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Atommodelle vom Dalton- bis zum Orbitalmodell, Elektronenkonfiguration, Quantenzahlen und PSE-Trends (Atomradius, Ionisierungsenergie, Elektronenaffinität, Elektronegativität). Voraussetzungswissen für jede Bindungs- und Reaktionsdiskussion im Abitur.
6Abschnitteca. 27Min Lesezeit4KompetenzenNiveauBasis 1 · Standard 4 · Vertiefung 1Stand 06/2026
grundlegendes Niveau
gA: Bohrsches Schalenmodell sicher anwenden, Elektronenkonfiguration der Hauptgruppenelemente, Trendpfeile im PSE qualitativ erklären.
erhöhtes Niveau
eA: Orbitalmodell mit Quantenzahlen, Hund-Regel und Pauli-Prinzip; Mehrelektronen-Effekte (Abschirmung, effektive Kernladung) quantitativ argumentieren; Sonderfälle Cr, Cu, halbbesetzte Schalen.
Lesetiefe: Vertiefung
Schriftgröße: Standard
Bohrsches Atommodell — Kohlenstoff
Bohr-Energieniveaus für das H-Atom
Rydberg-Formel für H-Linienspektrum
Orbitalformen — s, p und d
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA-Vertiefung: Leiten Sie aus dem Rydberg-Ausdruck die Wellenlängen der Balmer-Serie her und zeigen Sie, warum das Bohrsche Modell bei Helium versagt.
Aktive Wiederholung
Erläutern Sie am Rutherfordschen Streuversuch, warum das Thomson-Modell verworfen werden musste, und beschreiben Sie das daraus folgende Atombild.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: KMK Bildungsstandards Chemie AHR (Kultusministerkonferenz) · OpenStax Chemistry 2e, Kap. 6 Electronic Structure (OpenStax)
Periodensystem — Blockgliederung
Stellen Sie die Elektronenkonfiguration von Eisen (Z = 26) und vom Ion Fe³⁺ auf.
1s² 2s² 2p⁶ 3s² 3p⁶ 4s² 3d⁶ oder [Ar] 4s² 3d⁶.
Zuerst beide 4s-Elektronen, dann ein 3d-Elektron; insgesamt drei Elektronen entfernt.
[Ar] 3d⁵ — halbbesetzte d-Schale, energetisch begünstigt.
Ergebnis: Fe³⁺ = [Ar] 3d⁵; die halbbesetzte d-Schale erklärt, warum Fe³⁺ in vielen Umgebungen stabiler ist als Fe²⁺.
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA-Vertiefung: Erläutern Sie mithilfe der effektiven Kernladung Z_eff, warum die 4s-Schale vor der 3d-Schale gefüllt wird, obwohl 3d energetisch tiefer liegen sollte.
Aktive Wiederholung
Geben Sie die vollständige und die Edelgas-Konfiguration für (a) Mangan und (b) das Eisen(III)-Ion Fe³⁺ an und begründen Sie, warum Fe³⁺ besonders stabil ist.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: IQB Aufgabenpool Sek II — Chemie (IQB)
PSE-Trends — Atomradius und Elektronegativität
EN-Differenz als Faustregel für Bindungstyp
Periodensystem — Blockgliederung
Elektronegativität (Pauling) entlang Periode 2
Erste Ionisierungsenergie — Periode 3
Berechnen Sie die effektive Kernladung Z_eff für ein Valenzelektron von Silicium (Z = 14) und von Magnesium (Z = 12) und begründen Sie damit, welches Atom den kleineren Radius hat.
Si = [Ne] 3s² 3p²; Mg = [Ne] 3s². Das betrachtete Valenzelektron sitzt jeweils in der dritten Schale (Gruppe 3s/3p).
In der Gruppe 3s/3p befinden sich außer dem betrachteten Elektron noch 3 weitere: 3·0,35 = 1,05. Die acht Elektronen der 2. Schale: 8·0,85 = 6,8. Die zwei 1s-Elektronen: 2·1,00 = 2,0. S(Si) = 1,05 + 6,8 + 2,0 = 9,85.
In der Gruppe 3s nur 1 weiteres Elektron: 1·0,35 = 0,35. Innere Schalen wie bei Si: 6,8 + 2,0. S(Mg) = 0,35 + 6,8 + 2,0 = 9,15.
