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Notizen/Geschichte und Politische Bildung/GSK 1 — Historische Methode, Quellenkritik, Sachkompetenz
Notizen · Geschichte und Politische BildungAT · Matura

GSK 1 — Historische Methode, Quellenkritik, Sachkompetenz

Werkzeugkasten der historisch-politischen Bildung: Quellenkritik nach Bernheim/Droysen, Multiperspektivität, Periodisierung, Kausalität, Geschichtskultur. Diese Kompetenzen werden in jeder Maturafrage erwartet — egal welche Epoche.

6 Abschnitte·~17 Min Lesezeit·3 Kompetenzen·Niveau Basis 1 · Standard 4 · Vertiefung 1·Stand 06/2026

T·0111 / 12
Prüfungsprofil
HMK-1 · Historische Methodenkompetenz (Quellen analysieren und kritisieren)HSK-1 · Historische Sachkompetenz (Begriffe, Epochen, Kategorien)HOK-1 · Historische Orientierungskompetenz (Gegenwart aus Vergangenheit verstehen)
Tiefe

Lesetiefe: Vertiefung

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Inhalt · 6 Abschnitte▾
  1. GSK 1 — Historische Methode, Quellenkritik, Sachkompetenz
    • 01Quellenkritik nach Bernheim und Droysen○
    • 02Periodisierung und Epochenkonzepte◐
    • 03Multiperspektivität, Kontroversität, Geschichtskultur●
    • 04Kausalität, Kontingenz, Strukturen und Akteure◐
    • 05Darstellungsanalyse: Sekundärquellen und Geschichtsschreibung kritisieren◐
    • 06Karten, Diagramme und Statistiken historisch lesen◐
§ 01

Quellenkritik nach Bernheim und Droysen#

●○○BasisLPGSK-Met-1.1LPGSK-Met-1.2

Quellenkritik-Workflow

Quellenkritik — sechs StufenNetzgraph, Äußere Kritik → Innere Kritik, Innere Kritik → Perspektive, Perspektive → Intention, Intention → Aussagewert, Aussagewert → UrteilÄußere KritikInnere KritikPerspektiveIntentionAussagewertUrteil
Abb. 1Sechs Stufen: Äußere Kritik (Echtheit, Datierung) → Innere Kritik (Inhalt, Sprache) → Perspektive (Autor, Adressat) → Intention (Zweck, Wirkung) → Aussagewert (Stärke, Grenze) → Urteil (Sach + Wert). Kein Sprung vom Inhalt direkt zum Urteil.

Kernpunkte

Quelle ist ein zeitnahes Zeugnis (Text, Bild, Sache); Darstellung ist eine spätere Deutung — diese Trennung ist die Basis jeder historischen Argumentation.
Äußere Kritik prüft Echtheit, Datierung, Überlieferungsweg; innere Kritik prüft Inhalt, Sprache, Logik.
Heuristik (Quellensuche), Kritik (Echtheit + Aussagewert), Interpretation (Bedeutung), Darstellung (synthetische Erzählung) — die vier klassischen Schritte nach Johann Gustav Droysen.
Multiperspektivität verlangt, mehrere Quellen mit unterschiedlichen Standpunkten zu kombinieren — nicht „die wahre" Quelle zu suchen.
Aussagewert ist immer relativ zur Fragestellung: dieselbe Quelle ist für die eine Frage stark, für die andere schwach.
Quellengattungen (Urkunde, Chronik, Brief, Bild, Statistik, Oral History) haben jeweils typische Aussagestärken und -grenzen.
Quellensprache ist Teil der Aussage: bürokratische Euphemismen (z. B. „Sonderbehandlung" für Mord) sind nicht zu reproduzieren, sondern zu analysieren.
Musterbeispiel

Quellenanalyse einer politischen Karikatur

Analysiere eine zeitgenössische Karikatur (z. B. „Der österreichische Wahltisch", Wiener Punsch 1907) nach dem Vier-Felder-Raster und entscheide, wofür sie eine belastbare und wofür nur eine eingeschränkte Aussage erlaubt.

  1. 01Beschreiben

    Karikatur zeigt einen runden Tisch mit Politikern in Sitz- und Stehposition, Frauen am Bildrand abgewiesen, Bauern und Arbeiter im Hintergrund. Ein Hahn ("Coq Gaulois"?) ist nicht erkennbar — also kein Frankreichbezug.

  2. 02Einordnen (Kontext)

    Entstehungsjahr 1907 = Einführung des allgemeinen, gleichen Männer-Wahlrechts in Cisleithanien. Veröffentlicht in einer satirischen Wiener Zeitschrift mit liberalem Adressatenkreis (Bildungsbürgertum).

  3. 03Perspektive analysieren

    Karikatur kritisiert offen den Ausschluss von Frauen und implizit die fortgesetzte Dominanz alter Eliten am Tisch — sie ist nicht neutral, sondern parteilich für eine reformistische Position.

