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Ökonomie und Nachhaltigkeit: planetare Grenzen, Donut-Ökonomie (Raworth), Klimapolitik, Bioökonomie und SDG-Rahmen. Aktuelle Bezüge: EU Green Deal, Lieferkettengesetz, Klimaurteil 2021, deutsche Industrietransformation 2024/25.
6Abschnitteca. 24Min Lesezeit3KompetenzenNiveauBasis 1 · Standard 3 · Vertiefung 2Stand 06/2026
grundlegendes Niveau
gA-Niveau: Nachhaltigkeitsbegriff (Brundtland), Drei-Säulen-Modell, EU Green Deal und CO₂-Preis erläutern.
erhöhtes Niveau
eA-Niveau: Donut-Ökonomie (Raworth), planetare Grenzen (Rockström), gerechte Transformation („just transition") und Suffizienz vs. Effizienz diskutieren.
Lesetiefe: Vertiefung
Schriftgröße: Standard
Doughnut-Ökonomie nach Kate Raworth
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Erläutern Sie das Konzept der planetaren Grenzen (Rockström) und beurteilen Sie, wie die Donut-Ökonomie (Raworth) Effizienz- und Verteilungsziele in einen integrierten Rahmen bringt.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) · Statistisches Bundesamt — Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen, Preise, Außenhandel (Statistisches Bundesamt (Destatis))
Ein Unternehmen stößt 10 000 t CO₂ pro Jahr aus. Der nationale CO₂-Preis steigt von 30 €/t auf 55 €/t. Eine Vermeidungsmaßnahme reduziert 4 000 t zu Vermeidungskosten von 40 €/t. Berechnen Sie die Mehrkosten ohne Maßnahme und prüfen Sie, ob sich die Vermeidung lohnt.
Kosten ohne Maßnahme bei altem und neuem Preis berechnen.
Differenz der Zertifikatskosten infolge des höheren Preises.
Vermeidung von 4 000 t kostet 4 000 · 40 € = 160 000 €. Eingesparte Zertifikatskosten: 4 000 · 55 € = 220 000 €. Da Vermeidungskosten (40 €/t) < CO₂-Preis (55 €/t), lohnt sich die Maßnahme.
Die Bepreisung internalisiert den externen Effekt (Pigou-Logik): Sobald der Preis die marginalen Vermeidungskosten übersteigt, vermeiden Unternehmen aus Eigeninteresse. Das Emissionshandelssystem erreicht so die Reduktion dort, wo sie am günstigsten ist — kosteneffiziente Lenkungswirkung.
Ergebnis: Ohne Maßnahme entstehen 250 000 € Mehrkosten; die Vermeidung von 4 000 t spart netto 60 000 €, weil 40 €/t < 55 €/t — der CO₂-Preis lenkt effizient.
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Analysieren Sie die klimapolitischen Instrumente der EU (ETS, CBAM, Fit-for-55) und beurteilen Sie, wie sie die Trade-offs zwischen Wettbewerbsfähigkeit und Klimaschutz adressieren.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: EUR-Lex — Zugang zum Recht der Europäischen Union (Amt für Veröffentlichungen der EU) · Bundesverfassungsgericht — Entscheidungen (Bundesverfassungsgericht) · Bundeszentrale für politische Bildung (bpb)
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA-Vertiefung: Diskutieren Sie Mazzucatos Mission-Economy am Beispiel des Wasserstoffhochlaufs in Deutschland und prüfen Sie, wie Industriepolitik mit Eucken-Prinzipien vereinbar bleibt.
Aktive Wiederholung
Erörtern Sie die Konzepte „Green Growth" und „Degrowth" als Antworten auf planetare Grenzen und beurteilen Sie ihre wirtschafts- und klimapolitischen Implikationen für Deutschland.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) · Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (Sachverständigenrat)
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Erörtern Sie die Wirksamkeit des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes und der EU-CSDDD und beurteilen Sie das Verhältnis von Unternehmensverantwortung und staatlicher Regulierung.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: EUR-Lex — Zugang zum Recht der Europäischen Union (Amt für Veröffentlichungen der EU) · Bundeszentrale für politische Bildung (bpb)
Externe Kosten und Internalisierung
Formen von Marktversagen
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA-Vertiefung: Prüfen Sie das Coase-Theorem an einem realen Fall (Nachbarschaftslärm, Gewässernutzung) und beurteilen Sie, warum bei globalen Umweltgütern wie dem Klima staatliche oder zwischenstaatliche Lösungen unverzichtbar sind.
Aktive Wiederholung
Erläutern Sie am Beispiel der CO₂-Emissionen, wie ein negativer externer Effekt entsteht, und vergleichen Sie Pigou-Steuer und Emissionshandel hinsichtlich Wirksamkeit und Effizienz.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) · Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (Sachverständigenrat)
Ein Land emittierte 1990 rund 1 250 Mt CO₂-Äquivalente, 2022 noch 750 Mt. Das Klimagesetz schreibt für 2030 eine Minderung um 65 % gegenüber 1990 vor. Berechnen Sie das 2030-Ziel und die erforderliche jährliche Minderung ab 2022 und beurteilen Sie die Machbarkeit.
Eine Minderung um 65 % entspricht einem Restwert von 35 % des Basisjahres 1990.
Differenz zwischen dem Ist-Wert 2022 und dem Ziel 2030.
Die Restminderung wird gleichmäßig auf die acht verbleibenden Jahre verteilt.
Rund 39 Mt jährliche Minderung sind deutlich anspruchsvoller als der historische Schnitt (1990–2022: etwa 15,6 Mt/Jahr). Die Zielerreichung verlangt eine Verdopplung bis Verdreifachung des Reduktionstempos — vor allem in Verkehr und Gebäuden, die bislang hinter den Sektorzielen zurückbleiben. Das verdeutlicht den vom BVerfG 2021 angemahnten Handlungsdruck.
Ergebnis: Ziel 2030: 437,5 Mt; nötig sind rund 39 Mt Minderung pro Jahr — etwa das 2,5-Fache des bisherigen Tempos, also nur mit beschleunigter Transformation erreichbar.
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA-Vertiefung: Vergleichen Sie die Diskontraten des Stern-Reports und von Nordhaus und prüfen Sie, wie die Wahl der Rate die Begründung gegenwärtiger Klimaschutzausgaben verändert.
Aktive Wiederholung
Erörtern Sie unter Rückgriff auf den BVerfG-Klimabeschluss 2021 das Konzept der Generationengerechtigkeit und beurteilen Sie das Spannungsverhältnis von Schuldenbremse und Transformationsinvestitionen.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: Bundesverfassungsgericht — Entscheidungen (Bundesverfassungsgericht) · Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland (Bundesministerium der Justiz) · Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (Sachverständigenrat)
Belege & Quellen
Statistisches Bundesamt (Destatis)
Amt für Veröffentlichungen der EU
Bundesverfassungsgericht
Sachverständigenrat
Bundesministerium der Justiz