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DE-Abitur · InformatikT·055 / 8
Die EPA Informatik fordert grundlegende Kenntnisse zur von-Neumann-Architektur, zum Schichtenmodell der Netzwerke (OSI/TCP-IP) und zu Protokollen, die im Internet zum Einsatz kommen. Subnetting und IP-Adressierung sind Standardthema in Klausuren der LK-Track.
6Abschnitteca. 11Min Lesezeit3Kompetenzen
Operatoren:erläutern · analysieren · berechnen · beurteilen · darstellen
grundlegendes Niveau
gA: von-Neumann-Rechner, OSI-Schichten benennen, IPv4-Adresse, Subnetzmaske und MAC-Adresse unterscheiden.
erhöhtes Niveau
eA: Subnetze berechnen (CIDR), TCP- vs. UDP-Eigenschaften gegenüberstellen, NAT/Firewall-Effekte erklären, Routing-Tabellen lesen.
Kernpunkte
VON-NEUMANN-ARCHITEKTUR
Welche drei Beschriftungen in "Von-Neumann-Architektur" sind prüfungsrelevant?
Folgeaufgabe: Skizziere dasselbe Schema ohne Beschriftungen und ergänze sie aus dem Gedächtnis.
Typische Fehler
Kernpunkte
OSI-REFERENZMODELL (7 SCHICHTEN) VS. TCP/IP (4 SCHICHTEN)
Welche drei Beschriftungen in "OSI-Referenzmodell (7 Schichten) vs. TCP/IP (4 Schichten)" sind prüfungsrelevant?
Folgeaufgabe: Skizziere dasselbe Schema ohne Beschriftungen und ergänze sie aus dem Gedächtnis.
Typische Fehler
Kernpunkte
NUTZBARE HOSTS IN IPV4-SUBNETZ
p ist die Präfixlänge (z.B. /24 → 254 nutzbare Hosts); −2 wegen Netz- und Broadcast-Adresse.
Musterlösung
Teilen Sie das Netz 192.168.10.0/24 in vier gleich große Subnetze. Geben Sie Netz-, erste Host-, letzte Host- und Broadcast-Adresse je Subnetz an.
4 Subnetze benötigen 2 zusätzliche Bits → neue Präfixlänge /26, Maske 255.255.255.192.
256 / 4 = 64 Adressen pro Subnetz. Subnetze: 192.168.10.0, .64, .128, .192 (jeweils /26).
Pro Subnetz: 64 − 2 = 62 nutzbare Hosts. Beispiel Subnetz 1 (192.168.10.0/26): Netz .0, erste Host .1, letzte Host .62, Broadcast .63.
| Subnetz | Netz | erste Host | letzte Host | Broadcast | |---|---|---|---|---| | 1 | .0 | .1 | .62 | .63 | | 2 | .64 | .65 | .126 | .127 | | 3 | .128 | .129 | .190 | .191 | | 4 | .192 | .193 | .254 | .255 |
Ergebnis: Vier /26-Subnetze mit je 62 nutzbaren Hosts; Maske 255.255.255.192.
Musterlösung
Verkürzen Sie die IPv6-Adresse 2001:0db8:0000:0000:0000:ff00:0042:8329 nach den beiden Standardregeln und begründen Sie, warum „::" nur einmal vorkommen darf.
Die Adresse besteht aus acht 16-Bit-Gruppen (je vier Hexziffern): 2001 | 0db8 | 0000 | 0000 | 0000 | ff00 | 0042 | 8329.
Innerhalb jeder Gruppe entfallen führende Nullen: 2001 | db8 | 0 | 0 | 0 | ff00 | 42 | 8329. (Eine Gruppe 0000 wird zu „0", nicht leer.)
Der längste zusammenhängende Block aus reinen Nullgruppen (hier die drei mittleren) wird durch „::" ersetzt → 2001:db8::ff00:42:8329. Probe: 2 Gruppen + (3 Nullgruppen via „::") + 3 Gruppen = 8.