  4. 04Aussagewert prüfen

    Belastbar für: zeitgenössische Reformdebatten um Wahlrechtserweiterungen und Geschlechterungleichheit. Eingeschränkt für: tatsächliche Wahlpraxis (keine Statistik), Mehrheitsmeinungen im Reich (kein repräsentativer Querschnitt).

  5. 05Sachurteil

    Quelle zeigt die Diskursverschiebung 1907: Männerwahlrecht erreicht, Frauenwahlrecht als nächste Forderung formuliert — aber gegen erheblichen Widerstand. Erst 12.11.1918 wird allgemeines, gleiches Wahlrecht für beide Geschlechter eingeführt.

Ergebnis: Die Karikatur ist eine reichhaltige Diskursquelle für die Wahlrechtsdebatte 1907, jedoch keine Strukturquelle. Verwende sie zur Rekonstruktion politischer Positionen, nicht zur Messung sozialer Realität.

Musterbeispiel

Quellenkritik: Zwei Reden vergleichen (Multiperspektivität)

Vergleiche zwei Reden zum 8. Mai 1945 — Karl Renner (Wien, 27.4.1945, Unabhängigkeitserklärung) und Konrad Adenauer (Köln, 1949, Bundestagseröffnung) — hinsichtlich Selbstverortung im Verhältnis zur NS-Vergangenheit.

  1. 01Beide Quellen einordnen

    Renner spricht als provisorischer Staatskanzler in Wien, im Kontext der Moskauer Deklaration (1943: Österreich erstes Opfer). Adenauer spricht als Bundeskanzler im jungen Bonn, Westintegration gegen sowjetische Konkurrenz.

  2. 02Selbstverortung Renner

    Renner deklariert Wiederherstellung der Republik 1918, „Anschluss" 1938 als Annexion → Österreich als „erstes Opfer" der NS-Aggression. Funktion: völkerrechtliche Eigenstaatlichkeit sichern.

  3. 03Selbstverortung Adenauer

    Adenauer betont moralischen Neuanfang, Westbindung, Antitotalitarismus — ohne breite gesellschaftliche Mittäterschaft zu thematisieren („Lebenslüge der zweiten Republik" gibt es in beiden Ländern).

  4. 04Gemeinsame Funktionslogik

    Beide Reden produzieren Gründungsmythen: AT als Opfer, BRD als Neuanfang. Beide blenden Mittäterschaft, Profiteure, Mitläufer:innen aus — die wissenschaftliche Aufarbeitung beginnt erst Jahrzehnte später (Wehrmachtsausstellung 1995, Waldheim-Affäre 1986).

  5. 05Werturteil

    Beide Reden sind politisch funktional, aber historiographisch unvollständig. Eine kritische Geschichtskultur benennt diese Selektivität — ohne den Wert der Staatsgründung zu negieren.

Ergebnis: Multiperspektivität ist nicht Relativismus, sondern systematische Verknüpfung verschiedener Standpunkte mit ihren Funktionen, Auslassungen und Folgen.

Schritt-für-Schritt Erklärung3 Schritte
  1. 1

    Jede Quelle hat einen Standpunkt — finde ihn, bevor du den Inhalt bewertest.

  2. 2

    Die Vier-Felder-Methode strukturiert deine Antwort und macht sie für Prüfer:innen transparent.

  3. 3

    Multiperspektivität bedeutet nicht „alles ist gleich gültig", sondern „jeder Standpunkt erklärt etwas anderes".

SRDP-Aufgaben

SelbsttestAus der Fragenbank12 Punkte

Aufgabenstellung

Sie erhalten zwei zeitgenössische Quellen zur Julikrise 1914 (k.u.k. Ultimatum, serbische Antwortnote). Analysieren Sie beide Quellen multiperspektivisch und bewerten Sie ihre Aussagekraft für die Frage nach der Kriegsverantwortung.

Maturafokus

  • In jeder Quellenanalyse den Vier-Felder-Raster (Kontext, Adressat, Perspektive, Validität) sichtbar abarbeiten.
  • Nie ohne Quellengattung argumentieren — „die Quelle sagt" ist zu schwach.
  • Aussagewert mit „belastbar für X / eingeschränkt für Y" formulieren.
  • Bei Zitaten aus NS- oder Repressionsquellen Sprache distanzieren („so genannte", Anführungszeichen).

Typische Fehler

  • Quelle und Darstellung werden vermischt („Hitler sagte" statt „die Rede behauptet").
  • Quellengattung nicht genannt — der Aussagewert kann dann nicht beurteilt werden.
  • Multiperspektivität wird als bloßes „mehrere Meinungen nebeneinanderstellen" missverstanden, statt systematisch verknüpft.

