Aufgabenstellung
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Pflanzenphysiologie (Wassertransport, Photosynthese, Hormone), Pflanzenanatomie, Tierreich-Systematik, vergleichende Anatomie.
6Abschnitteca. 19Min Lesezeit3KompetenzenNiveauBasis 1 · Standard 4 · Vertiefung 1Stand 06/2026
Lesetiefe: Vertiefung
Schriftgröße: Standard
Blattquerschnitt - Gewebe und Gasaustausch
Ein Blatt der Fläche 50 cm2 verdunstet pro Stunde 0,2 g Wasser. Berechne die Transpirationsrate je Quadratmeter und Stunde und die Tagesmenge (12 h Licht) für einen Baum mit 40 m2 Blattfläche.
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Ergebnis: Transpirationsrate 40 g/(m2 h); der Baum verdunstet rund 19 L Wasser an einem Tag - dieser Sog treibt den Ferntransport im Xylem.
Pflanzen pumpen kein Wasser - sie verdampfen es und nutzen den Sog.
Auxin steuert Wachstumsrichtung - bei einseitigem Licht sammelt es sich auf der Schattenseite.
CAM-Pflanzen leben mit Wassermangel: Stomata nachts auf, tagsüber zu.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Erläutere, wie ein Baum Wasser bis in 30 m Höhe transportiert.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: OpenStax Biology 2e, Kap. 30 Plant Form and Physiology (OpenStax)
Die fünf Wirbeltierklassen
Ordne Honigbiene, Tintenfisch, Frosch und Specht den Tierstämmen bzw. -klassen zu. Was haben sie gemeinsam, was unterscheidet sie?
Stamm Arthropoda (Gliederfüsser), Klasse Insekten - Exoskelett, sechs Beine, Tracheenatmung.
Stamm Mollusca (Weichtiere) - wirbellos, kein Aussenskelett, hoch entwickeltes Nervensystem.
Stamm Chordata, Klasse Amphibien - Wirbeltier, wechselwarm, mit Metamorphose.
Stamm Chordata, Klasse Vögel - Wirbeltier, gleichwarm, mit Federn.
Ergebnis: Frosch und Specht sind Wirbeltiere (Chordata), Biene und Tintenfisch wirbellose Tiere aus verschiedenen Stämmen. Gemeinsam sind allen die Vielzelligkeit und die heterotrophe Ernährung - getrennt werden sie durch Bauplan, Skelett und Atmung.
Linne schuf ein System, das bis heute gilt - jedes Lebewesen trägt zwei Namen.
Wirbeltiere sind ein kleiner Zweig im Stammbaum - Arthropoden machen 80 % der Tierarten aus.
Säugetiermerkmale sind Haare, Milch, Plazenta - das verbindet Maus und Mensch.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Ordne folgende Arten taxonomisch: Honigbiene, Tintenfisch, Frosch, Specht. Was haben sie gemeinsam, was unterscheidet sie?
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: Hennig W (1966) Phylogenetic Systematics (University of Illinois Press)
Belege für Evolution
Ordne ein: (a) Menschenarm und Walflosse, (b) Vogel- und Insektenflügel, (c) das menschliche Steissbein. Homolog, analog oder rudimentär?
Gleicher Knochenbauplan bei verschiedener Funktion -> homolog (Beleg für gemeinsame Abstammung).
Gleiche Funktion (Flug), aber verschiedener Ursprung -> analog (konvergente Evolution).
Zurückgebildeter Schwanzansatz ohne ursprüngliche Funktion -> rudimentäres Organ.
Ergebnis: Nur Homologien (a) belegen Verwandtschaft; Analogien (b) zeigen konvergente Lösungen; Rudimente (c) sind „Fossilien im Körper" und ein eigener Evolutionsbeleg.
Vergleichende Anatomie ist wie ein Familienalbum - ähnliche Bauteile verraten Verwandtschaft.
Rudimente sind biologische Fossilien im eigenen Körper.
Molekulare Phylogenie hat klassische Stammbäume bestätigt und verfeinert.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Vergleiche Menschenarm, Walflosse und Fledermausflügel - was ist homolog, was analog?
