Aufgabenstellung
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Wasser als Lösungsmittel und Reaktionsraum; Salze und Löslichkeitsprodukt; Metallurgie; industrielle Grossverfahren: Haber-Bosch, Solvay, Kontaktverfahren, Aluminium-Elektrolyse.
6Abschnitteca. 16Min Lesezeit3KompetenzenNiveauBasis 1 · Standard 3 · Vertiefung 2Stand 06/2026
Lesetiefe: Vertiefung
Schriftgröße: Standard
Lewis-Struktur und Geometrie - Wasser
Kesselsteinbildung
Beim Erhitzen von 2,0 L Wasser mit fällt Kesselstein aus. Welche Masse entsteht? ()
- aus 1 mol Hydrogencarbonat entsteht 1 mol .
.
.
Ergebnis: Pro 2 L entstehen rund 0,50 g Kesselstein. Über Jahre verkalken so Wasserkocher und Heizstäbe - das erklärt Energieverluste und die Empfehlung zum Entkalken.
Wasser ist anders - durch H-Brücken bekommt es Eigenschaften, die kein anderes kleines Molekül hat.
Dichtemaximum bei 4 Grad C ist die wichtigste Anomalie - sie schützt aquatisches Leben im Winter.
Wasserhärte stammt aus gelöstem Kalk - Enthärtung ist eine Frage des Ionentauschs oder der Fällung.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Erläutere die Entstehung von Kesselstein und beschreibe drei Methoden zur Wasserenthärtung.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: OpenStax Chemistry 2e Kap. 11.5 Water Properties (OpenStax)
Löslichkeit von Kaliumnitrat in Wasser
Löslichkeitsprodukt für ApBq
. Welche Konzentration an Ag+-Ionen stellt sich in gesättigter Lösung ein?
; aus 1 mol AgCl jeweils 1 mol Ag+ und 1 mol Cl-.
mit .
.
Ergebnis: Sehr schlecht löslich: oder rund .
. Berechne die molare Löslichkeit .
; aus 1 mol Salz entstehen 2 mol und 1 mol .
.
.
Ergebnis: Löslichkeit ca. - etwa 22 mg/L .
Das Löslichkeitsprodukt ist die Sperrhürde - sobald sie überschritten ist, fällt der Stoff aus.
Bei 1:1-Salzen ist die Löslichkeit einfach die Wurzel; bei 2:1-Salzen wird es etwas komplizierter.
Komplexbildung kann scheinbar unlösliche Stoffe lösen - eine Trickkiste der Analytik.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Eine Lösung enthält . Welche -Konzentration ist nötig, damit ausfällt ()?
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: OpenStax Chemistry 2e Kap. 15 Equilibria of Other Reaction Classes (OpenStax)
Ammoniak-Ausbeute im Haber-Bosch-Verfahren (450 Grad C)
Haber-Bosch-Verfahren
Kontaktverfahren
Begründe mit dem Prinzip von Le Chatelier, wie sich (a) eine Druckerhöhung und (b) eine Temperaturerhöhung auf die Gleichgewichtsausbeute von im Haber-Bosch-Verfahren (, ) auswirken.
Links 4 mol Gas (), rechts 2 mol Gas () - die Produktseite hat weniger Gasteilchen.
Das Gleichgewicht weicht zur Seite mit weniger Gasmolekülen aus - mehr (Abb. 3). Daher hoher Druck (200-300 bar).
Bei exothermer Reaktion verschiebt höhere Temperatur das Gleichgewicht in die endotherme Rückrichtung - weniger . Thermodynamisch wäre tiefe Temperatur besser.
Bei tiefer Temperatur ist die Reaktion zu langsam; Kompromiss ca. 450 Grad C mit Eisen-Katalysator.
Ergebnis: Hoher Druck erhöht die NH3-Ausbeute, hohe Temperatur senkt sie - der technische Kompromiss (450 Grad C, ~250 bar, Fe-Katalysator) verbindet brauchbare Ausbeute mit ausreichender Geschwindigkeit.
Haber-Bosch macht aus Luft und Erdgas Dünger - das ist die wichtigste chemische Erfindung des 20. Jahrhunderts.
Bedingungen sind ein Kompromiss: hoher Druck und mittlere Temperatur als Balance von Lage und Geschwindigkeit.
Solvay ist ein eleganter Kreislauf: Ammoniak wird recycelt, das Endprodukt ist nur Soda.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Beschreibe das Haber-Bosch-Verfahren mit Bedingungen, Katalysator und Kompromiss-Argumentation.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: OpenStax Chemistry 2e Kap. 18 Representative Metals (OpenStax)
Reduktion im Hochofen
Aluminium-Elektrolyse (Hall-Heroult)
Wieviel Eisen lässt sich theoretisch aus 1,00 t Hämatit (, , ) im Hochofen gewinnen?
- aus 1 mol entstehen 2 mol Fe.
.
; .
Ergebnis: Aus 1,00 t reinem Hämatit entstehen theoretisch rund 0,70 t Eisen (70 %) - genau der Massenanteil von Fe in . In der Praxis liegt die Ausbeute wegen Verunreinigungen und Verlusten etwas darunter.
Metallurgie ist die Reduktion von Erzen zu reinen Metallen - meist mit Kohlenstoff oder Strom.
Korrosion ist elektrochemisch - Eisen oxidiert an einer Stelle, Sauerstoff wird woanders reduziert.
Opferanode aus Zink oder Magnesium - das unedlere Metall opfert sich zuerst.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Erläutere zwei Korrosionsschutzmassnahmen für Stahlbrücken mit Vor- und Nachteilen.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: OpenStax Chemistry 2e Kap. 18 Metals and Metallurgy (OpenStax)
PSE-Trends - Atomradius und Elektronegativität
Alkalimetall + Wasser
Beurteile, ob die Reaktionen (a) und (b) ablaufen, und begründe über die Oxidationskraft.
Oxidationskraft: . Ein Halogen verdrängt nur das in der Reihe unter ihm stehende.
steht über -> Reaktion läuft: .
steht unter -> keine Reaktion (Iod ist zu schwach, um Chlorid zu oxidieren).
Ergebnis: (a) läuft ab, (b) nicht. Die Halogen-Oxidationskraft entscheidet - vgl. Thema "Redox und Elektrochemie" (Spannungsreihe).
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Erkläre, warum Caesium heftiger mit Wasser reagiert als Natrium, und beurteile, ob die Reaktion abläuft.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: OpenStax Chemistry 2e, Kap. 18 "Representative Metals, Metalloids, Nonmetals" (OpenStax)
Bildung des Tetraamminkupfer(II)-Komplexes
Analysiere den Komplex : Bestimme Oxidationsstufe des Eisens, Liganden und Koordinationszahl.
Sechs tragen zusammen . Gesamtladung des Komplexes ist . Also: .
Liganden sind sechs Cyanid-Ionen (); Koordinationszahl 6 -> oktaedrische Geometrie.
Eisen liegt als vor; der Komplex ist sehr stabil (Hexacyanoferrat(II)).
Ergebnis: , sechs -Liganden, Koordinationszahl 6 (oktaedrisch). Querverweis: Thema "Atombau und PSE" (d-Elektronen der Übergangsmetalle).
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Bestimme im Komplex Zentralion, Liganden und Koordinationszahl und erkläre, warum die Lösung tiefblau erscheint.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: OpenStax Chemistry 2e, Kap. 19 "Transition Metals and Coordination Chemistry" (OpenStax)
Belege & Quellen