Aktive Wiederholung

Wähle eine Quelle (Karikatur, Brief, Statistik, Rede) zur österreichischen Geschichte und arbeite den Vier-Felder-Raster vollständig ab. Begründe mindestens eine Aussagestärke und eine Aussagegrenze.

Aktiv abrufen

Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: Demokratiezentrum Wien — Methodenglossar (Demokratiezentrum Wien) · AHS-Lehrplan GSK/PB — Methodenkompetenzen (BMBWF)

§ 02

Periodisierung und Epochenkonzepte#

●●○StandardLPGSK-Met-1.3LPGSK-Sach-1.1

Periodisierungs-Zeitstrahl (Epochen der Geschichte)

Antike ca. 800 v. — 500 n. Mittelalter 500 — 1500 Frühe Neuzeit 1500 — 1789 Langes 19. Jh. 1789 — 1918 Moderne / ZG 1918 — heute 476 1453/92 1789 1918 Periodisierung ist Konvention — Schwellen sind selten scharf, sondern Aushandlungen.
Abb. 2Konventionelle Periodisierung von der Antike bis zur Zeitgeschichte mit Schwellenmarken.

Kernpunkte

Periodisierung ist eine Konvention, kein Naturgesetz: Schwellenjahre wie 476, 1500, 1789, 1918, 1945 sind Aushandlungen zwischen Historiker:innen.
Jede Periodisierung wählt ein Leitkriterium: politisch (Verfassung, Krieg), sozial (Strukturwandel), kulturell (Buchdruck, Aufklärung), technisch (Industrialisierung, Digitalisierung).
„Lange" und „kurze" Jahrhunderte (Eric Hobsbawm: langes 19. Jh. 1789–1914, kurzes 20. Jh. 1914–1991) lösen sich von der Kalenderlogik.
Zeitzonen sind asynchron: was in Westeuropa Moderne ist, kann zeitgleich in anderen Weltregionen anders verlaufen — Eurozentrismus ist zu vermeiden.
Geschichtskulturelle Zäsuren („1968", „1989", „9/11", „24.2.2022", „Klimakrise") sind ebenfalls Konstruktionen — wirkmächtig, aber nicht objektiv.
Musterbeispiel

Periodisierung begründen: Beginnt die „Moderne" 1789 oder 1789/1815?

Begründe, mit welchem Jahr und nach welchem Kriterium die „Moderne" als Epoche angesetzt werden sollte. Diskutiere mindestens drei Periodisierungsvorschläge.

  1. 01Vorschlag 1: 1789 (politisch)

    Französische Revolution = Volkssouveränität, Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte, Ende des Ancien Régime. Kriterium: Verfassungs- und Bürgerrechtsbruch.

  2. 02Vorschlag 2: 1815 (außenpolitisch)

    Wiener Kongress = Restauration, aber gleichzeitig neue Großmacht-Architektur. Kriterium: internationale Ordnung.

  3. 03Vorschlag 3: ca. 1830/1848 (sozialhist.)

    Industrialisierung, Pauperismus, Vormärz, Revolution 1848. Kriterium: gesellschaftlicher Strukturwandel.

  4. 04Vorschlag 4: 1500 (frühneuzeitlich)

    Buchdruck, Reformation, „Entdeckungen". Kriterium: kommunikative + globale Vernetzung. → eher Beginn der „Frühen Neuzeit".

  5. 05Begründungsschritt

    Jede Periodisierung wählt ein Leitkriterium aus. Für ein politisches Argument ist 1789 stark; für ein sozialgeschichtliches eher 1830/48; für ein außenpolitisches 1815. Wichtig: das Kriterium nennen, nicht einfach die Jahreszahl behaupten.

Ergebnis: Eine starke Matura-Antwort begründet Periodisierung mit einem expliziten Kriterium und sieht Konkurrenzvorschläge als reflektierte Alternativen — nicht als Fehler.

Schritt-für-Schritt Erklärung3 Schritte
  1. 1

    Periodisierung ist ein Werkzeug, nicht ein Faktum.

  2. 2

    Wähle dein Leitkriterium bewusst und mach es transparent.

  3. 3

    Lange und kurze Jahrhunderte lösen sich von der Kalenderlogik — das ist erlaubt und erwartet.

SRDP-Aufgaben

SelbsttestAus der Fragenbank10 Punkte

Aufgabenstellung

Begründen Sie, warum 1945 für die österreichische Geschichte als Epochengrenze besonders aussagekräftig ist. Diskutieren Sie alternative Zäsuren (1918, 1938, 1955, 1989, 1995) und benennen Sie das jeweilige Kriterium.

Maturafokus

  • Bei jeder Periodisierungsfrage zuerst das gewählte Kriterium nennen.
  • Zwei Alternativvorschläge anbieten — das zeigt Methodenbewusstsein.
  • Bei AT-spezifischen Zäsuren (1918, 1934, 1938, 1945, 1955, 1989, 1995) den jeweiligen institutionellen Bruch genau benennen.

