Aufgabenstellung
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Geographische Grundlagen: Raum als Konzept, Kartenarten und Projektionen, Geoinformationssysteme (GIS), Beleuchtungs- und Klimazonen, Vegetationszonen, Maßstab und Generalisierung.
6Abschnitteca. 21Min Lesezeit2KompetenzenNiveauBasis 3 · Standard 3Stand 06/2026
Lesetiefe: Vertiefung
Schriftgröße: Standard
Vier Raumkonzepte nach Werlen
Analysiere „Schitourismus in einem Tiroler Hochtal" mit allen vier Raumkonzepten nach Werlen.
Lage und Ausstattung messbar erfassen: Höhe rund 1200–2500 m, Hangneigung, schneesichere Nordhänge, Pistenkilometer.
Lagebeziehungen prüfen: Anbindung über die Inntal-Autobahn, Seilbahnnetz im Ort, Erreichbarkeit der Quellmärkte München und Wien.
Das Raumbild rekonstruieren: Vermarktung als „unberührtes Bergerlebnis", obwohl der Raum technisch hochgerüstet ist.
Akteure benennen: Gemeinde, Liftgesellschaft und Investoren erzeugen den Tourismusraum durch Erschließung und Flächenwidmung.
Das konstruktivistische Konzept ist am ergiebigsten, weil es Interessen und Folgen (Zersiedelung, Wasserverbrauch der Beschneiung) sichtbar macht.
Ergebnis: Derselbe Schiraum erscheint je nach Konzept als Höhenlage, Verkehrsnetz, Sehnsuchtsbild und Ergebnis von Investitionsentscheidungen — die Konstruktionsperspektive trägt die Analyse.
SRDP-Aufgaben
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Erläutere am Beispiel „Schitourismus in Tirol" alle vier Raumkonzepte nach Werlen und begründe, welches Konzept die Analyse am stärksten trägt.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: BMBWF AHS-Lehrplan Geographie und wirtschaftliche Bildung (BMBWF)
Kartenprojektionen im Vergleich
Auf einer Karte 1:200000 sind zwei Orte 7 cm voneinander entfernt. Wie weit sind sie in der Realität?
1 cm auf der Karte = 200000 cm = 2000 m = 2 km in der Realität.
7 cm . 2 km/cm = 14 km.
Ergebnis: Die Orte sind 14 km voneinander entfernt.
Ein Feld ist in Wirklichkeit 5 km^2 gross. Wie gross erscheint es auf einer Karte 1:50000?
1 cm auf der Karte = 50000 cm = 0,5 km in der Realität.
Die Fläche skaliert mit dem Quadrat: 1 cm^2 = (0,5 km)^2 = 0,25 km^2.
5 km^2 / 0,25 km^2 je cm^2 = 20 cm^2 auf der Karte.
Ergebnis: Das Feld erscheint auf der Karte als 20 cm^2.
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Erstelle eine Choropleth-Karte der Bevölkerungsdichte der österreichischen Bundesländer (Daten Statistik Austria). Erläutere Klassifikation und Generalisierung.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: Diercke Weltatlas — Westermann (Westermann Verlag)
Datenmodelle im GIS
Gesucht ist eine Fläche für eine Photovoltaik-Freiflächenanlage. Welche Layer verschneidet ein GIS, und wie kommt das Ergebnis zustande?
Eignung = südexponiert, Hangneigung unter 10 Grad, nicht im Wald, nicht im Hochwasser-Risikogebiet, nahe einer Stromleitung.
Höhenmodell (Hangneigung, Exposition; Raster), Bodennutzung (Wald/Acker; Vektor), HORA-Hochwasserzonen (Vektor), Stromnetz (Linie).
Jeden Layer in „geeignet/ungeeignet" umklassifizieren und logisch UND-verknüpfen; nur Flächen, die ALLE Kriterien erfüllen, bleiben übrig.
Um die Stromleitung einen 500-m-Puffer legen und mitverschneiden, damit der Netzanschluss günstig bleibt.
Die verbleibenden Polygone sind die Kandidatenflächen; ihre Größe lässt sich direkt aus dem GIS abfragen.
