Aufgabenstellung
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Betriebssysteme verwalten Prozesse, Speicher, Dateien und Geräte. Hardware-Architektur (Von-Neumann) ist das Fundament.
4Abschnitteca. 13Min Lesezeit4KompetenzenNiveauBasis 1 · Standard 2 · Vertiefung 1Stand 06/2026
Lesetiefe: Vertiefung
Schriftgröße: Standard
Von-Neumann-Architektur
Verfolge die Abarbeitung des Befehls `MOV R1, [1000]` (lade den Inhalt der Speicheradresse 1000 in Register R1) durch den Von-Neumann-Zyklus.
Das Steuerwerk liest den Befehl von der Adresse im Befehlszähler (PC) über den Systembus aus dem RAM in das Befehlsregister; der PC wird erhöht.
Das Steuerwerk dekodiert den Opcode (MOV) und erkennt: Quelle = Speicheradresse 1000, Ziel = Register R1.
Die Adresse 1000 wird über den Adressbus an den Speicher gelegt; der Speicher liefert den Wert über den Datenbus zurück.
Der gelesene Wert wird in Register R1 abgelegt.
Der Ablauf beginnt mit dem nun erhöhten PC von vorne.
Ergebnis: Beteiligt sind Steuerwerk, Register (PC, Befehlsregister, R1), Hauptspeicher und der Systembus - bei einem reinen Ladebefehl arbeitet das Rechenwerk (ALU) nicht mit, bei `ADD` hingegen schon.
Von Neumann hat ein Modell entworfen, das bis heute gilt: CPU + Speicher + I/O über einen gemeinsamen Bus.
Von-Neumann-Architektur
Der Fetch-Decode-Execute-Zyklus ist die Schleife, die jeder Computer ausführt - millionenfach pro Sekunde.
Caches verbergen die Latenz des Hauptspeichers - moderne CPUs haben drei Cache-Ebenen.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Erkläre den Fetch-Decode-Execute-Zyklus an einem Beispiel-Befehl `MOV R1, [1000]`. Welche Komponenten sind beteiligt?
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: Tanenbaum: Structured Computer Organization, 6. Auflage (Pearson)
CPU-Burst-Verteilung typischer Prozesse
Prozesszustände
Drei Prozesse mit Bursts P1=8, P2=4, P3=2 (alle bei t=0 bereit). Bestimme mittlere Wartezeit für FCFS und SJF.
P1, P2, P3.
P1=0, P2=8, P3=12 -> Mittel = (0+8+12)/3 = 6{,}67.
Kürzeste zuerst: P3, P2, P1.
P3=0, P2=2, P1=6 -> Mittel = (0+2+6)/3 = 2{,}67.
Ergebnis: SJF minimiert die mittlere Wartezeit; in der Praxis aber Burst-Länge unbekannt -> nur als Approximation einsetzbar.
Der Scheduler entscheidet, welcher Prozess als nächstes die CPU bekommt.
FCFS ist einfach, RR ist fair, SJF ist optimal - aber nur, wenn man die Bursts kennt.
Threads teilen sich den Speicher - das macht sie schnell, aber auch fehleranfällig durch Race Conditions.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Berechne für P1 (Burst 6), P2 (Burst 8), P3 (Burst 7), P4 (Burst 3) die mittlere Wartezeit unter FCFS und SJF.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: Tanenbaum, Bos: Modern Operating Systems, 5. Auflage (Pearson)
Paging - Adressübersetzung
Paging-Adressberechnung
Seitengröße 4 KB ( Byte), Page Table: Seite 0->Frame 5, 1->2, 2->7, 3->0. Übersetze die logische Adresse 9000.
Byte pro Seite -> Offset belegt 12 Bit; die höheren Bits bilden die Seitennummer .
(Ganzzahldivision).
.
Page Table: Seite liegt in Frame .
.
Ergebnis: Logisch 9000 (= 0x2328) -> physisch 29480 (= 0x7328). Der Offset 808 (0x328) bleibt unverändert; nur die Seitennummer 2 wird durch die Framenummer 7 ersetzt.
Bei 4 KB Pages und einem Speicher mit 3 Frames laufen die Seitenzugriffe 1, 2, 3, 4, 1, 2, 5, 1, 2, 3, 4, 5. FIFO-Ersetzung.
Frames belegen sich mit 1, 2, 3 - 3 Page Faults.
4 fehlt -> Ersatz 1 (FIFO) -> Frames 2, 3, 4. Page Fault.
1 fehlt -> Ersatz 2 -> Frames 3, 4, 1. Page Fault.
2 fehlt -> Ersatz 3 -> Frames 4, 1, 2. Page Fault.
5 fehlt -> Ersatz 4 -> Frames 1, 2, 5. Page Fault.
1, 2 sind drin -> kein Fault.
3 fehlt, 4 fehlt, 5 ist drin -> 2 Faults.
Ergebnis: Insgesamt 9 Page Faults bei 12 Zugriffen -> Fault Rate 75 %. Belady-Anomalie: mehr Frames können mehr Faults erzeugen!
Paging gibt jedem Prozess die Illusion eines grossen, zusammenhängenden Speichers.
Page Faults sind normal - sie werden vom OS transparent behandelt, kosten aber Zeit.
LRU ist nahe am Optimum, aber teuer zu implementieren - daher Näherungen wie Clock-Algorithmus.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Bei 3 Frames und Zugriffsfolge 1, 2, 3, 4, 1, 2, 5, 1, 2, 3, 4, 5: berechne die Anzahl Page Faults für FIFO und LRU.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: Silberschatz, Galvin, Gagne: Operating System Concepts, 10. Auflage (Wiley)
POSIX-Rechte je Triade
Oktale POSIX-Rechte
Was bedeutet 755 in symbolischer Schreibweise?
7 = 4+2+1 = rwx.
5 = 4+0+1 = r-x.
5 = 4+0+1 = r-x.
Ergebnis: 755 = rwxr-xr-x. Typische Rechte für ein ausführbares Programm in /usr/local/bin.
Dateisysteme ordnen den physischen Speicher in eine hierarchische Baumstruktur.
Journaling schützt vor Datenverlust nach Stromausfall - ein Muss für Server.
Die 3-2-1-Backup-Regel ist die einfachste Schutzformel gegen Datenverlust.
SRDP-Aufgaben
Aufgabenstellung
Typische Fehler
Aktive Wiederholung
Erkläre die Bedeutung von `chmod 750 script.sh`. Welche Rechte hat der Eigentümer, die Gruppe und andere? Welcher Standardbefehl setzt die selben Rechte symbolisch?
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: POSIX File Permissions - IEEE 1003.1 (IEEE / Open Group)
Belege & Quellen