Typische Fehler

  • Eine Jahreszahl wird als „die" Epochengrenze behauptet — ohne Kriterium.
  • Mittelalter als „dunkel" oder „rückständig" gewertet — diese Wertung stammt aus der Renaissance-Selbstinszenierung.
  • Kalter Krieg als „Ende der Geschichte" (Fukuyama) übernommen, ohne die Kritik daran zu reflektieren.

Aktive Wiederholung

Begründe eine Periodisierung für „österreichische Geschichte" mit mindestens 5 Zäsuren. Erkläre für jede Zäsur das Leitkriterium und nenne eine Alternative.

Aktiv abrufen

Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: AEIOU Österreich-Lexikon — Epochenartikel (Austria-Forum / AEIOU)

§ 03

Multiperspektivität, Kontroversität, Geschichtskultur#

●●●VertiefungLPGSK-Met-1.4LPGSK-Ori-1.1

Österreichische Erinnerungsorte und Gedenkdaten

Republik 1918 / 1945 / 1955 / 1995 Mauthausen KZ-Gedenkstätte (5.5.) Heldenplatz 15.3.1938 / 23.1.1993 Belvedere Staatsvertrag 15.5.1955 Hrdlicka-Mahnmal Albertinaplatz Hofburg / Volksgarten Republikdenkmal 1928 Wehrmachtsausstellung 1995 Wien — Tabubruch
Abb. 3Geschichtskulturelle Knotenpunkte: Mauthausen, Heldenplatz, Hofburg, Belvedere, Wehrmachtsausstellung.

Kernpunkte

Multiperspektivität: dieselbe historische Frage aus mehreren Standpunkten beleuchten (Täter, Opfer, Zuschauer, Nachfolgegenerationen, Forschung).
Kontroversität (Beutelsbacher Konsens, übertragbar): was in Wissenschaft und Politik strittig ist, muss auch im Unterricht strittig bleiben.
Geschichtskultur = gesellschaftlicher Umgang mit Geschichte (Museen, Filme, Denkmäler, Schulbücher, Politikrede); sie ist nicht neutral.
Erinnerungspolitik produziert offizielle Narrative („Opferthese", „Mitläuferthese") — kritische Geschichtskultur dekonstruiert sie.
Aufgabe der historischen Bildung ist nicht Konsens, sondern Urteilsfähigkeit: argumentativ begründete Positionen unter Berücksichtigung von Gegenpositionen.
Musterbeispiel

Multiperspektivische Urteilsbildung: der „Anschluss" am Heldenplatz 1938

Die Fotos jubelnder Menschenmengen am Wiener Heldenplatz (15. März 1938) werden oft mit „die Österreicher jubelten" zusammengefasst. Beurteilen Sie diese Quelle multiperspektivisch und begründen Sie, warum die pauschale Deutung zu kurz greift.

  1. 01Quellengattung klären

    Es handelt sich um eine vom NS-Regime inszenierte Massenveranstaltung mit propagandistischer Bildregie (Kameraperspektive, Ausschnitt). Das Foto misst keine Meinung, sondern zeigt eine gestellte Zustimmungskulisse.

  2. 02Perspektive Zustimmung

    Teile der Bevölkerung begrüßten die Annexion aus großdeutsch-nationaler Überzeugung, wirtschaftlicher Hoffnung (Arbeitslosigkeit) oder Opportunismus. Diese Zustimmung ist real, aber nicht repräsentativ messbar.

  3. 03Perspektive der Verfolgten

    Für Jüdinnen und Juden, Sozialdemokrat:innen, Kommunist:innen und Regimegegner:innen begann sofort die Entrechtung („Reibpartien", Novemberpogrom 1938, Beraubung, Vertreibung); rund 130.000 Menschen flohen. Diese Perspektive fehlt im Jubelbild völlig.

  4. 04Perspektive der Geschichtsschreibung

    Die Nachkriegs-„Opferthese" (Moskauer Deklaration 1943) instrumentalisierte die Jubel-Frage; erst die Waldheim-Affäre 1986 und Vranitzkys Rede 1991 verschoben den Diskurs zur Mitverantwortung.

  5. 05Urteil bilden

    Ein triftiges Urteil verknüpft die Standpunkte mit ihren Funktionen und Folgen, statt sie einzuebnen: Zustimmung UND Verfolgung UND spätere Deutungskämpfe gehören zusammen.

Ergebnis: Multiperspektivität ersetzt das pauschale „die Österreicher" durch ein differenziertes, quellenkritisch begründetes Urteil — sie ist kein Relativismus, sondern systematische Verknüpfung von Standpunkten.

