseverstehen - Aufgabentypen und Belegtechnik#

●●○StandardLPD-L-2.1LPD-L-2.2LPD-L-2.3

Textsorten-Matrix nach Funktion und Adressat

Textsorten nach Funktion und AdressatTabelle mit 3 Spalten und 7 Zeilen, Daten: Textsorte · Funktion · Adressat; Zusammenfassung · analysierend · neutral; Textanalyse · analysierend · öffentlich; Textinterpretation · analysierend · öffentlich; Leserbrief · positionierend · privat; Erörterung · positionierend · öffentlich; Kommentar · positionierend · öffentlich; Meinungsrede · positionierend · öffentlichTEXTSORTEFUNKTIONADRESSATZUSAMMENFASSUNGanalysierendneutralTEXTANALYSEanalysierendöffentlichTEXTINTERPRETATIONanalysierendöffentlichLESERBRIEFpositionierendprivatERÖRTERUNGpositionierendöffentlichKOMMENTARpositionierendöffentlichMEINUNGSREDEpositionierendöffentlich
Abb. 6Die sieben verbindlichen SRDP-Textsorten, geordnet nach Funktion (analysierend oder positionierend) und Adressat (neutral, privat, öffentlich).

Kernpunkte

Leseverstehensaufgaben prüfen drei Ebenen: explizites Verstehen (Information steht im Text), schlussfolgerndes Verstehen (Information wird erschlossen) und reflektierendes Verstehen (Bewertung und Einordnung).
Aufgabentypen: Richtig-Falsch (mit Textbeleg), Zuordnung (Aussage zu Abschnitt), offene Kurzantwort, Multiple Choice. Jede verlangt genaues, nicht überfliegendes Lesen.
Belegtechnik: Antworten auf Textfragen werden mit einer Zeilen- oder Abschnittsangabe gestützt; eine Behauptung ohne Beleg ist in der Prüfung wertlos.
Distraktoren im Multiple Choice arbeiten mit halbwahren Aussagen, übergeneralisierten Formulierungen (immer, alle) oder mit Information, die im Text steht, aber die Frage nicht beantwortet.
Schlüsselwörter der Frage markieren und im Text wiederfinden: Die Frage gibt vor, wonach gesucht wird; Synonyme und Umschreibungen im Text müssen erkannt werden.
Eigenes Vorwissen vom Textwissen trennen: Bei Textfragen zählt, was im Text steht, nicht, was man selbst zum Thema weiß - eine häufige Fehlerquelle.

Argumentationsbaum - These, Argument, Beleg

ArgumentationsbaumBaumdiagramm, 6 Pfade, Daten: Argument 1 → Beleg; Argument 1 → Beispiel; Argument 2 → Studie; Argument 2 → Zitat; Argument 3 → Statistik; Argument 3 → ErfahrungArgument 1Argument 2Argument 3TheseBelegBeispielStudieZitatStatistikErfahrung
Abb. 7Hierarchische Struktur einer Argumentation: jede These wird durch Argumente, jedes Argument durch Belege gestützt. Aus den geprüften Argumenten folgt die begründete Schlussposition.
Musterbeispiel

Distraktor im Multiple Choice entlarven

Eine Frage lautet: Warum kritisiert der Autor das Verbot? Option A nennt einen im Text erwähnten, aber unzutreffenden Grund. Wie gehst du vor?

  1. 01Schlüsselwort der Frage

    Das Schlüsselwort ist warum kritisiert - gesucht wird der Begründungsgrund der Kritik, nicht irgendeine Aussage des Textes.

  2. 02Distraktor prüfen

    Option A nennt eine Aussage, die zwar im Text steht, aber Teil der Gegenposition ist und nicht die Kritik begründet - ein klassischer halbwahrer Distraktor.

  3. 03Richtige Option belegen

    Die zutreffende Option wird mit der Textstelle gestützt, an der der Autor seinen Kritikgrund ausdrücklich nennt (Zeilenangabe).

Ergebnis: Der Distraktor steht zwar im Text, beantwortet aber die Frage nicht. Wer das Schlüsselwort der Frage markiert und die Antwort am Text belegt, vermeidet die Falle - das ist die Kernkompetenz des Leseverstehens.

Schritt-für-Schritt Erklärung3 Schritte
  1. 1

    Drei Ebenen: explizites, schlussfolgerndes, reflektierendes Verstehen.

  2. 2

    Jede Antwort am Text belegen - Zeilen- oder Abschnittsangabe.

  3. 3

    Distraktoren entlarven: im Text, aber nicht die Antwort.

Maturafokus

  • Beantworte eine offene Leseverstehensfrage präzise und stütze die Antwort mit einer Beleg- oder Zeilenangabe.
  • Erkenne im Multiple Choice die Distraktoren und begründe die Wahl der richtigen Option am Text.
  • Trenne explizit gegebene von erschlossener Information und kennzeichne das schlussfolgernde Verstehen.

Typische Fehler

  • Antworten beruhen auf eigenem Vorwissen statt auf dem Text.
  • Belege (Zeilen, Abschnitte) fehlen; die Antwort bleibt unbelegt.
  • Distraktoren werden gewählt, weil sie im Text vorkommen, obwohl sie die Frage nicht beantworten.

Aktive Wiederholung

Bearbeite zu einem Sachtext drei Leseverstehensaufgaben (eine Richtig-Falsch mit Beleg, eine offene Kurzantwort, eine Multiple-Choice) und begründe jede Lösung mit einer konkreten Textstelle.

Aktiv abrufen

Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: IQS SRDP Aufgabenarchiv Deutsch (IQS) · BMBWF Schreibhandbuch - Leseverstehen (BMBWF)

Inhalt

Abschnitt -- / 06

    • 01Lesestrategien - global, selektiv, detailliert○
    • 02Sachtext vs. literarischer Text - Funktionsunterschiede◐
    • 03Inhaltsangabe und Textverdichtung○
    • 04Textfunktionen erkennen - informieren, appellieren, bewerten, instruieren◐
    • 05Zusammenfassung - aus dem Lesen die SRDP-Textsorte gewinnen○
    • 06Leseverstehen - Aufgabentypen und Belegtechnik◐

0/6 Gelesen

Aus den Notizen ins Training

D 2 - Lesen und Textverständnis

Festige dieses Thema an passenden Aufgaben aus der Fragenbank.

~18
Min
3
Kompetenzen
Üben
Beispielfrage

Lesen Sie die Reportage "Was kostet uns die Hitze?" (Beilage 1, ca. 680 Wörter) und identifizieren Sie in drei Stichpunkten: (a) die Hauptthese, (b) die drei tragenden Argumente, (c) die Position des Autors zur Klimaanpassung.

16 BE · 2022

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Belege & Quellen

Quellen

BMBWF

  • AHS-Lehrplan Deutsch
  • BMBWF Schreibhandbuch Deutsch (Oberstufe)

Sage

  • Dunlosky et al.: Improving Students Learning (2013)

Erich Schmidt Verlag

  • Brinker: Linguistische Textanalyse (8. Aufl., 2014)

IQS

  • IQS: Beurteilungsraster Schreibklausur Deutsch

Duden

  • Duden: Inhaltsangabe schreiben
  • Duden Grammatik (10. Aufl., 2022)

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