Aufgabenstellung
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Unternehmensgründung in AT (EU, OG, KG, GmbH, AG, FlexCo, Genossenschaft), Bilanz und GuV nach UGB, Kennzahlen, Arbeitsrecht, Sozialversicherung (PV, KV, UV, AV).
6Abschnitteca. 18Min Lesezeit2KompetenzenNiveauBasis 1 · Standard 4 · Vertiefung 1Stand 06/2026
Lesetiefe: Vertiefung
Schriftgröße: Standard
Rechtsformen in Österreich
Eine GmbH erzielt 100.000 EUR Gewinn vor Steuern und schüttet den Rest voll aus. Wie hoch ist die Gesamtsteuerbelastung bei KöSt 23 % und KESt 27,5 %?
23 % vom Gewinn.
Gewinn minus KöSt: 100.000 - 23.000 = 77.000 EUR.
27,5 % vom ausgeschütteten Betrag.
Beide Steuern bezogen auf den Ausgangsgewinn.
Ergebnis: Rund 44 % Gesamtsteuer auf den ausgeschütteten Gewinn — die Doppelbelastung aus KöSt und KESt.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Vergleiche Einzelunternehmen, GmbH und FlexCo nach Haftung, Mindestkapital, Steuern, Eignung für Startup.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: WKO Gründungsservice (Wirtschaftskammer) · Bundesministerium für Finanzen (BMF)
Bilanz und GuV (Schema)
EK = 4 Mio, FK = 6 Mio, Bilanzsumme = 10 Mio. Berechne EK-Quote.
EK-Quote = EK / BS = 4 / 10 = 0.40 = 40 %.
40 % gilt als solide (Faustregel: >25 % gut, >40 % stark). Mehr EK = weniger Insolvenzrisiko, aber teurer als FK.
Ergebnis: EK-Quote 40 %, solide Finanzierung.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Berechne die EK-Quote eines Unternehmens mit EK 4 Mio, FK 6 Mio, Bilanzsumme 10 Mio. Bewerte.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: UGB Unternehmensgesetzbuch (RIS / Bundeskanzleramt)
Die vier Säulen der Sozialversicherung
Ein Angestellter verdient 3.000 EUR brutto im Monat. Wie hoch ist der gesamte SV-Beitrag (DN + DG) bei rund 37,45 %, und wie viel trägt grob der Dienstnehmer (rund 18 %)?
37,45 % des Bruttolohns.
Rund 18 % des Bruttolohns.
Vom Brutto bleiben nach SV und Lohnsteuer deutlich weniger netto; der Dienstgeber zahlt seinen Anteil zusätzlich obendrauf.
Ergebnis: Gesamt rund 1.124 EUR SV-Beitrag, davon rund 540 EUR vom Dienstnehmer — der Rest entfällt auf den Dienstgeber.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Erkläre das österreichische Sozialversicherungssystem. Welche Reformen sind aktuell diskutiert (Pension, Pflege)?
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: AK Arbeitswelt OE (Arbeiterkammer) · SVS Sozialversicherung Selbständige (SVS)
Begriffe der Kostenrechnung
Break-even-Menge
Gewinnschwelle: Fixkosten geteilt durch Stück-Deckungsbeitrag.
Stück-Deckungsbeitrag
Fixkosten Kf = 60.000 EUR, Preis p = 50 EUR, variable Stückkosten kv = 30 EUR. Bestimme die Gewinnschwelle und den Gewinn bei 4.000 Stück.
DB = p - kv = 50 - 30 = 20 EUR je Stück.
x* = Kf / DB = 60.000 / 20 = 3.000 Stück.
Über dem Break-even: G = (x - x*) . DB = (4.000 - 3.000) . 20 = 20.000 EUR.
Ergebnis: Gewinnschwelle bei 3.000 Stück; bei 4.000 Stück Gewinn von 20.000 EUR.
