Aufgabenstellung
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Ionenbindung, kovalente Bindung (Lewis-Strukturen, polare und unpolare Moleküle), Metallbindung sowie zwischenmolekulare Kräfte (Wasserstoffbrücken, Van-der-Waals). Bindungstyp und Eigenschaften (Schmelzpunkt, Löslichkeit, Leitfähigkeit) sind Maturathema.
6Abschnitteca. 20Min Lesezeit3KompetenzenNiveauBasis 1 · Standard 4 · Vertiefung 1Stand 06/2026
Lesetiefe: Vertiefung
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Lewis-Struktur und Geometrie - Wasser
Elektronegativitätsdifferenz
Klassifiziere die Bindung in , und Magnesium und nenne jeweils eine Eigenschaft, die aus dem Bindungstyp folgt. EN-Werte: K ; Br ; C ; O ; Mg .
, Metall + Nichtmetall - Ionenbindung. Folge: hoher Schmelzpunkt, spröde, Schmelze leitet den Strom.
, beides Nichtmetalle - polare Atombindung. Folge: kleines Molekül, niedriger Siedepunkt (bei Raumtemperatur Gas), kein Leiter.
Metall + Metall, - metallische Bindung. Folge: elektrisch leitfähig und verformbar.
Ergebnis: ionisch (Salz), polar kovalent (Gas), Mg metallisch. Die EN-Differenz liefert den Bindungstyp, der Bindungstyp liefert die Eigenschaft - genau diese Kette erwartet die Prüfung.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Klassifiziere die Bindung in (a) , (b) , (c) , (d) Eisen. Begründe über EN-Differenz bzw. Elementtyp.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: Mortimer, Chemische Bindung - Lehrbuch (Thieme)
Schmelzpunkte von Ionenkristallen (Grad C)
Näherung Gitterenergie (Coulomb)
Berechne die Gitterenergie von aus: Sublimation Na 108, Bindungsdissoziation 0,5 121, IE Na 496, EA Cl -349, Bildungsenthalpie -411 (alles kJ/mol).
.
.
.
Ergebnis: Gitterenergie ca. - typisch für einwertige Salze; bei liegen Werte um .
Im -Kristall sitzt jeder Natriumkern in einem Würfel aus sechs Chloridionen und umgekehrt - das ist Koordinationszahl 6.
Verdopple die Ionenladung und du vervierfachst die Gitterenergie. Daher schmilzt erst bei fast 3000 Grad.
Im Wasser ist alles anders - die Dipolanziehung der -Moleküle zieht die Ionen aus dem Gitter.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Vergleiche die Schmelzpunkte von (801 Grad C) und (2852 Grad C) und begründe den Unterschied.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: OpenStax Chemistry 2e, Kap. 7 Ionic Bonds (OpenStax)
Lewis-Struktur und Geometrie - Wasser
Hybridorbitale - sp, sp2, sp3
Benzol - Resonanzstrukturen und delokalisierte Pi-Wolke
Formalladung in Lewis-Strukturen
Zeichne die Lewis-Struktur von und erläutere das ungewöhnliche Verhalten (Radikal).
N: 5, O: 6, gesamt: - ungerade Zahl, also Radikal.
O=N-O mit einer Doppelbindung; das ungepaarte Elektron sitzt am N.
Die Position der Doppelbindung ist nicht fest; zwei Resonanzstrukturen O=N-O und O-N=O.
Als Radikal sehr reaktiv; dimerisiert leicht zu (farblos).
Ergebnis: ist ein Radikal mit gewinkelter Geometrie und brauner Farbe; die Dimerisation ist temperaturabhängig.
Lewis-Strukturen sind wie Skizzen mit Punkten: jedes Punktepaar ist ein Bindungs- oder freies Elektronenpaar.
Lewis-Struktur und Geometrie - Wasser
Prüfe immer das Oktett am Hauptatom und minimiere Formalladungen.
Erst die Geometrie verrät, ob ein Molekül insgesamt polar ist - die Bindungsdipole müssen sich nicht aufheben.
Hybridorbitale - sp, sp2, sp3
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Zeichne die Lewis-Struktur von , gib die Resonanzstrukturen an und beurteile die Polarität des Moleküls.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: OpenStax Chemistry 2e, Kap. 7 Covalent Bonds (OpenStax) · IUPAC Recommendations - Nomenclature of Inorganic Chemistry (IUPAC)
Seifenmolekül - Mizellenbildung
Energieordnung zwischenmolekularer Kräfte
Ordne (Sdp Grad C), ( Grad C) und ( Grad C) nach steigendem Siedepunkt und begründe den Trend über die zwischenmolekularen Kräfte. Molmassen: 16, 34 bzw. 18 g/mol.
Unpolares Molekül - nur schwache London-Dispersionskräfte. Folge: tiefster Siedepunkt.
Polares Molekül mit Dipol-Dipol-Kräften; Schwefel ist aber zu groß und zu wenig elektronegativ für echte Wasserstoffbrücken. Folge: mittlerer Siedepunkt.
Kräftige Wasserstoffbrücken (H an O, zwei freie Elektronenpaare am O). Folge: höchster Siedepunkt.
