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Die EPA Informatik fordert grundlegende Kenntnisse zur von-Neumann-Architektur, zum Schichtenmodell der Netzwerke (OSI/TCP-IP) und zu Protokollen, die im Internet zum Einsatz kommen. Subnetting und IP-Adressierung sind Standardthema in Klausuren der LK-Track.
6Abschnitteca. 29Min Lesezeit3KompetenzenNiveauBasis 1 · Standard 3 · Vertiefung 2Stand 06/2026
grundlegendes Niveau
gA: von-Neumann-Rechner, OSI-Schichten benennen, IPv4-Adresse, Subnetzmaske und MAC-Adresse unterscheiden.
erhöhtes Niveau
eA: Subnetze berechnen (CIDR), TCP- vs. UDP-Eigenschaften gegenüberstellen, NAT/Firewall-Effekte erklären, Routing-Tabellen lesen.
Lesetiefe: Vertiefung
Schriftgröße: Standard
Von-Neumann-Architektur
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA-Vertiefung: Erläutern Sie, wie eine Befehls-Pipeline (Fetch, Decode, Execute, Write-Back überlappend) den Durchsatz erhöht, und begründen Sie, warum Daten- und Sprungabhängigkeiten (Hazards) den Gewinn begrenzen. Ordnen Sie die moderne „modifizierte Harvard"-Architektur (getrennte L1-Caches bei gemeinsamem Hauptspeicher) zwischen den beiden Reinformen ein.
Aktive Wiederholung
Erläutern Sie den Befehlszyklus eines von-Neumann-Rechners am Beispiel der Addition zweier Zahlen aus dem Hauptspeicher und benennen Sie für jeden Schritt die beteiligte Funktionseinheit und das beteiligte Register.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
OSI-Referenzmodell (7 Schichten) vs. TCP/IP (4 Schichten)
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA-Vertiefung: Erläutern Sie das Ende-zu-Ende-Prinzip („dummes" Kernnetz, intelligente Endgeräte) und begründen Sie, warum Zuverlässigkeit und Verschlüsselung sinnvoll an den Rändern (Schicht 4/7) statt im Vermittlungskern (Schicht 3) angesiedelt werden.
Aktive Wiederholung
Erläutern Sie den Weg eines HTTPS-Pakets vom Browser zum Webserver Schicht für Schicht im TCP/IP-Modell, nennen Sie pro Schicht das eingesetzte Protokoll und die Dateneinheit (PDU) und beschreiben Sie, was ein Router unterwegs damit tut.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Nutzbare Hosts in IPv4-Subnetz
p ist die Präfixlänge (z.B. /24 → 254 nutzbare Hosts); −2 wegen Netz- und Broadcast-Adresse.
Teilen Sie das Netz 192.168.10.0/24 in vier gleich große Subnetze. Geben Sie Netz-, erste Host-, letzte Host- und Broadcast-Adresse je Subnetz an.
4 Subnetze benötigen 2 zusätzliche Bits → neue Präfixlänge /26, Maske 255.255.255.192.
256 / 4 = 64 Adressen pro Subnetz. Subnetze: 192.168.10.0, .64, .128, .192 (jeweils /26).
Pro Subnetz: 64 − 2 = 62 nutzbare Hosts. Beispiel Subnetz 1 (192.168.10.0/26): Netz .0, erste Host .1, letzte Host .62, Broadcast .63.
| Subnetz | Netz | erste Host | letzte Host | Broadcast | |---|---|---|---|---| | 1 | .0 | .1 | .62 | .63 | | 2 | .64 | .65 | .126 | .127 | | 3 | .128 | .129 | .190 | .191 | | 4 | .192 | .193 | .254 | .255 |
Ergebnis: Vier /26-Subnetze mit je 62 nutzbaren Hosts; Maske 255.255.255.192.
Verkürzen Sie die IPv6-Adresse 2001:0db8:0000:0000:0000:ff00:0042:8329 nach den beiden Standardregeln und begründen Sie, warum „::" nur einmal vorkommen darf.
Die Adresse besteht aus acht 16-Bit-Gruppen (je vier Hexziffern): 2001 | 0db8 | 0000 | 0000 | 0000 | ff00 | 0042 | 8329.
Innerhalb jeder Gruppe entfallen führende Nullen: 2001 | db8 | 0 | 0 | 0 | ff00 | 42 | 8329. (Eine Gruppe 0000 wird zu „0", nicht leer.)