SRDP-Aufgaben

SelbsttestAus der Fragenbank10 Punkte

Aufgabenstellung

Analysieren Sie die Waldheim-Affäre 1986 als geschichtskulturelles Ereignis. Berücksichtigen Sie Akteur:innen, Standpunkte, mediale Dynamik und Wirkung auf das österreichische Selbstbild.

Maturafokus

  • Bei AT-Themen immer drei Perspektiven nennen: Akteur:innen, Opfer/Betroffene, spätere Geschichtsschreibung.
  • Geschichtskulturelle Dimension nennen: wer hat wann welches Narrativ wirkmächtig gemacht?
  • Kontroversen explizit benennen (Fischer-Kontroverse, Goldhagen-Debatte, Waldheim-Affäre, Wehrmachtsausstellung).

Typische Fehler

  • Multiperspektivität wird als Relativismus missverstanden („jeder hat seine Wahrheit").
  • Geschichtskultur wird mit „wahrer Geschichte" verwechselt.
  • Eigenes Urteil bleibt aus, weil „Multiperspektivität" als Ausweichsignal genutzt wird.

Aktive Wiederholung

Analysiere ein österreichisches Erinnerungsobjekt (Mauthausen-Mahnmal, Vranitzky-Rede im Nationalrat 1991, Wehrmachtsausstellung 1995 Wien) hinsichtlich Standpunkt, Funktion und kontroverser Diskussion.

Aktiv abrufen

Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: DÖW — Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) · Demokratiezentrum Wien — Erinnerungskultur (Demokratiezentrum Wien)

§ 04

Kausalität, Kontingenz, Strukturen und Akteure#

●●○StandardLPGSK-Met-1.5LPGSK-Sach-1.2

Drei Erklärungsebenen historischer Ereignisse

Erklärungsebenen nach BraudelBaumdiagramm, 3 Pfade, Daten: Strukturen; Konjunkturen; Ereignis/AnlassUrsachenStrukturenKonjunkturenEreignis/Anlass
Abb. 4Nach Fernand Braudel wirken Ursachen auf drei Zeitebenen zusammen: von langfristig (Strukturen) über mittelfristig (Konjunkturen) bis kurzfristig (Ereignis/Anlass). Monokausale Erklärungen greifen zu kurz.

Kernpunkte

Kausalität in der Geschichte ist mehrschichtig: langfristige Strukturen + mittelfristige Konjunkturen + kurzfristige Ereignisse (Braudel).
Trennung zwischen Ursache (langfristig wirksam) und Anlass (kurzfristiger Auslöser) ist Standard — Beispiel: Industrialisierung als Ursache, Attentat von Sarajevo als Anlass des Ersten Weltkriegs.
Kontingenz: Ereignisse hätten anders verlaufen können — Determinismus ist abzulehnen.
Struktur ↔ Akteur: Akteur:innen handeln in strukturellen Möglichkeitsräumen; weder reine Strukturzwänge noch reine „große Männer"-These.
Monokausale Erklärungen sind in der Matura abzulehnen — Reifeprüfungs-Raster erwarten Mehrebenenanalyse.
Musterbeispiel

Mehrebenen-Kausalanalyse: Warum scheiterte die demokratische Erste Republik?

Erklären Sie das Scheitern der demokratischen Ersten Republik (1918–1934) mit den drei Zeitebenen (Strukturen, Konjunkturen, Ereignisse). Trennen Sie Ursache und Anlass und markieren Sie eine Kontingenz.

  1. 01Langfristige Strukturen

    Tiefe „Lagerbildung" (christlichsozial, sozialdemokratisch, deutschnational), bewaffnete Wehrverbände (Heimwehr ↔ Republikanischer Schutzbund), schwache Verfassungsloyalität und der „Lebensunfähigkeits"-Diskurs nach Saint-Germain 1919 — die Demokratie hatte wenig gemeinsame Basis.

  2. 02Mittelfristige Konjunkturen

    Die Weltwirtschaftskrise ab 1929 mit Massenarbeitslosigkeit und der Zusammenbruch der Creditanstalt 1931 radikalisierten die Lager und untergruben das Vertrauen in die parlamentarische Demokratie.

  3. 03Kurzfristiges Ereignis / Anlass

    Die Geschäftsordnungskrise vom 4. März 1933 (Rücktritt der drei Nationalratspräsidenten) nutzte Dollfuß zur „Selbstausschaltung des Parlaments". Das ist der Anlass — nicht die Ursache.

  4. 04Struktur ↔ Akteur verknüpfen

    Dollfuß griff als Akteur gezielt auf das Kriegswirtschaftliche Ermächtigungsgesetz von 1917 (eine Struktur) zurück, um per Notverordnung zu regieren; es folgten Februar 1934 (Bürgerkrieg) und die austrofaschistische „Maiverfassung" 1934.

  5. 05Kontingenz markieren

    Hätten die Präsidenten nicht zurücktreten müssen oder hätte Dollfuß anders entschieden, wäre der Weg in die Diktatur nicht zwingend gewesen — kein Determinismus.