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: Campbell Biology, Kap. 22 Evidence for Evolution (Pearson)
Blattquerschnitt - Gewebe und Gasaustausch
Ein Blatt nimmt bei Licht netto 16 mu mol CO2 je m2 und Sekunde auf. Im Dunkeln gibt es durch Atmung 4 mu mol CO2 je m2 und Sekunde ab. Wie hoch ist die Bruttophotosyntheserate?
Die Netto-Aufnahme ist die scheinbare (apparent) Photosynthese; die Atmung läuft parallel weiter.
Brutto = Netto + Atmung (die Atmung verbraucht einen Teil der fixierten CO2 wieder).
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Am Lichtkompensationspunkt sind Brutto-Photosynthese und Atmung gleich gross - die Netto-Aufnahme ist dann null.
Ergebnis: Die Bruttophotosyntheserate beträgt 20 mu mol CO2 je m2 und Sekunde; sie ist immer größer als die gemessene Netto-Aufnahme, weil die Atmung gleichzeitig CO2 freisetzt.
Das Palisadengewebe ist die Solarzelle des Blattes - dicht gepackte Chloroplasten.
Lichtreaktion am Thylakoid liefert Energie, der Calvin-Zyklus im Stroma baut den Zucker.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Beschrifte einen Blattquerschnitt und erläutere, in welchem Gewebe die Photosynthese hauptsächlich abläuft.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: OpenStax Biology 2e, Kap. 8 Photosynthesis (OpenStax)
Generationswechsel der Pflanzen
Verfolge bei der doppelten Befruchtung der Bedecktsamer die Ploidiestufen von Embryo und Nährgewebe (Endosperm).
Der Pollenschlauch liefert ZWEI haploide (n) Spermazellen in den Embryosack.
Spermazelle (n) + Eizelle (n) -> Zygote (2n), aus der der Embryo wird.
Zweite Spermazelle (n) + zwei Polkerne (n + n) -> triploides (3n) Endosperm.
Das 3n-Endosperm dient als Nährgewebe für den heranwachsenden Embryo.
Ergebnis: Embryo 2n, Endosperm 3n. Die doppelte Befruchtung erzeugt Keim und Nährgewebe in einem Schritt - eine Schlüsselneuerung der Blütenpflanzen.
Bei Moosen regiert der Gametophyt, bei Farnen der Sporophyt - die Samenpflanzen verkleinern den Gametophyten radikal.
Generationswechsel der Pflanzen
Die doppelte Befruchtung ist eine Erfindung der Blütenpflanzen: Embryo plus Nährgewebe in einem Schritt.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Vergleiche den Generationswechsel von Moos und Farn und begründe, warum Samenpflanzen kein freies Wasser zur Befruchtung brauchen.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Atmungsorgane im Tierreich
Vergleiche Gasaustausch und Exkretion eines Insekts mit denen eines Säugetiers und ordne die Unterschiede dem Lebensraum zu.
Tracheen führen Luft DIREKT zu den Zellen - ohne Beteiligung des Blutes; effizient bei kleinem Körper.
Lunge mit Alveolen, -Transport über Hämoglobin im geschlossenen Doppelkreislauf - nötig bei grossem Körper.
Malpighi-Gefässe scheiden Harnsäure aus - wassersparend, ideal für das Landleben.
Nieren scheiden Harnstoff in Wasser gelöst aus - möglich bei guter Wasserversorgung.
Ergebnis: Insekten sind aufs Wassersparen optimiert (Tracheen, Harnsäure), Säuger auf hohen Durchsatz (Lunge, Kreislauf, Harnstoff). Die Endprodukte der Exkretion spiegeln direkt den Wasserhaushalt des Lebensraums.
Jedes Organsystem löst dasselbe Problem - Gasaustausch, Transport, Entgiftung - auf seine Weise.
Atmungsorgane im Tierreich
Das Gegenstromprinzip der Fischkieme holt mehr Sauerstoff heraus als jede Gleichstromlösung.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Vergleiche Gasaustausch und Exkretion eines Insekts und eines Säugetiers und ordne die Unterschiede den Lebensräumen zu.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Belege & Quellen
University of Illinois Press