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DE-Abitur · MusikT·099 / 9
Die EPA-Domäne „Musik gestalten“ ergänzt die analytische Werkerschließung um die produktive und reproduktive Praxis. Sie umfasst das Komponieren und Arrangieren (Periode, Liedsatz, Begleitsatz), die Improvisation (frei und gebunden, Blues- und modale Konzepte), das vokale und instrumentale Musizieren, die Gehörbildung als Wahrnehmungsschulung und die Reflexion der eigenen gestalterischen Arbeit. In mehreren Bundesländern (insbesondere mit fachpraktischem Abitur in BW und BY) ist ein praktischer Anteil prüfungsrelevant.
6Abschnitteca. 13Min Lesezeit4Kompetenzen
Operatoren:gestalten · entwerfen · beurteilen · reflektieren · erläutern
grundlegendes Niveau
gA-Niveau: einfache Gestaltungsaufgaben (achttaktige Periode, Begleitsatz mit Hauptfunktionen), gebundene Improvisation über ein Blues- oder Pentatonik-Schema, sicheres vokales/instrumentales Vortragen eines vorbereiteten Stücks, knappe Reflexion der eigenen Arbeit.
erhöhtes Niveau
eA-Niveau: anspruchsvollere Kompositions-/Arrangieraufgaben (mehrstimmiger Satz, stilgebundenes Arrangement), freie und modale Improvisation, reflektierte Gestaltung mit begründeten ästhetischen Entscheidungen, Bezug zwischen eigener Praxis und analysierten Vorbildern.
Kernpunkte
KOMPOSITORISCHER GESTALTUNGSPROZESS — VON DER IDEE ZUR REFLEXION
Welche drei Beschriftungen in "Kompositorischer Gestaltungsprozess — von der Idee zur Reflexion" sind prüfungsrelevant?
Folgeaufgabe: Skizziere dasselbe Schema ohne Beschriftungen und ergänze sie aus dem Gedächtnis.
LIEDFORM UND PERIODE — FORMALE BAUSTEINE
Welche drei Beschriftungen in "Liedform und Periode — formale Bausteine" sind prüfungsrelevant?
Folgeaufgabe: Skizziere dasselbe Schema ohne Beschriftungen und ergänze sie aus dem Gedächtnis.
Musterlösung
Gestalten Sie eine achttaktige Periode in C-Dur (4/4-Takt) für eine Singstimme. Legen Sie die harmonische Grundlage von Vorder- und Nachsatz fest und begründen Sie die Kadenzwahl.
Die Periode besteht aus zwei viertaktigen Hälften: dem Vordersatz (T. 1–4) mit „fragender“ Wirkung und dem Nachsatz (T. 5–8) mit „antwortender“ Wirkung. Beide beginnen mit demselben Kopfmotiv (parallele Anlage), enden aber unterschiedlich.
Der Vordersatz führt von der Tonika zur Dominante und bleibt dort offen stehen: z. B. C (I) - a-Moll (vi) - F (IV) - G (V). Der Schluss auf der Dominante G (Halbschluss) erzeugt Spannung und verlangt nach Fortsetzung.
Der Nachsatz nimmt das Kopfmotiv wieder auf und führt zur Auflösung: z. B. C (I) - F (IV) - G7 (V7) - C (I). Der authentische Schluss G7 - C (Ganzschluss) schließt die Periode ab. Der Leitton h löst sich nach c, die Septime f nach e auf.
Die Melodie des Vordersatzes endet auf einem Ton des Dominantakkords (z. B. d oder h) - offen klingend. Die Melodie des Nachsatzes endet auf dem Grundton c der Tonika - geschlossen klingend. So spiegelt die Melodie die Kadenzlogik.
Prüfung: Symmetrie 4+4 Takte, identischer Beginn beider Hälften, Halbschluss vs. Ganzschluss, melodische Offenheit/Geschlossenheit. Erfüllt der Entwurf alle Kriterien, liegt eine regelgerechte Periode vor.
Ergebnis: Eine achttaktige Periode in C-Dur: Vordersatz (T. 1–4) I-vi-IV-V mit Halbschluss auf G, Nachsatz (T. 5–8) I-IV-V7-I mit authentischem Ganzschluss G7-C. Das gemeinsame Kopfmotiv und der Gegensatz Halb-/Ganzschluss erzeugen die Frage-Antwort-Struktur.
