Aufgabenstellung
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Alkane, Alkene, Alkine, Aromaten; IUPAC-Nomenklatur; Isomerie (Struktur-, Stereo-, cis/trans); Reaktionstypen Substitution, Addition, Eliminierung.
6Abschnitteca. 16Min Lesezeit3KompetenzenNiveauBasis 2 · Standard 2 · Vertiefung 2Stand 06/2026
Lesetiefe: Vertiefung
Schriftgröße: Standard
Siedepunkte der n-Alkane
Summenformel gesättigte Alkane
Vollständige Verbrennung Methan
Stelle die ausgeglichene Gleichung für die vollständige Verbrennung von Propan () auf.
.
3 C-Atome auf der linken Seite: .
8 H-Atome -> 4 : .
Rechts: O-Atome, also links.
Ergebnis: Ausgeglichene Gleichung: (exotherm, ).
Zeichne alle Struktur-Isomere von Pentan () und benenne sie.
gerade Kette .
iso-Pentan; .
neo-Pentan; .
n-Pentan 36 Grad C, iso-Pentan 28, neo-Pentan 10. Mehr Verzweigung -> kompakter, weniger Vdw-Kontaktflaeche -> niedrigerer Sdp.
Ergebnis: Drei Strukturisomere mit Sdp-Reihenfolge n > iso > neo.
Methan, Ethan, Propan - die ersten zehn Alkane bilden das Rückgrat der organischen Chemie.
IUPAC-Nomenklatur ist wie eine Adresse: längste Strasse als Hauptkette, niedrigste Hausnummern als Lokanten.
Mehr Verzweigung heisst kompakter, daher weniger Berührungsfläche - niedrigerer Schmelzpunkt.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Benenne nach IUPAC die Verbindung mit der Strukturformel und gib die Summenformel an.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: IUPAC Nomenclature of Organic Chemistry (Recommendations 2013) (IUPAC)
Hybridorbitale - sp, sp2, sp3
Benzol - Resonanzstrukturen und delokalisierte Pi-Wolke
Bromaddition an Ethen
Elektrophile aromatische Substitution
Welches Produkt entsteht bei der Addition von an 2-Methylpropen?
.
H geht an das C mit mehr H-Atomen (), Br an das C mit mehr Substituenten (das tertiäre C).
= tert-Butylbromid (2-Brom-2-methylpropan).
Ergebnis: Hauptprodukt ist tert-Butylbromid - das Carbokation-Zwischenprodukt am tertiären C ist am stabilsten.
Alkene und Alkine sind reaktiv - die Pi-Bindung ist eine Energiequelle für Additionen.
Benzol ist die ruhige Schwester - die delokalisierte Pi-Wolke ist so stabil, dass Substitution bevorzugt wird.
Benzol - Resonanzstrukturen und delokalisierte Pi-Wolke
Bei Doppelbindungen denke an cis/trans - eine kleine Geometrieänderung mit grossem Effekt auf Eigenschaften.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Zeichne die Reaktionsprodukte der Bromaddition an (a) Ethen und (b) Benzol und erläutere den Unterschied.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: OpenStax Chemistry 2e Kap. 20 Organic Chemistry (OpenStax)
Aminosäure - Grundgerüst und Zwitterion
Anzahl Stereoisomere
Erläutere die Chiralität von Milchsäure () und nenne ein Beispiel für ihre biologische Bedeutung.
Mittleres C-Atom hat 4 verschiedene Substituenten: H, OH, , .
(R)- und (S)-Milchsäure (früher: D- und L-Form).
L-Milchsäure entsteht im Muskel bei anaerober Glykolyse; D-Milchsäure wird durch Milchsäurebakterien in Sauerkraut produziert.
Ergebnis: Lebende Systeme produzieren meist nur eines der Enantiomere - eine Folge der enantioselektiven Enzyme.
Stereoisomere sind die kleinsten Geschwister mit grosser Wirkung - gleiche Verknüpfung, andere Raumform.
Ein asymmetrisches C-Atom mit vier verschiedenen Substituenten erzeugt zwei Enantiomere - wie linke und rechte Hand.
In der Biologie zählt die Form - Enzyme erkennen meist nur eines der Enantiomere.
Aminosäure - Grundgerüst und Zwitterion
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Hat 2-Brombutan ein asymmetrisches C-Atom? Wenn ja, identifiziere es und gib die beiden Enantiomere an.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: IUPAC CIP-Regeln (R/S-Nomenklatur) (IUPAC)
Benzol - Resonanzstrukturen und delokalisierte Pi-Wolke
Radikalische Substitution - Start und Wachstum
Bestimme das Hauptprodukt der Addition von an Propen () und begründe mit der Markownikow-Regel.
Propen besitzt die Doppelbindung zwischen C1 und C2; C1 trägt zwei H, C2 trägt ein H.
Das Proton geht an das H-reichere C1; das Bromid an C2. Begründung: das entstehende sekundäre Carbokation (an C2) ist stabiler als das primaere.
Hauptprodukt ist 2-Brompropan ().
Ergebnis: 2-Brompropan überwiegt; die Regiochemie folgt aus der Stabilität des sekundären Carbokations. Bezug: Abschnitt "Alkene, Alkine, Aromaten".
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Erläutere den Mechanismus der radikalischen Substitution von Methan mit Chlor in den drei Phasen und gib je eine Gleichung an.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: OpenStax Chemistry 2e, Kap. 20 "Organic Chemistry" (OpenStax)
Erdölfraktionen nach Kettenlänge
Beispiel einer Crack-Reaktion (Alkan -> Alkan + Alken)
Ordne Pentan, Decan und Octadecan nach steigendem Siedepunkt und gib eine mögliche Crack-Gleichung für Decan () an.
Mit zunehmender Kettenlänge steigen die London-Kräfte: Pentan () < Decan () < Octadecan ().
Eine mögliche Spaltung: (Alkan + Alken).
Das Alken () dient als Monomer-Rohstoff; das Alkan () erhöht die Benzinausbeute.
Ergebnis: Siedereihe Pentan < Decan < Octadecan; Crack-Produkte Alkan + Alken. Querverweis: Thema "Organische Chemie - funktionelle Gruppen" (Polymere aus Alkenen).
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Erkläre, warum im Destillationsturm Benzin oben und Bitumen unten gewonnen wird, und beurteile, warum lange Fraktionen gecrackt werden.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: OpenStax Chemistry 2e, Kap. 20 "Hydrocarbons" (OpenStax)
Aufbau eines IUPAC-Namens
Benenne nach IUPAC.
Wichtigste Gruppe ist die OH-Gruppe (Alkohol, Suffix -ol). Längste Kette mit OH umfasst 4 C-Atome -> Butan-Gerüst.
Vom OH-naehesten Ende zählen: C1 trägt OH, an C3 sitzt eine Methylgruppe.
Substituent 3-Methyl, Stamm Butan, Suffix -1-ol -> 3-Methylbutan-1-ol.
Ergebnis: 3-Methylbutan-1-ol. Vertiefung im Abschnitt "Alkohole, Phenole, Ether".
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Benenne die Verbindung nach IUPAC und begründe Hauptkette und Bezifferung.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: IUPAC Recommendations - Nomenclature of Organic Chemistry (IUPAC)
Belege & Quellen