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DE-Abitur · KunstT·088 / 8
Die KMK EPA Bildende Kunst (1989/2005) sieht drei schriftliche Aufgabenarten vor, benannt nach dem Schwerpunkt: 3.1.1 Aufgabe mit praktischem Schwerpunkt und schriftlichem Anteil; 3.1.2 Aufgabe mit theoretischem Schwerpunkt und praktischem Anteil; 3.1.3 Theoretisch-schriftliche Aufgabe (Analyse/Interpretation, ggf. mit Erörterung) — alle drei in gA und eA, der eA-Unterschied ist qualitativ (Tiefe, Reflexion, Umfang). Die in dieser Notiz verwendete Kurzform I/II/III folgt dem NRW-Schema (I Gestaltung mit Erläuterung, II Analyse/Interpretation, III fachspezifische Problemerörterung). Diese Notiz beschreibt den Werkprozess (Idee → Skizze → Material → Reinausführung → Reflexion), die Mappe als Dokumentationsformat und die mündliche Prüfung. Sie gibt einen sprachlich-methodischen Schreibplan für die Klausur und reflektiert die KMK-Operatorenliste (beschreiben, analysieren, interpretieren, vergleichen, beurteilen, gestalten).
6Abschnitteca. 12Min Lesezeit2Kompetenzen
Operatoren:gestalten · erläutern · reflektieren · beurteilen
grundlegendes Niveau
gA-Niveau: Aufgabenarten I und II sicher unterscheiden, Werkprozess in fünf Phasen dokumentieren, die Mappe/das Skizzenheft als bewertungsrelevante Prozessdokumentation verstehen.
erhöhtes Niveau
eA-Niveau: Aufgabenart III (Problemerörterung) — mehrgliedrige Argumentationsstrukturen, Verknüpfung mehrerer Quellen/Werke, methodische Selbstreflexion.
Kernpunkte
EPA BILDENDE KUNST — DREI AUFGABENARTEN
Welche drei Beschriftungen in "EPA Bildende Kunst — drei Aufgabenarten" sind prüfungsrelevant?
Folgeaufgabe: Skizziere dasselbe Schema ohne Beschriftungen und ergänze sie aus dem Gedächtnis.
Typische Fehler
Kernpunkte
WERKPROZESS IN DER PRAKTISCHEN AUFGABENART I
Welche drei Beschriftungen in "Werkprozess in der praktischen Aufgabenart I" sind prüfungsrelevant?
Folgeaufgabe: Skizziere dasselbe Schema ohne Beschriftungen und ergänze sie aus dem Gedächtnis.
Typische Fehler
Kernpunkte
EPA BILDENDE KUNST — DREI AUFGABENARTEN
Welche drei Beschriftungen in "EPA Bildende Kunst — drei Aufgabenarten" sind prüfungsrelevant?
Folgeaufgabe: Skizziere dasselbe Schema ohne Beschriftungen und ergänze sie aus dem Gedächtnis.
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA-Vertiefung: Bereiten Sie sich auf eine Erörterungsfrage vor (Aufgabenart III): „Kunst und Politik — welche Aufgabe hat Kunst in der demokratischen Öffentlichkeit?". Sammeln Sie drei Werkbelege aus verschiedenen Epochen (z. B. David „Marat", Käthe Kollwitz, Banksy).
Kernpunkte
EPA BILDENDE KUNST — DREI AUFGABENARTEN
Welche drei Beschriftungen in "EPA Bildende Kunst — drei Aufgabenarten" sind prüfungsrelevant?
Folgeaufgabe: Skizziere dasselbe Schema ohne Beschriftungen und ergänze sie aus dem Gedächtnis.
Musterlösung
Entwickeln Sie einen tragfähigen Schreibplan für eine Werkanalyse-Klausur (Aufgabenart II) zu einem unbekannten Gemälde. Erläutern Sie, welche Operatoren welchen Anforderungsbereich bedienen und wie Sie die Zeit einteilen.
Zuerst die Operatoren der Teilaufgaben markieren: „beschreiben" (AB I, reproduktiv), „analysieren" (AB II, reorganisierend), „interpretieren/deuten" (AB II–III), „einordnen/vergleichen" (AB II), „beurteilen/erörtern" (AB III, reflektierend). Der Operator bestimmt Umfang und Tiefe jeder Teilantwort.
Einleitung (Werk, Künstler, Datierung, Gattung, Aufgabe) → vor-ikonografische Beschreibung (Stufe 1) → formal-ästhetische Analyse (Sechs-Felder-Raster) → ikonografische Analyse (Stufe 2: Motive, Attribute, Quellen) → ikonologische Interpretation (Stufe 3: Kontext, Funktion) → ggf. Einordnung/Vergleich → begründetes Werturteil (bei AB III).