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA-Vertiefung: Arrangieren Sie ein einfaches Lied für eine kleine Besetzung (z. B. Singstimme, Klavier, ein Melodieinstrument). Begründen Sie Ihre Entscheidungen zu Tonart, Besetzung und Satzdichte.
Quellen: KMK EPA Musik 1989 / 2005 (KMK) · Klett Spielräume Musik Oberstufe (Klett) · Riemann Musiklexikon (Schott) (Schott Music)
Kernpunkte
AKKORD-STAPELUNG — DREIKLANG, VIERKLANG, ERWEITERTER AKKORD
Welche drei Beschriftungen in "Akkord-Stapelung — Dreiklang, Vierklang, erweiterter Akkord" sind prüfungsrelevant?
Folgeaufgabe: Skizziere dasselbe Schema ohne Beschriftungen und ergänze sie aus dem Gedächtnis.
Musterlösung
Entwickeln Sie ein Konzept für eine einfache Improvisation über das zwölftaktige Blues-Schema in C. Bestimmen Sie Tonmaterial, Phrasierung und formale Orientierung.
Das Schema lautet C7-C7-C7-C7 / F7-F7-C7-C7 / G7-F7-C7-G7 (Stufen I-IV-V als Dominantseptakkorde). Die Improvisation muss diese Akkordstationen hörbar nachzeichnen.
Als einfachstes Material dient die C-Blues-Skala: c - es - f - fis - g - b - c (Moll-Pentatonik c-es-f-g-b plus Blue Note fis). Sie passt über alle drei Stufen des Schemas und enthält die charakteristischen Blue Notes (es, fis, b).
Phrasen werden in der Regel über je zwei oder vier Takte gebildet, mit Pausen dazwischen (Atmen). Das Call-and-Response-Prinzip (Ruf-Antwort) gliedert die Improvisation: eine kurze Phrase (Call) wird beantwortet (Response), passend zur AAB-Struktur des Blues.
Ein Chorus = ein Durchlauf des zwölftaktigen Schemas. Über mehrere Chorusse hinweg wird die Improvisation gesteigert: zunehmend dichtere Rhythmik, größerer Ambitus, Hinzunahme von Spannungstönen. Swing-Phrasierung (ternäre Achtel) gibt den Groove.
Die Improvisation bleibt formgebunden: das Blues-Schema ist Rahmen, nicht Beliebigkeit. Bewertet wird, ob die Phrasen die Akkordstationen treffen, ob die Blue Notes stilgerecht eingesetzt sind und ob ein nachvollziehbarer Spannungsbogen entsteht.
Ergebnis: Konzept: über dem C-Blues-Schema (C7-F7-G7) wird mit der C-Blues-Skala (c-es-f-fis-g-b) improvisiert, in Call-and-Response-Phrasen mit Swing-Phrasierung, über mehrere Chorusse gesteigert. Die Improvisation bleibt an Form und Harmonik gebunden - kreative Eigenleistung im festen Rahmen.
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA-Vertiefung: Vergleichen Sie gebundene (Blues) und modale Improvisation (dorisch) hinsichtlich Tonmaterial, harmonischer Bewegung und gestalterischer Freiheit. Welche Anforderungen stellt jede Spielweise an die Improvisierenden?
Quellen: Klett Spielräume Musik Oberstufe (Klett) · Grove Music Online (Oxford Music Online) (Oxford University Press)
Kernpunkte
KOMPOSITORISCHER GESTALTUNGSPROZESS — VON DER IDEE ZUR REFLEXION
Welche drei Beschriftungen in "Kompositorischer Gestaltungsprozess — von der Idee zur Reflexion" sind prüfungsrelevant?
Folgeaufgabe: Skizziere dasselbe Schema ohne Beschriftungen und ergänze sie aus dem Gedächtnis.
Typische Fehler
Quellen: Bildungsplan Musik — Baden-Württemberg (KM BW) · KMK EPA Musik 1989 / 2005 (KMK) · Klett Spielräume Musik Oberstufe (Klett)
Kernpunkte
INTERVALLTABELLE — BEZEICHNUNGEN, HALBTONSCHRITTE, STIMMUNGS-CHARAKTER
Welche drei Beschriftungen in "Intervalltabelle — Bezeichnungen, Halbtonschritte, Stimmungs-Charakter" sind prüfungsrelevant?
