Aufgabenstellung
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Marktmechanismus: Angebots- und Nachfragekurve, Gleichgewicht, Elastizitäten, Marktformen (Polypol, Oligopol, Monopol), Marktversagen (Externalitäten, öffentliche Güter, Informationsasymmetrie), staatliche Eingriffe.
6Abschnitteca. 16Min Lesezeit2KompetenzenNiveauBasis 1 · Standard 3 · Vertiefung 2Stand 06/2026
Lesetiefe: Vertiefung
Schriftgröße: Standard
Angebot und Nachfrage: Marktgleichgewicht
Nachfrage P = 100 - 2Q, Angebot P = 20 + 2Q. Berechne Gleichgewichtspreis und -menge.
100 - 2Q = 20 + 2Q -> 80 = 4Q -> Q* = 20.
P* = 100 - 2(20) = 60.
Ergebnis: Gleichgewicht: Q = 20, P = 60 EUR.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Diskutiere, wie sich Energiepreissteigerungen auf den Markt für Wärmepumpen (Substitut zu Gas) auswirken.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: ÖNB Bildung Wirtschaftslehre (ÖNB)
Elastizitäten der Nachfrage im Überblick
Preiselastizität der Nachfrage
|epsilon| > 1 elastisch, < 1 unelastisch, = 1 isoelastisch.
Preis Benzin steigt von 1.50 EUR auf 1.80 EUR (+20 %), Nachfrage sinkt von 1000 Liter auf 950 Liter (-5 %). Berechne und interpretiere.
epsilon_D = (DeltaQ/Q) / (DeltaP/P) = (-5%) / (+20%) = -0.25.
|epsilon| = 0.25 < 1 -> unelastisch; Nachfrage reagiert schwach (Benzin ist Notwendigkeit, kurzfristig kaum substituierbar).
Ergebnis: epsilon = -0.25 (unelastisch); kurzfristig reagiert die Nachfrage kaum, eine CO2-Bepreisung wirkt daher erst langfristig (Substitution, E-Mobilität).
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Berechne die Preiselastizität, wenn der Tabakpreis um 20 % steigt und Nachfrage um 5 % sinkt. Interpretiere.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: WIFO Konjunktur- und Strukturanalyse (WIFO)
Marktformen (Anbieter vs. Nachfrager)
Ein Markt hat vier Anbieter mit Anteilen 40 %, 30 %, 20 % und 10 %. Berechne den Herfindahl-Hirschman-Index und beurteile die Konzentration.
Jeden Marktanteil (in Prozentpunkten) quadrieren und summieren.
Unter 1500 gilt als gering konzentriert, 1500 bis 2500 als mäßig, über 2500 als hoch konzentriert.
Mit 3000 ist der Markt hoch konzentriert — ein Oligopol mit Wettbewerbsbedenken.
Ergebnis: HHI = 3000 (über 2500): ein hoch konzentrierter Oligopolmarkt, den die Wettbewerbsbehörden genau beobachten.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Klassifiziere folgende Märkte: Mobilfunk, Wein in AT, OEBB-Personenverkehr, lokale Wasserversorgung.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: BWB Bundeswettbewerbsbehörde (BWB)
Formen des Marktversagens
Eine Tonne CO2 verursacht gesellschaftliche Schäden von rund 200 EUR, der Markt bepreist sie aber mit 0 EUR. Ein Betrieb stößt 50 000 t aus. Wie hoch sind die nicht eingepreisten externen Kosten, und was bewirkt eine Pigou-Steuer?
Schaden je Tonne mal Menge.
Eine Steuer in Höhe des Schadens (idealerweise 200 EUR/t) macht die externen Kosten zu privaten Kosten — der Verursacher trägt sie.
Der Betrieb senkt entweder die Emissionen oder zahlt; die Produktion geht auf das gesellschaftlich optimale Niveau zurück.
Ergebnis: Rund 10 Mio. EUR externe Kosten bleiben unbepreist; eine Pigou-Steuer von 200 EUR/t internalisiert sie und korrigiert das Marktversagen.
SRDP-Aufgaben
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Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Analysiere CO2-Emissionen als Externalität. Welche Steuerungsinstrumente werden in AT/EU eingesetzt? Vergleiche Steuer vs. Cap-and-Trade.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: EU ETS Funktionsweise (European Commission)
Angebot und Nachfrage: Marktgleichgewicht
Ein Konsument war bereit, 12 EUR für ein Buch zu zahlen, der Marktpreis beträgt 8 EUR. Wie hoch ist seine Konsumentenrente bei 3 gekauften Büchern (gleiche Zahlungsbereitschaft)?
Zahlungsbereitschaft minus Preis = 12 - 8 = 4 EUR.
4 EUR . 3 Stück.
Der Konsument gewinnt insgesamt 12 EUR an Wohlfahrt.
Ergebnis: Die Konsumentenrente beträgt 12 EUR.
Gut A: Grenznutzen 20 bei Preis 4 EUR. Gut B: Grenznutzen 15 bei Preis 3 EUR. Welches Gut sollte der Haushalt zusätzlich kaufen?
20 / 4 = 5 Nutzeneinheiten je Euro.
15 / 3 = 5 Nutzeneinheiten je Euro.
Beide liefern 5 je Euro -> das Optimum ist bereits erreicht, Umschichtung bringt keinen Vorteil.
Ergebnis: Beide Güter sind gleich vorteilhaft (5 je Euro) — das Optimum ist erreicht.
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Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Erläutere am Beispiel zweier Güter, wie ein Haushalt sein Nutzenoptimum wählt, und stelle die Konsumentenrente dar.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: ÖNB — Wirtschaftsbildung und Konsumtheorie (ÖNB)
Marktformen (Anbieter vs. Nachfrager)
Fixkosten 12000 EUR, variable Kosten 8 EUR/Stück, Verkaufspreis 14 EUR/Stück. Ab welcher Menge wird die Gewinnschwelle erreicht?
Preis minus variable Kosten = 14 - 8 = 6 EUR.
12000 / 6.
Ab 2000 Stück deckt der Betrieb seine Gesamtkosten.
Ergebnis: Die Gewinnschwelle liegt bei 2000 Stück.
Bei 100 Stück betragen die Gesamtkosten 5000 EUR, bei 101 Stück 5045 EUR. Berechne Durchschnittskosten bei 100 und Grenzkosten der 101. Einheit.
5000 / 100 = 50 EUR/Stück.
Kostenzuwachs 5045 - 5000 = 45 EUR.
GK (45) < DK (50) -> Durchschnittskosten sinken weiter.
Ergebnis: Durchschnittskosten 50 EUR, Grenzkosten 45 EUR — die DK fallen noch.
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Typische Fehler
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Bestimme für einen Betrieb mit gegebenen Fix- und variablen Kosten die Gewinnschwelle und die gewinnmaximale Menge.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: WKO — Kostenrechnung und Kalkulation (WKO)
Belege & Quellen