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Die EPA Informatik verlangt das systematische Modellieren realweltlicher Daten im ER-Modell, die Überführung in das Relationenmodell, die Normalisierung bis 3NF sowie die sichere Abfrage und Manipulation mit SQL. Datenschutz und DSGVO sind in allen Bundesländern explizit verankert.
6Abschnitteca. 18Min Lesezeit3KompetenzenNiveauBasis 2 · Standard 2 · Vertiefung 2Stand 06/2026
grundlegendes Niveau
gA: ER-Diagramm zu einem Anwendungsfall zeichnen, SQL-SELECT/WHERE/ORDER BY auf einer Tabelle anwenden, 1NF/2NF prüfen.
erhöhtes Niveau
eA: Komplexe Joins (INNER, LEFT, FULL), Subqueries und Aggregatfunktionen formulieren, 3NF und BCNF unterscheiden, Indexstrategien beurteilen.
Lesetiefe: Vertiefung
Schriftgröße: Standard
ER-Diagramm: Schüler — belegt — Kurs
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA-Vertiefung: Überführen Sie ein ER-Modell mit einer n:m-Beziehung (z. B. Schüler–belegt–Kurs mit dem Beziehungsattribut Note) in das Relationenmodell und begründen Sie, warum die Beziehung samt ihrem Attribut eine eigene Tabelle mit zusammengesetztem Primärschlüssel erfordert.
Aktive Wiederholung
Modellieren Sie für eine Bibliothek die Entitäten `Buch`, `Leser`, `Ausleihe` mit allen Attributen, Kardinalitäten und Schlüsseln; stellen Sie das Ergebnis als ER-Diagramm dar.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Gegeben sei die Relation Bestellung(BestellNr, KundenNr, KundenName, ArtikelNr, Bezeichnung, Menge). Normalisieren Sie bis zur 3NF.
Alle Attribute atomar — 1NF erfüllt. Primärschlüssel: (BestellNr, ArtikelNr).
KundenNr und Bezeichnung hängen nur von Teilen des Schlüssels ab. Aufteilen in Bestellung(BestellNr, KundenNr, KundenName), Position(BestellNr, ArtikelNr, Menge), Artikel(ArtikelNr, Bezeichnung).
KundenName ist von KundenNr abhängig (transitiv über BestellNr). Auslagern in Kunde(KundenNr, KundenName); Bestellung enthält nur noch (BestellNr, KundenNr).
Vier Relationen: Kunde, Bestellung, Position (Beziehungstabelle), Artikel. Fremdschlüssel verknüpfen die Tabellen.
Ergebnis: Zerlegung in vier 3NF-Relationen; jede Tabelle erfüllt 1NF, 2NF und 3NF.
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA-Vertiefung: Erläutern Sie den Unterschied zwischen 3NF und BCNF an einem Beispiel mit überlappenden Schlüsselkandidaten.
Aktive Wiederholung
Analysieren Sie eine gegebene Tabelle `BestellungVoll(BestellNr, KundenNr, KundenName, ArtikelNr, ArtikelName, Menge)` auf Normalformverletzungen und überführen Sie sie nach 3NF.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Listen Sie alle Kunden mit einem Gesamtumsatz über 1000 € im Jahr 2025 auf, absteigend nach Umsatz sortiert.
Gegeben sei Bestellung(BestellNr, KundenNr, Datum, Betrag). Gesucht ist je Kunde die Summe der Beträge, gefiltert auf das Jahr 2025 und auf Summen über 1000.
Die Jahresbedingung betrifft einzelne Zeilen und gehört daher in die WHERE-Klausel: WHERE Datum >= '2025-01-01' AND Datum < '2026-01-01'.
GROUP BY KundenNr bildet je Kunde eine Gruppe; SUM(Betrag) aggregiert sie. Die Bedingung über das Aggregat steht in HAVING — nicht in WHERE: HAVING SUM(Betrag) > 1000.
