Aufgabenstellung
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Brönsted-Konzept, pH-/pOH-Skala, starke und schwache Säuren/Basen, Pufferlösungen (Henderson-Hasselbalch), Titration und Indikatoren.
6Abschnitteca. 19Min Lesezeit3KompetenzenNiveauBasis 1 · Standard 3 · Vertiefung 2Stand 06/2026
Lesetiefe: Vertiefung
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pH-Skala mit Alltagsbeispielen
Ionenprodukt von Wasser
Autoprotolyse von Wasser
Bestimme in den Reaktionen (1) und (2) die konjugierten Säure-Base-Paare und begründe, dass amphoter ist.
nimmt ein Proton auf und wird zu - es wirkt als Base (Paar ). Wasser gibt ein Proton ab und ist hier Säure (Paar ).
gibt ein Proton ab und wird zu - es wirkt als Säure (Paar ). Wasser nimmt das Proton auf und ist hier Base (Paar ).
Dasselbe Teilchen wirkt einmal als Base, einmal als Säure - es ist also amphoter (amphiprotisch).
Ergebnis: ist amphoter: in (1) Base, in (2) Säure. Genau diese Doppelrolle macht das Hydrogencarbonat zum Herzstück des Blutpuffers (siehe Abschnitt „Pufferlösungen").
Brönsted: Säuren geben Protonen ab, Basen nehmen sie auf. Jede Säure hat ihre Schattenbase.
Wasser ist Chamaeleon - mit ist es Base, mit ist es Säure.
Die Autoprotolyse zeigt: Reines Wasser hat schon mol/L und , daher pH 7.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Gib für (a) , (b) , (c) jeweils die konjugierte Säure ODER Base an.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: OpenStax Chemistry 2e Kap. 14 Acid-Base Equilibria (OpenStax)
pH-Skala mit Alltagsbeispielen
Indikator-Umschlagsbereiche
pH-Definition und Ionenprodukt von Wasser
Säurekonstante und Naeherungs-pH einer schwachen Säure
Berechne den pH-Wert einer Essigsäurelösung mit . Es gilt .
.
Da , gilt .
.
.
Ergebnis: pH-Wert: - schwach sauer, weit über dem pH einer gleich konzentrierten starken Säure (pH = 1).
Berechne den pH einer Natronlauge mit .
NaOH dissoziiert vollständig: .
.
.
Ergebnis: - stark basisch, kommt aus vollständiger Dissoziation in und .
pH ist die negative Zehnerpotenz der Protonenkonzentration - jede Einheit ist Faktor 10.
pH-Skala mit Alltagsbeispielen
Starke Säure: pH = -log c. Schwache Säure: Näherung mit pKa.
Bei verdünnten starken Säuren in Wassernähe pH 7 immer das Ionenprodukt berücksichtigen.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Berechne den pH von (a) 0,005 mol/L , (b) 0,10 mol/L (), (c) 0,05 mol/L ().
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: OpenStax Chemistry 2e Kap. 14.5 Strong and Weak Acids (OpenStax)
Pufferkurve nach Henderson-Hasselbalch (pKa = 4,76)
Henderson-Hasselbalch-Gleichung (Puffer)
Welche Konzentrationen an Acetat und Essigsäure ergeben einen Puffer mit ? .
.
, also .
Z.B. und .
Ergebnis: Beliebige Konzentrationen im Verhältnis (Acetat:Essigsäure) geben einen pH-5-Puffer; Pufferkapazität steigt mit Gesamtkonzentration.
Ein Puffer enthält 0,10 mol Essigsäure und 0,10 mol Natriumacetat in 1,00 L Wasser. Welche pH-Änderung tritt bei Zugabe von 0,01 mol ein?
Verhältnis 1:1, also .
; 0,01 mol HAc wird verbraucht, 0,01 mol entsteht.
, .
.
Ohne Puffer würde dieselbe -Menge in reinem Wasser den pH von 7 auf 12 anheben.
Ergebnis: pH steigt nur um 0,09 Einheiten - klassische Pufferwirkung in Aktion.