Bei Kf = 60.000 EUR und kv = 30 EUR: Wie hoch sind die Stückkosten bei 2.000 bzw. 6.000 Stück?
k = (Kf + kv . x) / x = (60.000 + 30 . 2.000) / 2.000 = 120.000 / 2.000 = 60 EUR.
k = (60.000 + 30 . 6.000) / 6.000 = 240.000 / 6.000 = 40 EUR.
Der Fixkostenanteil je Stück fällt von 30 auf 10 EUR — Fixkostendegression senkt die Stückkosten bei höherer Menge.
Ergebnis: Stückkosten sinken von 60 auf 40 EUR (Fixkostendegression).
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Berechnen Sie die Break-even-Menge bei Fixkosten 60.000 EUR, Preis 50 EUR und variablen Stückkosten 30 EUR und beurteilen Sie das Ergebnis für eine geplante Absatzmenge von 4.000 Stück.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: WKO Kalkulation und Preisbildung (Wirtschaftskammer)
Finanzierungsarten im Überblick
Kapitalwert (NPV)
Anschaffung A0 plus abgezinste Rückflüsse Rt beim Kalkulationszins i.
A0 = 100.000 EUR, jährlicher Rückfluss R = 40.000 EUR über 3 Jahre, i = 8 %. Bestimme den Kapitalwert.
40.000 / 1,08 = 37.037 EUR.
40.000 / 1,08^2 = 34.294 EUR; 40.000 / 1,08^3 = 31.753 EUR.
C0 = -100.000 + 37.037 + 34.294 + 31.753 = +3.084 EUR.
Ergebnis: Kapitalwert ca. +3.084 EUR > 0: Die Investition ist vorteilhaft (Rendite über 8 %).
Gesamtkapitalrendite 12 %, FK-Zins 6 %. Wie wirkt zusätzliches Fremdkapital auf die EK-Rendite?
GK-Rendite 12 % liegt 6 Prozentpunkte über dem FK-Zins von 6 % — positive Hebelwirkung möglich.
r_EK = r_GK + (r_GK - r_FK) . FK/EK. Bei FK/EK = 1: r_EK = 12 % + (12 % - 6 %) . 1 = 18 %.
Fällt r_GK unter 6 %, kehrt sich der Effekt um und die EK-Rendite sinkt unter die GK-Rendite — Leverage erhöht das Risiko.
Ergebnis: Zusätzliches FK hebt die EK-Rendite auf 18 %, solange die GK-Rendite über dem FK-Zins bleibt.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Berechnen Sie den Kapitalwert einer Investition (Anschaffung 100.000 EUR, jährlicher Rückfluss 40.000 EUR über 3 Jahre, Kalkulationszins 8 %) und beurteilen Sie die Vorteilhaftigkeit.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: aws Austria Wirtschaftsservice (aws)
Die vier P des Marketing-Mix
Ein Start-up bringt eine nachhaltige Mehrweg-Trinkflasche für umweltbewusste Studierende auf den Markt. Skizziere einen stimmigen Marketing-Mix (4 P).
Langlebige, schadstofffreie Flasche aus recyceltem Edelstahl, klares Öko-Design, Gravur-Option.
Mittleres Preissegment mit Premium-Anspruch — höher als Wegwerfflaschen, aber studierendentauglich; der Mehrwert „nachhaltig" rechtfertigt den Aufpreis.
Online-Shop und Campus-Stores, Kooperation mit Hochschul-Initiativen statt klassischem Großhandel.
Social-Media-Kampagne, Influencer aus dem Nachhaltigkeitsbereich, Refill-Stationen als Aufmerksamkeitsanker.
Ergebnis: Alle vier P zahlen auf dieselbe Positionierung „nachhaltig und alltagstauglich für Studierende" ein — die Stimmigkeit des Mix ist entscheidend.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Entwickeln Sie für ein neues nachhaltiges Produkt einen Marketing-Mix (4 P) und begründen Sie Ihre Entscheidungen anhand einer Zielgruppe.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: WKO Marketing und Vertrieb (Wirtschaftskammer)
Belege & Quellen
RIS / Bundeskanzleramt
Arbeiterkammer