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Notizen/Mathematik/AN 3 - Integralrechnung und Anwendungen
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AN 3 - Integralrechnung und Anwendungen

Stammfunktionen, bestimmtes Integral, Flächeninhaltsproblem, Mittelwert und Anwendungen in Physik und Wirtschaft. Siehe Thema AN 1 (Änderungsmaße, Differentialquotient und Ableitungsregeln): Integration ist die Umkehrung der Ableitung (Hauptsatz).

6 Abschnitte·~14 Min Lesezeit·3 Kompetenzen·Niveau Standard 4 · Vertiefung 2·Stand 06/2026

T·101010 / 13
Prüfungsprofil
AN 3.1 · Stammfunktion und unbestimmtes IntegralAN 3.2 · Bestimmtes Integral als FlächeninhaltAN 3.3 · Anwendungen: Gesamtänderung, Volumina, Mittelwert
Tiefe

Lesetiefe: Vertiefung

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Schriftgröße: Standard

Inhalt · 6 Abschnitte▾
  1. AN 3 - Integralrechnung und Anwendungen
    • 01Stammfunktionen und unbestimmtes Integral◐
    • 02Bestimmtes Integral und Hauptsatz◐
    • 03Anwendungen: Gesamtänderung, Volumen, Mittelwert◐
    • 04Numerische Integration und Sachkontext●
    • 05Integrationsregeln und elementare Substitution◐
    • 06Fläche zwischen zwei Kurven●
§ 01

Stammfunktionen und unbestimmtes Integral#

●●○StandardLPAN-3.1

Kernpunkte

Die Integralrechnung dreht die Fragerichtung der Differentialrechnung um: Statt zu einer Funktion ihre Änderungsrate zu suchen, sucht man zu einer gegebenen Änderungsrate die ursprüngliche Funktion zurück. Eine Stammfunktion FFF von fff ist genau eine Funktion, deren Ableitung wieder fff ergibt: F′(x)=f(x)F'(x)=f(x)F′(x)=f(x).
Da die Ableitung jeder Konstanten 000 ist, hat eine Funktion nicht EINE, sondern unendlich viele Stammfunktionen, die sich nur um eine additive Konstante unterscheiden. Man schreibt deshalb das unbestimmte Integral ∫f(x) dx=F(x)+C\int f(x)\,\mathrm{d}x=F(x)+C∫f(x)dx=F(x)+C mit der Integrationskonstante CCC - sie repräsentiert diese ganze Schar und darf nie fehlen.
Praktisch integriert man, indem man die Ableitungsregeln rückwärts liest. Aus der Potenzregel wird ∫xn dx=xn+1n+1+C\int x^{n}\,\mathrm{d}x=\dfrac{x^{n+1}}{n+1}+C∫xndx=n+1xn+1​+C (für n≠−1n\neq -1n=−1): Der Exponent wird um 111 erhöht und durch den neuen Exponenten geteilt - die genaue Umkehrung des „Herunterholens" des Exponenten beim Ableiten.
Die wichtigsten Standardintegrale stehen im Formelheft: ∫1x dx=ln⁡∣x∣+C\int \dfrac{1}{x}\,\mathrm{d}x=\ln|x|+C∫x1​dx=ln∣x∣+C (der Sonderfall n=−1n=-1n=−1, den die Potenzregel gerade nicht abdeckt), ∫ex dx=ex+C\int \mathrm{e}^{x}\,\mathrm{d}x=\mathrm{e}^{x}+C∫exdx=ex+C sowie die Integrale von Sinus und Cosinus. Der Betrag im Logarithmus wird dabei leicht vergessen.
Wie das Ableiten ist auch das Integrieren linear: ∫(a f+b g) dx=a∫f dx+b∫g dx\int (a\,f+b\,g)\,\mathrm{d}x=a\int f\,\mathrm{d}x+b\int g\,\mathrm{d}x∫(af+bg)dx=a∫fdx+b∫gdx. Summen integriert man also gliedweise, und konstante Faktoren zieht man heraus - so wird jedes Polynom Term für Term integriert, ohne dass man eine eigene Regel pro Funktion bräuchte.
Integration ist die Umkehrung der Differentiation; jede auf einem Intervall stetige Funktion besitzt dort Stammfunktionen. Diese Umkehrbeziehung wird in der nächsten Sektion zum Hauptsatz zugespitzt, der das zunächst rein rechnerische unbestimmte Integral mit dem Flächeninhalt unter dem Graphen verknüpft.
F′(x)=f(x)  ⇔  F  ist Stammfunktion von  fF'(x)=f(x)\;\Leftrightarrow\;F\;\text{ist Stammfunktion von}\;fF′(x)=f(x)⇔Fist Stammfunktion vonf

Definition Stammfunktion

∫xn dx=xn+1n+1+C  (n≠−1),  ∫1x dx=ln⁡∣x∣+C,  ∫ex dx=ex+C\int x^{n}\,\mathrm{d}x=\dfrac{x^{n+1}}{n+1}+C\;(n\neq -1),\;\int\dfrac{1}{x}\,\mathrm{d}x=\ln|x|+C,\;\int \mathrm{e}^{x}\,\mathrm{d}x=\mathrm{e}^{x}+C∫xndx=n+1xn+1​+C(n=−1),∫x1​dx=ln∣x∣+C,∫exdx=ex+C

Standard-Stammfunktionen

Musterbeispiel

Unbestimmtes Integral eines Polynoms

Bestimme ∫(3x2−4x+5) dx\int (3x^{2}-4x+5)\,\mathrm{d}x∫(3x2−4x+5)dx.