Ein Puffer ist immer ein Paar - schwache Säure plus konjugierte Base.
Henderson-Hasselbalch zeigt: der pH liegt beim pKa, modifiziert durch das Verhältnis.
Im Blut sorgt Bicarbonat für pH-Konstanz - ohne diesen Puffer wäre Sport schon nach wenigen Minuten lebensgefährlich.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Welches Verhältnis von Phosphat-Hydrogenphosphat (, ) ergibt einen Puffer mit ?
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: OpenStax Chemistry 2e Kap. 14.6 Buffers (OpenStax)
Titration: starke Säure mit starker Base
Titrationskurve - starke Säure mit starker Base
Titration: schwache Säure (CH3COOH) mit NaOH
Indikator-Umschlagsbereiche
Eine Fe(II)-Lösung wird mit titriert. Verbrauch: einer -Permanganatloesung. Welche Stoffmenge Fe(II) lag vor?
.
1 mol oxidiert 5 mol (aus ausgeglichener Gleichung).
.
Ergebnis: Die Probe enthielt , also rund Eisen.
Eine Probe von 20,0 mL Essigsäurelösung benötigt 22,5 mL einer 0,150 mol/L NaOH-Lösung bis zum Äquivalenzpunkt. Berechne .
.
Reaktion , Verhältnis 1:1.
.
Ergebnis: Die Essigsäurelösung hat eine Konzentration von , das entspricht ca. 1 % Essig (Haushaltsessig).
Die Titrationskurve ist ein Fingerabdruck der Säure - schwache und starke unterscheiden sich klar.
Titration: schwache Säure (CH3COOH) mit NaOH
Am Halbäquivalenzpunkt gilt pH = pKa - eine elegante Methode zur Bestimmung der Säurestärke.
Indikatoren wechseln die Farbe über einen pH-Bereich - der Umschlag sollte am Äquivalenzpunkt liegen.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Eine unbekannte -Lösung wird mit 0,10 mol/L NaOH titriert. Bei einem Probenvolumen von 25,0 mL werden 18,4 mL NaOH bis zum Äquivalenzpunkt verbraucht. Wie hoch ist ?
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: OpenStax Chemistry 2e Kap. 14.7 Titrations (OpenStax)
pH-Skala mit Alltagsbeispielen
Säurekonstante und Paarbeziehung (25 Grad C)
Ordne (), () und () nach Stärke und berechne der konjugierten Base von .
Kleiner = stärker: (3,2) > (4,75) > (9,2).
Konjugierte Base von ist . .
Die schwächste Säure () hat die stärkste konjugierte Base (, kleinster ).
Ergebnis: Stärkereihe ; . Bezug: Thema "Pufferlösungen" nutzt diese -Werte.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Vergleiche Essigsäure () und Ameisensäure () hinsichtlich ihrer Stärke und berechne den der jeweils konjugierten Base.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: OpenStax Chemistry 2e, Kap. 14 "Acid-Base Equilibria" (OpenStax)
pH-Skala mit Alltagsbeispielen
Nettogleichung der Neutralisation
Beurteile für (a) , (b) und (c) , ob die wässrige Lösung sauer, neutral oder basisch reagiert, und begründe.
(a) : starke Base () + starke Säure (). (b) : schwache Base () + starke Säure. (c) : starke Base + schwache Säure ().
(a) keine Hydrolyse -> neutral. (b) -> sauer. (c) -> basisch.
Der Ionentyp mit der schwächeren "Eltern"-Spezies bestimmt den pH-Charakter.
Ergebnis: (a) neutral, (b) sauer, (c) basisch. Querverweis: Thema "Titration" (Lage des Äquivalenzpunkts folgt aus dem Salztyp).
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Erkläre, ob eine wässrige Lösung von Natriumacetat sauer, neutral oder basisch reagiert, und stelle die Hydrolysegleichung auf.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: OpenStax Chemistry 2e, Kap. 14 "Hydrolysis of Salts" (OpenStax)
Belege & Quellen