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DE-Abitur · BiologieT·033 / 10
Mendel-Regeln, Erbgänge (autosomal/gonosomal, dominant/rezessiv), Kopplung und Rekombination, Stammbaumanalyse sowie quantitative Auswertung mit Chi-Quadrat-Test.
6Abschnitteca. 11Min Lesezeit3Kompetenzen
Operatoren:beschreiben · erklären · analysieren · berechnen · beurteilen
grundlegendes Niveau
gA: Drei Mendel-Regeln, Punnett-Quadrat, einfache Stammbaumtypen, Phänotyp-/Genotyp-Verhältnisse 3:1 und 9:3:3:1.
erhöhtes Niveau
eA: Erbgangtyp aus Stammbaum systematisch ableiten (4-Schritt-Verfahren), Chi-Quadrat-Test mit Freiheitsgraden, Kopplung und Kartenabstände in centiMorgan.
Kernpunkte
MENDEL-PYRAMIDE — DIE DREI VERERBUNGSREGELN
Welche drei Beschriftungen in "Mendel-Pyramide — die drei Vererbungsregeln" sind prüfungsrelevant?
Folgeaufgabe: Skizziere dasselbe Schema ohne Beschriftungen und ergänze sie aus dem Gedächtnis.
PUNNETT-QUADRAT — MONOHYBRIDER ERBGANG
Welche drei Beschriftungen in "Punnett-Quadrat — monohybrider Erbgang" sind prüfungsrelevant?
Folgeaufgabe: Skizziere dasselbe Schema ohne Beschriftungen und ergänze sie aus dem Gedächtnis.
Musterlösung
Bestimmen Sie für die Kreuzung reinerbig gelb (GG) × reinerbig grün (gg) die F1- und F2-Generation und begründen Sie das Verhältnis.
GG liefert ausschließlich G-Gameten, gg ausschließlich g-Gameten.
Alle F1-Nachkommen sind heterozygot Gg und phänotypisch gelb (Uniformitätsregel).
Im Punnett-Quadrat ergeben sich vier gleich wahrscheinliche Kombinationen: GG, Gg, Gg, gg.
1 GG : 2 Gg : 1 gg, also 25 % homozygot dominant, 50 % heterozygot, 25 % homozygot rezessiv.
Aufgrund der vollständigen Dominanz erscheinen GG und Gg gleich gelb; Verhältnis 3 gelb : 1 grün (Spaltungsregel).
Ergebnis: F1 100 % gelb (Gg); F2 phänotypisch 3 : 1; genotypisch 1 : 2 : 1.
Typische Fehler
Kernpunkte
STAMMBAUMSYMBOLE — AUTOSOMAL-REZESSIVER ERBGANG
Welche drei Beschriftungen in "Stammbaumsymbole — autosomal-rezessiver Erbgang" sind prüfungsrelevant?
Folgeaufgabe: Skizziere dasselbe Schema ohne Beschriftungen und ergänze sie aus dem Gedächtnis.
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA: Diskutieren Sie unvollständige Penetranz und variable Expressivität als Ursachen für scheinbare Abweichungen von Mendel-Regeln.
Kernpunkte
CHI-QUADRAT-TEST
Prüft, ob beobachtete Häufigkeiten Oᵢ signifikant von erwarteten Eᵢ abweichen — Standardtest für Mendelsche Kreuzungen.
Musterlösung
In einer F2-Generation werden 320 gelbe und 80 grüne Erbsen beobachtet. Prüfen Sie mit α = 0,05 und einem Freiheitsgrad, ob die Daten zur erwarteten 3:1-Spaltung passen.
Bei 400 Pflanzen erwartet man E(gelb) = 300, E(grün) = 100.
Summiere die quadratischen relativen Abweichungen.
Bei df = 1 und α = 0,05 ist χ²_krit = 3,84.
5,33 > 3,84 — Nullhypothese (3:1) wird abgelehnt.
Mögliche Ursachen: Selektion gegen grüne Embryonen, unvollständige Dominanz, Stichprobenfehler.
Ergebnis: χ² ≈ 5,33 > 3,84; Hypothese der 3:1-Spaltung wird abgelehnt.
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA: Diskutieren Sie das Drei-Faktor-Kreuzungsschema und die Ordnung von Genen anhand der Doppelcrossover-Häufigkeit.
