Aufgabenstellung
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Erwartungswert und Varianz, Binomial- und Normalverteilung, Konfidenzintervalle und Hypothesentests als Einführung in die schliessende Statistik. Setzt Thema WS 2 (Wahrscheinlichkeitsrechnung) voraus und ergänzt Thema WS 1 (Beschreibende Statistik) um modellierende Schlussfolgerungen.
6Abschnitteca. 19Min Lesezeit5KompetenzenNiveauStandard 4 · Vertiefung 2Stand 06/2026
Lesetiefe: Vertiefung
Schriftgröße: Standard
Erwartungswert einer diskreten Zufallsvariablen
Varianz
Du wirfst einen Würfel. Bei einer 6 gewinnst du Euro, sonst zahlst du Euro. Erwarteter Gewinn?
mit , mit .
.
Ergebnis: Erwartungswert Euro - das Spiel ist langfristig fair.
Der Erwartungswert ist das, was im Durchschnitt pro Versuch herauskommt.
Varianz und Standardabweichung sagen dir, wie stark einzelne Werte streuen.
Bei einer Linearkombination verändert sich der Erwartungswert linear, die Varianz quadratisch.
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Berechne Erwartungswert und Varianz der Zufallsvariablen "Augenzahl beim Wurf eines fairen Würfels".
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: IQS Erwartungswert (IQS)
Binomialverteilung B(10; 0,4)
Binomialverteilung X\sim B(n,p)
Erwartungswert und Varianz der Binomialverteilung
Interaktive Grafik lädt…
Eine faire Münze wird zehnmal geworfen. Wahrscheinlichkeit für genau Köpfe?
.
.
Ergebnis: oder .
Binomialverteilung passt, wenn du unabhängige Versuche mit konstanter Erfolgswahrscheinlichkeit hast.
Binomialverteilung B(10; 0,4)
Erwartungswert ist , Varianz ist .
Bei "mindestens"-Aufgaben spart der Komplementaransatz viel Rechenarbeit.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Eine Maschine produziert mit Ausschuss. Berechne die Wahrscheinlichkeit, in einer Stichprobe von Stück höchstens defekte Stücke zu finden.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: IQS Binomialverteilung (IQS)
Normalverteilung \mathcal{N}(0, 1) - Standardnormalverteilung
Normalverteilung - 68-95-99,7-Regel
Standardisierung
Interaktive Grafik lädt…
Wie viele Flaschen liegen zwischen und ?
Innerhalb liegen ca. der Werte.
Ergebnis: Rund der Saftflaschen haben Inhalt zwischen L und L.
Die Normalverteilung ist die klassische Glockenkurve.
Normalverteilung - 68-95-99,7-Regel
Mit der 68-95-99,7-Regel hast du eine schnelle Daumenregel für typische Anteile.
Bei beliebigen Werten standardisierst du und liest Tabellen- oder CAS-Wahrscheinlichkeit ab.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Eine Maschine füllt Saft in Flaschen, normalverteilt mit L und L. Anteil Flaschen mit Inhalt zwischen und L?
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: IQS Normalverteilung (IQS)
Konfidenzintervall für einen Anteil
Prüfgröße beim Mittelwerttest
Aus Befragten antworten mit Ja. -Konfidenzintervall.
.
.
.
Ergebnis: Konfidenzintervall ; der tatsächliche Anteil liegt mit Sicherheit in diesem Bereich.
Ein Zulieferer behauptet, höchstens der Bauteile seien defekt. In einer Stichprobe von Bauteilen sind defekt. Prüfe die Behauptung auf dem Signifikanzniveau .
Behauptung als gegen (einseitig, rechts). Getestet wird mit .
.
Standardisieren unter : .
Kritischer Wert einseitig: . Wegen liegt im Ablehnungsbereich.
Ergebnis: wird auf dem Niveau abgelehnt: Die Daten sprechen gegen die Behauptung " defekt"; der beobachtete Anteil von ist signifikant zu hoch. (Bei mit könnte dagegen nicht abgelehnt werden.)
Ein Konfidenzintervall gibt dir einen Bereich, in dem der wahre Wert wahrscheinlich liegt.
Bei einem Hypothesentest formulierst du Nullhypothese und Alternative und entscheidest anhand einer Prüfgröße.
Fehler erster und zweiter Art sind keine Rechenfehler, sondern strukturelle Entscheidungsrisiken.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Bei einer Befragung von Personen sagen "Ja". Berechne ein -Konfidenzintervall für den Anteil.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: IQS Konfidenzintervalle und Tests (IQS)
Diskrete Verteilung am Beispiel B(6; 0,5)
Erwartungswert einer diskreten Verteilung
Ein Spiel zahlt mit Wahrscheinlichkeit den Betrag Euro, sonst Euro. Bestimme den Erwartungswert.
mit ; mit .
.
.
Ergebnis: Der erwartete Gewinn beträgt Euro pro Spiel.
Eine diskrete Verteilung ordnet jedem Wert eine Wahrscheinlichkeit zu, deren Summe eins ergibt.
Der Erwartungswert gewichtet jeden Wert mit seiner Wahrscheinlichkeit.
Er beschreibt den langfristigen Durchschnitt bei vielen Wiederholungen.
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Ein Spiel zahlt bei Wahrscheinlichkeit einen Gewinn von Euro und sonst nichts. Bestimme den Erwartungswert des Gewinns.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: IQS Verteilungen AHS (IQS)
Standardfehler des Stichprobenmittelwerts
Bei und Stichprobenumfang : bestimme den Standardfehler des Mittelwerts.
.
.
.
Ergebnis: Der Standardfehler des Mittelwerts beträgt .
Aus einer Stichprobe schliesst du auf die gesamte Grundgesamtheit.
Der Standardfehler des Mittelwerts ist die Standardabweichung geteilt durch die Wurzel des Umfangs.
Größere Stichproben verkleinern den Fehler, aber nur wurzelförmig.
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Eine Stichprobe vom Umfang stammt aus einer Grundgesamtheit mit . Bestimme den Standardfehler des Mittelwerts.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: IQS Schliessende Statistik AHS (IQS)
Belege & Quellen