  1. 01Gliedweise

    Die Linearität erlaubt es, jeden Summanden einzeln zu integrieren.

  2. 02Potenzregel

    ∫3x2 dx=x3\int 3x^{2}\,\mathrm{d}x=x^{3}∫3x2dx=x3, ∫(−4x) dx=−2x2\int(-4x)\,\mathrm{d}x=-2x^{2}∫(−4x)dx=−2x2, ∫5 dx=5x\int 5\,\mathrm{d}x=5x∫5dx=5x.

  3. 03Konstante

    Die Integrationskonstante CCC ergänzen.

  4. 04Probe

    Ableiten von x3−2x2+5x+Cx^{3}-2x^{2}+5x+Cx3−2x2+5x+C ergibt wieder 3x2−4x+53x^{2}-4x+53x2−4x+5.

Ergebnis: ∫(3x2−4x+5) dx=x3−2x2+5x+C\int (3x^{2}-4x+5)\,\mathrm{d}x=x^{3}-2x^{2}+5x+C∫(3x2−4x+5)dx=x3−2x2+5x+C.

Schritt-für-Schritt Erklärung3 Schritte
  1. 1

    Eine Stammfunktion ist eine Funktion, deren Ableitung wieder die Ausgangsfunktion ist.

  2. 2

    Vergiss die Integrationskonstante nicht - sie repräsentiert eine unendlich grosse Schar.

  3. 3

    Standardintegrale stehen im Formelheft und sollten dir geläufig sein.

Maturafokus

  • Integrationskonstante nie vergessen.
  • Bei Polynomen Potenzregel rückwärts anwenden.
  • Komplexere Integrale durch Substitution oder partielle Integration lösen (im Kompetenzkatalog optional).

Typische Fehler

  • Integrationskonstante fehlt.
  • Bei ∫1x dx\int \tfrac{1}{x}\,\mathrm{d}x∫x1​dx Betrag im Logarithmus vergessen.
  • Potenzregel mit Faktor 1n\tfrac{1}{n}n1​ statt 1n+1\tfrac{1}{n+1}n+11​ verwendet.

Aktive Wiederholung

Bestimme ∫(3x2−4x+5) dx\int (3x^{2}-4x+5)\,\mathrm{d}x∫(3x2−4x+5)dx.

Aktiv abrufen

Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: BMBWF Formelheft Stammfunktionen (BMBWF)

§ 02

Bestimmtes Integral und Hauptsatz#

●●○StandardLPAN-3.2

Kernpunkte

Das bestimmte Integral ∫abf(x) dx\int_{a}^{b} f(x)\,\mathrm{d}x∫ab​f(x)dx beantwortet eine geometrische Frage: Wie groß ist die Fläche zwischen dem Graphen und der xxx-Achse über dem Intervall [a, b][a,\,b][a,b] ()? Es entsteht als Grenzwert immer feinerer Rechteckssummen (Riemann-Summen), die diese Fläche von innen und außen annähern.

Bestimmtes Integral als orientierte Fläche

Bestimmtes Integral als orientierte FlächeSchaubild von f, Hochpunkt bei (5.333, 5.267), y-Achsenabschnitt bei y = 1, im Bereich x von 0 bis 1024681012345abff(x)x
Abb. 1Fläche zwischen Graph von f und x-Achse zwischen a und b.
Der Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung schlägt die Brücke zwischen Fläche und Stammfunktion: Ist FFF eine Stammfunktion von fff, so gilt ∫abf(x) dx=F(b)−F(a)\int_{a}^{b} f(x)\,\mathrm{d}x=F(b)-F(a)∫ab​f(x)dx=F(b)−F(a). Damit wird die Flächenberechnung zur simplen Differenz zweier Stammfunktionswerte - eines der schönsten und folgenreichsten Resultate der Schulmathematik.
Das Integral misst eine ORIENTIERTE Fläche: Flächenstücke oberhalb der xxx-Achse zählen positiv, Stücke unterhalb negativ. Will man den geometrischen Flächeninhalt (stets positiv), muss man bei Vorzeichenwechseln an den Nullstellen das Intervall aufteilen und die Beträge der Teilintegrale addieren.
Die Fläche zwischen zwei Graphen ergibt sich als Integral der Differenz: A=∫ab(f(x)−g(x)) dxA=\int_{a}^{b} (f(x)-g(x))\,\mathrm{d}xA=∫ab​(f(x)−g(x))dx, sofern f≥gf\geq gf≥g im Intervall gilt. Im Integranden steht stets „obere minus untere Funktion", damit der Wert positiv bleibt; die Grenzen sind die Schnittstellen der beiden Kurven.
Für ∫−22(4−x2) dx\int_{-2}^{2}(4-x^{2})\,\mathrm{d}x∫−22​(4−x2)dx etwa ist F(x)=4x−x33F(x)=4x-\tfrac{x^{3}}{3}F(x)=4x−3x3​ eine Stammfunktion, und der Hauptsatz liefert F(2)−F(−2)=163−(−163)=323F(2)-F(-2)=\tfrac{16}{3}-\left(-\tfrac{16}{3}\right)=\tfrac{32}{3}F(2)−F(−2)=316​−(−316​)=332​. Da die Parabel hier ganz oberhalb der Achse liegt, ist dieser Wert zugleich der echte Flächeninhalt.
Bei abschnittsweise definierten Funktionen oder mehreren Nullstellen integriert man über jedes Teilstück getrennt. Damit ist das bestimmte Integral das universelle Werkzeug zur Flächenberechnung - und zugleich, wie die nächste Sektion zeigt, zur Berechnung von Gesamtänderungen, Mittelwerten und Volumina.
∫abf(x) dx=F(b)−F(a)\int_{a}^{b} f(x)\,\mathrm{d}x=F(b)-F(a)∫ab​f(x)dx=F(b)−F(a)

Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung

Interaktive Grafik lädt…

Musterbeispiel

Fläche zwischen Parabel und x-Achse

Bestimme die Fläche zwischen f(x)=4−x2f(x)=4-x^{2}f(x)=4−x2 und der xxx-Achse.

  1. 01Nullstellen

    4−x2=0⇒x=±24-x^{2}=0\Rightarrow x=\pm 24−x2=0⇒x=±2.

  2. 02Integral

    A=∫−22(4−x2) dx=[4x−x33]−22A=\int_{-2}^{2}(4-x^{2})\,\mathrm{d}x=\left[4x-\tfrac{x^{3}}{3}\right]_{-2}^{2}A=∫−22​(4−x2)dx=[4x−3x3​]−22​.

  3. 03Auswerten

    =(8−83)−(−8+83)=16−163=323=\left(8-\tfrac{8}{3}\right)-\left(-8+\tfrac{8}{3}\right)=16-\tfrac{16}{3}=\tfrac{32}{3}=(8−38​)−(−8+38​)=16−316​=332​.

Ergebnis: Fläche A=323≈10,67A=\tfrac{32}{3}\approx 10{,}67A=332​≈10,67 Flächeneinheiten.

Schritt-für-Schritt Erklärung3 Schritte
  1. 1

    Das bestimmte Integral misst Flächen mit Vorzeichen.

    Bestimmtes Integral als orientierte Fläche

    Bestimmtes Integral als orientierte FlächeSchaubild von f, Hochpunkt bei (5.333, 5.267), y-Achsenabschnitt bei y = 1, im Bereich x von 0 bis 1024681012345abff(x)x
    Abb.Fläche zwischen Graph von f und x-Achse zwischen a und b.
  2. 2

    Mit dem Hauptsatz wird das Integral zur Differenz der Stammfunktion an den Grenzen.

  3. 3

    Bei Flächen zwischen zwei Graphen subtrahierst du den unteren Graphen vom oberen.

SRDP-Aufgaben

SelbsttestAus der Fragenbank3 Punkte

Aufgabenstellung

Berechne den Flächeninhalt zwischen f(x)=x2+1f(x)=x^{2}+1f(x)=x2+1 und g(x)=2x+1g(x)=2x+1g(x)=2x+1 auf dem Intervall, in dem ggg größer oder gleich fff ist.

Maturafokus

  • Bei Flächenaufgaben Vorzeichen prüfen und Betrag bilden.
  • Schnittpunkte der Graphen exakt bestimmen, bevor integriert wird.
  • Hauptsatz immer mit Klammerung sauber notieren.

Typische Fehler

  • Vorzeichenfehler bei Flächen unter der xxx-Achse.
  • Stückstellen vergessen.
  • Falsche Stammfunktion verwendet.

Aktive Wiederholung

Berechne ∫02(x3−2x) dx\int_{0}^{2}(x^{3}-2x)\,\mathrm{d}x∫02​(x3−2x)dx und interpretiere das Ergebnis.