Ergebnis: Ursache = strukturelle Lagerfeindschaft plus Wirtschaftskrise; Anlass = Parlamentskrise 1933; Ergebnis = Ausschaltung der Demokratie. Eine starke Antwort trennt die Ebenen, verknüpft Struktur und Akteur und benennt die Kontingenz.

Schritt-für-Schritt Erklärung3 Schritte
  1. 1

    Geschichte hat selten eine Ursache — meist mehrere, auf verschiedenen Zeitebenen.

  2. 2

    Trennung Ursache / Anlass ist dein wichtigstes argumentatives Werkzeug.

  3. 3

    Markiere immer, was kontingent ist — das schützt dich vor Determinismus.

SRDP-Aufgaben

SelbsttestAus der Fragenbank9 Punkte

Aufgabenstellung

Erläutern Sie am Beispiel des Ersten Weltkriegs den Unterschied zwischen Ursachen und Anlass und erklären Sie den Kriegsausbruch auf mehreren Zeitebenen. Markieren Sie mindestens eine Kontingenz.

Maturafokus

  • Trennung Ursache/Anlass explizit machen.
  • Mindestens zwei Ebenen (Struktur + Akteur) verknüpfen.
  • Kontingenz mit „wäre auch anders denkbar gewesen, weil …" markieren.

Typische Fehler

  • „Der Krieg brach aus, weil X" — monokausal.
  • „Es musste so kommen" — deterministisch.
  • Strukturen und Akteure werden nicht zusammen gedacht.

Aktive Wiederholung

Erkläre den Ausbruch des Ersten Weltkriegs (Juli 1914) auf drei Ebenen: langfristige Strukturen, mittelfristige Konjunkturen, kurzfristige Ereignisse. Markiere mindestens eine Kontingenz.

Aktiv abrufen

Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: BMBWF AHS-Lehrplan GSK/PB — Kompetenzmodell (BMBWF)

§ 05

Darstellungsanalyse: Sekundärquellen und Geschichtsschreibung kritisieren#

●●○StandardLPGSK-Met-1.2LPGSK-Met-1.4

Quellenkritik-Workflow

Quellenkritik — sechs StufenNetzgraph, Äußere Kritik → Innere Kritik, Innere Kritik → Perspektive, Perspektive → Intention, Intention → Aussagewert, Aussagewert → UrteilÄußere KritikInnere KritikPerspektiveIntentionAussagewertUrteil
Abb. 5Sechs Stufen: Äußere Kritik (Echtheit, Datierung) → Innere Kritik (Inhalt, Sprache) → Perspektive (Autor, Adressat) → Intention (Zweck, Wirkung) → Aussagewert (Stärke, Grenze) → Urteil (Sach + Wert). Kein Sprung vom Inhalt direkt zum Urteil.

Kernpunkte

Darstellungen (Schulbuch, Fachartikel, Dokumentation, Wikipedia) sind Deutungen der Vergangenheit — keine Quellen ersten Grades, sondern selbst Analysegegenstand.
Die De-Konstruktion einer Darstellung fragt: Welche Auswahl, welche Gewichtung, welche Auslassung, welcher Standpunkt, welches Geschichtsbild liegt zugrunde?
Triftigkeitskriterien (nach Rüsen): empirische Triftigkeit (Belege), normative Triftigkeit (offengelegte Wertmaßstäbe), narrative Triftigkeit (schlüssige Erzählung).
Sprache verrät Wertung: Wortwahl („Befreiung" vs. „Niederlage"), Aktiv/Passiv (Täter sichtbar oder getilgt), Metaphern und Vergleiche steuern die Deutung.
Jede Darstellung verfolgt einen Adressatenbezug und eine Erzähllogik; Bild- und Kartenauswahl sind ebenfalls deutende Eingriffe.
Auch eine fachlich seriöse Darstellung ist nie „neutral", sondern an Forschungsstand, Methode und Erkenntnisinteresse gebunden.
Musterbeispiel

De-Konstruktion einer Darstellung: ein Schulbuchsatz zum „Anschluss"

Analysieren Sie die konstruierte Schulbuchformulierung: „1938 kam Österreich zum Deutschen Reich, und viele Menschen begrüßten den Anschluss." Untersuchen Sie Wortwahl, Auswahl und Geschichtsbild und beurteilen Sie die Triftigkeit.

  1. 01Gattung bestimmen

    Der Satz ist eine Darstellung (Sekundärtext), keine Quelle. Analysegegenstand ist also die Machart der Aussage, nicht „die Wahrheit von 1938".

  2. 02Sprache und Grammatik prüfen

    „kam … zum" ist intransitiv und akteurslos — es verschleiert die militärische Annexion und den Täter (Einmarsch der Wehrmacht, NS-Regime). Aktiv/Passiv-Logik tilgt hier die Verantwortung.

