Wird geladen
EuraStudy
Dein Lernraum wird vorbereitet — Curriculum, Notizen und KI verbinden sich.
Wird geladen
Dein Lernraum wird vorbereitet — Curriculum, Notizen und KI verbinden sich.
DE-Abitur · ChemieT·044 / 9
Reaktionsgeschwindigkeit, Geschwindigkeitsgesetz, Arrhenius-Gleichung und Katalyse; Massenwirkungsgesetz, K_c/K_p, Prinzip von Le Chatelier. Erklärt, wie schnell und wie weit eine Reaktion abläuft.
6Abschnitteca. 13Min Lesezeit4Kompetenzen
Operatoren:beschreiben · erklären · berechnen · beurteilen · auswerten
grundlegendes Niveau
gA: Einfluss von Konzentration, Temperatur, Oberfläche und Katalysator qualitativ erklären; Massenwirkungsgesetz aufstellen, Le Chatelier anwenden.
erhöhtes Niveau
eA: Geschwindigkeitsgesetz aus Initialratenmethode bestimmen, Arrhenius-Auswertung, K_p/K_c-Umrechnung, Berechnung der Gleichgewichtsstoffmengen.
Kernpunkte
REAKTIONSGESCHWINDIGKEIT UND GESCHWINDIGKEITSGESETZ
ARRHENIUS-GLEICHUNG (TEMPERATURABHÄNGIGKEIT DER GESCHWINDIGKEITSKONSTANTE)
ENERGIEDIAGRAMM — MIT UND OHNE KATALYSATOR
Welche drei Beschriftungen in "Energiediagramm — mit und ohne Katalysator" sind prüfungsrelevant?
Folgeaufgabe: Skizziere dasselbe Schema ohne Beschriftungen und ergänze sie aus dem Gedächtnis.
MAXWELL-BOLTZMANN-VERTEILUNG
Welche drei Beschriftungen in "Maxwell-Boltzmann-Verteilung" sind prüfungsrelevant?
Folgeaufgabe: Skizziere dasselbe Schema ohne Beschriftungen und ergänze sie aus dem Gedächtnis.
REAKTION 1. ORDNUNG — KONZENTRATIONSVERLAUF
Musterlösung
Bei T₁ = 298 K beträgt k₁ = 1,0·10⁻³ s⁻¹, bei T₂ = 318 K beträgt k₂ = 4,0·10⁻³ s⁻¹. Bestimmen Sie E_A.
ln(k₂/k₁) = −E_A/R · (1/T₂ − 1/T₁).
ln(4,0) ≈ 1,386.
(1/318 − 1/298) ≈ −2,11·10⁻⁴ K⁻¹.
E_A = −R · ln(k₂/k₁) / (1/T₂ − 1/T₁) ≈ −8,314 · 1,386 / (−2,11·10⁻⁴) ≈ 54,6·10³ J/mol.
E_A ≈ 55 kJ/mol — typischer Wert für eine moderat aktivierte Lösungsmittel-Reaktion.
Ergebnis: Aktivierungsenergie E_A ≈ 55 kJ/mol; eine Temperaturerhöhung um 20 K vervierfacht die Geschwindigkeit.
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA-Vertiefung: Bestimmen Sie aus zwei Messpunkten k(T₁) und k(T₂) die Aktivierungsenergie und diskutieren Sie das Vorgehen bei vermuteter Reaktion zweiter Ordnung.
Quellen: Atkins, Physical Chemistry — Kap. Chemical Kinetics (Oxford University Press)
Kernpunkte
MASSENWIRKUNGSGESETZ (KONZENTRATIONEN IM GLEICHGEWICHT)
ZUSAMMENHANG K_P UND K_C BEI GASREAKTIONEN
CHEMISCHES GLEICHGEWICHT — KONZENTRATIONSVERLAUF
Welche drei Beschriftungen in "Chemisches Gleichgewicht — Konzentrationsverlauf" sind prüfungsrelevant?
Folgeaufgabe: Skizziere dasselbe Schema ohne Beschriftungen und ergänze sie aus dem Gedächtnis.
Musterlösung
Für die Veresterung CH₃COOH + C₂H₅OH ⇌ CH₃COOC₂H₅ + H₂O gilt K_c ≈ 4. Berechnen Sie die Esterausbeute aus 1,00 mol Säure und 1,00 mol Alkohol.
Sei x die umgesetzte Stoffmenge; im Gleichgewicht: [HA] = [OH] = (1 − x), [Ester] = [H₂O] = x.
K_c = x²/(1 − x)² = 4 ⇒ x/(1 − x) = 2.
x = 2 − 2x ⇒ 3x = 2 ⇒ x ≈ 0,667 mol.
Esterausbeute ≈ 66,7 %; durch Wasserentzug verschiebt sich das Gleichgewicht weiter rechts (Le Chatelier).
Ergebnis: Esterausbeute beträgt rund 67 %; durch Entfernen von Wasser oder Überschuss eines Edukts steigt sie auf über 90 %.
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA-Vertiefung: Im Haber-Bosch-Verfahren wählt man 400–500 °C und 200–300 bar. Begründen Sie, warum das Optimum aus Kompromissen zwischen Geschwindigkeit und Gleichgewichtslage entsteht.