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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: IQS Hauptsatz (IQS)

§ 03

Anwendungen: Gesamtänderung, Volumen, Mittelwert#

●●○StandardLPAN-3.3

Kernpunkte

Der Hauptsatz hat eine inhaltliche Lesart, die über Flächen hinausgeht: Integriert man eine Änderungsrate, so erhält man die Gesamtänderung. Ist nämlich N′(t)N'(t)N′(t) die Rate, dann gilt ∫abN′(t) dt=N(b)−N(a)\int_{a}^{b} N'(t)\,\mathrm{d}t=N(b)-N(a)∫ab​N′(t)dt=N(b)−N(a) - genau die über das Intervall aufgesammelte Änderung des Bestands.
In der Physik ist daher der zurückgelegte Weg das Integral der Geschwindigkeit: s(t2)−s(t1)=∫t1t2v(t) dts(t_{2})-s(t_{1})=\int_{t_{1}}^{t_{2}} v(t)\,\mathrm{d}ts(t2​)−s(t1​)=∫t1​t2​​v(t)dt. Ebenso wird aus einer Förderrate r(t)r(t)r(t) (etwa in Liter pro Minute) durch Integration die geförderte Gesamtmenge - die Rate wird über die Zeit „aufsummiert".
Der Mittelwert einer Funktion über [a, b][a,\,b][a,b] ist fˉ=1b−a∫abf(x) dx\bar f=\dfrac{1}{b-a}\int_{a}^{b} f(x)\,\mathrm{d}xfˉ​=b−a1​∫ab​f(x)dx: Das Integral (die Fläche) wird gleichmäßig auf die Intervallbreite verteilt und ergibt so die „durchschnittliche Höhe" des Graphen - etwa die mittlere Temperatur oder mittlere Geschwindigkeit über einen Zeitraum.
Rotiert die Fläche unter fff um die xxx-Achse, entsteht ein Rotationskörper mit dem Volumen V=π∫ab(f(x))2 dxV=\pi\int_{a}^{b} \left(f(x)\right)^{2}\,\mathrm{d}xV=π∫ab​(f(x))2dx (Erweiterungswissen): Jede Querschnittsscheibe ist ein Kreis mit Radius f(x)f(x)f(x) und Fläche πf(x)2\pi f(x)^{2}πf(x)2, die man über das Intervall aufintegriert.
In der Wirtschaft sind Konsumenten- und Produzentenrente Integrale über die Nachfrage- bzw. Angebotsfunktion. In allen Anwendungen ist die EINHEIT entscheidend: Integriert man eine Rate in m3s\tfrac{\mathrm{m}^{3}}{\mathrm{s}}sm3​ über Sekunden, kommen m3\mathrm{m}^{3}m3 heraus - stets die Einheit des Integranden mal der Einheit der Integrationsvariablen.
Der häufigste Denkfehler ist, Bestand und Änderung zu verwechseln: Das Integral der Rate liefert die ÄNDERUNG des Bestands, nicht den Bestand selbst - für diesen braucht man zusätzlich den Anfangswert. Wo keine elementare Stammfunktion existiert, hilft die numerische Integration der nächsten Sektion.
fˉ=1b−a∫abf(x) dx\bar{f}=\dfrac{1}{b-a}\int_{a}^{b}f(x)\,\mathrm{d}xfˉ​=b−a1​∫ab​f(x)dx

Mittelwert einer Funktion auf [a,b]

V=π∫ab(f(x))2 dxV=\pi\int_{a}^{b}\left(f(x)\right)^{2}\,\mathrm{d}xV=π∫ab​(f(x))2dx

Rotationsvolumen

Musterbeispiel

Gesamtmenge aus Änderungsrate

Pumpenrate r(t)=20−2tr(t)=20-2tr(t)=20−2t Liter/min; Wassermenge zwischen 222 und 888 Minuten?

  1. 01Integral

    Q=∫28(20−2t) dt=[20t−t2]28Q=\int_{2}^{8}(20-2t)\,\mathrm{d}t=\left[20t-t^{2}\right]_{2}^{8}Q=∫28​(20−2t)dt=[20t−t2]28​.

  2. 02Auswertung

    =(160−64)−(40−4)=96−36=60=(160-64)-(40-4)=96-36=60=(160−64)−(40−4)=96−36=60 Liter.

Ergebnis: Es fliessen 606060 Liter zwischen Minute 222 und Minute 888.

Schritt-für-Schritt Erklärung3 Schritte
  1. 1

    Wenn du die Änderungsrate hast, liefert das Integral die Gesamtänderung.

  2. 2

    In der Physik baut sich aus Geschwindigkeit der Weg auf, in der Wirtschaft aus Änderungsraten der Bestand.

  3. 3

    Mittelwerte und Volumina entstehen ebenfalls aus Integralen - in jedem Fall Einheiten mitschreiben.

SRDP-Aufgaben

SelbsttestAus der Fragenbank4 Punkte

Aufgabenstellung

Die Zuflussrate in einem Stausee beträgt f(t)=12sin⁡ ⁣(π12t)+15f(t)=12\sin\!\left(\tfrac{\pi}{12}t\right)+15f(t)=12sin(12π​t)+15 (ttt in Stunden, fff in m3^{3}3/s). Berechne die Gesamtwassermenge, die zwischen t=0t=0t=0 und t=24t=24t=24 in den See fliesst.

Maturafokus

  • Gesamtänderungen klar von Beständen unterscheiden.
  • Bei Mittelwertbildungen Einheiten konsequent mitnehmen.
  • Volumsberechnungen über Rotation sauber begründen.