Käme „::" zweimal vor, ließe sich nicht mehr eindeutig rekonstruieren, wie viele Nullgruppen auf jede Stelle entfallen — die Adresse wäre mehrdeutig. Deshalb ist genau ein „::" pro Adresse zulässig.
Ergebnis: 2001:0db8:0000:0000:0000:ff00:0042:8329 = 2001:db8::ff00:42:8329 (eindeutig, da „::" nur einmal genutzt).
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA-Vertiefung: Teilen Sie das Netz 10.0.0.0/16 in vier gleich große Subnetze und ermitteln Sie für jedes Subnetz die nutzbaren Hosts und Broadcast-Adressen.
Kernpunkte
MITTLERE WARTEZEIT EINES SCHEDULERS
B_i Beendigung, A_i Ankunft, D_i Bedienzeit (CPU-Burst) des Prozesses i; Maß zur Bewertung von FCFS, SJF, Round-Robin.
PROZESSZUSTÄNDE EINES BETRIEBSSYSTEMS
Welche drei Beschriftungen in "Prozesszustände eines Betriebssystems" sind prüfungsrelevant?
Folgeaufgabe: Skizziere dasselbe Schema ohne Beschriftungen und ergänze sie aus dem Gedächtnis.
Musterlösung
Berechnen Sie für drei Prozesse die Beendigungszeit, Verweildauer und mittlere Wartezeit unter Round-Robin (Zeitquantum q = 2). Gegeben: P1 (Ankunft 0, Bedienzeit 5), P2 (Ankunft 1, Bedienzeit 3), P3 (Ankunft 2, Bedienzeit 1).
Bei t = 0 ist nur P1 bereit. Neu ankommende Prozesse werden hinten eingereiht; ein verdrängter Prozess wird nach den bereits Wartenden wieder angehängt.
P1[0–2] (Rest 3), P2[2–4] (Rest 1), P3[4–5] fertig, P1[5–7] (Rest 1), P2[7–8] fertig, P1[8–9] fertig. Beendigung: P1 = 9, P2 = 8, P3 = 5.
Verweildauer = Beendigung − Ankunft: P1 = 9, P2 = 7, P3 = 3. Wartezeit = Verweildauer − Bedienzeit: P1 = 4, P2 = 4, P3 = 2.
MITTLERE WARTEZEIT EINES SCHEDULERS
B_i Beendigung, A_i Ankunft, D_i Bedienzeit (CPU-Burst) des Prozesses i; Maß zur Bewertung von FCFS, SJF, Round-Robin.
Mittlere Wartezeit = (4 + 4 + 2) / 3 = 10/3 ≈ 3,33 Zeiteinheiten. Round-Robin verhindert das Aushungern langer Prozesse, erhöht aber durch Kontextwechsel den Overhead gegenüber SJF.
Ergebnis: Beendigung P1 = 9, P2 = 8, P3 = 5; mittlere Wartezeit ≈ 3,33 Zeiteinheiten.
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA-Vertiefung: Analysieren Sie ein Erzeuger-Verbraucher-Szenario mit beschränktem Puffer und geben Sie eine korrekte Semaphor-Lösung (leer, voll, mutex) an.
Kernpunkte
TCP-DREI-WEGE-HANDSHAKE UND VERBINDUNGSABBAU
Welche drei Beschriftungen in "TCP-Drei-Wege-Handshake und Verbindungsabbau" sind prüfungsrelevant?
Folgeaufgabe: Skizziere dasselbe Schema ohne Beschriftungen und ergänze sie aus dem Gedächtnis.
Typische Fehler
Kernpunkte
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA-Vertiefung: Erläutern Sie den TLS-Handshake und begründen Sie, warum Forward Secrecy (ephemere DH-Schlüssel) auch bei späterem Diebstahl des privaten Schlüssels die aufgezeichneten Sitzungen schützt.