Ergebnis: Die UND-Verschneidung mehrerer Eignungs-Layer liefert genau jene Flächen, die alle Bedingungen erfüllen — die Kernoperation jeder GIS-Standortanalyse.
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Beschreibe, wie ein GIS bei der Standortwahl eines neuen Spitals helfen kann. Welche Layer braucht man?
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: Copernicus Data Space Ecosystem (European Space Agency) · data.gv.at — Open Government Data Österreich (BMKOES)
Alpine Höhenstufen und Nutzung
Globale Atmosphärische Zirkulation (Drei-Zellen-Modell)
Eine Station meldet: kältester Monat 0,4 Grad, wärmster Monat 21,5 Grad, in allen Monaten 40–80 mm Niederschlag, Jahressumme rund 620 mm. Welcher Köppen-Typ?
Der kälteste Monat liegt zwischen -3 und +18 Grad, also Gruppe C (warm-gemäßigt); arid scheidet aus, da es ganzjährig regnet.
Kein ausgeprägter Trockenmonat im Sommer oder Winter, daher „f" (immerfeucht).
Der wärmste Monat bleibt unter 22 Grad, aber mindestens vier Monate liegen über 10 Grad, daher „b" (warmer Sommer).
C und f und b ergeben den Code Cfb.
Ergebnis: Die Station ist Cfb (warm-gemäßigt, ganzjährig feucht, warmer Sommer) — das typische Klima Wiens und weiter Teile Österreichs.
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Ordne folgende Städte den Koeppen-Klimazonen zu: Singapur, Kairo, Wien, Reykjavik, Murmansk.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: GeoSphere Austria (ZAMG) — Klimanormalperiode (GeoSphere Austria)
Koordinaten und Zonenzeit ausgewählter Orte
Wie gross ist die theoretische Zeitdifferenz zwischen Wien (16 Grad O) und New York (74 Grad W)?
Differenz = 16 Grad + 74 Grad = 90 Grad (Ost plus West).
Pro Stunde 15 Grad, also 90 / 15.
New York liegt westlich, ist also rund 6 Stunden zurück (Wien 18:00 -> New York 12:00).
Ergebnis: Die theoretische Zeitdifferenz beträgt 6 Stunden.
Zwei Orte liegen auf demselben Meridian bei 48 Grad N und 46 Grad N. Wie weit sind sie ungefähr voneinander entfernt?
Delta phi = 48 Grad - 46 Grad = 2 Grad.
Entfernung = 2 . 111 km.
Die Näherung 111 km/Grad gilt entlang der Meridiane unabhängig von der Breite.
Ergebnis: Die Orte sind rund 222 km voneinander entfernt.
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Wien liegt bei rund 16 Grad östlicher Länge, New York bei rund 74 Grad westlicher Länge. Bestimme die theoretische Zeitdifferenz und erkläre, warum die tatsächliche Zonenzeit abweicht.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: BEV — Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen (BEV)
Bevölkerungsentwicklung Österreich 1950-2024 (Mio.)
Das BIP betrug 2013 rund 360 Mrd. EUR, 2023 rund 410 Mrd. EUR. Bilde einen Index mit Basisjahr 2013.
2013 = 100 (Indexbasis).
Index = Wert / Basiswert . 100.
Index 114 bedeutet ein Wachstum von rund 14 % gegenüber 2013.
Ergebnis: Der BIP-Index 2023 beträgt rund 114 (plus 14 %).
Fünf Regionen haben Pro-Kopf-BIP von 30, 32, 34, 36 und 120 (Tsd. EUR). Welche Kennzahl beschreibt die Mitte besser?
(30+32+34+36+120)/5 = 252/5.
Mittlerer Wert der sortierten Reihe = 34.
Der Ausreisser 120 zieht den Mittelwert nach oben; der Median (34) beschreibt die typische Region besser.
Ergebnis: Der Median (34) ist hier aussagekräftiger als der Mittelwert (50,4).
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Wähle eine aktuelle Statistik (Statistik Austria) und wende konsequent die Drei-Schritt-Methode Beschreiben - Analysieren - Bewerten an.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: Statistik Austria — STATatlas und Datenbanken (Statistik Austria)
Belege & Quellen
Westermann Verlag
European Space Agency
GeoSphere Austria
Statistik Austria