Typische Fehler

  • Änderungsrate mit Bestand verwechselt.
  • Mittelwert ohne Division durch Intervallbreite.
  • Vorzeichen bei orientierten Flächen ignoriert.

Aktive Wiederholung

Eine Pumpe fördert mit der Rate r(t)=20−2tr(t)=20-2tr(t)=20−2t Liter pro Minute (Zeit in Minuten). Wie viel Wasser fliesst zwischen t=2t=2t=2 und t=8t=8t=8 Minuten?

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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: Mathago Integralrechnung Anwendungen (Mathago)

§ 04

Numerische Integration und Sachkontext#

●●●VertiefungLPAN-3.2LPAN-3.3

Kernpunkte

Nicht jede Funktion besitzt eine Stammfunktion in geschlossener Form - das berühmteste Beispiel ist e−x2\mathrm{e}^{-x^{2}}e−x2 aus der Statistik. Dann lässt sich der Hauptsatz nicht direkt anwenden, und man nähert das bestimmte Integral numerisch an, indem man viele kleine Flächenstücke aufsummiert.
Die einfachste Idee sind Rechtecke (Riemann-Summen); genauer ist die Trapezregel, die je zwei benachbarte Stützstellen durch ein Trapez statt ein Rechteck verbindet: ∫abf(x) dx≈h2(f(x0)+2∑i=1n−1f(xi)+f(xn))\int_{a}^{b} f(x)\,\mathrm{d}x\approx \dfrac{h}{2}\left(f(x_{0})+2\sum_{i=1}^{n-1} f(x_{i})+f(x_{n})\right)∫ab​f(x)dx≈2h​(f(x0​)+2∑i=1n−1​f(xi​)+f(xn​)) mit der Schrittweite h=b−anh=\tfrac{b-a}{n}h=nb−a​.
Die Struktur der Formel ist einprägsam: Die beiden Randwerte zählen einfach, alle inneren Stützstellen doppelt, und alles wird mit h2\tfrac{h}{2}2h​ gewichtet. Den Faktor h2\tfrac{h}{2}2h​ zu vergessen ist der klassische Fehler bei dieser Regel.
Die Genauigkeit wächst mit der Anzahl nnn der Teilintervalle: Je feiner die Unterteilung, desto besser schmiegen sich die Trapeze an die Kurve. Bei einer linksgekrümmten (konvexen) Funktion überschätzt die Trapezregel das Integral leicht, bei einer rechtsgekrümmten unterschätzt sie es - die Krümmung steuert die Richtung des Fehlers.
Die Trapezregel ist auch das Standardwerkzeug, wenn nur eine Wertetabelle (etwa Messwerte) statt einer Formel vorliegt. Voraussetzung sind möglichst gleichmäßige Stützstellen; bei ungleichen Abständen muss jedes Trapez einzeln berechnet werden.
Ein numerisches Ergebnis ist eine NÄHERUNG und muss ehrlich als „ungefähr" gekennzeichnet werden - niemals als „exakter" Wert. In der Matura sind die Wahl und die Begründung des Verfahrens punkterelevant. Damit schließt sich der Werkzeugkasten der Integralrechnung: exakt über Stammfunktionen, numerisch dort, wo das nicht möglich ist.
∫abf(x) dx≈h2(f(x0)+2∑i=1n−1f(xi)+f(xn))\int_{a}^{b}f(x)\,\mathrm{d}x\approx \dfrac{h}{2}\left(f(x_{0})+2\sum_{i=1}^{n-1}f(x_{i})+f(x_{n})\right)∫ab​f(x)dx≈2h​(f(x0​)+2i=1∑n−1​f(xi​)+f(xn​))

Trapezregel

Musterbeispiel

Trapezregel mit n = 4

Nähere ∫01e−x2 dx\int_{0}^{1}\mathrm{e}^{-x^{2}}\,\mathrm{d}x∫01​e−x2dx mit der Trapezregel (n=4n=4n=4).

  1. 01Schrittweite

    h=1−04=0,25h=\dfrac{1-0}{4}=0{,}25h=41−0​=0,25; Stützstellen 0;  0,25;  0,5;  0,75;  10;\;0{,}25;\;0{,}5;\;0{,}75;\;10;0,25;0,5;0,75;1.

  2. 02Funktionswerte

    f(0)=1f(0)=1f(0)=1, f(0,25)≈0,9394f(0{,}25)\approx 0{,}9394f(0,25)≈0,9394, f(0,5)≈0,7788f(0{,}5)\approx 0{,}7788f(0,5)≈0,7788, f(0,75)≈0,5698f(0{,}75)\approx 0{,}5698f(0,75)≈0,5698, f(1)≈0,3679f(1)\approx 0{,}3679f(1)≈0,3679.

  3. 03Trapezformel

    0,252(1+2(0,9394+0,7788+0,5698)+0,3679)\dfrac{0{,}25}{2}\big(1+2(0{,}9394+0{,}7788+0{,}5698)+0{,}3679\big)20,25​(1+2(0,9394+0,7788+0,5698)+0,3679).