  3. 03Auswahl und Auslassung

    „viele begrüßten" nennt Zustimmung, verschweigt aber die sofortige Verfolgung, Pogrome, Flucht und Entrechtung. Die Auswahl ist einseitig und stützt unausgesprochen die „Opferthese".

  4. 04Triftigkeit beurteilen (nach Rüsen)

    Narrativ ist der Satz glatt (schlüssig erzählt), aber empirisch unvollständig (Belege fehlen) und normativ untriftig (Wertmaßstäbe nicht offengelegt).

  5. 05Triftige Alternative formulieren

    Eine triftige Darstellung benennt „Annexion/Einmarsch", setzt die Täter ins Aktiv und nennt Zustimmung UND Verfolgung nebeneinander.

Ergebnis: Die De-Konstruktion zeigt, wie Grammatik und Auswahl ein Geschichtsbild transportieren — die Analyse beurteilt Triftigkeit, statt „richtig/falsch" zu urteilen.

Schritt-für-Schritt Erklärung3 Schritte
  1. 1

    Eine Darstellung ist eine Deutung — frage nach Auswahl, Standpunkt und Auslassung, nicht nach „der Wahrheit".

  2. 2

    Sprache verrät Wertung: Wer ist Subjekt, wer verschwindet im Passiv?

  3. 3

    Prüfe Triftigkeit statt richtig/falsch — empirisch, normativ, narrativ.

SRDP-Aufgaben

SelbsttestAus der Fragenbank10 Punkte

Aufgabenstellung

Sie erhalten zwei kurze Darstellungen zum „Anschluss" 1938 aus unterschiedlicher Entstehungszeit. Vergleichen Sie beide hinsichtlich Auswahl, Standpunkt und sprachlicher Wertung und erklären Sie die Differenz.

Maturafokus

  • Darstellungen mit dem Operator „analysieren" auf Auswahl, Standpunkt und Geschichtsbild hin untersuchen.
  • Mindestens ein sprachliches Indiz für eine Wertung konkret zitieren und deuten.
  • Bei zwei Darstellungen den Operator „vergleichen" nutzen: Gemeinsamkeiten, Unterschiede, Erklärung der Differenz (z. B. Entstehungszeit, Schule).
  • Triftigkeit der Argumentation prüfen statt „richtig/falsch" zu urteilen.

Typische Fehler

  • Eine Darstellung wird als Quelle behandelt (oder umgekehrt) — die Gattungslogik wird verwechselt.
  • Der Inhalt wird nacherzählt statt die Machart der Darstellung analysiert.
  • Wertende Sprache wird übernommen, statt sie als Indiz zu kennzeichnen.

Aktive Wiederholung

Analysiere einen kurzen Schulbuch- oder Lexikonabschnitt zu einem österreichischen Thema (z. B. „Anschluss" 1938) hinsichtlich Auswahl, Standpunkt und sprachlicher Wertung. Beurteile die Triftigkeit der Darstellung.

Aktiv abrufen

Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: AHS-Lehrplan GSK/PB — De-Konstruktionskompetenz (BMBWF)

§ 06

Karten, Diagramme und Statistiken historisch lesen#

●●○StandardLPGSK-Met-1.1LPGSK-Sach-1.1

Relative vs. absolute Darstellung (schematisch)

Relative vs. absolute DarstellungLiniendiagramm: Index (Basis = 100) nach Zeitschritt, Daten: 1: 100; 2: 112; 3: 121; 4: 1330204060801001201234Index (Basis = 100)Zeitschritt
Abb. 6Identischer Trend, zwei Maßstäbe — die Achsenwahl steuert die Wahrnehmung: vom Basisjahr (Index 100) auf +33 %. Werte didaktisch konstruiert.

Kernpunkte

Geschichtskarten sind Darstellungen mit Auswahl: Massstab, Legende, Zeitschnitt und Farbgebung treffen bereits Deutungsentscheidungen.
Statistiken haben eine Erhebungsgeschichte: Wer hat wann mit welchem Interesse welche Kategorien gezählt? (z. B. Volkszählungen mit „Umgangssprache" in der Habsburgermonarchie als nationalpolitisches Instrument).
Bei Diagrammen sind Achsenskalierung, Bezugsgrößen (absolut vs. relativ) und Zeitraum auf Verzerrung zu prüfen.
Index- und Prozentwerte erfordern die Angabe des Basisjahres; ohne Basis ist „+50 %" nicht interpretierbar.
Quantitative Quellen ergänzen, ersetzen aber nicht die qualitative Kritik — Zahlen sind ebenfalls perspektivisch.
Musterbeispiel

Statistikkritik: die „Umgangssprache" der Habsburger Volkszählungen

Die cisleithanischen Volkszählungen ab 1880 erhoben die „Umgangssprache" (nicht die Muttersprache). Beurteilen Sie Aussagewert und Grenzen dieser Statistik für die Frage nach der „nationalen Zusammensetzung" der Monarchie.