Der längste zusammenhängende Block aus reinen Nullgruppen (hier die drei mittleren) wird durch „::" ersetzt → 2001:db8::ff00:42:8329. Probe: 2 Gruppen + (3 Nullgruppen via „::") + 3 Gruppen = 8.
Käme „::" zweimal vor, ließe sich nicht mehr eindeutig rekonstruieren, wie viele Nullgruppen auf jede Stelle entfallen — die Adresse wäre mehrdeutig. Deshalb ist genau ein „::" pro Adresse zulässig.
Ergebnis: 2001:0db8:0000:0000:0000:ff00:0042:8329 = 2001:db8::ff00:42:8329 (eindeutig, da „::" nur einmal genutzt).
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA-Vertiefung: Teilen Sie das Netz 10.0.0.0/16 in vier gleich große Subnetze und ermitteln Sie für jedes Subnetz die nutzbaren Hosts und Broadcast-Adressen.
Aktive Wiederholung
Berechnen Sie für das Netz 192.168.20.0/26 die Netzadresse, Broadcast-Adresse, Anzahl nutzbarer Hosts und die ersten drei vergebbaren IP-Adressen.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Prozesszustände eines Betriebssystems
Mittlere Wartezeit eines Schedulers
B_i Beendigung, A_i Ankunft, D_i Bedienzeit (CPU-Burst) des Prozesses i; Maß zur Bewertung von FCFS, SJF, Round-Robin.
Berechnen Sie für drei Prozesse die Beendigungszeit, Verweildauer und mittlere Wartezeit unter Round-Robin (Zeitquantum q = 2). Gegeben: P1 (Ankunft 0, Bedienzeit 5), P2 (Ankunft 1, Bedienzeit 3), P3 (Ankunft 2, Bedienzeit 1).
Bei t = 0 ist nur P1 bereit. Neu ankommende Prozesse werden hinten eingereiht; ein verdrängter Prozess wird nach den bereits Wartenden wieder angehängt.
P1[0–2] (Rest 3), P2[2–4] (Rest 1), P3[4–5] fertig, P1[5–7] (Rest 1), P2[7–8] fertig, P1[8–9] fertig. Beendigung: P1 = 9, P2 = 8, P3 = 5.
Verweildauer = Beendigung − Ankunft: P1 = 9, P2 = 7, P3 = 3. Wartezeit = Verweildauer − Bedienzeit: P1 = 4, P2 = 4, P3 = 2.
Mittlere Wartezeit eines Schedulers
B_i Beendigung, A_i Ankunft, D_i Bedienzeit (CPU-Burst) des Prozesses i; Maß zur Bewertung von FCFS, SJF, Round-Robin.
Mittlere Wartezeit = (4 + 4 + 2) / 3 = 10/3 ≈ 3,33 Zeiteinheiten. Round-Robin verhindert das Aushungern langer Prozesse, erhöht aber durch Kontextwechsel den Overhead gegenüber SJF.
Ergebnis: Beendigung P1 = 9, P2 = 8, P3 = 5; mittlere Wartezeit ≈ 3,33 Zeiteinheiten.
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA-Vertiefung: Analysieren Sie ein Erzeuger-Verbraucher-Szenario mit beschränktem Puffer und geben Sie eine korrekte Semaphor-Lösung (leer, voll, mutex) an.
Aktive Wiederholung
Berechnen Sie für vier Prozesse die mittlere Wartezeit unter FCFS und SJF und beurteilen Sie, welche Strategie hier vorteilhafter ist.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
TCP-Drei-Wege-Handshake und Verbindungsabbau
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA-Vertiefung: Erläutern Sie das Sliding-Window-Verfahren der Flusskontrolle (der Empfänger kündigt sein freies Fenster an) und grenzen Sie es vom Slow Start der Staukontrolle ab. Begründen Sie, warum QUIC seine Zuverlässigkeit auf UDP statt auf TCP aufsetzt und welchen Latenzvorteil das bringt.
Aktive Wiederholung
Erläutern Sie den TCP-Drei-Wege-Handshake mit Sequenz- und Bestätigungsnummern und beurteilen Sie, warum für einen Live-Videostream UDP gegenüber TCP bevorzugt wird.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA-Vertiefung: Erläutern Sie den TLS-Handshake und begründen Sie, warum Forward Secrecy (ephemere DH-Schlüssel) auch bei späterem Diebstahl des privaten Schlüssels die aufgezeichneten Sitzungen schützt.
Aktive Wiederholung
Analysieren Sie ein Heimnetz mit Router-NAT und beurteilen Sie, welche Schutzwirkung NAT bietet und wo eine zusätzliche Firewall erforderlich ist.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.