  4. 04Auswerten

    =0,125⋅(1,3679+2⋅2,288)=0,125⋅5,944≈0,743=0{,}125\cdot(1{,}3679+2\cdot 2{,}288)=0{,}125\cdot 5{,}944\approx 0{,}743=0,125⋅(1,3679+2⋅2,288)=0,125⋅5,944≈0,743.

Ergebnis: ∫01e−x2 dx≈0,743\int_{0}^{1}\mathrm{e}^{-x^{2}}\,\mathrm{d}x\approx 0{,}743∫01​e−x2dx≈0,743 (Näherung; der exakte Wert ist ≈0,7468\approx 0{,}7468≈0,7468).

Schritt-für-Schritt Erklärung3 Schritte
  1. 1

    Wenn die Stammfunktion nicht elementar ist, hilft die numerische Integration.

  2. 2

    Mit der Trapezregel mittelst du den Funktionswert über jedes Teilintervall.

  3. 3

    Dokumentiere immer die Schrittweite und kennzeichne das Ergebnis als Näherung.

Maturafokus

  • Trapezregel als Standard für Tabellenwerte.
  • Achte auf gleichmäßige Stützstellen.
  • Numerische Werte realistisch interpretieren - kein "exaktes" Ergebnis behaupten.

Typische Fehler

  • Trapezformel ohne Faktor h2\tfrac{h}{2}2h​ angewandt.
  • Stützstellen ungleichmäßig gewählt.
  • Numerische Ergebnisse als exakte Werte präsentiert.

Aktive Wiederholung

Nähere ∫01e−x2 dx\int_{0}^{1}\mathrm{e}^{-x^{2}}\,\mathrm{d}x∫01​e−x2dx mit der Trapezregel (n=4n=4n=4).

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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: IQS Numerische Integration (IQS)

§ 05

Integrationsregeln und elementare Substitution#

●●○StandardLPAN-4.2

Kernpunkte

Wie beim Ableiten gibt es auch beim Integrieren elementare Regeln, die das Zerlegen komplizierterer Integrale erlauben - allerdings deutlich weniger mächtige, denn nicht jede Funktion lässt sich elementar integrieren. Die drei Grundregeln und die lineare Substitution decken aber den maturarelevanten Bereich vollständig ab.
Die Faktorregel erlaubt das Herausziehen konstanter Faktoren vor das Integral: ∫c⋅f(x) dx=c∫f(x) dx\int c\cdot f(x)\,\mathrm{d}x=c\int f(x)\,\mathrm{d}x∫c⋅f(x)dx=c∫f(x)dx. Ein konstanter Vorfaktor stört die Integration also nicht und bleibt unverändert erhalten.
Die Summenregel integriert Summen gliedweise: ∫(f+g) dx=∫f dx+∫g dx\int (f+g)\,\mathrm{d}x=\int f\,\mathrm{d}x+\int g\,\mathrm{d}x∫(f+g)dx=∫fdx+∫gdx. Zusammen mit der Faktorregel und der Potenzregel ∫xn dx=xn+1n+1+C\int x^{n}\,\mathrm{d}x=\dfrac{x^{n+1}}{n+1}+C∫xndx=n+1xn+1​+C (für n≠−1n\neq -1n=−1) ist damit jedes Polynom Term für Term integrierbar.
Steht im Inneren eine LINEARE Funktion - etwa e2x\mathrm{e}^{2x}e2x oder sin⁡(3x+1)\sin(3x+1)sin(3x+1) -, gilt die lineare Substitution: ∫f(ax+b) dx=1aF(ax+b)+C\int f(ax+b)\,\mathrm{d}x=\dfrac{1}{a}F(ax+b)+C∫f(ax+b)dx=a1​F(ax+b)+C. Man integriert „wie gewohnt" und teilt zum Ausgleich durch den inneren Faktor aaa - das Gegenstück zur Kettenregel des Ableitens.
Für ∫e2x dx\int \mathrm{e}^{2x}\,\mathrm{d}x∫e2xdx etwa ist die innere Funktion 2x2x2x linear mit a=2a=2a=2; da die Stammfunktion von eu\mathrm{e}^{u}eu wieder eu\mathrm{e}^{u}eu ist, kommt der Faktor 12\tfrac{1}{2}21​ hinzu: ∫e2x dx=12e2x+C\int \mathrm{e}^{2x}\,\mathrm{d}x=\tfrac{1}{2}\mathrm{e}^{2x}+C∫e2xdx=21​e2x+C. Diesen Faktor 1a\tfrac{1}{a}a1​ zu vergessen ist der Standardfehler.
Bei unbestimmten Integralen darf die Integrationskonstante CCC nie fehlen; bei bestimmten Integralen entfällt sie, weil sie sich in der Differenz F(b)−F(a)F(b)-F(a)F(b)−F(a) weghebt. Achtung auch beim Sonderfall n=−1n=-1n=−1: Dort greift nicht die Potenzregel, sondern ∫1x dx=ln⁡∣x∣+C\int \tfrac{1}{x}\,\mathrm{d}x=\ln|x|+C∫x1​dx=ln∣x∣+C. Mit diesen Regeln sind alle Standardintegrale der Matura beherrschbar.
∫f(ax+b) dx=1aF(ax+b)+C\int f(ax+b)\,\mathrm{d}x=\dfrac{1}{a}F(ax+b)+C∫f(ax+b)dx=a1​F(ax+b)+C

Lineare Substitution

Musterbeispiel

Lineare Substitution

Berechne ∫e2x dx\int \mathrm{e}^{2x}\,\mathrm{d}x∫e2xdx.