  1. 01Erhebungsbasis bestimmen

    Erhoben wurde die im Alltag/am Arbeitsort gesprochene „Umgangssprache", nicht Identität oder Muttersprache — und das durch Behörden mit nationalpolitischem Interesse.

  2. 02Verzerrungen erkennen

    Sozialer Druck am Arbeitsort, Assimilationsanreize und Mehrsprachigkeit sind nicht abbildbar; jüdische Bevölkerung hatte keine eigene Sprachkategorie und wurde statistisch „verteilt".

  3. 03Instrumentalisierung sehen

    Die Ergebnisse wurden im Nationalitätenkonflikt (Wahlkreiszuschnitt, Schulen, Ämter) politisch genutzt — die Kategorie erzeugte Realität, statt sie nur zu messen.

  4. 04Aussagewert abwägen

    Belastbar für den sprachlichen Alltag in Regionen und für die Nationalisierung der Statistik selbst; eingeschränkt für „Nationalität" oder Identität.

  5. 05Interpretieren statt ablesen

    Den Datenbefund im Kontext deuten: Die Erhebungskategorie ist Teil des Befunds, nicht ein neutrales Abbild.

Ergebnis: Eine kritische Auswertung trennt Erhebungskategorie, Erhebungsinteresse und Aussagegrenze, bevor ein Trend interpretiert wird — auch Zahlen sind perspektivisch.

Schritt-für-Schritt Erklärung3 Schritte
  1. 1

    Lies zuerst Legende, Massstab und Zeitschnitt — dann den Karteninhalt.

  2. 2

    Zahlen ohne Bezugsgröße sind bedeutungslos: nenne immer das Basisjahr.

  3. 3

    Auch Statistik ist perspektivisch — frage nach Erhebungsinteresse und Kategorienbildung.

SRDP-Aufgaben

SelbsttestAus der Fragenbank9 Punkte

Aufgabenstellung

Sie erhalten ein Diagramm zur Bevölkerungs- oder Wahlentwicklung mit Indexwerten. Werten Sie es aus: Benennen Sie Erhebungsbasis, Bezugsgröße und Aussagegrenzen, bevor Sie einen Trend interpretieren.

Maturafokus

  • Bei Kartenarbeit zuerst Legende, Massstab und Zeitschnitt benennen, dann inhaltlich auswerten.
  • Statistiken mit Bezugsgröße und Quelle einordnen, bevor Trends gedeutet werden.
  • Mit dem Operator „interpretieren" einen Datenbefund in den historischen Kontext stellen.

Typische Fehler

  • Eine Karte wird als objektives Abbild der Vergangenheit gelesen statt als Konstruktion.
  • Prozentwerte werden ohne Basisjahr verglichen.
  • Eine gezählte Kategorie (z. B. „Nationalität" nach Umgangssprache) wird unkritisch als Realität übernommen.

Aktive Wiederholung

Werte eine historische Statistik (z. B. Bevölkerungsentwicklung oder Wahlergebnisse der Ersten Republik) aus. Benenne Erhebungsbasis, Aussagewert und Grenzen, bevor du einen Trend interpretierst.

Aktiv abrufen

Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: AEIOU — Volkszählungen der Habsburgermonarchie (AEIOU)

Inhalt

Abschnitt -- / 06

    • 01Quellenkritik nach Bernheim und Droysen○
    • 02Periodisierung und Epochenkonzepte◐
    • 03Multiperspektivität, Kontroversität, Geschichtskultur●
    • 04Kausalität, Kontingenz, Strukturen und Akteure◐
    • 05Darstellungsanalyse: Sekundärquellen und Geschichtsschreibung kritisieren◐
    • 06Karten, Diagramme und Statistiken historisch lesen◐

0/6 Gelesen

Aus den Notizen ins Training

GSK 1 — Historische Methode, Quellenkritik, Sachkompetenz

Festige dieses Thema an passenden Aufgaben aus der Fragenbank.

~17
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3
Kompetenzen
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Beispielfrage

Sie erhalten zwei zeitgenössische Quellen zur Julikrise 1914 (k.u.k. Ultimatum, serbische Antwortnote). Analysieren Sie beide Quellen multiperspektivisch und bewerten Sie ihre Aussagekraft für die Frage nach der Kriegsverantwortung.

12 BE · 2024

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Belege & Quellen

Quellen

Demokratiezentrum Wien

  • Demokratiezentrum Wien — Methodenglossar

BMBWF

  • AHS-Lehrplan GSK/PB — Methodenkompetenzen

Austria-Forum / AEIOU

  • AEIOU Österreich-Lexikon — Epochenartikel

DÖW

  • DÖW — Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes

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