Nach der Molmasse allein müsste (18) zwischen (16) und (34) sieden; dass es weit darüber liegt, beweist die Stärke der H-Brücken.
Ergebnis: Reihenfolge: . Der „Ausreißer" Wasser ist der direkte Fingerabdruck der Wasserstoffbrücken - derselbe Effekt macht auch und zu Siedepunkt-Anomalien.
Stell dir Moleküle wie Magnete vor - manche haben starke Dipole, andere nur kurze Zuckungen der Elektronenwolke.
Wasserstoffbrücken sind die "Klebrigsten" der schwachen Kräfte und verantworten viele Anomalien von Wasser.
Beim Vergleich von Siedepunkten gehe in dieser Reihenfolge vor: Bindungstyp, intermolekulare Kraft, Molekülgröße.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Vergleiche die Siedepunkte von Wasser (100), Methanol (65) und Methan (-161 Grad C). Welche zwischenmolekularen Kräfte erklären den Trend?
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: Mortimer Kap. 8 Zwischenmolekulare Kräfte (Thieme)
Hybridorbitale - sp, sp2, sp3
Hybridisierung aus Sterischer Zahl
Bestimme die Molekülgeometrie und den Bindungswinkel im Ammoniak .
N hat 5 VE; 3 bilden Bindungen zu H, 1 Paar bleibt frei. Insgesamt 4 Elektronenpaare am N.
Vier Paare ordnen sich tetraedrisch (sp3-Hybridisierung).
Mit nur 3 Bindungspartnern entsteht eine trigonale Pyramide.
Freies E-Paar staucht: H-N-H Winkel ca. 107,3 Grad (statt 109,5).
Ergebnis: ist trigonal-pyramidal, sp3 hybridisiert, H-N-H Winkel ca. 107,3 Grad. Daraus folgt die Polarität und die Fähigkeit als Lewis-Base zu wirken.
Bestimme für die sterische Zahl, die Geometrie und die Hybridisierung am C und überprüfe die Formalladungen.
C: 4, je O: 6, Ladung: +2 Elektronen. Gesamt: Paare.
C zentral, an 3 O gebunden. Eine -Doppelbindung, zwei -Einfachbindungen; die O tragen freie Elektronenpaare, jedes Oktett ist erfüllt.
3 Bindungspartner, 0 freie Elektronenpaare am C: sterische Zahl trigonal-planar (120 Grad), -hybridisiert.
C: . Doppelbindungs-O: . Jedes Einfachbindungs-O: (zwei davon). Summe: - stimmt mit der Ionenladung überein.
Die Doppelbindung ist nicht fixiert; drei gleichwertige Resonanzstrukturen ergeben eine über alle drei C-O-Bindungen delokalisierte Ladung (alle Bindungslängen gleich, ca. 129 pm).
Ergebnis: ist trigonal-planar, -hybridisiert; die Formalladungssumme bestätigt die Lewis-Struktur, und die Resonanz verteilt die negative Ladung gleichmäßig auf die drei Sauerstoffatome.
VSEPR ist im Prinzip "Soziale Distanz für Elektronenpaare" - sie wollen so weit weg wie möglich voneinander.
Hybridorbitale sind eine elegante Buchhaltung: Sie sagen dir, wie viele Sigma-Bindungen das Zentralatom ausbilden kann.
Hybridorbitale - sp, sp2, sp3
Doppelbindung gleich Sigma + Pi. Die Pi-Bindung sperrt die Drehung - dadurch cis/trans-Isomere.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Bestimme für , , und jeweils die Hybridisierung am Zentralatom, den Bindungswinkel und die Molekülgeometrie.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: OpenStax Chemistry 2e Kap. 7.6 Molecular Structure and Polarity (OpenStax)
Periodensystem - Blockgliederung
EN-Differenz und Bindungstyp
Untersuche, welche Bindungsart bei (a) Eisen, (b) Diamant und (c) Natriumchlorid vorliegt, und leite jeweils eine charakteristische Eigenschaft ab.
Eisen: Metall-Metall, metallische Bindung. Diamant: C-C, reine kovalente Atombindung (Atomgitter). Natriumchlorid: Metall + Nichtmetall mit grosser EN-Differenz, Ionenbindung.
Eisen leitet Strom (delokalisierte Elektronen). Diamant ist extrem hart und Nichtleiter (festes Netzwerk lokalisierter Bindungen). ist spröde und leitet nur geschmolzen/gelöst (bewegliche Ionen).
Jede Eigenschaft folgt direkt aus dem Bindungsmodell: Beweglichkeit der Ladungsträger bzw. Festigkeit des Bindungsnetzes.
Ergebnis: Metallisch (Fe, leitfähig/duktil), kovalentes Atomgitter (Diamant, hart/isolierend), ionisch (, spröde, Schmelzleitfähigkeit). Querverweis: Thema "Redox und Elektrochemie" nutzt die Metallbindung bei Elektroden.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Erkläre mithilfe des Elektronengasmodells, warum Kupfer den elektrischen Strom leitet und sich zu Draht ziehen lässt, während Kochsalz zwar in Lösung leitet, aber als Feststoff spröde ist.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: Mortimer, Chemie - das Basiswissen, Kap. Metallbindung (Thieme)
Belege & Quellen