Z_eff(Si) = 14 − 9,85 = 4,15; Z_eff(Mg) = 12 − 9,15 = 2,85.
Si zieht seine Valenzelektronen mit deutlich größerer effektiver Kernladung an, hat daher den kleineren Radius und die höhere Ionisierungsenergie — der Periodentrend ist quantitativ bestätigt.
Ergebnis: Z_eff(Si) ≈ 4,15 > Z_eff(Mg) ≈ 2,85; die stärkere effektive Kernladung erklärt den kleineren Atomradius und die höhere IE von Silicium.
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA-Vertiefung: Berechnen Sie für Si die effektive Kernladung nach Slater und vergleichen Sie sie mit Mg in derselben Periode.
Aktive Wiederholung
Ordnen Sie O, F, Cl und Na nach steigender Elektronegativität und begründen Sie den Trend mithilfe von Kernladung und Atomradius.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: Mortimer/Müller — Chemie. Das Basiswissen, Kap. PSE-Trends (Thieme)
Chlor besteht zu 75,8 % aus ³⁵Cl (34,969 u) und zu 24,2 % aus ³⁷Cl (36,966 u). Berechnen Sie die mittlere Atommasse.
0,758 · 34,969 + 0,242 · 36,966.
26,507 + 8,946 ≈ 35,45 u.
Genau der Wert im Periodensystem; bestätigt die natürliche Isotopenmischung.
Ergebnis: Mittlere Atommasse von Chlor ≈ 35,45 u.
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA-Vertiefung: Erläutern Sie das Prinzip der Massenspektrometrie (Ionisation, Beschleunigung, Ablenkung im Magnetfeld) und interpretieren Sie das Isotopenmuster von CH₃Cl.
Aktive Wiederholung
Berechnen Sie die mittlere Atommasse von Bor, wenn natürlicher Bor zu 19,9 % aus ¹⁰B (10,013 u) und zu 80,1 % aus ¹¹B (11,009 u) besteht.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: IUPAC Periodic Table of Isotopes (IUPAC)
Orbitalformen — s, p und d
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA-Vertiefung: Skizzieren Sie die radiale Verteilungsfunktion eines 2s- und eines 2p-Elektrons und begründen Sie damit, warum 2s tiefer liegt als 2p.
Aktive Wiederholung
Erläutern Sie an einem 2p-Orbital, wie Hauptquantenzahl, Nebenquantenzahl und Magnetquantenzahl die Form und Ausrichtung bestimmen.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: OpenStax Chemistry 2e — Kap. 6.3 Quantum Theory (OpenStax)
Radioaktives Zerfallsgesetz und Halbwertszeit
Masse-Energie-Äquivalenz (Kernbindungsenergie)
Bestimmen Sie das Alter einer Probe, deren ¹⁴C-Aktivität auf 12,5 % des Ausgangswerts gesunken ist (t_½ = 5730 a).
100 % → 50 % → 25 % → 12,5 % entspricht genau 3 Halbwertszeiten.
t = 3 · 5730 a = 17 190 a.
N/N₀ = (½)³ = 0,125 ✓; alternativ t = −(t_½/ln 2)·ln(0,125) = 5730/0,693 · 2,079 ≈ 17 190 a.
Ergebnis: Die Probe ist rund 17 200 Jahre alt; die Methode setzt einen über die Zeit konstanten ¹⁴C-Anteil in der Atmosphäre voraus.
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA-Vertiefung: Berechnen Sie die pro Kernspaltung von ²³⁵U freigesetzte Energie (Massendefekt Δm ≈ 0,186 u) und vergleichen Sie sie mit der Verbrennungsenthalpie von Methan pro Molekül.
Aktive Wiederholung
Eine Holzprobe enthält nur noch 25 % ihres ursprünglichen ¹⁴C-Gehalts. Berechnen Sie ihr Alter (t_½ = 5730 a) und erläutern Sie die Voraussetzungen der Radiokarbon-Methode.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: IAEA — Nuclear Data Services (International Atomic Energy Agency)
Belege & Quellen
Kultusministerkonferenz
International Atomic Energy Agency