Quellen: KMK Bildungsstandards Chemie AHR (Kultusministerkonferenz)
Kernpunkte
INTEGRIERTES GESETZ UND HALBWERTSZEIT (1. ORDNUNG)
INTEGRIERTES GESETZ UND HALBWERTSZEIT (2. ORDNUNG)
KONZENTRATION-ZEIT-VERLAUF — 0., 1. UND 2. ORDNUNG
Welche drei Beschriftungen in "Konzentration-Zeit-Verlauf — 0., 1. und 2. Ordnung" sind prüfungsrelevant?
Folgeaufgabe: Skizziere dasselbe Schema ohne Beschriftungen und ergänze sie aus dem Gedächtnis.
ENERGIEDIAGRAMM — MIT UND OHNE KATALYSATOR
Welche drei Beschriftungen in "Energiediagramm — mit und ohne Katalysator" sind prüfungsrelevant?
Folgeaufgabe: Skizziere dasselbe Schema ohne Beschriftungen und ergänze sie aus dem Gedächtnis.
Musterlösung
Für A + B → P liefern Versuche: (1) [A]=0,1, [B]=0,1, v=2·10⁻³; (2) [A]=0,2, [B]=0,1, v=4·10⁻³; (3) [A]=0,1, [B]=0,2, v=8·10⁻³ (alle mol/(L·s)). Bestimmen Sie das Geschwindigkeitsgesetz.
Von (1) zu (2): [A] verdoppelt, v verdoppelt → erste Ordnung in A (m = 1).
Von (1) zu (3): [B] verdoppelt, v vervierfacht → zweite Ordnung in B (n = 2).
v = k·[A]·[B]²; Gesamtordnung = 1 + 2 = 3.
k = v/([A]·[B]²) = 2·10⁻³ / (0,1 · 0,1²) = 2,0 L²/(mol²·s).
Ergebnis: v = k·[A]·[B]² mit k = 2,0 L²/(mol²·s); die Reaktion ist insgesamt von dritter Ordnung.
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA-Vertiefung: Für 2 NO + O₂ → 2 NO₂ wird experimentell v = k·[NO]²·[O₂] gefunden. Schlagen Sie einen zweistufigen Mechanismus mit vorgelagertem Gleichgewicht vor und zeigen Sie, dass er das Gesetz reproduziert.
Quellen: Atkins, Physical Chemistry — Kap. The Rates of Chemical Reactions (Oxford University Press)
Kernpunkte
MICHAELIS-MENTEN-GLEICHUNG (ENZYMKINETIK)
ENERGIEDIAGRAMM — MIT UND OHNE KATALYSATOR
Welche drei Beschriftungen in "Energiediagramm — mit und ohne Katalysator" sind prüfungsrelevant?
Folgeaufgabe: Skizziere dasselbe Schema ohne Beschriftungen und ergänze sie aus dem Gedächtnis.
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA-Vertiefung: Beschreiben Sie die heterogene Katalyse im Drei-Wege-Abgaskatalysator (Oxidation von CO und Kohlenwasserstoffen, Reduktion von NO_x) und erläutern Sie die Rolle der Edelmetalloberfläche und der Lambdasonde.
Quellen: OpenStax Chemistry 2e — Kap. 12.7 Catalysis (OpenStax)
Kernpunkte
LÖSLICHKEITSPRODUKT FÜR A_P B_Q
Musterlösung
K_L(AgCl) = 1,8·10⁻¹⁰. Berechnen Sie die molare Löslichkeit in reinem Wasser und in 0,10 mol/L NaCl.
AgCl ⇌ Ag⁺ + Cl⁻ mit [Ag⁺] = [Cl⁻] = s; K_L = s² ⇒ s = √(1,8·10⁻¹⁰) ≈ 1,34·10⁻⁵ mol/L.
In 0,10 mol/L NaCl gilt [Cl⁻] ≈ 0,10 mol/L; K_L = [Ag⁺]·0,10.
s′ = [Ag⁺] = K_L/0,10 = 1,8·10⁻¹⁰/0,10 = 1,8·10⁻⁹ mol/L.
Die Löslichkeit sinkt um etwa den Faktor 7400; das gemeinsame Cl⁻-Ion drängt das Gleichgewicht zum Feststoff (Le Chatelier).
Ergebnis: s(Wasser) ≈ 1,34·10⁻⁵ mol/L, s(NaCl) ≈ 1,8·10⁻⁹ mol/L — der Gleichioneneffekt verringert die Löslichkeit drastisch.
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA-Vertiefung: Bestimmen Sie die molare Löslichkeit von Calciumfluorid CaF₂ (K_L = 3,9·10⁻¹¹) und vergleichen Sie sie mit der von AgCl; erläutern Sie, warum der direkte Vergleich der K_L-Werte irreführend ist.
Quellen: OpenStax Chemistry 2e — Kap. 15 Equilibria of Other Reaction Classes (OpenStax)
Kernpunkte
CHEMISCHES GLEICHGEWICHT — KONZENTRATIONSVERLAUF
Welche drei Beschriftungen in "Chemisches Gleichgewicht — Konzentrationsverlauf" sind prüfungsrelevant?
Folgeaufgabe: Skizziere dasselbe Schema ohne Beschriftungen und ergänze sie aus dem Gedächtnis.
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA-Vertiefung: Übertragen Sie die Optimierungslogik auf das Kontaktverfahren 2 SO₂ + O₂ ⇌ 2 SO₃ und begründen Sie, warum man hier mit moderatem Druck und mehrstufiger Kühlung arbeitet.
Quellen: KMK Bildungsstandards Chemie AHR (Kultusministerkonferenz)