  1. 01Innere Funktion

    Die innere Funktion 2x2x2x ist linear mit Faktor a=2a=2a=2.

  2. 02Stammfunktion

    Die Stammfunktion von eu\mathrm{e}^{u}eu ist eu\mathrm{e}^{u}eu; daher Faktor 12\tfrac{1}{2}21​.

  3. 03Ergebnis

    ∫e2x dx=12e2x+C\int \mathrm{e}^{2x}\,\mathrm{d}x=\tfrac{1}{2}\mathrm{e}^{2x}+C∫e2xdx=21​e2x+C.

Ergebnis: ∫e2x dx=12e2x+C\int \mathrm{e}^{2x}\,\mathrm{d}x=\tfrac{1}{2}\mathrm{e}^{2x}+C∫e2xdx=21​e2x+C.

Schritt-für-Schritt Erklärung3 Schritte
  1. 1

    Konstante Faktoren ziehst du vor das Integral, Summen integrierst du gliedweise.

  2. 2

    Die Potenzregel erhöht den Exponenten um eins und teilt durch den neuen Exponenten.

  3. 3

    Bei einer linearen inneren Funktion ergänzt du den Kehrwert ihres Faktors.

Maturafokus

  • Faktor-, Summen- und Potenzregel sicher kombinieren.
  • Bei linearer innerer Funktion den Faktor 1a\tfrac{1}{a}a1​ ergänzen.
  • Integrationskonstante stets mitführen.

Typische Fehler

  • Faktor 1a\tfrac{1}{a}a1​ bei linearer Substitution vergessen.
  • Potenzregel auf n=−1n=-1n=−1 angewandt statt ln⁡∣x∣\ln|x|ln∣x∣.
  • Integrationskonstante weggelassen.

Aktive Wiederholung

Bestimme ∫(3x2−2x+5) dx\int (3x^{2}-2x+5)\,\mathrm{d}x∫(3x2−2x+5)dx und ∫e2x dx\int \mathrm{e}^{2x}\,\mathrm{d}x∫e2xdx.

Aktiv abrufen

Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: IQS Integralrechnung AHS (IQS)

§ 06

Fläche zwischen zwei Kurven#

●●●VertiefungLPAN-4.3

Kernpunkte

Häufig ist nicht die Fläche unter einer einzelnen Kurve gefragt, sondern die zwischen ZWEI Kurven eingeschlossene Fläche - etwa zwischen einer Parabel und einer Geraden (). Sie ergibt sich als Integral der Differenz beider Funktionen über ihr gemeinsames Intervall.

Fläche zwischen f(x) = x² und g(x) = x

Fläche zwischen zwei KurvenSchaubild von g(x) = x, Nullstellen bei x = 0, y-Achsenabschnitt bei y = 0, steigend, im Bereich x von -0.3 bis 1.4, Schaubild von f(x) = x², Tiefpunkt bei (0, 0), y-Achsenabschnitt bei y = 0, im Bereich x von -0.3 bis 1.4−0.20.20.40.60.811.21.4−0.50.511.52S(1, 1)g(x) = xf(x) = x²yx
Abb. 2Die eingeschlossene Fläche ist das Integral der Differenz „obere minus untere Funktion": A=∫01(x−x2) dx=16A=\int_{0}^{1}(x-x^{2})\,\mathrm{d}x=\tfrac{1}{6}A=∫01​(x−x2)dx=61​.
Die Integrationsgrenzen sind die Schnittstellen der beiden Kurven, bestimmt aus der Gleichung f(x)=g(x)f(x)=g(x)f(x)=g(x). Erst die Schnittstellen legen fest, über welches Intervall überhaupt integriert wird - sie zu berechnen ist daher immer der erste Schritt.
Im Integranden steht stets „obere minus untere Funktion": A=∫ab(foben(x)−funten(x)) dxA=\int_{a}^{b} \big(f_{\text{oben}}(x)-f_{\text{unten}}(x)\big)\,\mathrm{d}xA=∫ab​(foben​(x)−funten​(x))dx. So bleibt der Flächeninhalt automatisch positiv. Eine kurze Skizze oder ein eingesetzter Testwert klärt zuverlässig, welche der beiden Funktionen im Intervall oben liegt.
Wechseln die Kurven innerhalb des Bereichs ihre Lage - schneiden sie sich also mehrfach -, muss das Intervall an jeder Schnittstelle geteilt und über jedes Teilstück mit der dort oberen Funktion integriert werden. Sonst heben sich positive und negative Beiträge fälschlich gegenseitig auf.
Zwischen g(x)=xg(x)=xg(x)=x und f(x)=x2f(x)=x^{2}f(x)=x2 etwa schneiden sich die Graphen bei x=0x=0x=0 und x=1x=1x=1; im Intervall [0, 1][0,\,1][0,1] liegt ggg über fff. Damit ist A=∫01(x−x2) dx=[x22−x33]01=12−13=16A=\int_{0}^{1} (x-x^{2})\,\mathrm{d}x=\left[\tfrac{x^{2}}{2}-\tfrac{x^{3}}{3}\right]_{0}^{1}=\tfrac{1}{2}-\tfrac{1}{3}=\tfrac{1}{6}A=∫01​(x−x2)dx=[2x2​−3x3​]01​=21​−31​=61​ ().
Der Ansatz „obere minus untere" funktioniert sogar dann, wenn Teile der Fläche unterhalb der xxx-Achse liegen - die Differenz misst direkt den vertikalen Abstand der Kurven, unabhängig von ihrer Höhe über der Achse. Damit ist die Flächenberechnung zwischen Kurven die allgemeinste Form des Flächenproblems und ein häufiger Abschluss der Integral-Maturaaufgaben.
A=∫ab(foben(x)−funten(x)) dxA=\int_{a}^{b}\big(f_{\text{oben}}(x)-f_{\text{unten}}(x)\big)\,\mathrm{d}xA=∫ab​(foben​(x)−funten​(x))dx

