Aufgabenstellung
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Kohlenhydrate (Mono-, Di-, Polysaccharide), Lipide (Fette, Phospholipide, Membranen), Proteine (Aufbau, Struktur, Enzymkatalyse), Nukleinsäuren (DNA/RNA), Metabolismus-Übersicht (Glykolyse, Atmungskette).
6Abschnitteca. 19Min Lesezeit3KompetenzenNiveauStandard 3 · Vertiefung 3Stand 06/2026
Lesetiefe: Vertiefung
Schriftgröße: Standard
Summenformel Glucose (und alle Hexosen)
Bildung von Polysacchariden durch Kondensation
Beurteile, ob (a) Glucose, (b) Saccharose und (c) Maltose reduzierende Zucker sind, und gib das Ergebnis der Fehling-Probe an.
Reduzierend ist ein Zucker, wenn ein freies (halbacetalisches) anomeres C-Atom vorliegt, das in der offenen Form eine reduzierende Aldehydgruppe trägt.
Freies anomeres C (Halbacetal) - reduzierend, Fehling positiv (ziegelrotes ).
Beide anomeren C-Atome sind in der glykosidischen Bindung verknüpft - keine freie Aldehydgruppe, nicht reduzierend, Fehling negativ (bleibt blau).
Nur ein anomeres C ist verknüpft, das andere bleibt frei - reduzierend, Fehling positiv.
Ergebnis: Glucose und Maltose sind reduzierend (Fehling positiv), Saccharose nicht. Entscheidend ist, ob ein freies anomeres C-Atom (Halbacetal) vorliegt - Querverweis: Thema „Aldehyde und Ketone".
Glucose ist die Energie-Währung der Zelle - aus ihr werden Stärke, Glykogen und Cellulose gebaut.
Alpha versus Beta: ein winziger Geometrieunterschied am anomeren C entscheidet, ob wir den Stoff verdauen können.
Reduzierender Zucker = freie CHO-Gruppe = Fehling positiv. Saccharose täuscht uns: keine freie Aldehydgruppe -> nicht reduzierend.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Vergleiche Stärke und Cellulose hinsichtlich Aufbau, Eigenschaften und biologischer Funktion.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: OpenStax Chemistry 2e Kap. 20.5 Biological Macromolecules (OpenStax)
Seifenmolekül - Mizellenbildung
Verseifung eines Triglycerids
Berechne, welche Masse an nötig ist, um eines Triglycerids mit der mittleren Molmasse vollständig zu verseifen (Verseifungszahl = mg KOH pro g Fett).
.
Jedes Triglycerid trägt drei Esterbindungen, also mol pro mol Fett: .
.
Ergebnis: Es werden rund pro Fett benötigt; das entspricht einer Verseifungszahl von etwa . Kleine Molmasse (kurze Fettsäuren) bedeutet hohe Verseifungszahl - der Kennwert erlaubt Rückschluss auf die mittlere Kettenlänge. Verknüpfung mit dem Thema "Stöchiometrie".
Lipide sind die "hydrophoben" Biomoleküle - Energiespeicher, Membranen, Hormone in einem.
Jeder cis-Doppelbindung in einer Fettsäure knickt die Kette und senkt den Schmelzpunkt.
Phospholipide bilden in Wasser automatisch Doppelschichten - die Basis aller Zellmembranen.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Erläutere den Aufbau einer Phospholipid-Doppelschicht und ihre Bedeutung für Zellmembranen.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: OpenStax Chemistry 2e Kap. 20.5 Lipids (OpenStax)
Aminosäure - Grundgerüst und Zwitterion
Michaelis-Menten-Gleichung
Lineweaver-Burk (doppelt-reziproke Linearisierung)
Ein Enzym hat und . Berechne bei einer Substratkonzentration von und bei .
.
Das sind von - die Sättigung nähert sich, weil .
- genau die Definition von (halbmaximale Geschwindigkeit).
Ergebnis: Bei ist ; bei gerade . Ein kleiner bedeutet hohe Substrataffinität. Im Lineweaver-Burk-Diagramm liefert der -Achsenabschnitt , die Steigung - so lassen sich beide Konstanten aus einer Geraden ablesen.
Proteine sind die Arbeitsmaschinen der Zelle - Strukturproteine, Transporter, Enzyme, Antikörper.
Vier Strukturebenen: Sequenz, lokale Faltung, Globalstruktur, Untereinheiten.
