Aufgabenstellung
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Messunsicherheiten, Fehlerfortpflanzung, lineare Regression und Diagramminterpretation - methodische Querschnittskompetenzen für alle anderen Themen.
6Abschnitteca. 17Min Lesezeit3KompetenzenNiveauBasis 2 · Standard 3 · Vertiefung 1Stand 06/2026
Lesetiefe: Vertiefung
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Messunsicherheit - Streuung um Mittelwert
Empirische Standardabweichung
Standardunsicherheit des Mittelwerts
Interaktive Grafik lädt…
Messungen wie oben.
s.
s.
s.
Ergebnis: s.
Aus denselben Messungen ( s, Stichproben-Standardabweichung s) soll ein -Vertrauensintervall angegeben werden. Warum reicht der Faktor hier nicht?
s.
; aus der t-Tabelle (statt der Normalverteilung).
s.
Mit ergäbe sich nur s; bei wenigen Messungen unterschätzt das Intervall.
Ergebnis: -Intervall: s. Für kleine vergrößert der Student-t-Faktor das Vertrauensintervall; erst für grosse geht gegen den Normalwert.
Zufällige Fehler streuen, systematische Fehler verzerren - beide müssen gesondert behandelt werden.
Mittelwert und Standardabweichung sind die Grundgrößen jeder Messreihe.
Die Unsicherheit des Mittelwerts ist kleiner als die der Einzelmessungen, nämlich um Wurzel n.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Messdaten: in s: . Berechne Mittelwert, Standardabweichung und Unsicherheit des Mittelwerts.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: BIPM GUM - Guide to the Expression of Uncertainty in Measurement (BIPM)
Lineare Regression durch Messpunkte
Gaussche Fehlerfortpflanzung
Lineare Regression (kleinste Quadrate)
s, m.
.
m/s.
.
m/s.
Ergebnis: m/s.
Eine Kugel hat g und cm. Welche Dichte mit Unsicherheit?
g/cm.
, .
.
g/cm.
Ergebnis: Dichte g/cm.
Eine Feder wird mit unterschiedlichen Massen belastet. Daten: in N: ; in cm: . Bestimme die Federkonstante durch lineare Regression.
N, cm.
N/m.
Genaue Auswertung mit kleinster Quadrate liefert N/m.
Ergebnis: Federkonstante N/m mit Standardunsicherheit ca. N/m.
Die kinetische Energie wird aus kg und m/s bestimmt. Berechne und seine Unsicherheit über die allgemeine Gauss-Formel mit partiellen Ableitungen.
J.
J/kg, Js/m.
J; J.
J.
, also J - gleiches Ergebnis.
Ergebnis: J; die Geschwindigkeit dominiert die Unsicherheit, weil sie quadratisch eingeht ().
Bei der Fehlerfortpflanzung addieren sich Unsicherheiten quadratisch.
Lineare Regression liefert die beste Gerade durch Messpunkte und Unsicherheiten für Steigung und Achsenabschnitt.
Das Bestimmtheitsmass R im Quadrat zeigt, wie gut die Modellannahme die Daten beschreibt.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
In einem Schwerebeschleunigungs-Experiment werden Periodendauer s und Pendellänge m gemessen. Berechne und seine Unsicherheit.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: OpenStax College Physics - Measurement Uncertainty (OpenStax)
s(t) beim freien Fall
v-t-Diagramm - gleichmäßig beschleunigte Bewegung
Linearisierung des Fadenpendels (T² gegen l)
Ein -gegen--Diagramm liefert die Steigung s/m. Bestimme .
, also Steigung .
.
m/s.
Ergebnis: m/s - in guter Übereinstimmung mit dem Literaturwert m/s.
Diagramme sind nur aussagekräftig mit beschrifteten Achsen und sinnvollen Skalen.
v-t-Diagramm - gleichmäßig beschleunigte Bewegung
Linearisierung verwandelt einen krummen Zusammenhang in eine Gerade, deren Steigung die gesuchte Größe liefert.
Steigung und Achsenabschnitt tragen physikalische Bedeutung und verraten systematische Fehler.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Bei einer Pendelmessung wird für mehrere Längen die Periodendauer bestimmt. Wie linearisiert man , und wie liest man aus der Steigung ab? Beschreibe die Auswertung.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: OpenStax College Physics - Graphical Analysis (OpenStax)
Messunsicherheit - Streuung um Mittelwert
Relative Abweichung (Genauigkeitsmass)
Statt einer Periode misst man Perioden und teilt durch ; Reaktionsfehler s pro Start/Stopp.
Fehler pro Periode bis zu s - bei s sind das rund .
Bei Perioden wirkt der Start-Stopp-Fehler nur einmal auf die Summe: .
Die Unsicherheit pro Periode sinkt um den Faktor .
Ergebnis: Messen mehrerer Perioden senkt den (hier zufälligen) Reaktionsfehler erheblich; ein konstanter Versatz bliebe dagegen systematisch.
Genauigkeit trifft den wahren Wert, Präzision liefert reproduzierbare Werte - beides ist nötig.
Messunsicherheit - Streuung um Mittelwert
Mit Variablenkontrolle ändert man nur eine Größe und hält alle anderen konstant.
Kalibrierung bekämpft systematische Fehler, Mehrfachmessung die zufälligen.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Eine Stoppuhr misst eine Pendelperiode stets s zu lang (Reaktionszeit). Ist das ein zufälliger oder systematischer Fehler? Wie kann man ihn reduzieren, und welche Massnahme reduziert ihn NICHT?
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: BIPM GUM - Guide to the Expression of Uncertainty in Measurement (BIPM)
Größenordnungen - von Atomen bis zum Universum
Dimensionsanalyse des Pendels
Stimmt dimensional?
m, m/s.
.
, also liefert die Formel eine Zeit.
Ergebnis: Die Formel ist dimensional korrekt - das Ergebnis hat die Einheit Sekunde (der Faktor ist dimensionslos).
Alle physikalischen Einheiten lassen sich auf sieben SI-Basiseinheiten zurückführen.
Die Dimensionsanalyse prüft, ob eine Formel überhaupt die richtige Einheit liefert.
Größenordnungsabschätzungen geben schnelle Plausibilitätskontrollen.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Prüfe per Dimensionsanalyse, ob die Formel für die Periodendauer korrekt ist, und gib die Einheit des Ergebnisses an.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: BIPM - The International System of Units (SI) (BIPM)
Messunsicherheit - Streuung um Mittelwert
95-Prozent-Intervall der Normalverteilung
Interaktive Grafik lädt…
, ; Wert beurteilen.
, also .
liegt Standardabweichungen entfernt.
Ein -Wert ist extrem unwahrscheinlich -> mutmasslich Messfehler; nur mit dokumentierter Begründung verwerfen.
Ergebnis: Rund der Werte liegen in ; der Wert ist ein begründungspflichtiger Ausreisser.
Zufällige Messfehler folgen näherungsweise einer Gauss-Glocke.
Messunsicherheit - Streuung um Mittelwert
Die 68-95-99,7-Regel sagt, wie viele Werte innerhalb von ein, zwei und drei Standardabweichungen liegen.
Ausreisser darf man nur mit guter Begründung verwerfen - alles andere ist unredlich.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Eine normalverteilte Messreihe hat Mittelwert und Standardabweichung . In welchem Intervall liegen rund der Messwerte? Wie gehst du mit einem Wert von um?
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: OpenStax College Physics - Statistical Analysis (OpenStax)
Belege & Quellen