Fläche zwischen zwei Kurven

Musterbeispiel

Fläche zwischen Parabel und Gerade

Berechne die Fläche zwischen g(x)=xg(x)=xg(x)=x und f(x)=x2f(x)=x^{2}f(x)=x2.

  1. 01Schnittstellen

    x2=x⇒x(x−1)=0⇒x=0x^{2}=x\Rightarrow x(x-1)=0\Rightarrow x=0x2=x⇒x(x−1)=0⇒x=0 und x=1x=1x=1.

  2. 02Obere Funktion

    Im Intervall [0, 1][0,\,1][0,1] liegt g(x)=xg(x)=xg(x)=x über f(x)=x2f(x)=x^{2}f(x)=x2.

  3. 03Integral

    A=∫01(x−x2) dx=[x22−x33]01=12−13=16A=\int_{0}^{1}(x-x^{2})\,\mathrm{d}x=\left[\tfrac{x^{2}}{2}-\tfrac{x^{3}}{3}\right]_{0}^{1}=\tfrac{1}{2}-\tfrac{1}{3}=\tfrac{1}{6}A=∫01​(x−x2)dx=[2x2​−3x3​]01​=21​−31​=61​.

Ergebnis: Die eingeschlossene Fläche beträgt 16\tfrac{1}{6}61​ Flächeneinheiten.

Schritt-für-Schritt Erklärung3 Schritte
  1. 1

    Die Fläche zwischen zwei Kurven ist das Integral ihrer Differenz.

  2. 2

    Die Grenzen sind die Schnittstellen, die du aus dem Gleichsetzen gewinnst.

  3. 3

    Setze stets die obere minus die untere Funktion ein, damit der Flächeninhalt positiv wird.

Maturafokus

  • Schnittstellen als Integrationsgrenzen korrekt bestimmen.
  • Obere minus untere Funktion sauber identifizieren.
  • Bei Lagewechsel das Intervall aufteilen.

Typische Fehler

  • Schnittstellen nicht berechnet, falsche Grenzen verwendet.
  • Untere von oberer Funktion vertauscht, dadurch negatives Ergebnis.
  • Lagewechsel der Kurven übersehen.

Aktive Wiederholung

Bestimme die Fläche zwischen f(x)=x2f(x)=x^{2}f(x)=x2 und g(x)=xg(x)=xg(x)=x im Bereich der Schnittstellen.

Aktiv abrufen

Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: Mathago Integralrechnung (Mathago)

Inhalt

Abschnitt -- / 06

    • 01Stammfunktionen und unbestimmtes Integral◐
    • 02Bestimmtes Integral und Hauptsatz◐
    • 03Anwendungen: Gesamtänderung, Volumen, Mittelwert◐
    • 04Numerische Integration und Sachkontext●
    • 05Integrationsregeln und elementare Substitution◐
    • 06Fläche zwischen zwei Kurven●

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Aus den Notizen ins Training

AN 3 - Integralrechnung und Anwendungen

Festige dieses Thema an passenden Aufgaben aus der Fragenbank.

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Kompetenzen
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Beispielfrage

Berechne den Flächeninhalt zwischen f(x)=x2+1f(x)=x^{2}+1f(x)=x2+1 und g(x)=2x+1g(x)=2x+1g(x)=2x+1 auf dem Intervall, in dem ggg größer oder gleich fff ist.

3 BE · 2021

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Belege & Quellen

Quellen

BMBWF

  • BMBWF Formelheft Stammfunktionen

IQS

  • IQS Hauptsatz

Mathago

  • Mathago Integralrechnung Anwendungen

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