Folgeaufgabe: Skizziere dasselbe Schema ohne Beschriftungen und ergänze sie aus dem Gedächtnis.
FUNKTIONSHARMONIK — TONIKA, SUBDOMINANTE, DOMINANTE (KADENZSCHEMA)
Welche drei Beschriftungen in "Funktionsharmonik — Tonika, Subdominante, Dominante (Kadenzschema)" sind prüfungsrelevant?
Folgeaufgabe: Skizziere dasselbe Schema ohne Beschriftungen und ergänze sie aus dem Gedächtnis.
Typische Fehler
Quellen: Riemann Musiklexikon (Schott) (Schott Music) · Klett Spielräume Musik Oberstufe (Klett)
Kernpunkte
KOMPOSITORISCHER GESTALTUNGSPROZESS — VON DER IDEE ZUR REFLEXION
Welche drei Beschriftungen in "Kompositorischer Gestaltungsprozess — von der Idee zur Reflexion" sind prüfungsrelevant?
Folgeaufgabe: Skizziere dasselbe Schema ohne Beschriftungen und ergänze sie aus dem Gedächtnis.
Musterlösung
Gestalten Sie eine achttaktige Periode in C-Dur (4/4-Takt) für eine Singstimme. Legen Sie die harmonische Grundlage von Vorder- und Nachsatz fest und begründen Sie die Kadenzwahl.
Die Periode besteht aus zwei viertaktigen Hälften: dem Vordersatz (T. 1–4) mit „fragender“ Wirkung und dem Nachsatz (T. 5–8) mit „antwortender“ Wirkung. Beide beginnen mit demselben Kopfmotiv (parallele Anlage), enden aber unterschiedlich.
Der Vordersatz führt von der Tonika zur Dominante und bleibt dort offen stehen: z. B. C (I) - a-Moll (vi) - F (IV) - G (V). Der Schluss auf der Dominante G (Halbschluss) erzeugt Spannung und verlangt nach Fortsetzung.
Der Nachsatz nimmt das Kopfmotiv wieder auf und führt zur Auflösung: z. B. C (I) - F (IV) - G7 (V7) - C (I). Der authentische Schluss G7 - C (Ganzschluss) schließt die Periode ab. Der Leitton h löst sich nach c, die Septime f nach e auf.
Die Melodie des Vordersatzes endet auf einem Ton des Dominantakkords (z. B. d oder h) - offen klingend. Die Melodie des Nachsatzes endet auf dem Grundton c der Tonika - geschlossen klingend. So spiegelt die Melodie die Kadenzlogik.
Prüfung: Symmetrie 4+4 Takte, identischer Beginn beider Hälften, Halbschluss vs. Ganzschluss, melodische Offenheit/Geschlossenheit. Erfüllt der Entwurf alle Kriterien, liegt eine regelgerechte Periode vor.
Ergebnis: Eine achttaktige Periode in C-Dur: Vordersatz (T. 1–4) I-vi-IV-V mit Halbschluss auf G, Nachsatz (T. 5–8) I-IV-V7-I mit authentischem Ganzschluss G7-C. Das gemeinsame Kopfmotiv und der Gegensatz Halb-/Ganzschluss erzeugen die Frage-Antwort-Struktur.
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA-Vertiefung: Setzen Sie Ihre eigene Gestaltungsarbeit zu einem analysierten Vorbild in Beziehung. Welche Mittel des Vorbilds haben Sie aufgegriffen, welche bewusst abgewandelt, und mit welcher Wirkung?
Quellen: KMK EPA Musik 1989 / 2005 (KMK) · Bildungsplan Musik — Baden-Württemberg (KM BW) · Klett Spielräume Musik Oberstufe (Klett)
Kernpunkte
KOMPOSITORISCHER GESTALTUNGSPROZESS — VON DER IDEE ZUR REFLEXION
Welche drei Beschriftungen in "Kompositorischer Gestaltungsprozess — von der Idee zur Reflexion" sind prüfungsrelevant?
Folgeaufgabe: Skizziere dasselbe Schema ohne Beschriftungen und ergänze sie aus dem Gedächtnis.
Typische Fehler
Quellen: Bildungsplan Musik — Baden-Württemberg (KM BW) · ISB Bayern — Lehrplan PLUS Musik Q12 (ISB Bayern) · KMK EPA Musik 1989 / 2005 (KMK)