Kernpunkte
PUNNETT-QUADRAT — MONOHYBRIDER ERBGANG
Welche drei Beschriftungen in "Punnett-Quadrat — monohybrider Erbgang" sind prüfungsrelevant?
Folgeaufgabe: Skizziere dasselbe Schema ohne Beschriftungen und ergänze sie aus dem Gedächtnis.
AB0-BLUTGRUPPENSYSTEM — ANTIGENE UND ANTIKÖRPER
Welche drei Beschriftungen in "AB0-Blutgruppensystem — Antigene und Antikörper" sind prüfungsrelevant?
Folgeaufgabe: Skizziere dasselbe Schema ohne Beschriftungen und ergänze sie aus dem Gedächtnis.
Musterlösung
Eine Mutter mit Blutgruppe A (Genotyp IᴬI⁰) und ein Vater mit Blutgruppe B (Genotyp IᴮI⁰) bekommen Kinder. Bestimmen Sie die möglichen Blutgruppen der Kinder und ihre Wahrscheinlichkeiten.
Das AB0-System kennt drei Allele: Iᴬ und Iᴮ sind kodominant, I⁰ ist gegenüber beiden rezessiv.
Die Mutter (IᴬI⁰) bildet Iᴬ- und I⁰-Gameten, der Vater (IᴮI⁰) Iᴮ- und I⁰-Gameten.
Die vier gleich wahrscheinlichen Kombinationen lauten IᴬIᴮ, IᴬI⁰, IᴮI⁰ und I⁰I⁰.
IᴬIᴮ → AB, IᴬI⁰ → A, IᴮI⁰ → B, I⁰I⁰ → 0; alle vier Blutgruppen sind je zu 25 % möglich.
Aus zwei Eltern der Gruppen A und B können Kinder aller vier Blutgruppen entstehen — ein klassisches Beispiel multipler Allelie mit Kodominanz, das einfache dominant-rezessive Erwartungen widerlegt.
Ergebnis: Je 25 % AB, A, B und 0 — alle vier Blutgruppen sind möglich.
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA: Diskutieren Sie die Heterozygotenvorteil-Hypothese am Sichelzellallel und ihre populationsgenetische Bedeutung in Malariagebieten.
Kernpunkte
STAMMBAUMSYMBOLE — AUTOSOMAL-REZESSIVER ERBGANG
Welche drei Beschriftungen in "Stammbaumsymbole — autosomal-rezessiver Erbgang" sind prüfungsrelevant?
Folgeaufgabe: Skizziere dasselbe Schema ohne Beschriftungen und ergänze sie aus dem Gedächtnis.
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA: Diskutieren Sie den Mechanismus der X-Inaktivierung (XIST-RNA) und ihre Bedeutung für die phänotypische Variabilität heterozygoter Frauen.
Kernpunkte
STAMMBAUMSYMBOLE — AUTOSOMAL-REZESSIVER ERBGANG
Welche drei Beschriftungen in "Stammbaumsymbole — autosomal-rezessiver Erbgang" sind prüfungsrelevant?
Folgeaufgabe: Skizziere dasselbe Schema ohne Beschriftungen und ergänze sie aus dem Gedächtnis.
Musterlösung
In einer Population treten 1 von 10 000 Menschen als Albinos (aa) auf. Berechnen Sie die Allelfrequenzen p, q und den Anteil heterozygoter Träger.
Da Albinismus rezessiv ist, entspricht der Anteil der Betroffenen genau q².
Die Allelfrequenz des rezessiven Allels ergibt sich aus q = √q².
Wegen p + q = 1 folgt unmittelbar p = 1 − q.
Heterozygote Träger sind aufgrund der Binomialformel 2pq.
Rund 1,98 % der Bevölkerung sind heterozygote Träger — fast 200-mal mehr Menschen tragen das Allel, als phänotypisch sichtbar sind. Das erklärt, warum scheinbar verschwundene rezessive Erbkrankheiten dennoch auftreten.
Ergebnis: p ≈ 0,99; q ≈ 0,01; etwa 1,98 % heterozygote Träger.
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA: Diskutieren Sie ethische Spannungsfelder der Pränataldiagnostik (Recht auf Nichtwissen, Eugenikvorwurf) und verknüpfen Sie sie mit dem Bioethik-Kapitel.