Enzyme arbeiten wie hochspezialisierte Werkzeuge - jede Substratform passt nur in das eigene Schloss.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Erläutere die vier Strukturebenen eines Proteins am Beispiel Hämoglobin.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: OpenStax Chemistry 2e Kap. 20.5 Proteins and Enzymes (OpenStax)
DNA-Doppelhelix - Schema
Watson-Crick-Basenpaarung in DNA
Gegeben ist der DNA-Matrizenstrang -TAC GTA CCG-. Bestimme (a) den komplementären DNA-Strang und (b) die daraus transkribierte mRNA.
Es gilt A-T und G-C. Antiparallel zum Matrizenstrang -TAC GTA CCG- ergibt sich der komplementäre Strang.
-ATG CAT GGC- (T→A, A→T, C→G, G→C ...).
Die RNA-Polymerase liest die Matrize ab und setzt Uracil statt Thymin ein: mRNA -AUG CAU GGC-.
AUG ist das Startcodon (Methionin), CAU codiert Histidin, GGC Glycin.
Ergebnis: (a) -ATG CAT GGC-; (b) mRNA -AUG CAU GGC- codiert Met-His-Gly. Die komplementäre Basenpaarung ist die Grundlage von Replikation und Transkription.
DNA ist die Bibliothek des Lebens - in jedem Zellkern liegen über 2 Meter Doppelhelix.
DNA-Doppelhelix - Schema
Vier Buchstaben A, T, G, C reichen, um die gesamte genetische Information aller Lebewesen zu kodieren.
Replikation, Transkription, Translation - die drei Worte beschreiben den gesamten Informationsfluss.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Schreibe den DNA-Sense-Strang für das Peptid Met-Ala-Gly auf (Met = AUG, Ala = GCU, Gly = GGA).
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: OpenStax Chemistry 2e Kap. 20.5 Nucleic Acids (OpenStax)
Energiestoffwechsel der Glucose - Überblick
Gesamtbilanz Zellatmung
Photosynthese (Gegenreaktion)
ATP-Hydrolyse
Eine Muskelzelle setzt 5,0 mol Glucose um. Vergleiche die maximale ATP-Ausbeute bei (a) vollständiger aerober Atmung (ca. 30 ATP je Glucose) und (b) Milchsäuregärung (2 ATP je Glucose).
.
.
- die aerobe Atmung liefert rund 15-mal mehr ATP.
Ergebnis: Aerob ca. 150 mol ATP, anaerob nur 10 mol. Bei intensiver Muskelarbeit reicht die Sauerstoffversorgung nicht aus, sodass kurzfristig die schnelle, aber ineffiziente Lactat-Gärung einspringt; das Lactat wird später in der Leber wieder verwertet (Sauerstoffschuld).
Atmung ist die kontrollierte Verbrennung von Glucose - aber nicht zu schnell, damit ATP gespeichert werden kann.
Glykolyse ist der gemeinsame Anfang aller Lebensformen - sehr alt, evolutionär konserviert.
ATP ist die kleine Münze der Zelle - jede chemische Arbeit wird damit bezahlt.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Vergleiche die ATP-Ausbeute der aeroben Atmung und der Milchsäuregärung. Warum läuft im Muskel bei Belastung Lactat-Gärung?
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: OpenStax Chemistry 2e Kap. 20.6 Metabolism (OpenStax)
ATP-Hydrolyse (exergon)
Eine Reaktion A -> B hat kJ/mol. Beurteile, ob die Kopplung mit ATP-Hydrolyse ( kJ/mol) die Reaktion antreibt.
A -> B mit kJ/mol ist endergon und läuft allein nicht freiwillig ab.
Gekoppelt mit ATP-Hydrolyse: .
Die Gesamtbilanz ist negativ -> der gekoppelte Prozess ist exergon und läuft freiwillig.
Ergebnis: kJ/mol < 0 -> die ATP-Hydrolyse treibt die Reaktion an. Querverweis: Abschnitt "Metabolismus-Übersicht" (Glykolyse, Citrat-Zyklus, Atmungskette).
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Erkläre am Beispiel einer endergonen Biosynthese, wie die Kopplung mit der ATP-Hydrolyse die Reaktion ermöglicht, und beurteile die Bezeichnung "Energiewährung".
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: OpenStax Biology 2e, Kap. 6 "Metabolism" (OpenStax)
Belege & Quellen