```sql SELECT KundenNr, SUM(Betrag) AS Umsatz FROM Bestellung WHERE Datum >= '2025-01-01' AND Datum < '2026-01-01' GROUP BY KundenNr HAVING SUM(Betrag) > 1000 ORDER BY Umsatz DESC; ``` Logisch wird FROM → WHERE → GROUP BY → HAVING → SELECT → ORDER BY ausgewertet; deshalb ist der SELECT-Alias „Umsatz" in WHERE/HAVING noch unbekannt, in ORDER BY aber bereits nutzbar.
Ergebnis: WHERE filtert Zeilen vor, HAVING filtert Gruppen nach der Aggregation; Sortierung absteigend nach dem Aggregat.
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA-Vertiefung: Erläutern Sie SQLs dreiwertige Logik (true/false/unknown) und ihre Folgen für WHERE-Bedingungen mit NULL-Werten sowie den Unterschied zwischen `COUNT(*)` und `COUNT(spalte)`, das NULL-Werte überspringt.
Aktive Wiederholung
Geben Sie SQL-Anweisungen an, die alle Kunden mit mehr als drei Bestellungen im Jahr 2025 nach absteigendem Gesamtumsatz auflisten.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
B-Baum-Index (Ordnung 3) für Datenbankzugriffe
Theta-Join der Relationenalgebra
Verbindet R und S über das Prädikat θ; Spezialfall Equi-Join, wenn θ Gleichheit prüft.
Geben Sie eine SQL-Abfrage an, die alle Schülernamen zusammen mit den belegten Kurstiteln liefert; sortieren Sie nach Schülername.
Schüler(SNr, Name), Belegt(SNr, KNr, Note), Kurs(KNr, Titel). Belegt ist Beziehungstabelle aus dem ER-Diagramm.
Zweimaliger Join: Schüler ⨝ Belegt über SNr, Belegt ⨝ Kurs über KNr.
```sql SELECT s.Name, k.Titel FROM Schüler s JOIN Belegt b ON b.SNr = s.SNr JOIN Kurs k ON k.KNr = b.KNr ORDER BY s.Name; ```
Equi-Join über Fremdschlüssel; Sortierung in O(n log n); kein DISTINCT nötig, falls eine Schüler-Kurs-Kombination eindeutig ist.
Ergebnis: Inner-Join-Pfad über die Beziehungstabelle Belegt; sortiertes Ergebnis nach Schülername.
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA-Vertiefung: Beurteilen Sie, in welchen Fällen ein zusammengesetzter Index `(KundenNr, Datum)` schneller ist als zwei einzelne Indizes.
Aktive Wiederholung
Implementieren Sie eine SQL-Abfrage mit LEFT OUTER JOIN, die alle Kunden inklusive solcher ohne Bestellungen auflistet; geben Sie zusätzlich die äquivalente Subquery-Form an.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA-Vertiefung: Erörtern Sie das Spannungsfeld zwischen Datenminimierung und Speicherbegrenzung der DSGVO einerseits und dem Wunsch nach umfassender Datenanalyse (Big Data, Profilbildung) andererseits und beurteilen Sie, inwieweit Anonymisierung dieses Spannungsfeld auflösen kann.
Aktive Wiederholung
Beurteilen Sie ein Schülerverwaltungssystem hinsichtlich DSGVO-Konformität; identifizieren Sie mindestens drei Datenschutzrisiken und schlagen Sie technische Maßnahmen vor.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA-Vertiefung: Erläutern Sie das strenge Zwei-Phasen-Sperrprotokoll und begründen Sie, warum es Serialisierbarkeit garantiert, aber Deadlocks nicht ausschließt.
Aktive Wiederholung
Analysieren Sie einen parallelen Ablauf zweier Transaktionen auf demselben Konto und weisen Sie nach, wie ein Lost Update entsteht; beurteilen Sie, welche Isolationsstufe ihn verhindert.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.