Bei z. B. 270 min: ca. 20 min Erfassen/Planen, ca. 40 min Beschreibung+formale Analyse, ca. 60 min Ikonografie+Ikonologie, ca. 40 min Einordnung/Beurteilung, Rest Überarbeitung. Die Gewichtung folgt dem Operator: deutende und erörternde Teile (AB III) tragen die meisten Punkte.
Belege konsequent am Bildbefund („im linken Bilddrittel …", „der diagonale Lichtstrahl …"); Fachsprache präzise (Chiaroscuro, Repoussoir, Kontrapost); Stufen sichtbar trennen; keine Deutung in der Beschreibung. Eigene Hypothesen als begründete Vermutungen, nicht als Behauptungen.
Schlusscheck: Ist jede Teilaufgabe (jeder Operator) bedient? Sind die drei Panofsky-Stufen getrennt? Ist jede Deutung am Befund belegt? Gibt es ein begründetes Werturteil, falls „beurteilen/erörtern" verlangt war? Sprachliche Leistung (etwa 30 %) durch Überarbeitung sichern.
Ergebnis: Ein tragfähiger Schreibplan koppelt die Gliederung an die Panofsky-Stufen, gewichtet die Zeit nach Anforderungsbereich (AB III trägt die meisten Punkte) und sichert die operatorgerechte, am Bildbefund belegte Durchführung. Das Entschlüsseln der Operatoren ist der erste, oft unterschätzte Schritt.
Typische Fehler
Kernpunkte
WERKPROZESS IN DER PRAKTISCHEN AUFGABENART I
Welche drei Beschriftungen in "Werkprozess in der praktischen Aufgabenart I" sind prüfungsrelevant?
Folgeaufgabe: Skizziere dasselbe Schema ohne Beschriftungen und ergänze sie aus dem Gedächtnis.
Musterlösung
Entwickeln Sie zur Aufgabe „Selbstbildnis als Maske — Inszenierung von Identität" ein gestaltungspraktisches Konzept und skizzieren Sie den dokumentierten Werkprozess. Erläutern Sie, was die Bewertung der Aufgabenart I honoriert.
Konzept: Identität als gespielte Rolle (Bezugswerke: Cindy Sherman „Untitled Film Stills" 1977–80, James Ensor Maskenbilder, afrikanische Maskentradition). Leitfrage: „Welche Rolle zeige ich, welche verberge ich?" Recherche dokumentiert die kunsthistorischen Bezüge als bewusste Anknüpfung.
Mindestens drei deutlich verschiedene Bildideen: (a) fotografische Selbstinszenierung mit gemalter Maske, (b) Druckgrafik (Linolschnitt) mit reduzierter Maskenform, (c) Zeichnung mit collagierten Maskenfragmenten. Die Varianten zeigen unterschiedliche Medien — das ist der punkterelevante Differenzierungsnachweis, nicht drei Versionen derselben Idee.
Entscheidung für den Linolschnitt: die harte Schwarz-Weiß-Reduktion verstärkt das Masken-Thema (Verbergen, Kontur ohne Binnendetail). Begründung wird schriftlich festgehalten — Material ist kein Zufall, sondern Bedeutungsträger.
Umsetzung mit dokumentierten Zwischenständen (Vorzeichnung, Schnittprobe, Probedruck, Auflage). Technische Sorgfalt (sauberer Schnitt, gleichmäßiger Druck) wird bewertet — ebenso die bewusste Nutzung von Verfahrenseigenheiten (Negativform, Grat).
Schriftlicher Kommentar nach vier Achsen: Konzept (Identität als Rolle), Verfahren (Linolschnitt, Reduktion), Wirkung (das Maskenhafte als Distanz), Bezug (Sherman, Ensor). Die Reflexion ist eigenständige Bewertungskategorie und darf nicht in reiner Verfahrensbeschreibung steckenbleiben.
Ergebnis: Aufgabenart I honoriert vier Dinge gleichgewichtig: Originalität und Tragfähigkeit des Konzepts, Differenzierungsgrad der Skizzenphase (verschiedene Medien!), technische Sorgfalt der Ausführung und die Reflexionsleistung des Bildkommentars. Der sichtbar gemachte Werkprozess (Mappe) ist Pflicht — eine fertige Arbeit ohne dokumentierten Prozess verliert systematisch Punkte.
Typische Fehler
Kernpunkte
EPA BILDENDE KUNST — DREI AUFGABENARTEN
Welche drei Beschriftungen in "EPA Bildende Kunst — drei Aufgabenarten" sind prüfungsrelevant?
Folgeaufgabe: Skizziere dasselbe Schema ohne Beschriftungen und ergänze sie aus dem Gedächtnis.
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA-Vertiefung: Entwickeln Sie für eine Aufgabenart-III-Problemerörterung (z. B. „Kunst und Politik") einen Erwartungshorizont, der die mehrgliedrige Argumentation und die geforderte Medienreflexion abbildet.